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LETS BOUNCE 10: KÜNSTLICHE EFFEKTE

25 Juni 2010

Bonjour allerseits, Freitag um 10 Uhr… Zeit für LETS BOUNCE. Und ich muss sagen, das Wetter ist dafür echt perfekt! Sommer Sonne und blauer Himmel.

Schade dass sich das heutige Video gerade darum dreht, wie man ohne Sonne auch Effekte und besondere Ausleuchtungen erzeugen kann. Da wir diesmal wieder Blitzgenerator und Swatter einsetzen, zählt das Video zu der Kategorie PRO oder auch ADVANCED!

By the way, das System des Videos funktioniert auch super mit Aufsteckblitzen und wirklichen Blättern. Oder bei herannahender Dunkelheit kriegt auch ein Aufsteckblitz genügend relativen Saft ab.

Bevor es los geht, kommt hier die offizielle Beschreibung des Videos und ich hoffe dass es diesmal die richtige Beschreibung ist :-)…

LE LOUCHE, der tragbare Blätterwald. Egal, ob die Reflexe über das Sonnenlicht oder wie hier, mit einem Blitz erzeugt werden. Durch die korrekte Kombination von Entfernung und Härte der Lichtquelle kann man die Stärke des Schattenwurfs und die Art der Schattierungen bestimmen.

Jetzt haben wir das 10 von über 40 Videos veröffentlicht. Ich will nochmals kurz darauf hinweisen, dass wir ein paar letzte Exemplare der DVD noch zu verkaufen haben. Wer also bisher gesehen hat, was alles geboten wird, der kann jetzt noch zuschlagen bei der DVD. Ansonsten kommen die Videos ja noch Woche für Woche… bis in 2011 :-)…

ACHTUNG: UNSER YOUTUBE-LEHRVIDEO-CHANNELITUNES PODCAST

Und hier mal zwei Fotos in digitaler Form zu LANGZEITBETRACHTEN!

SETUP HOW TO Tutorial Photo

LETS BOUNCE - VIDEOS , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

NIKON CLS PART XV – NIX GUT LICHTFORMER

1 Juni 2010

Vor einiger Zeit hat Andreas ja über ein Set möglicher Lichtformer für den Aufsteckblitz berichtet HIER IST DER LINK. Und wir haben hier mal wieder die Ehre euch vor Ausrüstung zu warnen. Damit meine ich jetzt nicht, dass der Beitrag und das vorgestellte Set sinnlos ist. Nein, ganz im Gegenteil. Es macht nach wie vor total viel Sinn. Jedoch gibt es eben einen kleinen Funken trauriger Nachrichten. Es geht ja um das Walimex Lichtformer-Set. Und wir wollen uns die “Dish” mal genauer angucken. Eine Dish ist eigentlich ein Lichtformer mit hartem Kernschatten, kontrastreich und weichem Außenverlauf HIER KÖNNT IHR LESEN WIE ES AUSSEHEN SOLLTE.

SETUP HOW TO Tutorial PhotoSETUP HOW TO Tutorial Photo

Letztens hatte ich die Möglichkeit den Lichtformer zu testen. Und plötzlich viel mir direkt die komische Lichtverteilung am Rande des Motivs auf. Ich hab leider kein Foto mehr, die wurden direkt gelöscht. Und dann habe ich angefangen nach den Ursachen zu suchen. Und die krasse Ursache war schnell gefunden. Guckt euch mal an, wie das Foto aussah, dass wir dann ohne Modell vor weißem Hintergrund gemacht hatten.

ERSCHRECKEND… :-)

SETUP HOW TO Tutorial Photo

Sowas nenne ich nicht Lichtformer sondern Lichtverfälscher… Das Licht was da raus kommt ist schlimmer als das, was rein geht. Bevor wir aber nur noch über das Licht ablästern, gehen wir doch mal kurz auf den technischen Aspekt dieser Lichtverstümmelung ein.

SETUP HOW TO Tutorial Photo

Wie man auf dem Foto oben sehen kann, ist der Lichtformer so gebaut, dass die Diffusionsscheibe in der Mitte nicht gewährleistet, dass kein direktes Licht aus dem Lichtformer gelangt. Der schmale Kranz um die Mitte herum wird dadurch erzeugt, dass der Blitz einfach zu groß ist und nach außen hin “durchblitzt”.

SETUP HOW TO Tutorial Photo
SETUP HOW TO Tutorial Photo

Damit hätten wir schon wieder einen Post zum Thema. DON’T WASTE YOUR MONEY… bzw. nicht ganz, weil das ganze Set ja nicht schlecht ist, sondern eben nur dieser eine Lichtformer. Also wenn er kommt, dann direkt in die Mülltonne damit.

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NIKON CLS PART XIV – BALANCE IST ALLES…

3 Mai 2010

Heute möchte ich Euch anhand von ein paar Beispielfotos auf ein ganz, ganz wichtiges Thema beim Blitzen im Allgemeinen und somit auch beim CLS im Besonderen einstimmen: Die stimmige Balance zwischen Blitzlicht und dem vorhandenen Licht („Available Light“)!

Nichts ist schlimmer als eine richtig geile Location mit viel Atmosphäre zu haben (die wesentlich von der vorhandenen Lichtstimmung beeinflusst wird), nur um diese dann „kaputt zu blitzen“. Nur leider passiert das schneller als man denkt, wenn man nicht ein paar wesentliche Aspekte bedenkt.

Zunächst einmal sollte man sich von jedweden Belichtungsautomatiken an der Kamera verabschieden! Auch wenn das jetzt die gefühlt 500. Wiederholung in diesem Blog ist: Blitzfotografie ist Fotografieren im manuellen Belichtungsmodus! Basta!

Nur im manuellen Modus macht die Kamera, was Ihr wollt (!) und das dann auch konstant, ohne dass die Belichtungsautomatik durch eine kurzfristige veränderte Abstimmung des Ambient Light (Umgebungslicht) irritiert wird. Und was Ihr wollt, ist relativ einfach: Ihr wollt das Umgebungslicht mit einfangen und dem Motiv (in diesem Beispiel: dem Model) nur soviel Blitzlicht zur Aufhellung mitgeben, dass es nicht in der Dunkelheit „absäuft“.

TECHNICAL Vergleich Fotos
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Wie macht man das? Nun, das ist relativ einfach: Man geht zunächst hin und misst (mit dem kamerainternen Belichtungsmesser oder mit einem Handbelichtungsmesser) das vorhandene Licht und tut somit erst mal so, als wenn Ihr ohne Blitz fotografieren wollt. In den Beispielen, die Ihr unten seht, war es wirklich ziemlich finster (nicht von den eigenen Augen täuschen lassen – diese stellen sich ziemlich schnell auf eine düstere Umgebung ein! Wie dunkel es wirklich ist, sagt Euch der Belichtungsmesser … *gg*).

Meine Messungen vor Ort haben ergeben, dass ich für die Fotos bei relativ offener Blende (~ f2,8) und verwacklungsunkritischer Verschlusszeit (~ 1/125s) auf ca. ISO 4.000 gehen musste (wie bereits gesagt: in so einer Diskothek ist es dunkler als man denkt …)! Und bevor jetzt das Blitzlicht hinzu geschaltet wird, kommen ein paar ganz entscheidende Überlegungen in’s Spiel:

Zunächst: Mit der Offenblende konnte ich gut leben, denn das ist genau das, was ich wollte, nämlich das Spiel mit der selektiven Schärfe – die Möglichkeit, mein Model dadurch besser vom Hintergrund zu lösen (was hier und da aufgrund des z.T. sehr unruhigen Hintergrundes auch erforderlich war). Je nach eingesetzter Brennweite (bei dem Shooting kamen sowohl ein  50er als auch ein 85er zum Einsatz) hatte ich hier sogar noch Reserven nach unten, ohne eine allzu geringe Schärfentiefe zu provozieren (ein Großteil der Fotos ist mit Blende 2 aufgenommen).

Bei der Verschlusszeit gibt es zwei relevante Aspekte, die mich veranlasst haben, von dem ursprünglich zur Messung herangezogenen Wert von 1/125s abzuweichen: Erstens besteht beim Blitzen kaum Gefahr des Verwackelns (und da das Motiv eher statisch war, musste auch keine potentielle Bewegungsunschärfe berücksichtigt werden) und zweitens hat die Verschlusszeit maßgeblichen Einfluss auf die Einbindung des Available Lights in die Aufnahme! Je langsamer die Verschlusszeit ist, desto größeren Anteil hat das Available Light! Das hat dazu geführt, dass ich als Verschlusszeit 1/30s gewählt habe (die ohne Blitz mit Sicherheit für eine Verwacklungsunschärfe gesorgt hätten). Diese beiden Maßnahmen (etwas offenere Blende und langsamere Verschlusszeit) haben es mir dann erlaubt, mit der ISO auf verträgliche 800 – 1.000 zu gehen, was wegen der High-ISO-Fähigkeiten der D3 absolut kein Problem bereitete (Mini-Exkurs: Das Problem „Bildrauschen“ wird in heutigen Tagen weitgehend überschätzt. Bei einer korrekten Belichtung, fällt das Bildrauschen auch bei 2-3 Jahre alten Kameras nicht störend in’s Gewicht. Erst wenn man tendenziell unterbelichtet, bekommt man später Probleme in der Nachbearbeitung, weil durch das Hochziehen der Schatten im Raw-Konverter das Bildrauschen allzu offensichtlich wird. Also lieber tendenziell überbelichten!).

TECHNICAL Vergleich Fotos
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Halten wir die Einstellungen fest: Blende 2, Verschlusszeit 1/30s und ISO 800. Den Blitz schalten wir jetzt im TTL-Modus dazu – das iTTL sorgt jetzt dafür, dass das Hauptmotiv „richtig“ belichtet ist. Unter einer Voraussetzung!!! Da komme ich gleich noch zu … ;)

Zunächst einmal habe ich nämlich nach den ersten Aufnahmen festgestellt, dass das Blitzlicht bzgl. der Farbtemperatur nicht so recht zum Umgebungslicht passte (es war zu kühl, was sich in einem Blaustich auf der Haut des Models auswirkte)! Dieses Dilemma habe ich mit Hilfe eine Korrekturfilters vor dem Blitzkopf umgangen (im Lieferumfang der Nikon-Systemblitze dabei) – und zwar habe ich den Amber-Filter (orange/ocker-farben) benutzt, der das Blitz „wärmer“ und somit passender machte.

Ich sprach im vorletzten Absatz von einer Voraussetzung für eine stimmige Belichtung des Hauptmotivs (= des Models) im Kontext des Umgebungslichtes. Diese Voraussetzung ist eine ganz wichtige und trifft auf alle vergleichbaren Fälle zu: Das Model darf nicht allzu sehr vom Umgebungslicht angestrahlt werden, sondern sollte sich möglichst davon abwenden und somit im Schatten stehen! Ist dem nicht so, addieren sich in vielen Fällen Umgebungslicht und Blitzlicht zu einer unschönen Überstrahlung! Als Beispielbild habe ich mal dieses Foto (siehe oben) rausgesucht, das ansonsten sehr gelungen ist, bei dem man aber partiell diesen Effekt sieht (schaut mal auf die Beine):

Wichtig war mir bei dem Shooting, dass ich nur mit einem einzigen Systemblitz unterwegs bin (als Blitz kam nur ein SB-800 zum Einsatz). Zum einen, da ich die vorhandene Lichtsituation weitgehend erhalten wollte, was beim Einsatz mehrerer Blitze schwieriger wird. Und zum anderen lassen sich die Vorteile des CLS-Systems von Nikon – nämlich die absolute Mobilität und spontane Änderungen des Settings – nur mit einem Blitz so richtig ausspielen. Die einzige Anforderung an das Model ist dann nur noch, dass sie im Regelfall den Kopf in Richtung Blitz drehen muss, um böse Schlagschatten („zweite Nase“) zu vermeiden. Ansonsten ist man relativ frei und kann mit dem Blitz mal einen Meter weiter weg und einen halben Meter mehr zur Seite gehen, etc. Sobald ein zweiter Blitz mit in’s Spiel kommt, ist das nicht mehr ganz so einfach …

Ich kann jeden nur ermutigen, sich einmal mit dem 1-Blitz-Setting auseinanderzusetzen. Insbesondere dann, wenn man so interessantes Ambient Light hat wie in diesem Fall!

Abschließend: Als Lichtformer kam ein silberner Reflexschirm (siehe unten)…

TECHNICAL Vergleich Fotos
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…oder eine Wabe zum Einsatz (siehe unten – hier brauchte ich stärker gerichtetes Licht um nicht auch die Bar zu stark anzublitzen).

TECHNICAL Vergleich Fotos
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Alles in allem lässt sich sagen, dass sich die Blitztechnik sehr gut geschlagen hat (ein Akkusatz Eneloops hat für 500 Aufnahmen ausgereicht!), allein der Autofokus kam zum Teil an seine Grenzen (Schwierigkeiten wegen  zu geringem Umgebungslicht) – hier habe ich echt ein Einstelllicht analog der Studioblitze vermisst.

Bis die Tage und allzeit „Gut Licht“!

Andreas

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NIKON CLS PART XIII – SETUP EXTREMEEEEEE… TEIL 2

23 April 2010

Heute gehts weiter mit dem Manuellen-Automatik-CLS-Setup-Post. Beschrieben hatten wir das Setup ja bereits teilweise im letzten Posting. Führungs und Effektlicht hatten wir ja schon. Weiter gehts mit dem dritten, versteckten Blitz.

nikon cls post

Na, wo isser denn? :-) Gut, die Auflösung ist relativ simpel. Um den Look einer Wohnung zu erzeugen, eignet sich nichts besser, als die sowieso schon absolut handlich kleinen Blitze in “traditionellen Lichtformern” zu verstecken. Man baut sich als Fotograf dadurch ein natürliches-künstliches Licht. Blitzpower in einer 50 Jahre alten Lampe. Da kann keine Glühbirne in Sachen Leistung mithalten.

nikon cls postnikon cls post

Eine Superclamp mit einem SB-800 genügt für solche Effekte vollkommen. Ein Kniff anhand der Lichtführung an dieser Stelle. Wir sehen einen weißen Plastikbouncer auf dem Aufsteckblitz. Warum? Um den Lampenschirm wirklich zu füllen, imitiert der Bouncer eine Art Glühbirne. Das Licht wird also rundherum gestreut. Achtet weiter unten mal auf den Look des Lichts im Lampenschirm. Würde der Bouncer nicht verwendet werden, dann würde der Aufsteckblitz das Licht nur an das obere Ende des Lampenschirms reflektieren. An diesem Beispiel kann man perfekt erkennen, was mit “LICHTFÜHRUNG” innerhalb der Fotografie gemeint ist. Man nimmt Lichtquellen und verändert deren Look um eine andere Lichtquelle so zu imitieren, dass der gewünschte Look erzeugt wird.
Was man anhand der Fotos zusätzlich nicht erkennen kann ist, dass eine Farbfolie im Bouncer des Blitzes versteckt wurde. ROT war die Farbe unserer Wahl. Natürlich haben wir zum bereits vorhandenen Führungslicht in Gruppe A, dem Effekt des Streiflichts auf Gruppe B, diesen dritten Blitz auf Gruppe C gesetzt.

Diese Aufteilung ist absolut notwendig für den gesteuerten Einsatz des CLS-Systems. Nur über die Trennung der einzelnen Blitze kann man überhaupt deren Leistung steuern und getrennt werten. Bevor wir aber darauf zu sprechen kommen, kurz wieder ein paar Vergleichshots mit dem dritten Blitz.

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Nur der Blitz in der Lampe

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Streiflicht von oben und Lampenlicht

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Alle Blitze aktiviert

Und so kommen alle Elemente schlussendlich zusammen… Sowas kommt dann hinten raus, nach der Bearbeitung.

TECHNICAL Vergleich Fotos
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TECHNICAL Vergleich Fotos
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Wenn wir uns das Foto also in der Skizze als Überblich anschauen, dann sieht die Sache wie folgt aus. Fotografiert wurde mit einer Blende von 4 um eine leichte Freistellung trotz des kurzen Raums im Hintergrund ist. Das Modell wird sowohl vom Streiflicht als auch vom Lampenschirm getroffen. Der Rest des Raumes wird komplett über das Licht aus dem Schirm getroffen.

Fotografiert wurde übrigens mit einer Nikon D3 samt dem dämlichen Zeiss-manuell-Martin-kann-als-Brillenträger-nicht-fokussieren-Objektiv :-)…

nikon cls postnikon cls post

Kommen wir also zur CLS-Gewichtung der einzelnen Gruppen. Anhand des SU-800 kann man sehr einfach die entsprechende Logik erkennen. Das Führungslicht, welches die komplette Szenerie überstrahlt wurde etwas in der Stärke angehoben. Das dient bloß um die Schatten unter dem Modell nicht komplett absaufen zu lassen. +0,3 ist eine Änderung welche fast nicht merkbar ist und teilweise sogar von der Automatik verschluckt wird. Je nach Bildinhalt.

Das Streiflicht auf Gruppe B wurde deutlich heruntergeregelt. Warum? Um die Stellen auf der Haut nicht ausbrennen zu lassen. Gerade auf dem Kinn und der Schulter sieht man diesen Effekt. Das Streiflicht ist kritischste Gruppe von allen. Ausgebrannte Stellen auf der Haut sind fast nicht zu reparieren.

Das Effektlicht von hinten wurde am Stärksten übergewertet. Um den Effekt des überbrennenden Lichts zu gestalten, brauchte es eine deutliche Leistungserhöhung.

Wenn ihr mit drei Blitzen in drei Gruppen arbeitet, dann wählt euren Auschnitt, macht ein Foto und schaut dann auf dem Display, welches Licht wie verändert werden sollte. Geht dabei sehr einfach vor. Erscheint euch ein Licht zu hell, macht es dunkler. Achtet nicht auf irgendwelche Messungen. Achtet nur auf den Look auf eurem Display. Ihr könnt die einzelnen Lichtquellen nicht konsekutiv einmessen. Bei jedem neuen Blitz ändert sich auch die eingestellte Blitzgewichtung der bereits aktivierten Blitze. Daher ist eine Gesamtbetrachtung aller Blitze das Wichtigste.

nikon cls post

Beim CLS-Blitzen in der TTL Automatik ist immer wichtig, dass die Gewichtungseinstellungen immer nur auf einen bestimmten Bildinhalt gelten. Ändert sich der Bildinhalt, dann ändert sich ja auch der Anteil des Inhaltes was von jedem einzelnen Blitz getroffen wird und dann ändert sich logischerweise auch die Gewichtung der einzelnen Blitze. Man kann sich das so vorstellen, dass z.B. das Streiflicht auf einen großen Teil des Bildes eingestellt wird, dann nach der Änderung des Ausschnittes nur noch einen ganz geringen Teil bestrahlt und plötzlich regelt die Automatik das Licht derart hoch, das die Änderungen größtmöglich ausgeglichen wird. Das Licht wird also deutlich heller um so den Wegfall der Fläche über die Intensität auszugleichen. Dem wirken dann wieder spez. Gewichtungen entgegen, die Problematik ist also nicht derart unkontrollierbar, aber es bleibt trotzdem vorhanden.

Schauen wir uns zudem nochmals das erste Foto des ersten Teils des Beitrages an. Dort sind zwei Stative zu sehen. Es sind Kombi-Booms von Manfrotto. Und hier sieht man mal deren volle Stärke. Für mich gibt es KEIN wichtigeres Stativ als den Combi-Galgen von Manfrotto. Man sieht, dass man einen Aufsteckblitz ohne Gegengewicht am Galgen über fast 2m ausfahren uns ausbalancieren kann. Einzige Hilfe war im gezeigten Foto eine Fototasche, welche um das Bein des Stativs geschlagen wurde. Vergleichbare Galgen für Studioblitze würden im vierstelligen Eurobereich liegen. Ich kann bei sowas nur über die Kollegen lachen, die sich mit sowas dann abquälen, obwohl oftmals ein kleiner Aufsteckblitz und ein viel viel kleineres Stativ genügen würden…

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Bedenkt nochmals… das komplette Foto wurde mit CLS-Automatik-Blitzen gemacht. Mit Aufsteckblitzen… Ich bin immer wieder überwältigt wie gezielt und gesteuert man damit Licht setzen kann und sogar extreme und ganz feine Effekte setzen kann.

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NIKON CLS PART XIII – SETUP EXTREMEEEEEE… TEIL 1

19 April 2010

Heute gibt es einen zieeeemlich langen Setup-Post hier im Forum. Normalerweise würdet ihr an dieser Stelle direkt den Ausführungen von Andreas Jorns folgen können. Er ist ja CHIEF OF THE CLS-FLASHES… Leider schreibt Andreas gerade an einem Buch über Fotografie und hat weniger Zeit fürs Blog. Daher macht heute mal “der Martin” seinen Job, bzw. versucht für Andreas einzuspringen.

Erst neulich haben wir (Andreas und ich) nämlich einen gemeinsamen Workshop zum Thema CLS in Wuppertal gegeben. Und genau dort, wollte ich mal zeigen, was alles in diesem CLS stecken kann. Man muss nicht immer nur mit einem Blitz arbeiten, Portraits fotografieren mit oder gegen die Sonne. Es geht viel mehr. Komplett inszenierte und frei aufgebaute Blitzsetups. Z.B. einen inszenierten Dessousshot.

Und dazu muss man auch sagen, dass hierbei alle Blitze automatisch von der Kamera eingemessen wurden. Gesteuert über einen SU-800 und im VOLL-iTTL-MODUS. Also kein manuelles Einstellen der Leistung!!! Auch wenn es kompliziert erscheint, man kann extrem gute Shots mit der Automatik machen.

In dem Studio gab es dazu ein Hintergrundset im Style der 50er Jahre. Tapeten und Accessoires, perfekt inszeniert. Guckt euch doch direkt mal das Setup an.

nikon cls post

Heute möchte ich nämlich direkt durch den korrekten Ablauf des Aufbauens und des Einrichtens gehen. Es geht nämlich nicht nur darum zu zeigen, was man gemacht hat, sondern darum, wie man dazu gekommen ist und wie ihr selbst es machen solltet. Guckt also einfach mal auf das Foto und versucht die Lichtformer etc. zu vergessen. Schaut euch Modell und Location an und versucht eine Idee zu entwickeln.

Das haben wir nämlich auch gemacht. NUMMER 1: IDEE ENTWICKELN

Unsere Idee an dieser Stelle war, eine Wohnungssituation nachzustellen. Einen Shot der den Look einer abendlichen Wohnung hat. Dazu ein leicht verzweifeltes Make-Up. Verschmiert, vielleicht verheult und etwas am Boden zerstört. Durch die nicht wirklich hohe Tapete an der Wand waren wir von vorne herein gezwungen, das sehr große Modell auf den Boden zu setzen. Solche Dinge müsst ihr schon von Beginn an in eure Betrachtungen einbauen.

In nächster Instanz müssen dann die Kameraeinstellungen fest und foxi definiert werden. NUMMER 2: KAMERAEINSTELLUNGEN UND BRENNWEITE FESTLEGEN

nikon cls post
nikon cls post
(GUCKT MAL, MARTIN MIT NEM 50mm ZEISS MIT MANUELLEN FOKUS, OB DAS GUT GEHT :-))

Kamera, Einstellungen und Brennweite werden deshalb zusammen festgelegt, weil diese alle drei Werte sich gegensätzlich beeinflussen. Sensorgröße und Brennweite definieren genauso die Unschärfe im Hintergrund wie die gewählte Blende. Dazu kommt, dass eigentlich auch der Bildausschnitt festgelegt werden muss. Denn Bildausschnitt und Brennweite ergeben die Distanz zum Fokuspunkt und das wiederum ergibt mit der gewählten Blende dann die tatsächliche Unschärfe.

Ich hoffe, dass ich damit deutlich machen kann, wie wichtig das Festlegen der konkreten Bildidee, Bildausschnitt, Blende, Einstellungen, Brennweite, Kamera etc. ist. Alles hängt zusammen und man kann das Foto nur vorab überhaupt im Kopf bestimmen, wenn man sich festlegt.

An dieser Stelle kommen dann die Ideen zum Lichtsetup. Die konkrete Bildidee muss umgesetzt werden in eine entsprechende Lichtführung.

Wir wollten ja einen “abendlichen Wohnung/Zimmerlook, anrüchig und etwas düster und ein traurig zerstörtes Modell” in ein Foto binden. Ich versuche jetzt die Überlegungen kurz zu fassen.

  • Wohnungen haben Licht “immer” an der Decke.
  • Wir brauchen auch gleichzeitig einen düsteren Look.
  • Viele künstliche Lichtquellen formen in einer Wohnung oftmals einen sehr glänzend, konturierenden Look auf den Gegenständen.
  • Wohnungslicht ist oft orange bzw. gelblich.

NUMMER 3: GEDANKEN ZUR UMSETZUNG DES LICHTS

Dieser Schritt ist unglaublich wichtig. Denn es kommt die Übertragung der Gedanken in das technische Lichtsetup. Wenn ich vorher definiert habe, dass das Licht wie in einer Wohnung aussehen soll, ich mir dann überlegt habe, dass Lampen in einer Wohnung immer in der Mitte des Raumes ganz weit oben hängen, dann ist es keine große Denkarbeit mehr, das Licht des Blitzes genau dort zu positionieren. Als großer “künstlicher Kronleuchter” genau über dem Modell in der Mitte des Raumes. So einen Dreisatz lernt man in der 3. Klasse…

nikon cls post

Und an dieser Stelle schauen wir uns nochmals das Foto von ganz ganz oben an. Das aufgebaute Lichtsetup macht jetzt plötzlich viel mehr Sinn. Wir haben also ein sehr sehr hohes Führungslicht von genau über dem Stuhl. Naja, fast genau über dem Stuhl, etwas von vorne kommt das Licht ja schon.

Natürlich mussten wir die ganzen Blitze und Stative vorher aufbauen. NUMMER 4: ALLES AUFBAUEN

Dazu hängt genau über der Szenerie ein weiteres Blitzlicht. Es zielt von hinten auf das Modell. Das hintere Licht erarbeitet demzufolge Konturen und gibt Tiefe. Schauen wir uns doch einfach mal die einzelnen Blitze im Vergleich an.

Beide Blitze wurden in jeweils eine Gruppe gelegt. Der Blitz im Schirm über dem Modell war “Group A”, Blitz hinter dem Modell demzufolge dann “Group B”.

Über den Vergleich der einzelnen Fotos können wir dann die Logik des Setups sofort erkennen. Ein Foto mit jeweils einem aktivierten Blitz und dann beide zusammen.

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Haupt-Führung-Licht von oben

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Nur das Streiflicht von hinten/oben

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Führungs- und Streiflicht ohne Lampenlicht

Auf dem Foto mit dem aktivierten Führungslicht von oben sehen wir deutlich wie natürlich und realistisch der Schatten verläuft. Dieser wird genau unter das Modell gezeichnet und fällt direkt auf den Boden. So wie wir es eben von “zuhause” kennen.
Das Foto mit dem Blitzlicht von hinten zeigt extreme Tiefe. Durch die Schatten und die Reflexionen bekommt der  Bildbetrachter den Eindruck der Tiefe und der Dreidimensionalität verliehen.
All das kommt zusammen, wenn beide Blitze zusammengeschalten werden und dabei beide Elemente verbunden werden. Wir bekommen ein Bild mit Schattenwürfen nach unten, einer Grundhelligkeit durch das Führungslicht aber gleichzeitig auch die Reflexe und Lichter um die Tiefe des Raumes zu zeigen.

Bevor wir uns jetzt um die Einstellungen am CLS kümmern, das fertige Foto. Darauf haben wir ja jetzt schon gewartet.

TECHNICAL Vergleich Fotos
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Bis zu diesem Punkt ist das komplette Setup noch absolut systemunabhängig. Es geht bis dato nur darum, dass der richtige Ablauf zu den richtigen Schlüssen führt. Bis an dieser Stelle ist es zu jederzeit und bei jedem Setup egal, welche Ausrüstung genutzt wird, welche Marke oder was sonst. Und das ist wirklich universell so. Das Setup ergibt sich aus der gewünschten Belichtung und nicht aus der Ausrüstung. Die Ausrüstung setzt um, was der Fotograf möchte.

Trotzdem, genau an dieser Stelle steht man dann an einem Punkt, da man genügend Ideen und Einfälle haben mag, aber dass sich das Foto eben nicht derart ergeben mag. Die Technik mag sich vielleicht streuben und verweigern. Daher gilt es hier, die Technik einzustellen. NUMMER 5: BLITZE EINSTELLEN

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Zwei Blitze haben wir im Einsatz. Beide im REMOTE-Modus, jeweils einer in Gruppe A und einer in Gruppe B. So sollen dann die Rückseiten der Blitze ausschauen. Den Zoom des Blitzes im Schirm haben wir etwas verengt, um nicht zu viel Energie zu verschwenden und um die Ausleuchtung etwas knackiger zu machen. Der silberne Schirm wird nur zu maximal 30% im Mittelpunkt ausgeleuchtet.

nikon cls post
nikon cls post

Der Blitz von hinten auf die Szenerie war dagegen mit 28mm sehr streuend. Das ist nötig weil der Blitz quer hängt.

An dieser Stelle vielleicht ein kleiner Einschub: Die Zoomstellung der Blitze formt dem 2:3 Format des Fotos eine querliegende Ausleuchtungsfläche. Das bedeutet, dass die 28mm Weitwinkel nur in der Breite gelten, nicht aber in der Höhe. Wenn der Blitz jetzt also quer liegt, dann brauchen wir sogar weniger mm Weitwinkel. Denn wir nutzen ja sowieso schon den weiteren Querwinkel.

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Damit wären wir am Ende des ersten Teils des Setups. Weiter geht es im nächsten Beitrag… womit weiter, mag man sich jetzt fragen. Aber die Antwort ist sehr einfach. Wir haben “erst” zwei Blitze im Einsatz. In Wirklichkeit haben wir aber das Foto mit 3 Blitzen gemacht. Einen Blitz müssen wir also noch einstellen und finden…
Natürlich gilt es auch noch zu klären, wie die Blitze eingestellt waren. Also die genaue Blitzbelichtungskorrektur der einzelnen Gruppen. Denn jeder Blitz wurde über die jeweilige Gruppe noch etwas in der Blitzleistung korrigiert.

Das Wichtigste innerhalb dieses ersten Postes ist jedoch der Ablauf bei der Erschaffung eines Blitzsetups. Man muss eine strikte Logik verfolgen und die Blitze aufgrund der Bildidee setzen. Es geht gerade darum, dass man sich Gedanken macht, was für ein Foto man haben möchte. Und ich kann versichern. Selbst ein “Nicht-Fotograf-Normalo-Bürger” auf der Straße würde, wenn er danach gefragt würde, das typische Licht einer Wohnung als “von der Decke herab” beschreiben. Es geht ja garnicht so um die Erfahrung beim Fotografieren als vielmehr um die gedankliche Arbeit vorher. Wenn ihr euch überlegt habt wie das Licht sein soll (und das jetzt nicht im fototechnischen Sinne), dann ist die Frage nach der Position und dem Lichtformer absolut sekundär.

Die Struktur ist ALLESSSS….

  • NUMMER 1: IDEE ENTWICKELN
  • NUMMER 2: KAMERAEINSTELLUNGEN UND BRENNWEITE FESTLEGEN
  • NUMMER 3: GEDANKEN ZUR UMSETZUNG DES LICHTS
  • NUMMER 4: ALLES AUFBAUEN
  • NUMMER 5: BLITZE EINSTELLEN

TEIL 2 NOCH DIESE WOCHE…

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DVD-TRAINING: LET’S BOUNCE (LIMITED EDITION)

30 März 2010

Es ist vollbracht. Unsere erste eigene BLOG-DVD (Hier seht kommt ihr zur Übersicht der DVD-Trainings) ist fertiggestellt. Lasst die Korken knallen und ab geht die Party… Hier seht ihr wie die DVD von außen ausschaut.*
Sunbounce Video DVD Fuer Fotografen

Dieser Post wird etwas länger. Wir wollen einige Dinge abklären. Was ist drauf auf der DVD, was ist das Besondere, was kann ich damit anfangen und wie krieg ich das Ding.

Fangen wir mal mit einer Kurzbeschreibung an. Die DVD ist ein Werk gesammelter Videos zum Thema FOTOGRAFIE MIT REFLEKTOREN. Es war vor ca. 2 Jahren auf der Photokina, als wir mit Peter Geller von California Sunbounce ins Gespräch kamen und die Idee geboren wurde. Jetzt, 2 Jahre später und knapp 1000 Arbeitsstunden (rechnen wir die Arbeit aller Beteiligten für  die Videos zusammen) später haben wir 39 Videos und knapp 4 Stunden fertiges Material zu diesem einen Thema.

Jedes Video läuft zwischen 3 und 10 Minuten und widmet sich einem besonderen Problem oder Setup. Und jetzt kommt die Besonderheit: Alle Videos auf der DVD werden von uns auf unserem YouTube-Channel veröffentlicht werden. Leider wird das optische Sehvergnügen dann durch englische Untertitel etwas getrübt. Außerdem werden wir die Videos konsekutiv veröffentlichen. Video für Video jede Woche, ein neues Video. Ergo… es kann locker noch ein weiteres Jahr dauern, bis alle Videos veröffentlicht sind. Vielleicht kürzer, vielleicht länger… vielleicht laufen die Videos irgendwann im Fernsehen oder sonst wo??? Wer weiß das schon. Wir wissen jetzt nur eine Sache. Wir haben 500 Stück gepresst und können euch in dieser sehr limitierten Auflage anbieten, alle Videos schon jetzt zu sehen. Direkt und ohne störende Untertitel. Dazu noch eine extra Version fürs Iphone optimiert.

Und damit ihr auch alle wisst, wie die DVD aufgebaut ist und wie genau es innen auf der DVD ausschaut… hier ein kurzes Screencapture zum Thema:

Hier ein paar Fragen und Antworten… damit auch die letzte Klarheit von lauter Fragezeichen abgelöst werden kann… lasst uns ein paar Klarheiten beseitigen :-).

Wie lange ist die DVD?

Auf der DVD sind 39 Videos mit einer Gesamtspieldauer von fast 4 Stunden.

Für wen sind die Videos?

Für EUCH! Wir wollten endlich mal etwas ganz Spezielles machen. Speziell auf die People- und Modefotografie ausgerichtet. Die Arbeit mit Reflektoren ist essenziell für einen Fotografen und mit den Videos bieten wir sowohl die absoluten Grundlagen als auch ziemlich fortgeschrittenes Wissen eng und speziell auf dieses Thema zugeschnitten an. Wir wollten eine Videostrecke und DVD machen, bei der man von Anfang an weiß, was einen erwarten wird. ALLES RUND UM REFLEKTOREN!

Muss ich Profi sein?

Nein, wir haben speziell für “blutige” Reflekorenanfänger auch eine FIRST-STEPS-Reihe auf der DVD. Diese Reihe bietet alles Grundwissen um dann in den Basic-Tutorials richtig tief in die Materie einzusteigen. Wer alle Basic-Videos gesehen hat, der kann nach einiger Übung direkt bei den ADVANCED-Tutorials weitermachen. Dann geht die Post so richtig ab!

Lerne ich dann als Profi auch was?

Das ist eine schwierige Frage. Kommt drauf an wie “Profi” man an ist. Wir haben die Videos allesamt sehr zeitlos angelegt und versucht auf die Lichtsetzung einzugehen. Die Videos sind unglaublich technik-zeitlos. Also die Frage der Kamera oder des Objektivs kommt eigentlich nie auf. Höchstens die Frage nach der passenden Uhrzeit um das Lichtsetup nachzustellen. Gerade dieser zeitlose Aufbau garantiert, dass die Videos auch weit fortgeschrittenen Fotografen neue Ansichten und Aspekte vermitteln können. Gerade für diesen Punkt haben wir versucht möglichst viel persönliche Arbeitsweisen auf die DVD zu bekommen.

Kann ich auch anders an die Videos kommen? DOWNLOAD???

Ja, man kann anders an die Videos kommen. Lösung: WARTEN, WARTEN, WARTEN und geduldig die Veröffentlichungen bei YouTube abwarten. Was wir noch mit den Videos machen werden, das steht noch nicht fest. Es kann also gut sein, dass irgendwann mal Videos vielleicht auch zusätzlich zu YouTube bei Vimeo laufen… aber was wir garantieren können ist, dass es vorerst keinen anderen Weg zu den Videos gibt. Ihr müsst aber die DVD nicht holen, könnt auch abwarten.

Wieviel kostet die DVD denn?

Die DVD kostet 35 Euro wird aber für 30 Euro eingeführt. Also derzeit gibt es die kompletten Stunden an Wissen für 30 Euro. Die Auflage liegt bei nur 500 Stück.

Wie kann ich bestellen?

Der Ablauf der Bestellung ist ganz ausführlich HIER beschrieben.

SCHLUSSWORT?

Bock auf die Arbeit mit Reflektoren in der Sonne oder sonst wo??? Dann sind die Videos ideal. Auch wenn wir auf der DVD nur mit California Sunbouncern gearbeitet haben, alle Themen und Videos sind auch mit anderen Reflektoren möglich und wir haben ja schon gesagt, dass die Videos sehr lichttechnisch gehalten wurden. Es geht um das Licht und erst in zweiter Instanz darum, mit was man so ein Licht erzeugen kann. Viele Videos können daher sogar auf die Blitzfotografie übertragen werden bzw. in vielen Videos ist die Blitzlichtfotografie mit der Arbeit mit Reflektoren auch kombiniert eingesetzt.

So, und damit ihr auch jetzt noch mitbekommt, dass wir für dieses Videos allein 3 Wochen lang in Spanien geschwitzt und geschuftet haben, gibt es hier noch ein paar Fotos mit netten “Hinter-Den-Kulissen”-Kommentaren.

Viel Spaß…

Sunbounce Video DVD Fuer Fotografen

Ich liebe es Making-Of Aufnahmen mit Mittelformatkameras zum Preis eines Sportwagens zu machen… DEKADENT :-) -> SIEHE BILD UNTEN DRUNTER :-)

Sunbounce Video DVD Fuer FotografenSunbounce Video DVD Fuer Fotografen

Ne Horde von tollen Mädels am Start und alle wollen Schnappschüsse für zuhause. Das die Kamera sowas überhaupt mitmacht, ein Wunder… im Modus mit dem grünen Dreieck aufgenommen :-)

Sunbounce Video DVD Fuer FotografenSunbounce Video DVD Fuer Fotografen

Das Setup vom Foto oben ist leider nicht auf der DVD gelandet. Während unseres Aufenthaltes wurde ein Mikrofon von einem Regenschauer komplett erwischt und hat das zeitliche gesegnet. Leider haben wir das erst wirklich zuhause festgestellt. :-(

Sunbounce Video DVD Fuer Fotografen

Gefilmt haben wir die kompletten Videos übrigens mit zwei Canon 5D Mark II Kameras. Und das vor einem Jahr :-) Als es noch so gut wie keine Infos zu Workflow und Fehlerquellen gab :-). JETZT kennen wir sie allesamt.

Sunbounce Video DVD Fuer FotografenSunbounce Video DVD Fuer Fotografen

Am Ende eines Tages (WIR HABEN IN 3 WOCHEN NIE VOR ABSOLUTER DUNKELHEIT SCHLUSS GEMACHT) waren dann echt alle absolut kameramüde…

Sunbounce Video DVD Fuer FotografenSunbounce Video DVD Fuer Fotografen

Aber der Tag war erst damit beendet ca. 100 GB an Daten PRO TAG zu sichern und zu ordnen. Mit dem UDMA-Cardreader hat das oft mehr als 2 Stunden gedauert.

Sunbounce Video DVD Fuer FotografenSunbounce Video DVD Fuer FotografenSunbounce Video DVD Fuer FotografenSunbounce Video DVD Fuer Fotografen

Stellenweise lagen bei uns dann die Kameras an jeder Ecke… 3 Kameras zum Filmen dabei, 3 zum Fotografieren und noch zwei Nikon-Ersatz-Kameras.

Sunbounce Video DVD Fuer Fotografen

Jaja… die Modelle… entweder sie sind KÄSESÜCHTIG oder aber putzgeil…Raoul als Nackt-Putz-Teufel… ok, nicht nackt… aber oben ohne!

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Hier mal der smarte Marc beim Chillen auf der Treppe. Wer kann diesen Augen schon widerstehen. Jetzt wisst ihr wie wir an unsere Modelle kommen. Wir schicken Marc vor und lassen die Mädels ihm in die Augen gucken!

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Dat wars auch schon mit Eindrücken vom Shooting!

Sodele… INFOS über den Erwerb dieser DELUXE-DVD gibt es HIER.

Und jetzt gibt es nochmals das ultimative Lehrvideo des Jahres 2010… ein Unboxing-Video. Jedes Wort, was innerhalb des Videos gesprochen wird, ist Gold wert…

*Leider ist uns ein kleiner Fehler unterlaufen. Rohdaten haben dann am Ende garnicht mehr auf die 8.5GB-DVD gepasst. Daher steht es zwar außen drauf, ist aber nicht innen drin :-). Wir werden versuchen die Daten per Download nachzureichen.

++++++++++++ VERÖFFENTLICHTE VIDEOS ++++++++++++

LETS BOUNCE (Woche 1/39) – BOUNCEN ÜBER VIELE METER HINWEG (30.4.2010)

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VIDEO-EXTERN-4: Video2Brain (DVD: BLITZLICHT) – NikonCLS

22 März 2010

Eigentlich ist dieser Post eher aus dem Resort von Andreas. Der ist aber mal wieder drauf und dran in die USA zu jetten und daher gibt es heute mal eine Fremdgeherei von Martin. Anstatt mit Canon mit Nikon…

Dieses Video gibt es nur hier im Blog zu sehen. Es ist ein kurzer Clip aus der Video2BrainDVD Blitzlicht. Die gibt es ab 30.3. im Handel… wurde mir hoch und heilig vom Verlag versprochen :-)… also können wir gespannt sein.

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NIKON CLS PART XII – DON’T WASTE YOUR MONEY (TR-331)

1 Februar 2010

Anmerk. d. Red.: :-) Hallo zusammen! Heute gibt es einen echt super interessanten Beitrag. Nämlich darüber, wie man Geld spart bzw. wo man Geld aus dem Fenster wirft. Ein pefektes Beispiel dafür, dass unsere Blogbeiträge über bestimmte Ausrüstung helfen sollen. Wir machen die Fehler und die Fehlkäufe, berichten und aus den Erfahrungen heraus, kann man sein Geld schon viel besser einsetzen. So, jetzt übergebe ich mal an Andreas, der schließlich den Test gemacht hat. Es geht um die Flash-Trigger TR-331, die für Nikon ein TTL-Funksystem anbieten sollten. Tschüssi! Martin

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Wie versprochen gibt’s hier meinen Erfahrungsbericht zu den Flash-Triggern auf Funkbasis der neuesten Generation (mit iTTL-Unterstützung!) – allerdings mit einem etwas anderen Ergebnis als vorhergesehen … :(

tr-331

Beginnen wir mit der beiliegenden Dokumentation: Die ist ein schlechter Witz! Bis man erst mal kapiert hat, wie man die Einstellungen vorzunehmen hat, ist schon ‘ne ganze Weile vergangen. Logisch ist anders! Übrigens: Verschiedene Gruppen unterstützt der TR-331 nicht! Das Arbeiten mit dem AWL ist somit nur eingeschränkt möglich – die zentrale Steuerung von der Kamera aus gar nicht!

Der schwerwiegendste Aspekt aber: Die Kommunikation funktioniert scheinbar nicht so ganz wie sie soll. Im TTL – Modus variiert die Belichtung bei jeder Aufnahme dramatisch! Fast jedes zweite Bild ist ca. 2-3 Blenden zu hell!Offensichtlich haben die Dinger mit dem komplexen iTTL-Protokoll so ihre Probleme … Noch schlimmer wird es, wenn man beim Arbeiten mit mehreren Blitzen die Modelle mischt (bei mir kamen SB800 und SB900 gleichzeitig zum Einsatz). Dann wird es vollends zur Lotterie! Dies ist ein Aspekt, den der Hersteller mittlerweile auch eingeräumt hat (siehe E-Mail-Antwort des Verkäufers):

email

Da spielt es dann auch fast keine Rolle mehr, dass auch die FP-Kurzzeit Syncronisation nur eineschränkt – nämlich bis Zeiten von ~ 1/2500s – funktioniert. Bei schnelleren Zeiten sieht man den Verschluss am Bildrand. Das spricht dafuer das die TR-331 das Timing nicht exakt hinbekommen.

Fazit: Die Dinger sind für mich (leider) unbrauchbar und bieten keine Vorteile gegenüber den “dummen” Funkauslösern, mit denen man im manuellen Betrieb arbeitet. Warten wir also besser auf die nächste Generation der Trigger, die sicher nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen und dann hoffentlich auch das Arbeiten mit mehreren Gruppen unterstützen.

Bleibt mir abschließend noch, ein besonderes Lob an den Händler Foto-Tip aus Polen (www.foto-tip.pl) auszusprechen, bei dem ich regelmäßig Zubehör bestelle und der auch dieses Mal seine Service-Orientiertheit unter Beweis gestellt hat (hat nach meinem Mängelreport Kontakt zum Hersteller aufgenommen und die Dinge geklärt; unabhängig von der frewilligen Rücknahmeregelung innerhalb von 10 Tagen hat sich Foto-Tip bereit erklärt, die Trigger zurückzunehmen und den Kaufpreis in voller Höhe zu erstatten).

Euer Andreas

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TECHNICAL-7: HONL FÜR AUFSTECKBLITZE

7 Januar 2010

Heute geht es um etwas Technik was ihr definitiv braucht, wenn ihr mit Aufsteckblitzen arbeitet, was ihr aber auch selbst euch bauen könntet. Es geht um Vorsätze für die Aufsteckblitze. Und zwar genau um die, von Honl, einem US-amerikanischen Profi-Fotografen. Er hat seine Bauten nach einem Vorsatz gebaut. Alles was zählt ist GRÖßE GRÖßE und nochmals GRÖßE. Nur darum geht es. Er hat keine Schirme, keine Softboxen oder sonstwas gebaut. Honl baut nur GELS, ABSCHATTER und WABEN. Fast könnte man sagen, dass es nur darum geht, das Licht ins seiner Kompaktheit zu kontrollieren als es “nur” weicher zu machen. Und damit hat er Recht. Weich machen ist oftmals nicht das Problem. Aber wenig Licht, gesteuert zu setzen, dass ist viel viel wichtiger und schwieriger.

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Und wir haben uns ein kleines aber umso wichtigeres Set von Honl gekauft. Es besteht aus folgenden Gegenständen.

  • 1/8” WABE
  • 1/4” WABE
  • SCHNALL-HALTERUNG
  • FILTER (FOLIEN) KIT

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Das schöne an dem Schnell-Verschluss in Form eines Bandes mit Klettverschluss und innerseitigen ANTI-RUTSCHBESCHICHTUNG (oh Gott, das klingt wie schlechtes Home-Shopping-TV) ist, dass man alle Lichtformer jederzeit an jeden beliebigen Blitz an- und abbauen kann. Man kann also auch Blitze wieder verkaufen oder neue kaufen, ohne Beschädigungen oder Rückstände.

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Aber an dieser Stelle werdet ihr euch sicherlich fragen, warum man etwas kaufen mag, was mal so viel viel günstiger machen kann. Was ist also der Grund, warum wir Geld dafür ausgeben, obwohl wir ja schon selbst diese Dinge gebaut haben. Filter kann man als riesigen Probepack fast umsonst bekommen. Und bei Honl zahlt man für 8 Filter 20 Euro… warum ist dieser Mehrpeis also sein Geld wert?

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Die Antwort ist einfach zu beantworten. Aufsteckblitze sind unser tägliches Arbeitsgerät. Sie müssen mit den großen Rangern oder sonstigen Profiequipement mithalten. Und wir brauchen sie immer wieder und müssen uns auch darauf verlassen. Das Problem mit den selbstgebauten Sachen ist einfach, dass sie nie so robust und verlässlich sind, wie die Honl Sachen. Das soll jetzt hier keine Werbung sein, aber es ist eben eine kleine blöde Tatsache, dass sich die selbstgebauten Sachen bei uns immer wieder verabschieden.
Nehmt mal als Beispiel die Filter von LEE (siehe oben). Die Filter sind winzig klein, sie reichen aus, aber kaum hat man den Filter aus dem Heft herausgeschnitten, schon haben wir die kleine Folie wieder verloren. Und dann verwechselt man immer wieder die “fast” gleichen Farben und kommt dann nach Hause mit “leicht” falschfarbigen Fotos. :-(. Klar, man kann sie benennen, in Boxen packen, beschriften oder sonst was. Aber es bleibt dabei. Sie gehen zu schnell kaputt oder verloren.

Die Honl Filter sind größer und schon beschriftet. Man kann sie nicht verwechseln und so leicht verlieren sie sich komischerweise auch nicht. Also ob ich nun 4 Pakete LEE-Probefilter kaufe oder ein Paket Honl, das kommt auf das Gleich heraus.

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Das Gleiche gilt für die Waben. Entweder sie fallen beim 5 Shooting auseinander oder sie überleben den Transport garnicht erst. Wir haben zig selbstgebaute Waben zermatscht in der Fototasche. Und ich muss ehrlich sagen, lieber kauf ich für kleines Geld nen Filter für den Aufsteckblitz als dass ich stundenlang bastel und die Dinger dann doch wieder kaputt gehen. Die Honl Waben haben einen sehr stabilen Plastikrahmen der nach allen Seiten über die Wabe hinwegschaut. Hab davon leider gerade kein Foto zur Hand, aber man kann es auf den Packungen erkennen.

Und das wäre es auch schon wieder an dieser Stelle. Rundum: Es gibt kein kleineres und stabileres System für Aufsteckblitze als das Honl-System. Klar, damit sind keine Softboxen mit dabei, aber hier geht es eher um negative Lichtsetzung (KONTROLLE) und weniger um das Gesamtpaket inkl. weichem Licht.

Und an dieser Stelle wollen wir auch noch einen kleinen aber feinen Tipp zum Thema FARBFOLIEN ausgeben. Ihr kennt sicherlich das Problem, dass man sich seine Folien total verschmort, wenn man zu stark und zu oft blitzt. Die Folien schmerzen und wellen sich auf, teilweise bekommen sie sogar Löcher. So kann man natürlich nicht mit der Ausrüstung umgehen. Daher hier der Trick.

Das Problem ist, dass die Filter zu dicht an der Frontscheibe des Blitzes sind. Zu nah bedeutet zu viel Hitze. Und daher schmelzen die Folien.

Die Lösung ist also die Folien vom Blitz zu entfernen. So wie auf dem nachfolgenden Bild.

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Und zusätzlich kann man dann noch den Schnell-Strap weiter über den Rand des Blitzes schieben. Dann bekommt man den Filter noch weiter weg von der Blitzröhre.

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Hier sieht man deutlich den Unterschied. Oben wurde der Strap auf die gleiche Höhe des Blitzes gebracht. Und unten wurde der Strap nochmals 3-4mm über den Rand geschoben.

NIE WIEDER SCHMELZENDE FOLIEN :-)

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Als Fazit bleibt vielleicht zu sagen. Sinn und Zweck von guter Ausrüstung für Aufsteckblitze ist es auch, dass man sich den Spaß an der Arbeit mit den Blitzen nicht verdirbt. Aufsteckblitze bedeuten nicht gleichzeitig, dass man sich alles selbst basteln muss. Warum, wenn es bessere Lösungen gibt, stabilere Dinge. Kaum etwas verdirbt einem den Spaß an der Fotografie so sehr, wie wenn die Wabe mal wieder zwerquetscht aus der Tasche kommt. Oder für uns eben den Auftrag. Sowas kann und darf nicht sein…

BYEBYE… Martin

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NIKON CLS PART XI – Lichtformer am Aufsteckblitz

4 Dezember 2009

Noch rechtzeitig zu Weihnachten gibt’s von mir eine Geschenkempfehlung – verpackt als Mini-Beitrag für die CLS-Tutorialreihe … :D

Ein grosses Manko unserer ansonsten so praktischen Aufsteckblitze ist seine harte, stark gerichtete Lichtcharakteristik, die sich “von Natur aus” konstruktionsbedingt (leistungsfähige Miniblitzröhre auf kleinstem Raum) auch nicht ändern lässt. Der reine Blitz gibt sein Licht kräftig, gerichtet und in einem bestimmten Strahlungswinkel ab. Er erzeugt dabei kräftige Kontraste, starke Reflexe und tiefe Schatten. Genau wie bei professionellen Studioblitzen, gibt es auch für die Aufsteckblitze unterschiedlichste Lichtformer, die helfen, die charakteristische Wirkung des Aufsteckblitzes zu verändern. Das populärste System ist hierbei sicher das Flash2Softbox-System. Ein anderes System ist das Set von Walimex, das ich vor einigen Wochen erworben habe und das ich nach mehrmaligem Austesten durchaus empfehlen kann. Es beinhaltet eine ganze Reihe von unterschiedlichen Lichtformern, die sehr einfach an den Blitzkopf adaptiert werden können.

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Dieses Sammelsurium findet man nach dem Auspacken vor. Passt alles in einen handlichen Karton, den man “on location” stets dabei haben kann. Im Einzelnen sind dies folgende Lichtformer, deren Wirkung ich weiter unten veranschauliche:

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Von oben links: Softbox, Beautydish, Blitzball, Wabe, Snoot und Lichtklappe.

Herzstück des Systems ist der Adapter, den es für verschiedene Blitzgeräte gibt und einzeln nachgekauft werden kann, so dass sämtliche Lichtformer auf verschiedenen Aufsteckblitzen eingesetzt werden können. Gut zu wissen, da ja der SB-900 und der SB-800 in den Reflektormaßen deutlich voneinander abweichen (dagegen haben der SB-800 und der SB-600 das gleiche Maß!).

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Links die Rückeite des Adapters, die auf den Blitzkopf gesteckt wird. Das Ganze so stramm, das ein versehentliches Abrutschen nicht passieren kann. Rechts die Vorderseite des Adapters. In die vier Klemmen werden sämtliche Lichtformer einfach eingesteckt. Ersatzclips werden mitgeliefert, für den Fall, dass mal eine beim Verkanten bricht (ist mir noch nicht passiert).

Wie steht’s jetzt mit der Lichtcharakteristik der verschiedenen Lichtformer? Sind die Unterschiede überhaupt sichtbar? Vorab: Das sind sie sehr wohl, wenngleich man keine Vergleiche zu Studioblitzen anstellen sollte, die allein aufgrund ihrer Leistung ganz andere Möglichkeiten beinhalten. Denn: Man sollte sich immer vor Augen halten, dass selbst die leistungsstärksten Aufsteckblitze nicht annähernd an die schwächsten Studioblitze herankommen, was die Blitzpower anbelangt. Und die ist insofern relevant, als ja jeder Lichtformer zum Teil ganz erheblich an der Blitzpower “knabbert”. Ein Ganzkörperportrait aus 10 Meter Entfernung mit Softbox ist schlicht nicht drin mit Aufsteckblitzen, aber darum soll es heute nicht gehen. Wir betrachten hier vielmehr die Vorteile der Aufsteckblitze bzgl. Kompaktheit und Flexibilität vor Ort.

Zur Veranschaulichung habe ich eine komplette Serie mit einem Model geshootet, das schön ruhig hält (ca. 2,50m vor dem weißen Hintergrund), so dass wir einen prima Vergleich über die Blitzwirkung erhalten … :D

Ein SB-800 entfesselt im Slave-Modus von vorn links (ca. 35°) mit ca. 1 Meter Abstand zum “Model”; iTTL-gesteuert. Kamera mit SU-800 auf Stativ. f5,6, 1/160s, ISO800 (um die Blitzröhre zu schonen).

1 ohne-lichtformer

ohne Lichtformer

2 softbox

Softbox

3 beautydish

Beautydish

4 kugel

Blitzball

5 wabe

Wabe

6a snoot (breite wabe)

Snoot

7c klappe

Klappe (Beispiel)

Das weicheste Licht liefert der Blitzball und mit Wabe und Snoot erhalte ich wunderbar fokussiertes Licht ohne Streuung auf den Hintergrund, der bei diesen Beispielen in’s Schwarze “absäuft”. Softbox und Beautydish liefern einigermaßen weiches Licht, streuen aber wie der Blitzball erheblich, so dass man bei einer ausgeklügelten Lichtsetzung gezwungen ist, mit Abschattern zu arbeiten. Insgesamt zeigen die Beispiele aber, das mit ein wenig Probieren zu gelungenen und vor allem abwechslungsreichen Lichtsettings kommen kann.

Zum Abschluss hier noch eine Bezugsquelle für das o.g. Set (bitte an den jeweiligen Lebenspartner weitergeben … ;)).

Frohe Weihnachten! :D

lg Andreas

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