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SETUP-74: 180°

17 April 2013

Irgendwie haben wir noch so viele Fotos auf der Festplatte, die vor langer langer Zeit entstanden sind und bei denen wir auch noch genügend Drumherum-Material für tolle Tutorials haben. Auch wenn die Fotos vielleicht so in genau dieser Art nicht mehr heute aus unserer Kamera flutschen würden, so hat sich seit 100 Jahren das Licht nicht wirklich großartig verändert.

Gut, Dinge wie BeautyDishes waren man in, waren mal total OUT und sind heute wieder hipp und modisch zu nutzen aber Licht bleibt eben Licht. Also stehen wir zu unseren “alten” Fotos und zeigen wie wir die auch gemacht haben. Und genau das tun wir auch heute…

Heute geht es um einen Klassiker der Studiolichtsetzung. Eine 180° Lichtzange. Ihr braucht dazu nur zwei Blitze und zwei möglichst identische Lichtformer. Geht auch mit unterschiedlichen Lichtformer aber je besser die Lichtquellen zueinander passen, umso symmetrischer ist die Ausleuchtung.

SETUP HOW TO Tutorial Photo

Nach dem ersten Blick auf das Foto oben sieht man auch den Grund für den Namen des Setups. 180° Zange deshalb, weil die Lichtquellen genau gegenüber von einander stehen und sich eben direkt anblitzen.

Das Modell steht dann genau dazwischen. Um den perfekten Punkt zwischen den beiden Leuchten zu finden kann man einen kleinen Trick machen und die Arme ausbreiten lassen. Am kleinen Abstand von Fingerspitzen zu Softbox kann man besser  als über 1m erkennen, wir genau man zwischen den Leuchten steht.

Der Abstand sollte immer sehr gut aufrecht erhalten werden. Sonst gibt es Helligkeitsschwankungen und das sieht gerade bei diesem symmetrischen Licht unglaublich unschön aus.

SETUP HOW TO Tutorial Photo
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Einstellen kann man dann auch beide Blitze auf den selben Wert. Bei den Elinchromblitzen haben wir daher auch identisch den Wert auf 4.0 gesetzt. Bei beiden Geräten. Das entspricht ungefähr etwas weniger 100Ws falls das an dieser Stelle interessant sein sollte.

SETUP HOW TO Tutorial Photo
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Besonders wichtig für dieses Setup ist dann im zweiten Schritt, dem Fotografieren, dass man wirklich auch im 90° Winkel auf das Setup fotografiert. Also nicht schräg oder seitlich sondern direkt von vorne, sodass sich eine Art T ergibt in der Draufsicht.

Rückt man von rechts nach links, dann verschiebt sich das Licht bis hin zum sog. Crosslight. Ok, auch die 180° Zange in dieser Art ist ein pures Crosslight aber mit Kreuzlicht ist dann doch mehr die Kreuzung aus vorderem Führung und hinterem Effektlicht gemeint. Hier sind es zwei seitliche Effektlichter.

SETUP HOW TO Tutorial Photo
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Kommen wir also zu einem Ergebnis aus dem Fotografieren…

TECHNICAL Vergleich Fotos

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… und gehen direkt weiter zu den Einstellungen und der Skizze! Also in der Draufsicht sieht man dann auch direkt das oben genannte T. Als Fotograf darf man sich daher nur vor und zurück bewegen. Seitlich ist VERBOTSZONE :-)

SKIZZE HOW TO Tutorial Photo

Oftmals, wie in unserem Falle, fängt man sich mit den Softboxen auch einen Haufen Streulicht ein. Und zwar gerade dann, wenn die Wände wie beim Studio oben so nah sind und die Decke kaum 2,50m hoch sind. Und dann wird das Motiv auch etwas von vorne beschienen und dadurch werden die Schatten niemals komplett schwarze Schatten werden sondern immer auch etwas Zeichnung beinhalten.

Wenn das nicht der Fall ist, dann hilft nur noch ein Licht von vorne.

SKIZZE HOW TO Tutorial Photo

Damit hätten wir eigentlich alles besprochen… :-) Und jeder kann auch das Setup nachbauen! Einfach aber genial und ziemlich kontrastreich schön! Frage bleibt aber… was würden wir heute anders machen?

1. Das Licht höher setzen so dass sich unter dem Kinn noch leichte Schatten herausbilden könnten.
2. Das Licht noch kantiger um evtl. noch mehr Schatten auf der Front heraus zu holen.
3. Den Hintergrund weiß oder schwarz nehmen um einen wirklichen Gegenpol zu den Kontrasten und den Lichtern zu setzen.
4. Vielleicht nur eine kleine Softbox nutzen um nicht ganz so viel vom Boden auszuleuchten.
5. Diese komische Rot-Färbung nicht in PS machen :-) Und das Bild nicht so kaputtfärben.

Probiert es doch einfach aus… :-) gibt tolle Fotos!

LG
Martin & Marc

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SETUP-73: PORTRAIT MIT STRIP LIGHT

6 April 2013

Heute gibt es einen Lichtsetzungstrick aus der Portraitfotografie den ihr umbedingt mal ausprobieren müsst. Im nachfolgenden haben wir zwar mit einem Dauerlicht-Strahler gearbeitet aber dennoch geht es vielmehr um den Lichtformer. Eine längliche Lichtquelle auch weitläufig als Striplight bekannt.

Normalerweise werden solche Strips in der Portraitfotografie eher genutzt um seitlich den Körper zu formen. In der Aktfotografie z.B. um ein Streiflicht über den Körper zu setzen oder z.B. auch in der Portraitfotografie um den Kopf von der Seite mit Licht zu formen.

Was aber passiert, wenn man es als Hauptlicht einfach quer nutzt.

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So wie im Bild oben haben wir fotografiert, hochfrontal mit quer gelegtem Striplight. Und hier kommt direkt das fertige Foto… Auch noch entstanden bei dem Fotoshooting mit dem Kollegen Teymur Madjderey. Sehr geniale Fotos macht der Herr, guckt doch einfach mal bei ihm bei Facebook rein!

TECHNICAL Vergleich Fotos
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Und jetzt können wir uns anhand dieses Bildes mal genauer das Licht anschauen. Eine so positionierte Lichtquelle erzeugt nämlich ein sehr differenziertes Licht bzgl. horizontaler und vertikaler Schatten.

Vertikale Schatten – Da das Strip nicht sehr hoch ist, stellt es auf der vertikalen Achse eine kleine Lichtquelle dar. Ergo werden die nach unten fallenden Schatten sehr deutlich und eher hart. Sieht man z.B. unter dem Kinn.

Horizontale Schatten – Die Breite der Lichtquelle sorgt dafür, dass es fast keine horizontalen Schatten gibt. Da die Softbox sehr weit links und rechts nach außen kommt, belichtet Sie das Gesicht auch an der Kopfseite. Das sieht man sehr deutlich, dass der Kopf vor dem schwarzen Hintergrund sehr deutlich abgegrenzt ist.

SETUP HOW TO Tutorial Photo

Versucht es doch mal, ihr braucht kein Dauerlicht, geht natürlich auch mit Blitzlicht und ihr werdet sehen, dass sich das Licht durch die längliche Form unglaublich gut um das Motiv “herumwickelt”. Man bekommt unglaublich viel Tiefe und Dreidimensionalität und trotzdem verliert man nicht einen knackigen kontrastreichen Portraitlook!

Fotografiert haben wir mit einer EOS 5D Mark II* mit 50mm F1,4* Objektiv und bei relativ offener Blende. Daher auch das Dauerlicht um problemlos und mit perfektem Autofokus in den niedrigen Blendenbereich vorzudringen.

SETUP HOW TO Tutorial PhotoSETUP HOW TO Tutorial Photo

Die Einstellungen für das Bild waren ISO100 bei f1.8 bei 1/200s Belichtungszeit. Ihr seht also gerade mit offenen Blenden ist das Arbeiten mit Dauerlicht extrem einfach und bei ISO100 sogar über dem Optimum.

TECHNICAL Vergleich Fotos
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PS: Weil es zum letzten Beitrag mit dem ColorChecker passt. Bei diesem Setup habe ich gerade ein Foto vom ColorChecker gefunden bei dem ich gerade die Farb-Testaufnahme mache. Da wird sich der eine oder andere fragen, warum denn bei s/w überhaupt notwendig. Aber um verlässlich mit Filtern und Einstellungen in Lightroom arbeiten zu können ist ein farbneutrales Ausgangsbild mit ordentlichem WB echt einfach nur sinnvoll und wichtig. Und ein wichtiger Trick noch… den Farbcheck immer vor dem eigentlichen Motiv machen so kann man im Foto mit der Farbtafel auch gleich die Farben am wirklichen Motiv kontrollieren.

SETUP HOW TO Tutorial Photo

Martin & Marc

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SETUP-72: EIN ENTFESSELTER BLITZ MIT SCHIRM

5 April 2013

Vor langer Zeit waren wir mal wieder im schönen Saarbrücken und haben uns auch damals nicht nehmen lassen zu schauen was für tolle neue Fotos machen mit nur einem Aufsteckblitz machen kann.

Das heutige Fotosetup soll mal wieder zum Nachmachen animieren und zeigen wie schön schattenreichen und sehr hoch ausgeleuchtet Fotos aussehen.

Im heutigen Setup lernt man sehr gut wie man eine große, sehr weiche und kontrastarme Lichtquelle schattenreich und kontrastreich positionieren kann. Ein Setup, was zwar auch mit einer kleineren Lichtquelle möglich wäre, der Reiz an den nachfolgenden Fotos liegt aber gerade daran, dass wir eine extrem große Lichtquelle sehr kontrastreich positioniert haben.

Also lasst uns zusammen auch durch die Entwicklung und Entstehung dieses kleinen Blitzsetups gehen.

Angefangen haben wir mit einem Aufsteckblitz YN560* und einem Reflexschirm zusammengeschraubt an einem Manfrotto Combi Boom*. Der Vorteil des Aufsteckblitzes mit seinem sehr geringen Gewicht kommt gerade beim Manfrotto Combi Boom* sehr gut zur Geltung.

SETUP HOW TO Tutorial Photo

Auf dem Foto oben sieht man den Vergleich zwischen mit und ohne Blitz und kann daran sehr gut die Grundhelligkeit erkennen. Also wir merken uns… ohne Blitz war das Bild im Raum so gut wie schwarz. Maximal draußen wäre eine Belichtung annähernd ok gewesen.

Den Blitz haben wir am Anfang sehr hoch positoniert. Wie man selbst auf dem kleinen Bild erkennen kann, sind die Schattenwürfe unter dem Körper des Modells und unter dem Kopf sehr extrem. Wirkt schon aus der Ferne sehr Froschartig… ich will auch kein Detailshot zeigen.

Problem bei dieser Positionierung war einfach, dass die Lichtquelle zu kontrastreich war und wir durch den hohen Winkel zur Kamera auch noch extreme Schatten erzeugt haben.

Lösung wäre: Entweder das Licht mehr von vorne, aus der Richtung der Kamera, kommen lassen. Oder die Lichtquelle extrem vergrößern.

Wir haben uns für die zweite Variante entschieden und haben den Schirm von 90cm auf 150cm vergrößert und dazu noch weiter herunter gefahren. Die Größenzunahme ist also gigantisch!

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Das Ergebnis spricht 1000 Worte. Das Licht ist unheimlich schmeichelhaft und sehr natürlich. Es kommt zwar steil von oben aber trotzdem haben wir unter dem Kinn und Nase kaum starke Schatten. Ein tolles Beispiel ist der Schatten der Brille auf dem Gesicht. Präsent aber nicht störend. Wundervoll.

Im gleichen Zug haben wir uns übrigens auch noch für eine kleine Aufhellung von hinten links entschieden. Die Kanten waren einfach zu kontrastreich und der Reflektor hellt den kompletten linken Bereich deutlich auf.

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So sieht also unser finales Fotosetup aus. Ein großer Schirm fast direkt von oben auf das Modell herab. Und jetzt wissen wir auch was anfangs damit gemeint war, als gesagt wurde, dass wir in diesem Setup “kontrastarmes Licht kontrastreich positioniert” haben.

Ein großer Schirm erzeugt weich verlaufend Schatten = kontrastarm. Eine Positionierung unter sehr hohem Winkel erzeugt für die Kamera viel sichtbaren Schatten = kontraststark. Und genau das ist der Clou an diesem Foto. Deswegen sieht das Licht so natürlich und doch so interessant aus. So unscheinbar aber doch ein Hingucker. Eine tolle Mischung eben.

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Fotografiert haben wir nur auf 1/4 Leistung am Blitzgerät. Zoomstellung war auf 24mm.

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Kameraeinstellung und die genaue Position des Blitzes seht ihr unten. Achtung, der Blitz kam schon deutlich von vorne, war also nicht genau über dem Modell. So ca. 60-70cm vor dem Modell war der Mittelpunkt des Schirms.

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Und hier die fertigen Fotos in einer kleinen Dreierkollage.

TECHNICAL Vergleich Fotos
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So, das wars für heute… viel Spaß beim Nachmachen und fotografieren. Tolle Fotos mit dem Aufsteckblitz wünschen wir euch und wer nicht genug vom Thema Aufsteckblitz bekommen kann, der muss vielleicht die erste Silberscheibe unsere neuen DVD-Reihe bestellen. Infos gibt es hier, die DVD ist randvoll mit Tipps und Tricks zum Thema Aufsteckblitz und EntfesseltBlitzen und bildet den Grundstock für all unsere Aufsteckblitzfotos.

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