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VIDEO-STUDIO-11: MultipleCameraSync

15 November 2009

Hallo liebe Blogleser. Da Martin heute verhindert ist, übernehme ich das Posten. Und das Ganze mit viel Inhalt und wenig Worten. Hier kommen die Videos zum heutigen Video-Tutorial-Blogbeitrag. Wir mussten die Videos splitten, da YouTube nur Videos bis 10 Minuten Länge akzeptiert.

Thema heute… Swat-Team-Fotos und dazu noch das Auslösen von mehreren Kameras auf eine Blitzauslösung. Also nur einmal blitzen, dafür aber mehrere Fotos machen.

VIDEO 1

MiniInfo: Wir haben schon so viel mit der Truppe vom ASTC gemacht, dass man das “KERLCHEN” im Film nicht falsch sondern richtig verstehen sollte. :-)

VIDEO 2

Wer sich jetzt fragt, warum wir überhaupt 2 Kameras genutzt haben, der bekommt hier die Antwort serviert. Die Fotos im Video wurden noch mit 5D Mark I Kameras aufgenommen. Die 12 MP sind doch sehr gut, wenn es um ein Ganzkörperfoto geht. Aber wenn man aus einem Foto mit einer kompletten Person und zusätzlich noch einem großen weißen Rand ein wirkliches Detail herausschneiden möchte, dann kommt die Auflösung doch an ihre Grenzen.
Für das fertige 3D-Modell soll der Betrachter richtig stark an die Ausrüstung heranzoomen können. Deshalb haben wir noch zusätzlich einen sehr gezielten CloseUp auf den Oberkörper gesetzt. Die Fläche der Close-Up Kamera hätte ausgeschnitten aus dem Ganzkörperfoto nur noch ca. 3 MP an Daten enthalten. Somit haben wir also die vierfache Auflösung auf dem Oberkörper.

LG

Marc

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SETUP-17: HIGH ISO POOL-PARTY

26 Oktober 2009

Schon wieder gibt es das dieswöchige SETUP-Tutorial. Wir werden euch auf ein Neues erklären, wie wir ein bestimmtes Foto gemacht haben, was es Besonderes dabei zu beachten gab und euch die Beweis-Making-Of-Fotos gleich mitliefern.

Pool Setup How To
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Um dieses Foto geht es heute und bevor wir loslegen… nein halt, wir sind ja schon mitten drin. Wir müssen das Foto ersteinmal analysieren und auswerten. Was können wir denn bereits aus dem Foto erkennen?

Wenn wir die Glotzer aufmachen und genau hingucken, dann erkennen wir folgende Punkte die für uns von fotografischer Bedeutung sind.

  • Der Körper des Modells ist leicht verschwommen an den Rändern, trotzdem aber ist das Modell scharf abgebildet.
    ERGO: Längere Belichtungszeit.
  • Wir können auf dem Modell nur eine Lichtquelle erkennen, Schatten sind nicht sonderlicht hart. Die Lichtquelle auf dem Modell war kein Dauerlicht, sonst wäre die Bewegung nicht eingefroren worden.
    ERGO: Blitz von links, weiche Lichtquelle.
  • Der Pool hinter dem Modell kann nicht durch durch die gleiche Lichtquelle belichtet worden sein. (LICHTABNAHME, denn sonst wäre das Modell ja heillos überbelichtet gewesen.) Daher befand sich wohl beim den Pool nocht eine weitere Lichtquelle.
  • Man kann eine leichte Freistellung erkennen. Ob das jetzt über eine Verwacklung des Hintergrundes geschieht, oder über eine Blendenunschärfe, das ist etwas schwieriger zu erkennen. Tendenziell ist aber doch ein Schärfeverlauf zu erkennen. Jedenfalls leicht.
    Blende niedriger als 5.6.
  • Das Modell ist relativ natürlich bis in die Ränder dargestellt.
    ERGO: Eine höhere Brennweite.

Und wenn wir genau hingucken, dann erkennen wir diese Punkte auch wirklich alle auf dem Foto. Und damit haben wir uns das Setup im eigentlichen Sinne schon selbst erklärt. Was wo wie wann war, das wissen wir eigentlich schon.

Offene Blende, längere Belichtungszeit, höhere Brennweite, Dauerlicht im Pool, Blitz von links über weichen Lichtformer. VOILA… fertig!

Und das es garnicht mehr ist, das zeigen wir euch jetzt.

So sah das gesamte Setting aus… beleuchteter Pool… Sunbounce MINI mit Ranger Quadra auf FAST KLEINSTER LEISTUNG bei ca. 6 Wattsekunden!!!!!! FÜNF!!!!
Zur Distanz zwischen Modell und Lichtquelle kommen wir gleich. Vorab aber erstmal die harten Fakten…

Photo Setup TutorialPhoto Setup TutorialPhoto Setup Tutorial

Der Sunbounce wurde in der Bespannung Zebra (Zebra ist eine gesonderte Bespannung des Reflektors welche die Farbtemperatur des reflektierten Lichts um bis zu 400°K ins wärmere färbt.) gewählt um das Licht etwas an das Kunstlicht im Pool anzugleichen. Auf dem s/w-Foto schwer zu erkennen, auf den späteren Fotos sieht man diese Änderung durch den Sunbounce-Zebra aber deutlich.

Größentechnisch haben wir hier denSunbounce MINI und nicht den MICRO MINI genommen. Durch den größeren Blitz und vielmehr durch die rabenschwarze Nacht haben wir die Möglichkeit eine größere Lichtquelle mit Blitzlicht zu versorgen. Wir haben also kein Leistungsproblem…

Photo Setup Tutorial

Durch den größeren Bouncer mussten und kontnen wir den Weitwinkelreflektor des Q nutzen. Damit haben wir auch wirklich den Bouncer bis in die Ecken mit Licht gefüllt. Und dieser konnte dann seine gesamte Fläche als Reflektionsfläche für unser Modell nutzen.

Photo Setup Tutorial

Und das Ganz auf dem Stativ ist sooooo leicht, dass wir nichteinmal Gewichte benötigen. Der Bouncer und Blitz werden gehalten vom Generator selbst. :-)

Damit ihr auch mal seht, wie die Leistung ungefähr eingestellt war, hier das Bild vom Dispay des Q. 0.7 steht für fast kleinste Leistung. 0,4 wäre minimale Leistung. Wir haben also 3/10 Blenden mehr Leistung benötigt.

Photo Setup Tutorial

So einfach ist es… :-) Und damit das typische Martin GEKRITZEL nicht fehlt, kommt das hier  und jetzt! Zusammen mit den genauen EXIFs für das Foto.

Photo Setup TutorialPhoto Setup Tutorial

Denkt mal drüber nach. Wir haben das extrem harte Licht des Blitzes mit einem einfachen und simplen Reflektor super schön und total faszinierend geformt und verändert. Die Entfernung haben wir dann langsam so lange entfernt, bis wir über die Entfernung den Poolrand gleichmäßig beleuchtet hatten und zugleich das Licht noch weich und schmeichelnd genug war.
Wären wir näher an das Modell gegangen, so wäre der Rand heller belichtet worden und wir würden einen unschönen und unnatürlichen Helligkeitsverlauf um das Modell herum sehen.

Nicht immer muss man also die Weichheit extrem ausnutzen. Die Größe einer Lichtquelle kann auch dazu dienen, dass man eine größere Szenerie gleichmäßig ausleuchtet und trotzdem noch ein relativ weiches Licht erhält.

Wir sagen schon wieder tschüsss… für uns gehts die Woche noch rund und wir hoffen, dass wir euch noch ein kleines weiteres Videos diese Woche zeigen können. :-) BYEBYE und winkewinke mit noch zwei weiteren Ergebnissen aus dem Shoot. Und wie ihr gerade am Foto oben gemerkt habt, haben wir nicht nur ein männliches Modell ins Kühle Nass geschickt, sondern auch die Janina Wissler

Pool Setup How To
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Pool Setup How To
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TECHNICAL-3: WAS KANN DEIN AUFSTECKBLITZ

11 Juni 2009

quadra_vs_SB_900

Gestern haben wir ja angekündigt, dass wir für euch mal einen Leistungstest machen wollen. Einen Aufsteckblitz und ein normales Blitzsystem. In diesem Falle den neuen Elinchrom Ranger Quadra mit einer Gesamtleistung von 400Ws. Auf der anderen Seite steht dabei ein Canon 580 EX II mit einer Leitzahl von 58.

Wie stark ist mein 580 EX, mein EX II, mein SB-900 oder mein SB-28 verglichen mit einer Studioblitzanlage in Ws?

Das oder sowas ähnliches fragen sich viele Fotografen. Es geht darum, dass man Äpfel mit Birnen vergleicht… ne, Äpfel mit Kartoffeln :-)… irgendwie geht es nicht.
Das Grundproblem ist einfach, dass man einmal ein Problem mit der Leistungseffizienz der Blitzröhren hat. 100Ws in mehrere Blitzröhren bedeutet nicht zwingend, dass auch immer gleich viel Joule rauskommt an Leistung. Und außerdem gibt es eben ein Problem mit der Position der Blitzröhre und die damit verbundene Platzierung im Lichtformer. Der Lichtformer ist sicherlich das Kriterium was am Wichtigsten ist. Jede Blitzröhre muss irgendwie irgendwo eingebaut werden. Und da ist eben der Hund begraben. Der Lichtformer entscheidet über die Menge an Licht und wie die Menge verteilt wird.

Also in anderen Worten, ob Reflektor, Wabe, Tubus, Schirm oder Softbox, das entscheidet die für den Fotografen wichtige Leistung die ausgegeben wird. Wenn wir auf einen normalen Blitz schauen, dann sehen wir, dass die Blitzröhre außen angebaut ist, also frei steht. Beim Blick auf den 580 EX II (oder jeden anderen Aufsteckblitz) sehen wir sofort, dass die Blitzröhre verbaut ist. Logisch, muss ja im Gehäuse stecken. :-)… Aber wir haben eben einen Standardreflektor schon im Blitz verbaut. Und zudem hat der Reflektor noch verschiedene Zoomeinstellungen… auweija! Je nach Stellung des eingebauten Zoomreflektors wird die vorhandene Leistung mehr oder weniger gebündelt und durch jede Bündelung verstärkt sich konsequenterweise auch die Intesität des Lichts im gebündelten Strahl.

Ihr könnt das bei einer Taschenlampe beobachten. Wenn man den strahl aufdreht und erweitert, dann wird er schwächer…

Aber wie können wir jetzt eine freiliegende Blitzröhre mit einer in einem Reflektor verbauten Röhre vergleichen? Garnicht… Das geht nicht. Aber irgendwie müssen wir es ja tun. Also geht es in erster Linie erstmal darum, dass die vorhandene maximale Energie in gleicher Weise abgestrahlt wird. Wir müssen also Einstellungen finden, die möglichst identisch sind! Identisch in der Abstrahlwirkung!
quadra_vs_SB_900quadra_vs_SB_900

Beim Ranger Quadra haben wir uns für den Standardreflektor entschieden. Schaut euch den mal genau an. Der ist fast schon ne BEAUTY DISH als ein Reflektor. Eine Mini Dish mit einer enormen Abstrahlweite. Mehr Weitwinkel geht fast garnicht! Also Energieffizient ist der Lichtformer jetzt nicht gerade, aber “er macht viel Umgebung viel hell :-)”!

quadra_vs_SB_900quadra_vs_SB_900

Beim Canon 580 EX II haben wir lange probiert. Und schließlich sind wir mit einer Zoomstellung von 28mm herausgekommen. Warum, das werden wir nachher klären bzw. das werden wir nachher sofort erkennen.

In beiden Fällen nutzen wir maximale Leistung. 400Ws am Ranger, 1/1 Leistung am 580er.

So, jetzt kommen wir aber mal zur genauen Versuchsanordnung… :-) WICHTIG WICHTIG!!! :-)

Wir haben erstmal den Blitz ausgerichtet (siehe längere horizontale Linie) um dann verschiedene Messpunkte festzulegen. Wir haben sie jetzt mal a, b, c und x benannt. a und b sind jeweils 50cm von der Mitte des Strahlenzentrums entfernt, c ist 2 Meter von der Mitte entfernt und x ist ein Meter weit weg.

a und b sind Richtwerte wie sie für ein Oberkörperportrait benötigt werden. 1m in der Distanz entfernt. c ist der Richtwert für ein Ganzkörperportrait, also etwas mehr als 2 Meter Bildinhalt.
Der Blitz stand etwas mehr als 2 Meter weg von den Messpunkte die sich allesamt auf einer ausgerichteten Ebene befinden.
quadra_vs_SB_900

Gemessen haben wir mit einem Sekonic Belichtungsmesser. Wie wir auf allen Bildern deutlich erkennen können, ist der Blitz so stark, dass er 100% der Belichtungsgewichtung beträgt. ISO war bei 100, t bei 1/250s.

Angefangen mit dem QUADRA bei 400Ws.

quadra_vs_SB_900quadra_vs_SB_900quadra_vs_SB_900ELINCHROM RANGER QUADRA (THE MESSERING POSITION IS WRITTEN INTO THE PHOTO)

RESULTAT: Der Ranger hat über die Distanz von 2m vom Mittelpunkt ungefähr 2/3 Blenden verloren. Das ist minimal. Mit diesem Lichtformer bestrahlen wir also einen Kreis von fast 4 Meter Durchmesser ohne großen Lichtverlust an den Rändern.

Jetzt kommt der Aufsteckblitz. Gleiche Messpunkte!

quadra_vs_SB_900quadra_vs_SB_900quadra_vs_SB_900ON CAMERA FLASH (THE MESSERING POSITION IS WRITTEN INTO THE PHOTO)

Mit dem Zoom bei 28mm erreichten wir einen maximalen Blendenwert von 8,0 9/10 (fast f11). Das bedeutet, dass wir über diesem Wert ein unterbelichtetes Bild bekommen würden. Der Verlust an Licht ist über die 2m Entfernung schon bei 1.1 Blenden. Und jetzt erkennen wir, warum wir 28mm gewählt haben.

28mm ist die maximale natürliche Weitwinkelstellung am Blitz. Und eigentlich hätten wir noch mehr Streuung gebrauch. Verglichen mit der MiniDish vom Ranger verliert der Aufsteckblitz bei 28mm viel viel mehr als Leistung im Weitwinkel. Das bedeutet, dass die Stellung viel fokussierter ist als beim Ranger.

Wenn wir jetzt also korrekt umrechnen wollen, dann müssen wir von den Leistungsergebnissen beim Ranger noch einiges abziehen. Imaginär müssen wir also das Licht umverteilen. Mehr Licht an den Rändern und dafür weniger in der Mitte. Das würde also bedeuten, dass die maximale Blende noch weiter fällt. Um wie viel??? Also das ist die gute Frage und da kommt die Erfahrung ins Spiel. Ab hier sind es NÄHERUNGSWERTE!!!!! Wir müssen uns dafür aber auch einen 3dimensionalen Strahl vorstellen der nach allen Richtungen abfällt. Wir müssen das Licht aus der Mitte herausnehmen und rundherum verteilen. Daher brauchen wir nicht nur etwas Licht sondern viel Licht aus der Mitte. Meiner groben Schätzung nach, würden wir MINDESTENS eine Blende brauchen um die Ränder zu verstärken.

Das zu verdeutlichen ist recht einfach. Wir stellen einfach mal den Reflektor auf 105mm am Blitz und messen erneut. (DIESMAL MIT DEM x-Wert)

quadra_vs_SB_900quadra_vs_SB_900quadra_vs_SB_900ON CAMERA FLASH (THE MESSERING POSITION IS WRITTEN INTO THE PHOTO)

Wir sehen deutlich die dramatische Änderung am Belichtungsmesser. Die Mitte wird stärker aber der Abfall am Rand beträgt jetzt 4 Blenden… Außen ist es also praktisch SCHWARZ!

Zwischenfazit: Die Ergebnisse von oben beim Aufsteckblitz müssen angepasst werden. f8 wäre ein guter, aufgerundeter, maximaler Wert bei gleicher Reflektorleistung.

Und um mal zu verdeutlichen was f16, ISO 100, 1/250s bildtechnisch bedeutet, hier mal dieses Foto. So kommt ein Himmel heraus bei den Einstellungen. Wir wissen aber jetzt, dass bei einer guten Weitwinkelstellung mit dem Aufsteckblitz nur f8 erreicht werden kann. Wir könnten das also nur erreichen, indem wir Licht vom Rand wegnehmen und in die Mitte richten. Dann können wir sogar mit dem Aufsteckblitz bis f16 kommen. Aber das Bild unten wäre dann nicht mehr möglich, denn die Beine der Dame wären schon dunkler und die Lichtcharakteristik komplett verschieden.

quadra_vs_SB_900

Zurück zum Thema, dem Leistungsvergleich:

Der Quadra schafft bei 400Ws und dem gigantisch streuenden Reflektor f16. Der 580 EX II gerade mal f8 (NÄHERUNGSWERT!!!). Das macht einen Unterschied von 2 Blenden aus.

ERGO: Ranger Q = 400Ws, 580 EX II = 100Ws (ROUNDED UP!!!)

So, ich hoffe das hilft! Wir haben uns echt Mühe gegeben, das Unmögliche irgendwie zu machen. :-)

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Und hier kommt noch ein kleines Bonusvideo aufgrund vieler Anfragen per Mail gestern.

VIDEO

Das Video ist in HD embedded. Wer also kein HD kann/möchte, der muss auf den Knopf rechts unten drücken…

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VIDEO-TECHNICAL-1: ELINCHROM RANGER QUADRA

9 Juni 2009

So, wie gestern angekündigt, heute sind die Videos fertig zum Quadra. Ja, ich will noch ein paar kleine Worte vorher sagen. Wir haben gezielt einfach ein paar Lichtsetups gezeigt. Wir wollten damit demonstrieren, was man so mit dem kleinen machen kann, wo die Grenzen liegen, wo es anfängt toll zu werden etc.

Schaut euch die Videos an, wenn ihr die Videos wegen des Qs anschaut, dann bekommt ihr viele Infos, wenn nicht, dann könnt ihr immernoch sehr viel lernen. Allein VIER (4!!!) Setups werden erklärt und gezeigt und das ist schon mal richtig viel.

Viele Infos sind eher versteckt enthalten…
BEISPIEL:  Wenn wir gerade mit dem Reflektor auf 2 Meter mit Blende 11 auf voller Leistung blitzen, dann braucht ihr euch garnicht mehr fragen was mit einer Softbox drin wäre. Eben 1 bis 2 Blenden weniger Licht. Und voila… ihr wisst wie stark der Ranger ist…

Also beginnt doch gleich mal die Infos zwischen den Zeilen zu lesen…

Morgen oder übermorgen werden wir direkt einen bösen Vergleich machen. Und zwar kamen viele viele Mails die mal einen Aufsteckblitz mit dem Q verglichen haben wollten. Das gibt es morgen… :-) Seid mal gespannt… :-)

VIDEO 1


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VIDEO 3


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SETUP-8: DINER ACTION POSTER SHOOT

20 April 2009

Ok Jungs, hier kommt der lang erwartete Post zu einem weiteren Poster-Shooting. Ich weiß, ich hätte es früher machen sollen… aber ihr wisst ja garnicht wieviel mehr Arbeit es ist, gleich alles in zwei Sprachen zu verfassen.
Aber zurück zum Thema. Diesmal waren wir im Ruhrpott unterwegs. Wir hatten wieder das komplette ASTC dabei, ein LAPD SWAT Reanactment Team und mehr als 8 andere Modelle. Jaja… war ein ganz schöner Tumult :-)…

WARNUNG: Das hier wird ein ziemlich langer Post werden. ZIEEEMLICH LANGE… also wenn ihr jetzt schon keine Zeit habt, dann tut euch das ganze Wissen auch nicht an. :-)

Wie immer fangen wir direkt mit dem fertigen Foto an. Guckt das euch in groß an und nehmt euch auch etwas Zeit die ganzen Details zu finden. Angefangen vom erschossenen Polizisten im Diner mit dem angefressenen Donut bis hin zur bösen Freundin des erschossenen Football-Spielers die mit der Waffe des Polizisten sich rächen möchte. Die Diner-Chefin, die vor Schreck fast den Krug fallen lässt, die Verbrecherin mit der Granate in der Hand oder die geknebelte Geisel… es gibt viele viele Details. HINGUCKEN :-)…


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Und wie haben wir das nun gemacht? Haben wir tausend Fotos zusammengeflickt??? NE… natürlich nicht. Sowas nennt man Fotografie :-)…. Wir haben alles in einer Auslösung aufgenommen. Alles was ihr seht war ein Foto :-)… naja, nicht ganz alles. Eine Besonderheit in der Retusche gab es. Aber dazu später mehr.

Wir wollen uns jetzt erstmal Schritt für Schritt alle Etappen der Enstehung des Bildes erklären.

  • DIE PLANUNG

Die Planung ist mit der wichtigste Schritt im gesamten Prozess. Ihr müsst eigentlich alles planen. Von der einzelnen Requisite bis hin zur benötigten Ausrüstung. Alles muss vorher feststehen und viel wichtiger ist auch die BILDIDEE.

Wir hatten uns vorher eine kleine Kritzelei auf einem Bierdeckel gemacht. Kein Witz. So ist die Idee entstanden. Und dann haben wir uns kleine Einzelszenen überlegt. Und das ist super wichtig: Stellt euch vor wir hätten vor Ort beschlossen einen Polizisten ins Bild einzubauen, hätten aber gar keine amerikanische Uniform besorgt. Das wäre ziemlich blöde gewesen… YOU GET THE POINT?

Und dann gibt es eine ganz wichtige Sache. Planung vor Ort. Schaut euch mal das Foto unten an. Wir haben ca. 1 Stunden alle Einzelheiten vor Ort besprochen. Aufgaben zugeteilt, Outfits besprochen und den Ablauf koordiniert.

Überlegt, dass wenn ihr nachher ein Modell ihr Outfit ändern lässt, dann warten die ganzen anderen Personen vor Ort untätig rum. Weil eben jede Person gebraucht wird, müssen alle auch gleichzeitig parat stehen.

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Zudem sind wir gemeinsame durch das Diner gelaufen und haben alle Sachen dort hingelegt, wo sie auch wirklich gebraucht werden. Versucht bei großen Shoots immer euch das Foto so gut wie möglich im Kopf “vorzubauen”. Klingt blöde oder einfach aber wenn ich sehe, dass der Kaffee und der Donut auf dem Tisch liegen, dann kann ich mir viel besser vorstellen wer an dieser Stelle was genau macht.

  • STAY-AWAKE-GEAR

BY THE WAY… immer genügend Sachen mitnehmen, um auch über Stunden und “Tage” die Augen aufhalten zu können… Verbrauch in dieser Nacht: 3 Paletten Billig-Red-Bull, 2 Paletten Nescafe Express und 2 Kannen Kaffee. :-)…

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  • DIE KAMERA UND DAS BILD

Nach all dem Gebabbel können wir nun endlich zum wesentlichen Teil des SETUP-Tutorials kommen. Und wir fangen mit dem Wichtigsten an! Der Kamera, dem Objektiv und dem Bildwinkel. Der Bildwinkel ist absolut entscheidend. Mit ihm steht und fällt das Bild. Es soll immer ein bestimmtes Ziel verwicklicht werden. Hier waren es NÄHE, ACTION, GRÖßE und REALISMUS… wir mussten viel aufs Bild bringen, konnten aber kein Fishauge nehmen. Wir mussten nahe ran, wollten aber keine verzerrten Gesichter oder Menschen…

Wir haben uns dann für eine bestimmte Position in Kopfhöhe entschieden. 16mm Brennweite am Vollformat.

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So, jetzt habt ihr schon Teile des Setups gesehen. Aber gehen wir Schritt für Schritt voran. Ihr wisst, dass wir die großen Elinchrom Ranger dabei hatten und zwar nicht zu wenige. Aber wir brauchten so viel Licht. Warum? Ganz einfach, das gilt es jetzt zu klären.

Seht euch unterhalb mal dieses Meisterwerk an Skizziertechnik an… :-) BY MARTIN! :-)

  • DAS LICHTSETUP

ActionPosterDiner

Es soll eigentlich ne Blaupause des Diners sein. Man sieht die Bar, die Durchreiche zur Küche und die vielen kleinen Sitzgruppen. Wir haben mal die Kamera und den Bildwinkel eingetragen. Eigentlich haben wir die Kamera in eine Ecke des Diners gefetzt und die ganze Szenerie aufgenommen.

Wir wollten auf jeden Fall die Bar und die Atmosphäre genügend auf dem Foto haben. Das hat aber auch einige Probleme gemacht. Guckt euch mal die Dimensionen an. Wir reden hier von 7-8 Meter Bar. Was glaubt ihr, wieviel Licht ihr braucht um sowas auszuleuchten. Und wir haben kein Composing gemacht und jede Person einzeln belichtet.

Mit der Position der Kamera stand automatisch auch die Blende fest. Warum? Naja, wegen der Tiefenschärfe. Die am nahestehenste Person war gerademal 1 Meter weit weg von der Kamera, die Person im Hintergrund hatten locker 6 Meter bis zur Kamera. Wenn das nicht ein Grund für Tiefenschärfe ist. Zudem ist die Unschärfe im Weitwinkel sehr unschön weil wenn, dann gar keine richtige Unschärfe entsteht, sondern das Bild nur “unscharf” wird.Blende war also fix bei 22 bei ISO 200 (ISO 200 weil dadurch die Blitze einfach stärker wurden.)

ActionPosterDiner

Angefangen haben wir einfach mit einer dicken Batterie aus Softboxen aus Richtung der Kamera. 2x Octabox Rotalux 135cm und noch ein Normalreflektor in der Mitte der beiden.

Plötzlich standen wir aber vor einem dicken Problem. Denn schaut euch mal die Lichtabnahme an. Also Licht verliert ja über die Entfernung an Stärke und es gilt ja die alte Faustformel: Doppelte Entfernung, viertel des Lichts. Also wenn ich korrekt auf die Person einen Meter vor der Kamera belichte, dann bekommt die Person 1 Meter weiter hinten nur noch 2 Blenden weniger Licht ab. Und so weiter und so fort. Das bedeutet also, das andere Ende des Diners ist dunkel! SCHWARZ!!!

UND DAS IST ECHT BESCH…!

Wir haben aber eine einheitliche und großflächige Ausleuchtung benötigt. In einem Diner gibt es ewig viele Lichter und wir konnten da ja nicht ankommen und eine Lichtquelle setzen.

Also war das nächste Problem die “dunkle Seite” des Diners in Angriff zu nehmen… :-) Und was wir gemacht haben, das könnt ihr unten sehen! 2 große Kleinigkeiten :-)

ActionPosterDiner

2 weitere Ranger und schwub die wup… wir hatten unser “Grundlicht”.

  1. Den ersten Ranger seht ihr unten links. Wir haben einen großen Reflector aufgesetzt und den Blitz direkt an die Decke gerichtet. So haben wir eine sehr große und gleichmäßige Ausleuchtung bekommen, ohne tausende Blitze einzusetzen.
    –> Am Anfang haben wir ja von einer Kleinigkeit Digitalretusche gesprochen. Eine Brise Retusche bitte… und jetzt wisst ihr sicherlich was wir gemacht haben. Die Decke war logischerweise total überbelichtet. Wir mussten also eine 2 Belichtung machen, diesmal korrekt auf die Decke belichtet.
  2. Nachdem wir nun die beiden Hälften des Diners ausgeleuchtet hatten, war die Mitte übrig. Wir hatten aber nur noch einen weiteren Ranger übrig, keine großen Lichtformer mehr.
    Da kam dann MR. SUNBOUNCE ins Spiel. Wir haben einfach einen Swatter genommen, aufgebaut (das ist so ein halb durchlässiges Teil zum abdunkeln der Sonne) und ans Fenster gelehnt. Damit hatten wir uns eine 1,5 auf 2m große Softbox gebaut :-)… NINJA STYLE!

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An dieser Stelle hatten wir unser Zwischenziel erreicht. Eine schöne und gleichmäßige Ausleuchtung. Aber gleichmäßig ist weit weg von toll. Eher nah an LANGWEILIG :-)… außerdem hatten wir ja ein Foto geplant, was mit lauter Leuten überfüllt war. Total überfüllt… mit dieser Ausleuchtung hätte es ein wildes Kuddelmuddel gegeben…

Highlights sind die wichtigsten und bedeutsamsten Hilfsmittel wenn es um Tiefe und Abtrennung geht Es gestaltet ein Bild interessant und spannend. Und das kam jetzt! High-Light-Setzing-Deluxe :-)…

Krolop-Gerst-Style ist bekannterweise mit Aufsteckblitzen. Und die haben wir auch eingesetzt.

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Was haben wir genau gemacht?

  1. Die Durchreiche zur Küche haben wir mit einem extrem starken Blitz erhellt. Wir wollten das schwarze Loch im Hintergrund vermeiden und der Blitz aus der Küche gab gleichzeitig auch noch schöne Reflexe auf die Modelle auf der Bar.
  2. Wir haben 4 oder 5 kleine Aufsteckblitze genutzt um versteckt hinter Tischen und Menschen Lichter zu setzen. Nutzt den Vorteil der Größe auch wirklich aus und platziert die Blitze direkt im Foto.
    Damit bekommt ihr Reflexe ins Bild, ohne Retuschierorgien oder dergleichen.
ActionPosterDiner
  • SPECIAL-TRICKS

Das war das SETUP… einfach oder??? Versucht eben immer möglich viel über das was ihr tut nachzudenken. Alles hat einen Grund, alles hat LOGIK!!!

Wir wollen aber jetzt nach der Lichtsetzung auch auf ein paar speziellere Ratschläge eingehen:

-> Wir nutzen immer die Direktverbindung zu einem Laptop. Die wenigsten wissen, dass alles im Lieferumfang enthalten ist. Das Kabel, die Software… alles (jedenfalls bei Canon). Das nennt sich TETHERED SHOOTING. Nach der Auslösung wird jedes Foto direkt auf dem Laptop angezeigt. IN GROß!!!

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-> Wir haben das Bild auf dem Desktop abgeklebt. Um das korrekte Format herauszubekommen. Versucht doch auch mal möglichst genau zu arbeiten und so viel während des Shootings schon vorzukorrigieren. Das hängt alles zusammen. Wir übertragen sofort alle Fotos auf den PC, wir kleben den Bildschirm ab… wir kontrollieren und korrigieren… nachträglich kann man nix mehr machen JUNGS!!!

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  • TRY, TRY, TRY AND TRY AGAIN

Tja, und da brauch ich nix mehr drüber sagen! Ab diesem Zeitpunkt heißt es nur noch VERSUCHEN VERSUCHEN VERSUCHEN!

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Und jetzt hängt ihr sicherlich schon auf eurer Tastatur. Aber eine wirklich wichtige Sache gibt es noch zu sagen! ZEIT! TIME IS WHAT MATTERS! Ihr müsst euch den Aufwand auch mal vor Augen halten und das für eure nächsten Projekte einplanen. Wir haben um kurz vor 22 Uhr angefangen und kurz vor 6 Uhr haben wir den letzten und ersten Kaffee bei Mäckes (McDO) getrunken… 8 Stunden nur für eine Foto. 8 Stunden mal 20 Personen!

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Aber es war die Sache wert. Denkt ihr nicht auch… egal… mir und uns war es die Sache absolut wert!!!


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Und jetzt habt ihr euch sicherlich gefragt: HEY woher kommt die geile Retusche-Arbeit. Die Antwort wie auch beim letzten Poster-Shoot ist CALVIN HOLLYWOOD. Wobei hier noch zu bemerken ist, dass er für sein eigenes Portfolio eine etwas andere Endversion erstellt hat. Um die zu sehen, geht einfach auf  SEINE HOMEPAGE!

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Video-Tutorial Nr. 2: FotoTV Fashionfotografie bei Nacht

21 Januar 2008

Angucken und genießen…

Mehr gibt es auf www.fototv.com

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