Schönen Wochenanfang allerseits. Ein neues Setup gibt es heute und zwar eines, was etwas mehr als nur einen Blitz braucht. ONE LIGHT GOODBYE :-) sozusagen. Muss aber auch mal sein und das Bild haben wir vor langer Zeit mal gemacht in einem Studio in Freiburg :-) Im Blendwerk.Und weil dort so einige Blitzchen rumhängen, warum die Dinger nicht auch mal einsetzen.
Und es gibt zwei Dinge, die ich (Martin) echt mag. Vielleicht auch mal interessant zu hören…
- Symmetrie in der Ausleuchtung
- John Wayne :-)
Und in diesem Setup kommt beides zusammen. Wie, das seht ihr dann am Ende.
Fangen wir an mit der Frage nach der Symmetrie. Worauf ist denn diese Symmetrie bezogen? Die Kamera-Model-Achse. Ich mag es, wenn Licht symmetrisch fällt und es dadurch keine asymmetrische Schattenverteilung gibt. Meinem persönlichen Schönheitsempfinden (ich bin ein Tische und Gabelverrücker!!! :-)) gefällt es, wenn der Schatten nach links genauso geartet ist wie der Schatten nacht rechts.
Und das bekommt man, indem man entweder die Lichter links genau wie rechts positioniert, einstellt und ausrichtet. Oder aber, wenn die Lichter sich selbst auf eben dieser jenen Kamera-Model-Achse bewegen. Weniger Ausrüstung und Geld braucht es, wenn ein Blitz anstatt zwei ausreichen und daher haben wir auch die Blitze auf der Achse positioniert.
Auf dem nachfolgenden Foto sieht man deutlich was genau mit dieser Symmetrie gemeint ist. Man sieht 3 Blitze, alle auf der Achse. Und dazwischen ein stark genervter Andreas :-)… keine Ahnung was los war aber er sieht aus als ob er mich gleich auffressen wollte.

Wir haben hier also eine Octabox von oben genutzt als Hauptlicht, eine Aufhellung durch eine Softbox von unten und dann von hinten oben ein Streif/Haar/Abtrennlicht.
By the way haben wir keine rieisigen Softboxen eingesetzt. Es handelt sich um die im Set enthaltenen 65cm Softboxen und wenn wir hier gerade zwei 65×65 Boxen haben, dann klappt das auch prima mit zwei Boxen mit Aufsteckblitzen. z.B. DIESE* hier.
Und das nächste Bild löst dann auch die Pointe mit John Wayne auf :-)… hoffentlich machts klick. Ein schönes, symmetrisches Posing ist nämlich auf diese John Wayne Pistolen-Duell-Haltung. Ihr werdet nachher sehen, dass die Taille sehr schön zum Vorschein kommt, weil die Hände diese eben nicht verdecken. Durch die leichten Zwischenräume zwischen Armen und Füßen wirkt die Dame sehr filigran und die Weiblichkeit bekommt durch die eher herbe Frontalität einen Gegenpunkt. Soviel zum Thema Posing… probiert es aus… sieht toll aus wenn das Modell selbst symmetrisch gebaut ist und eben diese Weiblichkeit besitzt um selbst in so einer Männerpose noch sexy zu wirken.

Also Blitze haben wir übrigens kleine Elinchrom D-Lite* verwendet. Die D-Lite* sind übrigens mit die besten Einstiegsblitze die wir kennen. Es gibt eben nur noch günstigere Einstiegsblitze mit Abstrichen in der Performance und eben noch deutlich teurere Produkte. Vielleicht interessiert es euch ja, dann schreibt es und wir können evtl. die Tage was im Blog über die D-Lite bringen und warum wir was darüber denken.
Zurück zum Setup. Wer AufdemKopfLeser ist, der wird erkennen, dass wir eine Leistung von 2.6 eingestellt haben. 4.0 ist bei Elinchrom 100Ws, 3.0 ist 50Ws und 2.6 dürfte dann so bei 40Ws liegen. Also im Endeffekt sind wir im höheren Leistungsbereich eines Aufsteckblitzes.
Das gilt jetzt dann für den Blitz der von vorne unten kommt.


Nein, die Dame balanciert nicht auf einem Eisenstab. Das ist das ausgefahrene Galgenstativ von vorne :-)…
Wir haben unseren dicksten Blitz von oben als Führungslicht verwendet. Aber wie man deutlich sieht, ist der so gar schwächer eingestellt als der Aufhellblitz. Warum? Weil wir die Octabox von oben vorne ohne Frontdiffusortuch verwendet haben und damit wirkt das Licht stärker und damit auch heller.

Experten erkennen am nachfolgenden Bild wieder ein D-Lite. Ja, ein D-Lite2 mit maximal 200Ws beleuchtet die Box von hinten und zwar mit ca. 40Ws abermals. Ungefähr wie unsere Aufhellung von unten.

Fotografiert haben wir bei f6.3 ISO100. Also man sieht, mit 40-50Ws kommen wir hier auf eine solide Blende 5.6. Perfekt um höchste Schärfe und Abbildungsleistung zu haben aber zugleich auch noch eine leichte Freistellung auf dem hoffentlich leicht grauen Hintergrund.


Hier sieht man nochmals das Posing welches die Schlankheit und die Grazilität des Modells stark herausarbeitet.

So, jetzt zur Übersicht… KROLOP & GERST HAND SKIZZE :-)… was ist denn eigentlich das Besondere an dem Licht von hinten. Man kann klar erkennen, dass die Lichtquelle von hinten genau über dem Modell hängt. Dadurch erreichen wir, dass wir mit nur einem Blitz das Streiflicht von eigentlich zwei Lichtern erzielen. Denn, das werden wir gleich auf dem finalen Foto erkennen, das Licht von hinten erwischt perfekt und symmetrisch die linke und die rechte Schulter.
Normalerweise müssten wir zwei Lichter nutzen um jeweils die beiden Seiten zu erhellen. Eine gute Lichtquelle von hinten genügt um dadurch sogar das Licht in die Hüften zu setzen.

Schaut euch den Lichtvergleich an…

Zwischen den beiden Bilder sind ein blauer und ein grüner Verlauf zu erkennen. Dieser Verlauf soll verdeutlichen wie die beiden vorderen Lichtquellen miteinander verlaufen. Während das Führungslicht von oben auf dem Weg nach unten abnimmt, wird die Aufhellung von unten nach oben hin schwächer. Und genau das ist eben der Grund für die Einheitlichkeit der Motivausleuchtung von vorne. Während wir normalerweise gewohnt sind, an den Beinen etwas weniger Licht abzubekommen, haben wir hier völlig Gleichmäßigkeit.
So, jetzt aber direkt zu den finalen Fotos… probiert es auch aus. Tolles Licht und es klappt auch gut mit Aufsteckblitzen.

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Viel Spaß beim Fotografieren…
Martin (und auch Marc!)
Schönen Wochenanfang allerseits. Ein neues Setup gibt es heute und zwar eines, was etwas mehr als nur einen Blitz braucht. ONE LIGHT GOODBYE :-) sozusagen. Muss aber auch mal sein...
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