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NIKON CLS PART XII – DON’T WASTE YOUR MONEY (TR-331)

1 Februar 2010

Anmerk. d. Red.: :-) Hallo zusammen! Heute gibt es einen echt super interessanten Beitrag. Nämlich darüber, wie man Geld spart bzw. wo man Geld aus dem Fenster wirft. Ein pefektes Beispiel dafür, dass unsere Blogbeiträge über bestimmte Ausrüstung helfen sollen. Wir machen die Fehler und die Fehlkäufe, berichten und aus den Erfahrungen heraus, kann man sein Geld schon viel besser einsetzen. So, jetzt übergebe ich mal an Andreas, der schließlich den Test gemacht hat. Es geht um die Flash-Trigger TR-331, die für Nikon ein TTL-Funksystem anbieten sollten. Tschüssi! Martin

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Wie versprochen gibt’s hier meinen Erfahrungsbericht zu den Flash-Triggern auf Funkbasis der neuesten Generation (mit iTTL-Unterstützung!) – allerdings mit einem etwas anderen Ergebnis als vorhergesehen … :(

tr-331

Beginnen wir mit der beiliegenden Dokumentation: Die ist ein schlechter Witz! Bis man erst mal kapiert hat, wie man die Einstellungen vorzunehmen hat, ist schon ‘ne ganze Weile vergangen. Logisch ist anders! Übrigens: Verschiedene Gruppen unterstützt der TR-331 nicht! Das Arbeiten mit dem AWL ist somit nur eingeschränkt möglich – die zentrale Steuerung von der Kamera aus gar nicht!

Der schwerwiegendste Aspekt aber: Die Kommunikation funktioniert scheinbar nicht so ganz wie sie soll. Im TTL – Modus variiert die Belichtung bei jeder Aufnahme dramatisch! Fast jedes zweite Bild ist ca. 2-3 Blenden zu hell!Offensichtlich haben die Dinger mit dem komplexen iTTL-Protokoll so ihre Probleme … Noch schlimmer wird es, wenn man beim Arbeiten mit mehreren Blitzen die Modelle mischt (bei mir kamen SB800 und SB900 gleichzeitig zum Einsatz). Dann wird es vollends zur Lotterie! Dies ist ein Aspekt, den der Hersteller mittlerweile auch eingeräumt hat (siehe E-Mail-Antwort des Verkäufers):

email

Da spielt es dann auch fast keine Rolle mehr, dass auch die FP-Kurzzeit Syncronisation nur eineschränkt – nämlich bis Zeiten von ~ 1/2500s – funktioniert. Bei schnelleren Zeiten sieht man den Verschluss am Bildrand. Das spricht dafuer das die TR-331 das Timing nicht exakt hinbekommen.

Fazit: Die Dinger sind für mich (leider) unbrauchbar und bieten keine Vorteile gegenüber den “dummen” Funkauslösern, mit denen man im manuellen Betrieb arbeitet. Warten wir also besser auf die nächste Generation der Trigger, die sicher nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen und dann hoffentlich auch das Arbeiten mit mehreren Gruppen unterstützen.

Bleibt mir abschließend noch, ein besonderes Lob an den Händler Foto-Tip aus Polen (www.foto-tip.pl) auszusprechen, bei dem ich regelmäßig Zubehör bestelle und der auch dieses Mal seine Service-Orientiertheit unter Beweis gestellt hat (hat nach meinem Mängelreport Kontakt zum Hersteller aufgenommen und die Dinge geklärt; unabhängig von der frewilligen Rücknahmeregelung innerhalb von 10 Tagen hat sich Foto-Tip bereit erklärt, die Trigger zurückzunehmen und den Kaufpreis in voller Höhe zu erstatten).

Euer Andreas

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TECHNICAL-7: HONL FÜR AUFSTECKBLITZE

7 Januar 2010

Heute geht es um etwas Technik was ihr definitiv braucht, wenn ihr mit Aufsteckblitzen arbeitet, was ihr aber auch selbst euch bauen könntet. Es geht um Vorsätze für die Aufsteckblitze. Und zwar genau um die, von Honl, einem US-amerikanischen Profi-Fotografen. Er hat seine Bauten nach einem Vorsatz gebaut. Alles was zählt ist GRÖßE GRÖßE und nochmals GRÖßE. Nur darum geht es. Er hat keine Schirme, keine Softboxen oder sonstwas gebaut. Honl baut nur GELS, ABSCHATTER und WABEN. Fast könnte man sagen, dass es nur darum geht, das Licht ins seiner Kompaktheit zu kontrollieren als es “nur” weicher zu machen. Und damit hat er Recht. Weich machen ist oftmals nicht das Problem. Aber wenig Licht, gesteuert zu setzen, dass ist viel viel wichtiger und schwieriger.

SETUP HOW TO Tutorial Photo

Und wir haben uns ein kleines aber umso wichtigeres Set von Honl gekauft. Es besteht aus folgenden Gegenständen.

  • 1/8” WABE
  • 1/4” WABE
  • SCHNALL-HALTERUNG
  • FILTER (FOLIEN) KIT

SETUP HOW TO Tutorial Photo
SETUP HOW TO Tutorial Photo
SETUP HOW TO Tutorial Photo
SETUP HOW TO Tutorial Photo

Das schöne an dem Schnell-Verschluss in Form eines Bandes mit Klettverschluss und innerseitigen ANTI-RUTSCHBESCHICHTUNG (oh Gott, das klingt wie schlechtes Home-Shopping-TV) ist, dass man alle Lichtformer jederzeit an jeden beliebigen Blitz an- und abbauen kann. Man kann also auch Blitze wieder verkaufen oder neue kaufen, ohne Beschädigungen oder Rückstände.

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Aber an dieser Stelle werdet ihr euch sicherlich fragen, warum man etwas kaufen mag, was mal so viel viel günstiger machen kann. Was ist also der Grund, warum wir Geld dafür ausgeben, obwohl wir ja schon selbst diese Dinge gebaut haben. Filter kann man als riesigen Probepack fast umsonst bekommen. Und bei Honl zahlt man für 8 Filter 20 Euro… warum ist dieser Mehrpeis also sein Geld wert?

SETUP HOW TO Tutorial Photo

Die Antwort ist einfach zu beantworten. Aufsteckblitze sind unser tägliches Arbeitsgerät. Sie müssen mit den großen Rangern oder sonstigen Profiequipement mithalten. Und wir brauchen sie immer wieder und müssen uns auch darauf verlassen. Das Problem mit den selbstgebauten Sachen ist einfach, dass sie nie so robust und verlässlich sind, wie die Honl Sachen. Das soll jetzt hier keine Werbung sein, aber es ist eben eine kleine blöde Tatsache, dass sich die selbstgebauten Sachen bei uns immer wieder verabschieden.
Nehmt mal als Beispiel die Filter von LEE (siehe oben). Die Filter sind winzig klein, sie reichen aus, aber kaum hat man den Filter aus dem Heft herausgeschnitten, schon haben wir die kleine Folie wieder verloren. Und dann verwechselt man immer wieder die “fast” gleichen Farben und kommt dann nach Hause mit “leicht” falschfarbigen Fotos. :-(. Klar, man kann sie benennen, in Boxen packen, beschriften oder sonst was. Aber es bleibt dabei. Sie gehen zu schnell kaputt oder verloren.

Die Honl Filter sind größer und schon beschriftet. Man kann sie nicht verwechseln und so leicht verlieren sie sich komischerweise auch nicht. Also ob ich nun 4 Pakete LEE-Probefilter kaufe oder ein Paket Honl, das kommt auf das Gleich heraus.

SETUP HOW TO Tutorial Photo
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Das Gleiche gilt für die Waben. Entweder sie fallen beim 5 Shooting auseinander oder sie überleben den Transport garnicht erst. Wir haben zig selbstgebaute Waben zermatscht in der Fototasche. Und ich muss ehrlich sagen, lieber kauf ich für kleines Geld nen Filter für den Aufsteckblitz als dass ich stundenlang bastel und die Dinger dann doch wieder kaputt gehen. Die Honl Waben haben einen sehr stabilen Plastikrahmen der nach allen Seiten über die Wabe hinwegschaut. Hab davon leider gerade kein Foto zur Hand, aber man kann es auf den Packungen erkennen.

Und das wäre es auch schon wieder an dieser Stelle. Rundum: Es gibt kein kleineres und stabileres System für Aufsteckblitze als das Honl-System. Klar, damit sind keine Softboxen mit dabei, aber hier geht es eher um negative Lichtsetzung (KONTROLLE) und weniger um das Gesamtpaket inkl. weichem Licht.

Und an dieser Stelle wollen wir auch noch einen kleinen aber feinen Tipp zum Thema FARBFOLIEN ausgeben. Ihr kennt sicherlich das Problem, dass man sich seine Folien total verschmort, wenn man zu stark und zu oft blitzt. Die Folien schmerzen und wellen sich auf, teilweise bekommen sie sogar Löcher. So kann man natürlich nicht mit der Ausrüstung umgehen. Daher hier der Trick.

Das Problem ist, dass die Filter zu dicht an der Frontscheibe des Blitzes sind. Zu nah bedeutet zu viel Hitze. Und daher schmelzen die Folien.

Die Lösung ist also die Folien vom Blitz zu entfernen. So wie auf dem nachfolgenden Bild.

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Und zusätzlich kann man dann noch den Schnell-Strap weiter über den Rand des Blitzes schieben. Dann bekommt man den Filter noch weiter weg von der Blitzröhre.

SETUP HOW TO Tutorial Photo

Hier sieht man deutlich den Unterschied. Oben wurde der Strap auf die gleiche Höhe des Blitzes gebracht. Und unten wurde der Strap nochmals 3-4mm über den Rand geschoben.

NIE WIEDER SCHMELZENDE FOLIEN :-)

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Als Fazit bleibt vielleicht zu sagen. Sinn und Zweck von guter Ausrüstung für Aufsteckblitze ist es auch, dass man sich den Spaß an der Arbeit mit den Blitzen nicht verdirbt. Aufsteckblitze bedeuten nicht gleichzeitig, dass man sich alles selbst basteln muss. Warum, wenn es bessere Lösungen gibt, stabilere Dinge. Kaum etwas verdirbt einem den Spaß an der Fotografie so sehr, wie wenn die Wabe mal wieder zwerquetscht aus der Tasche kommt. Oder für uns eben den Auftrag. Sowas kann und darf nicht sein…

BYEBYE… Martin

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NIKON CLS PART XI – Lichtformer am Aufsteckblitz

4 Dezember 2009

Noch rechtzeitig zu Weihnachten gibt’s von mir eine Geschenkempfehlung – verpackt als Mini-Beitrag für die CLS-Tutorialreihe … :D

Ein grosses Manko unserer ansonsten so praktischen Aufsteckblitze ist seine harte, stark gerichtete Lichtcharakteristik, die sich “von Natur aus” konstruktionsbedingt (leistungsfähige Miniblitzröhre auf kleinstem Raum) auch nicht ändern lässt. Der reine Blitz gibt sein Licht kräftig, gerichtet und in einem bestimmten Strahlungswinkel ab. Er erzeugt dabei kräftige Kontraste, starke Reflexe und tiefe Schatten. Genau wie bei professionellen Studioblitzen, gibt es auch für die Aufsteckblitze unterschiedlichste Lichtformer, die helfen, die charakteristische Wirkung des Aufsteckblitzes zu verändern. Das populärste System ist hierbei sicher das Flash2Softbox-System. Ein anderes System ist das Set von Walimex, das ich vor einigen Wochen erworben habe und das ich nach mehrmaligem Austesten durchaus empfehlen kann. Es beinhaltet eine ganze Reihe von unterschiedlichen Lichtformern, die sehr einfach an den Blitzkopf adaptiert werden können.

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Dieses Sammelsurium findet man nach dem Auspacken vor. Passt alles in einen handlichen Karton, den man “on location” stets dabei haben kann. Im Einzelnen sind dies folgende Lichtformer, deren Wirkung ich weiter unten veranschauliche:

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Von oben links: Softbox, Beautydish, Blitzball, Wabe, Snoot und Lichtklappe.

Herzstück des Systems ist der Adapter, den es für verschiedene Blitzgeräte gibt und einzeln nachgekauft werden kann, so dass sämtliche Lichtformer auf verschiedenen Aufsteckblitzen eingesetzt werden können. Gut zu wissen, da ja der SB-900 und der SB-800 in den Reflektormaßen deutlich voneinander abweichen (dagegen haben der SB-800 und der SB-600 das gleiche Maß!).

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Links die Rückeite des Adapters, die auf den Blitzkopf gesteckt wird. Das Ganze so stramm, das ein versehentliches Abrutschen nicht passieren kann. Rechts die Vorderseite des Adapters. In die vier Klemmen werden sämtliche Lichtformer einfach eingesteckt. Ersatzclips werden mitgeliefert, für den Fall, dass mal eine beim Verkanten bricht (ist mir noch nicht passiert).

Wie steht’s jetzt mit der Lichtcharakteristik der verschiedenen Lichtformer? Sind die Unterschiede überhaupt sichtbar? Vorab: Das sind sie sehr wohl, wenngleich man keine Vergleiche zu Studioblitzen anstellen sollte, die allein aufgrund ihrer Leistung ganz andere Möglichkeiten beinhalten. Denn: Man sollte sich immer vor Augen halten, dass selbst die leistungsstärksten Aufsteckblitze nicht annähernd an die schwächsten Studioblitze herankommen, was die Blitzpower anbelangt. Und die ist insofern relevant, als ja jeder Lichtformer zum Teil ganz erheblich an der Blitzpower “knabbert”. Ein Ganzkörperportrait aus 10 Meter Entfernung mit Softbox ist schlicht nicht drin mit Aufsteckblitzen, aber darum soll es heute nicht gehen. Wir betrachten hier vielmehr die Vorteile der Aufsteckblitze bzgl. Kompaktheit und Flexibilität vor Ort.

Zur Veranschaulichung habe ich eine komplette Serie mit einem Model geshootet, das schön ruhig hält (ca. 2,50m vor dem weißen Hintergrund), so dass wir einen prima Vergleich über die Blitzwirkung erhalten … :D

Ein SB-800 entfesselt im Slave-Modus von vorn links (ca. 35°) mit ca. 1 Meter Abstand zum “Model”; iTTL-gesteuert. Kamera mit SU-800 auf Stativ. f5,6, 1/160s, ISO800 (um die Blitzröhre zu schonen).

1 ohne-lichtformer

ohne Lichtformer

2 softbox

Softbox

3 beautydish

Beautydish

4 kugel

Blitzball

5 wabe

Wabe

6a snoot (breite wabe)

Snoot

7c klappe

Klappe (Beispiel)

Das weicheste Licht liefert der Blitzball und mit Wabe und Snoot erhalte ich wunderbar fokussiertes Licht ohne Streuung auf den Hintergrund, der bei diesen Beispielen in’s Schwarze “absäuft”. Softbox und Beautydish liefern einigermaßen weiches Licht, streuen aber wie der Blitzball erheblich, so dass man bei einer ausgeklügelten Lichtsetzung gezwungen ist, mit Abschattern zu arbeiten. Insgesamt zeigen die Beispiele aber, das mit ein wenig Probieren zu gelungenen und vor allem abwechslungsreichen Lichtsettings kommen kann.

Zum Abschluss hier noch eine Bezugsquelle für das o.g. Set (bitte an den jeweiligen Lebenspartner weitergeben … ;)).

Frohe Weihnachten! :D

lg Andreas

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NIKON CLS PART X – YAST – Yet another Setup Tutorial … :)

22 November 2009

Da sich die Outdoor-Saison nun langsam aber sicher dem Ende zuneigt, hat man wieder etwas Zeit, die Dinge aufzuarbeiten, die in den letzten Wochen liegen geblieben sind. Viel Arbeit, aber das schöne ist, dass dabei dann auch wieder der ein oder andere Beitrag für den CLS-Blog dabei herausspringt … :D

Heute mal ein Beispiel aus der CLS-Praxis; ein kleines Setup-Tutorial, entstanden während eines Workshops im Sommer, den ich gemeinsam mit Martin in Köln veranstaltet habe. Das Wetter war genau so bescheiden wie aktuell (nur der Regen war wärmer …), aber schlechtes Wetter gibt’s für Fotografen ja nicht, wie wir alle wissen. Um die Blitzelektronik zu schützen, haben wir uns dann allerdings doch weitgehend unter einer Fahrbahnbrücke auf einem menschenleeren Parkplatz zurückgezogen. Sexy Location ist eigentlich anders …

nikon-cls-sabnikon-cls-sab

Die Grundidee, die hinter der Aufnahme steckt (Ergebnis siehe unten): Wir wollten es etwas düsterer gestalten als es in Natura war (siehe zum Vergleich die Making-Of-Aufnahmen). Erreicht haben wir dies durch eine Unterbelichtung von etwas mehr als zwei Blenden.

nikon-cls-sab

Um die Location in das Bild zu integrieren und gleichzeitig einen Spannungsbogen (im wahrsten Sinne des Wortes …) zu erzeugen, kam ein Weitwinkel zum Einsatz (hier 24 mm).

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Wichtig dabei ist die Kameraposition in Bodennähe, die anschließend leicht nach oben gekippt wird. Da man als Fotograf selbst natürlich nicht unter die Asphaltdecke kriechen kann, muss man sich mit No-Look-Shots begnügen (ignore your viewfinder). Wenn der Setaufbau richtig geplant ist und das Model mitspielt, stellt das überhaupt kein Problem dar. Zusätzliche Dynamik kommt durch den künstlichen Wind von links (vielen Dank noch mal an die “Wedler”!). Das Model sollte sich wegen des Einsatzes des Weitwinkels nicht allzuweit von der Kameraposition stehen – schließlich soll es am Ende ja noch als People-Aufnahme durchgehen. Tipp: Um beim Einsatz eines Weitwinkels aus niedriger Position trotzdem einigermaßen “passende” Körperproportionen zu erhalten, sollte sich das Model während der Aufnahme in Richtung Kamera vorbeugen! Ansonsten gibt’s lange Beine und einen kleinen Kopf … ;)

Okay, wie haben wir es gemacht? Im Prinzip ganz simpel …

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Das Hauptlicht kommt von vorn, leicht zur Seite versetzt und mit Durchlichtschirm gesoftet. Durch die breitere Streuung des Lichtes erhalten wir trotz der allgemeinenUnterbelichtung auch noch ein wenig Zeichnung an der Brückendecke oberhalb des Models. Als Effektlichter haben wir zwei SB-800 mit Zoom-Reflektorstellung 105mm (Maximum beim 800er) eingesetzt (eingestellt auf Gruppe B); das Hauptlicht (Gruppe A), das weicher kommen und mehr streuen soll, erhält die Reflektorstellung 50mm.

nikon-cls-sabnikon-cls-sab

Insbesondere beim Einsatz von Effektlichtern wird man schnell feststellen, dass man mit Automatiken nicht sehr weit kommt, wenn es nicht langweilig werden soll – die kamerainterne Messung weiss ja auch nicht, welchen Effekt wir haben wollen (in diesem Fall volle Leistung)! Daher haben wir bzgl. der beiden Blitze in Gruppe B den manuellen Modus mit voller Blitzpower (1/1) gewählt. Das Hauptlicht in Gruppe A wurde iTTL-gesteuert. Ich empfinde es als großen Vorteil des CLS-Systems von Nikon, dass man nicht auf die TTL-Modi beschränkt ist, sondern die verschiedenen Systeme mischen kann). Master war ein SB-900.

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Und das Ergebnis? Hier sieht man, dass Regenwolken durchaus ihren Reiz haben können … ;)

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Um das Ganze zu optimieren, nimmt am Besten weniger auffällige Stative (die kleinen schwarzen), die man anschließend (sofern man denn will) mit Photoshop & Co. bequem wegretuschieren kann. Abschließende Tipps: Je kleiner die Blende, desto schöner der Strahlenkranz des Blitzes! Filter abschrauben und Objektiv putzen – somit vermeidet man unschönes lens flare (Festbrennweiten sind diesbezüglich unempfindlicher als Zooms).

Da war’s für heute – demnächst geht’s weiter mit dem Thema Lichtformer!
Einstweilen wünsche ich “Gut Licht”!

lg Andreas

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NIKON CLS PART IX – SUPER CLS RING-FLASH

4 November 2009


Ihr wisst ja, dass wir immer bereit für Schandtaten sind… Ausrüstung genug??? Geht doch garnicht. Zu viel Objektive… geht auch nicht… Reflektor zerschneiden… immer! Mit den Blitzen baden gehen??? Klaro! Mit der 1er und nem 85er in die Wellen am Badestrand??? Klaro!

Aber auch für uns gibt es Dinge, die uns erstaunen lassen. Daher auch der heutige Gastbeitrag von Dennis Kielhorn.


Manchmal gebraucht man einen kleinen Schubs, um eine gute Idee zu einer eigenen Lösung weiterzuentwickeln. So auch in diesem Fall. 2007 zeigte Nikon auf einer hauseigenen Veranstaltung, dass sich aus acht Markoblitzen des Typs SB-R200 ein Ringblitz abseits des Zwecks der Makrofotografie bauen lässt. Da der Hersteller allerdings selbst davon abrät, diese Anzahl der Blitze an das Filtergewinde zu hängen, war klar: eine andere Idee musste her. Im Laufe der Zeit entstanden viele Skizzen und Ideen, die mehrfach verworfen wurden – bis irgendwann der Ringblitz SX-1 dabei entstand.

Nikon CLS Ringblitz

Natürlich wurden nicht alle Teile von uns konstruiert und produziert. Einige Komponenten kamen von Nikon (die Blitze und die Halterung für die Blitze) oder von ReallyRightStuff (die Klemme auf der Schiene). Anhand der gefertigten CAD-Zeichnung wurden dann die fehlenden Teile in einer feinmechanischen Werkstatt produziert. Die Bilder zeigen noch den Prototypen, der auch noch die eine oder andere Veränderung erfahren wird.

Nikon CLS Ringblitz

Eine der häufigsten Fragen ist wohl die nach dem Preis; aber genau darauf kann noch keine Antwort gegeben werden. Der Prototyp ist noch nicht ganz fertig: kleinere Korrekturen und Ergänzungen (ein Handgriff) sind noch erforderlich; außerdem soll der fertige Ringblitz SX-1 eloxiert werden. Wenn der Prototyp allen Ansprüchen gerecht wird und der zweite Halter gebaut ist, wird man wissen, was das Projekt unter dem Strich gekostet hat.

Die Frage nach der Leistung ist die weitere typische Frage. Nikon selbst gibt die Leistung eines SB-R200 mit der Leitzahl 10 (bezogen auf einen Leuchtwinkel für ein 24mm Objektiv bei ISO 100) an. Die Abbrenndauer beträgt nach den technischen Daten gerade mal ca. 600 µs. Was heißt das in der Praxis? Ein Versuch: der Ringblitz wurde mit voller Leistung abgeblitzt und mit einem Blitzbelichtungsmesser aus einem Meter Entfernung gemessen. Ergebnis: f22 bei ISO 100.

Pool Setup How To
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Dem ursprünglichen Gedanken entsprechend wird das System für Portraits eingesetzt, wobei sich sicherlich das Einsatzgebiet noch erweitern lässt. Derzeit wird eben noch viel experimentiert. So haben wir zum Beispiel schon Bilder mit einem „Halbkreis“ im Auge gemacht… ;-)

Pool Setup How To
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So toll so ein Bastelprojekt auch sein mag: es hat auch Nachteile! Natürlich kann das System nicht mit der Leistungsfähigkeit eines
Ringblitzes für einen Generator mithalten. Es gibt auch (noch?) keine Lichtformer. Der Fairness halber muss man auch den Preis (acht Blitze zu je 160,- €) als Negativpunkt anführen.

Dafür lässt sich aber der gesamte Ringblitz oder jeder einzelne Blitz voll im “Creative Lighting System” (CLS) einsetzen, was eine
unglaubliche Flexibilität bedeutet, wenn man auf dieses System setzt.

Apropos CLS: die Blitze sind in der Ausstattung sehr sparsam ausgelegt. Im Prinzip gibt es nur vier Bedienelemente: ein Taster zum Ein- und Ausschalten des Blitzes, ein weiter zum Ein- und Ausschalten des Einstelllichtes (eher für den Makroeinsatz), ein Drehrad für den verwendeten CLS-Kanal sowie ein Drehrad für die verwendete Gruppe. Gruppen? Richtig: der Ringblitz kann genau wie jeder andere CLS-kompatible Blitz einer Gruppe zugewiesen werden. Bei den zwei Bildern von Ann war der Ringblitz die Gruppe A, Gruppe B (ein Nikon SB-600) war für die Hintergrund-Beleuchtung zuständig und die Gruppe C (rechts und links je ein SB-800) sorgte für das Seitenlicht, welches über die Schultern leuchtet. So waren die drei Lichtgruppen jeweils so einstellbar, um den gewünschte Effekt zu erzielen.

Leider ist für den Betrieb des Ringblitzes Nikons CLS zwingend erforderlich. Eine Auslösung mit Funkauslösern ist nicht möglich. Bei unseren Versuchen reagierte das System auch nicht auf Infrarotauslösern von Fremdherstellern.

Mal schauen, was sich mit diesem System so anstellen lässt! ;-) Perspektivisch gesehen gibt es auch schon erste Überlegungen den Durchmesser zu erweitern. Aber dies liegt noch in ferner Zukunft.

Von der Idee über die Konstruktion bishin zur Fertigung ist dies ein Projekt von Dennis Kielhorn [1], Peter Doskocil [2] und Stephan Diekmann [3].

Mehr Informationen zum Ringblitz gibt es hier:
http://www.kielhorn-photo.de/sx-1.html

[1] http://www.kielhorn-photo.de
[2] http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/592533
[3] http://www.diekmann-photo.de/

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SETUP-16: BALANCE AVAILABLE LIGHT

12 Oktober 2009

Länger ist es her, als das letzte SETUP-Tutorial online kam. Dafür ist das heutige umso cooler und einfacher… Wir waren ja erst kürzlich im Studio von Michael Quack in Düsseldorf und gaben dort einen Workshop zum Thema Aufsteckblitze. Und da gab es ein Setup, was besonders cool war. Aufsteckblitze waren es garnicht sondern nur EIN Aufsteckblitz und ein günstiger Schirm. Mehr nicht! Guckt euch mal das Foto an, dann gehts gleich los.

Rahel Fertiges Fodooo- click on image to enlarge -

Wir haben ja schon aufgelöst mit welcher Ausrüstung wir das Foto gemacht haben. Aufsteckblitz ist das Stichwort! Und damit ihr mir auch Glauben schenkt, kommen hier erstmal die Making-Of Fotos!

Setup Making_OF Blick hinter die Kulissen

Auf den Fotos sieht man deutlich das Setup. Es geht um ein großes Fenster, hell und mit einem schönen Muster im Hintergrund. Davor unser tolles Modell Rahel und dann kommt der Schirm mit dem Blitz.

Und um das klar zu stellen. Wir blitzen im manuellen Modus an der Kamera und am Blitz. Auf dem nächsten Foto seht ihr den Funkempfänger unter dem Blitz am Blitzschuh (das kleine längliche Teil unter dem Blitz). Wir stellten also die nötige Leistung am Blitz manuell ein.

Setup Making_OF Blick hinter die KulissenSetup Making_OF Blick hinter die Kulissen

So, und damit wir das Ganze mal etwas losgelöst von den Fotos betrachten können, kommt hier das Setup als Skizze. Mal wieder krolop’sche Kritzeleien. Wir haben da also die Sonne, das Fenster, die Vorhänge und den Blitz…

Setup Making_OF Blick hinter die Kulissen

Wir sehen auf der Skizze deutlich, dass wir zwei Lichtquellen haben. Einmal das Umgebungslicht und einmal das Blitzlicht. Und wenn wir weiter darüber nachdenken, dass erkennen wir sofort, dass eine Lichtquelle nicht veränderbar ist. Die Leistung des Sonnenlichts steht fix und foxi fest… Wir haben also eine Lichtquelle nach der wir das komplette Foto ausrichten müssen, das Sonnenlicht.
Und darüber geht es heute auch. Um die Balance zwischen Umgebungslicht und Blitzlicht. Es ist oftmals nämlich garnicht so wichtig ob ich jetzt ne Softbox, nen Schirm oder sonst was vor den Blitz schnalle. Zu 60% kommt es auf die Gewichtung der Leistung viel mehr an! Die Gewichtung der Lichtquellen, das Hell und Dunkel, definiert den Look des Fotos.

Warum eigentlich die Vorhänge auf beiden Seiten??? Ganz einfach… wir müssen schauen, dass der Unterschied zwischen Fenster/Hintergrund und Innenraum relativ groß ist. Denn dadurch können wir überhaupt erst von innendrin ein unabhängiges Licht setzen. Wäre es innendrin zu hell, dann wäre das Foto ja schon vordefiniert und wir könnten es nicht nach unseren Vorstellungen erschaffen. Wir haben dadurch also einen hellen Hintergrund, ohne aber Licht vor das Modell zu bekommen.

Lasst uns doch mal gemeinsam durch die Entstehung des Fotos gehen und vergesst einfach mal an dieser Stelle die genauen Kameraeinstellungen von oben.

1. Wir belichten das Foto korrekt auf die hellen Glanzstellen auf der Brust. Die hellste Stelle auf dem Körper von Rahel ist jetzt korrekt belichtet. Dadurch säuft natürlich der Schattenbereich ohne Blitzlicht total ab. Wir sehen aber deutlich, dass der Look nicht wirklich entsteht.

Setup Making_OF Blick hinter die Kulissen

2. Also haben wir das Foto etwas heller belichtet. Damit mehr Glanzstellen entstehen. Wir sehen auf dem Foto deutlich, dass der Look der überbrennenden Stellen aus dem Hintergrund deutlich sichtbar wird. Das Foto wirkt über den Hintergrund schon richtig “lichtüberflutet”.

Setup Making_OF Blick hinter die Kulissen

3. Nachdem uns das Grundbild wirklich gefallen hat, es wirkt jetzt schon super anziehend, haben wir den Blitz hinzu geschaltet und korrekt mit dem Belichtungsmesser eingemessen. Als wir dann das Foto gemacht haben, sind wir etwas aus den Wolken gefallen… denn… es wirkt platt und nicht mehr natürlich. Der Blitz ist korrekt eingestellt, die Leistung stimmt dem Belichtungsmesser zufolge… trotzdem ist das Ergebnis mies!!! Warum???

Setup Making_OF Blick hinter die Kulissen

4. Der Grund ist die “korrekte Belichtung”, denn damit haben wir den Grundlook verändert. Die Szenerie ist nicht mehr wie anfangs gewollt, sondern das Foto wird über das Blitzlicht geformt, nicht mehr über das Hintergrundlicht. Deswegen haben wir das Blitzlicht in seiner Leistung zurückgenommen und dadurch das Umgebungslicht stärker ins Foto einbeziehen können.

Setup Making_OF Blick hinter die Kulissen

5. Wichtig an dieser Stelle ist auch noch, dass die Position stimmen muss. Wir mussten Rahel so positionieren, dass auf die Brust überhaupt Licht vom Fenster fallen kann. Durch die Vorhänge haben wir ja nur einen relativ schmalen Streifen an Fenster und Hintergrund. Ihr seht auf dem Foto davor, dass wir zusätzlich zum zu hellen Blitzlicht auch noch eine völlig falsche Position des Modells hatten.

Den Unterschied der Reflexe, der Lichtern und der ausgewogenen Ausleuchtung definiert das Foto.

Setup Making_OF Blick hinter die Kulissen

Zusammenfassend kann also gesagt werden: WICHTIG IST DIE BALANCE ZWISCHEN UMGEBUNGS- UND BLITZLICHT. Es kann auf jedem Foto nur eine charakterisierende Lichtstimmung geben. Entweder ein Blitz, ein anderer Blitz oder das Sonnenlicht.

Was ist noch wichtig zu wissen????

  • Oftmals ist eine Location nicht perfekt bzw. man muss noch weiterarbeiten um die Location perfekt nutzen zu können. Was bedeutet denn diese Schwafelei??? Ist ganz einfach wenn ihr nochmals oben auf die Fotos schaut. Guckt mal die Leiter an!!! Das Fenster war großartig aber eben viel zu weit oben. Deswegen haben wir die Leiter gebraucht um die Location überhaupt nutzen zu können.
    Merkt euch einfach, dass man sich die Location oft auch ERARBEITEN muss.
  • ISO400 und f2.0 ist nicht schlimm sondern heutzutage absolut ausreichend. Ich kenne viele Fotografen die sich nicht trauen an ihrer Kamera auf ISO800 zu gehen. Zu viel rauschen???? Blödsinn. Es geht doch um die Voraussetzungen vor Ort und wie man das Foto überhaupt machen kann… Wenn nicht mehr Licht da ist, dann ist da eben nicht mehr da, dann muss und darf ich das Foto eben mit diesen Einstellungen machen.
  • Kleine und große Unterschiede kann man gut auf dem Display erkennen. Guckt doch mal weniger auf die Microdetails des Bildes als vielmehr auf den Gesamtlook!!!!! Und zu viel Blitzlicht ist eben oftmals echt blöde!!!

Dat wars aber auch für heute… und hier kommen nochmals die fertigen Fotos für euch!!! Als Abschied!!!

Rahel Fertiges Fodooo- click on image to enlarge -
Rahel Fertiges Fodooo- click on image to enlarge -

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NIKON CLS PART VIII – HIGHSPEED-ACTION-SHOTS

30 August 2009


KURZE INFO: Nein, CLS und trotzdem bin ich nicht Andreas Jorns. Hier ist Martin und heute müsst ihr zwangsweise mit mir Vorlieb nehmen, denn Andreas verweilt derzeit in den fernen USA. Heute war er im Yosemite Nationalpark. Er kommt erst in den nächsten Wochen wieder und bis dahin bin ich für euch Nikonianer da! :-) ÄTSCH! Aber kommen wir direkt zum Thema.


Nicht oft kann man mit guter Miene und Überzeugung sagen, dass man wirklich keine andere Möglichkeit hatte, als mit ein paar Aufsteckblitzen und der Kamera loszuziehen. Umso mehr freue ich mich, dass es heute der Fall ist. Wir waren mal wieder im deutschen Eichenwald… :-) und um ohne Probleme an den ADW zu kommen und dabei noch genug Blitzpower für ein paar coole Fotos haben, mussten wir 3 Aufsteckblitze mitnehmen. Die Strecke befand sich mehrere Kilometer im Wald, zugänglich nur über eine echt miese Fusstrecke oder Downhill mit dem Bike. Eine andere Möglichkeit drei vollkommen unabhängige Lichtquellen zu haben, würde zig Euro kosten und dazu hätten wir ziemlich viele DEUTSCHE SCHERPAS gebraucht.

3 frei positionierbare Lichtquellen, 8 Ersatzakkus und nicht einmal Funkauslöser. 2kg!!! Besser gehts nicht. Dazu kommen Manfrotto NANO Stative mit 2kg Gesamtgewicht; ohne Lichtformer… Gobo Gorillapods und das wars.

Aber kommen wir zuerst einmal zu den fertigen Fotos und dann definieren wir das heutige Thema des Beitrages.

CLS ACTION LIZZY- click on image to enlarge -
CLS ACTION LIZZY- click on image to enlarge -

Das sind die Fotos um die es heute geht. Und nicht nur, dass diese zwei komplett unterschiedliche Styles beinhalten, nein, es sind auch noch verschiedene Setups. Einmal (beim oberen Foto) wurde nur ein Blitz genutzt, beim unteren Foto wurden sogar zwei Blitze für das Foto aktiviert. Und um jetzt direkt auf das Thema zu kommen. Wir werden zum einen die Machart beider Fotos besprechen, dann noch genauer auf die FP-Sync-Funktion in der Highspeed-Fotografie eingehen und dann auch etwas generell WICHTIGES zum Thema Actionfotografie lernen.

Leider haben wir kein Foto um euch einen Überblick über das Setup zu geben. Daher gibt es nur die Skizze. Es gab den Bike-Trail durch den Wald, eine schräge Kurve und der Fahrer fuhr direkt auf die Kamera zu… Halt, es war eine Fahrerin! Die Lizzy!

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Insgesamt hatten wir “MAXIMAL” zwei Blitze im Einsatz. Einer auf einem Stativ. Ein weiterer an einem Ast an einem Baum hängend. Guckt euch direkt mal die Fotos an. Mit einem Gorilla Pod an einem Baum hängend! :-) Weniger Gewicht geht nicht.

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So, und jetzt gilt es auch direkt die Kameraeinstellung zu klären. Fangen wir mit dem ersten Foto an.

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1-Blitz-Setup (ERSTES FOTO)

1/1000s – f4 – ISO2000

Dabei wollten wir nur den rechten Blitz auf dem Stativ einsetzen.

CLS ACTION LIZZY- click on image to enlarge -

Die Idee war die Fahrerin des Mountainbikes in der Kurve einzufrieren. Dazu sollte die Stimmung des Waldes noch präsent sein, die Mountainbikerin aber zugleich im Vordergrund des Fotos stehen.

Durch eine leichte Unterbelichtung des Umgebungslichtes und des Hintergrundes erreicht man automatisch eine helligkeitsbedingte Freistellung des Hauptobjektes. Also: Hintergrund runter, Mountainbiker korrekt belichten… Schwups hat man eine Freistellung.

Jetzt könnte man eigentlich ganz einfach vorgehen und das Umgebungslicht einmessen, etwas abblenden und die Blitze korrekt belichten lassen. HALT!!! Das könnten wir, WENN DA NICHT die Moutainbikerin wäre, die mit ca. 40 Sachen auf den Fotografen zugefahren käme. Geschwindigkeit erzeugt Probleme!!!

1. Durch die schnelle Bewegung des Hauptobjektes “verschmiert” bei einer zu langen Belichtungszeit die Fahrerin.

2. Durch die schnelle Bewegung wird gleichzeitig das Fokussieren stark erschwert. Wenn die Fahrerin nicht “verschmiert”, dann ist sie evtl. gar nicht mehr im Schärfebereich.

Und diese beiden Dinge machen Actionfotografie so schwierig. Man muss die Belichtungszeit kurz halten, aber gleichzeitig auch genügend Tiefenschärfe gewährleisten. Und was wissen wir noch??? Kurze Belichtungszeiten und geschlossenere Blenden kosten Licht… :-) VIEL LICHT… und im Wald unter den Bäumen hat man nicht wirklich viel Licht. Und konsequenterweise enden wir damit bei extrem hohen ISO-Werten. Das geht sogar hoch bis ISO3200 an einem sonnigen Tag.

Und so war es denn auch. Um die Waldstimmung einigermaßen auf das Foto zu bekommen, mussten wir das Bild mit 1/1000s, bei f4 bei ISO2000 belichten. ISO1000 bei f2.8 wäre bereits aufgrund des reduzierten Schärfebereichs viel viel kritischer gewesen.

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KLARTEXT: LIEBER ISO2000 bei f4 als ISO1000 bei f2.8. Lieber ein scharfes Foto, das verrauscht ist, als ein weniger verrauschtes Foto bei dem der Schärfebereich wenige Zentimeter ist.

Daher: 1/1000s – f4 – ISO2000

Und da wären wir heute schon beim ersten wichtigen Punkt. Das sind die idealen Einstellungen. Nicht ideal für immer und ewig aber für das damals vorherrschende dämmrige Waldlicht perfekt. Glaubt mir, auch wenn es komisch klingt. Weniger Tiefenschärfe macht es fast unmöglich den Fahrer an der richtigen Stelle zu erwischen, kürzere Belizeit lässt schon wieder Speichen und Räder verschwischen, weniger ISO würde die restliche Atmosphäre killen. Und manchmal ist eben ISO2000 das Beste, das irgendwie nur geht!

So, und jetzt kommen wir zum CLS. Das ist eigentlich die leichteste Sache bei der ganzen Geschichte. Wir haben den Blitz halbschräg (45°-Winkel zur Kamera) aufgebaut, auf’s Stativ damit und im REMOTE-Modus angemacht. Group A, CH1… Leichter Zoombereich, sodass nicht nur der Fahrer sondern auch etwas Umgebung getroffen wird. Und ab ging die Post. Wir haben den eingebauten POP-UP Blitz der D700 genutzt. Damit wurde der Blitz gezündet. An der Kamera hatten wir die FP-Sync aktiviert um schneller als eine 1/250s belichten zu können.

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Auf dem Foto oben erkennt ihr, dass wir an der D700 im Menü eine Korrektur von -1,7 Blenden vorgenommen haben. WARUM? Schaut euch nochmals das Foto an. Mountainbikefahrerin in komplett SCHWARZ!!! Damit das schwarz auch wirklich schwarz bleibt, und nicht durch den Blitz weggeballert wird, mussten wir die Korrektur nach unten aktivieren. Der Blitz würde ansonsten denken, dass viel zu wenig Licht reflektiert wird (was bei Schwarz ja eigentlich so sein soll) und die Leistung automatisch nach oben regeln.

Wie ihr auch auf dem Kameradisplay erkennen könnt, haben wir den internen Blitz DEAKTIVIERT.

Zweiter wichtiger Lernfaktor für heute… Mit dem CLS zu arbeiten ist nicht mehr als den Blitz aufzustellen, anzuschalten und je nach Bildinhalt die Belichtung zu korrigieren. Dafür gibt es keine konkrete Richtlinie. Einfach durchprobieren wobei ihr aufpassen solltet, dass eine bestimmte Einstellung nur für einen bestimmten Bildinhalt gelten kann. Ändert ihr das Foto, die Kamerarichtung oder den Ausschnitt, ändert sich auch die Belichtungskorrektur.

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2-Blitz-Setup (ZWEITES FOTO)

1/20s –  f11 – ISO100

Nachdem das erste Foto im Kasten war, war noch genügend Zeit um etwas mit der Kamera zu spielen und einige Ideen auszuprobieren. Langzeitbelichtung und Blitz auf den zweiten Vorhang. Wann man während der verlängerten Belichtungszeit die Kamera mit dem Bike mitzieht, dann bekommt man über die Hintergrundbelichtung die Umgebung verschwommen auf das Foto und der Blitz zündet dann im letztmöglichen Augenblick um das Objekt scharf einzufrieren.

CLS ACTION LIZZY- click on image to enlarge -

Bei einem Mitzieher ist eine Sache besonders wichtig und das ist die Hervorhebung des Objekts aus dem Hintergrund heraus. Wenn man nun direkt auf das Objekt vor dem Hintergrund blitzt, dann plättet man das Bild. Platt, da die Ausleuchtung eben keine Tiefe herausarbeitet. Das Licht formt das Objekt sozusagen zu wenig dreidimensional.

Was also fehlt ist eine weitere Lichtquelle. Eine Lichtquelle, die uns die Tiefe des Bildes zeigt und die den Fahrer noch mehr vom Hintergrund abhebt. Dort, wo der erste Blitz nicht hinkommt, muss eine weitere Lichtquelle den Fahrer ebenfalls erwischen und einfrieren.

Wir schalteten also den zweiten Blitz dazu (GRÜN). Dieser Blitz stand dabei übrigens auf Gruppe B um extra angesteuert und korrigiert werden zu können.

Und jetzt kommt ein ganz wichtiger Punkt bei der Arbeit mit Aufsteckblitzen. Auch wenn alle Blitze und Automatismen strikt nach mathematischen Algorithmen arbeiten, planbar und logisch sind, so unlogisch ist es manchmal mit ihnen zu arbeiten. Normalerweise könnte man denken, dass man auch den zweiten Blitz in der Leistung reduzieren müsste, um nicht eine Überbelichtung auf den Streiflichtern zu produzieren.

FALSCH!!! :-) Komischerweise mussten wir den Blitz sogar noch in der Gewichtung steigern.

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Auch wenn es komisch erscheint… :-) manchmal müsst ihr einfach Änderungen vornehmen, welche aufgrund des Ergebnisses nötig sind, aber vielleicht nicht logisch erscheinen. Wenn der Blitz in Gruppe B auf jedem Foto, das ihr macht, zu schwach erscheint, dann muss er eben höher gestellt werden :-)… Nicht immer darf man als Fotograf zu sehr auf die Technik achten und nach jedem kleinsten Grund suchen, solange das Ergebnis stimmt. Denn auf das Foto kommt es an!

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Wenn ihr mal einen wirklichen gezielten Blick auf die Fotos werft, dann seht ihr direkt die Reflexe und die Auswirkungen der Blitze und auch diesmal haben wir sie wieder eingezeichnet.

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Tja, das wars… so wurden die beiden Fotos gemacht… jetzt wisst ihr alles… Ihr wisst, wie wir die Fotos eingestellt haben, ihr wisst, was ihr bei schnellen, sich bewegenden Objekten beachten müsst, und wie man das mit zwei stinknormalen Aufsteckblitzen machen kann. Und jetzt noch ein paar Infos, die evtl. wichtig für das Foto waren, aber nicht so speziell, als dass sie an anderer Stelle in den Post gefunden hätten.

  • Wir fokussieren vorher auf den Boden und lösen dann die Kamera aus, wenn der Fahrer die Stelle passiert. Anders trifft man nie wirklich den engen Ausleuchtungskegel der Blitze.
  • Wir kontrollieren vor Ort auf dem Laptop die Ergebnisse in BIG!!! Zu 90%!
  • Wir stellen das Lichtsetup mit einem statischen “Fahrer” ein und lassen ihn nicht ständig wieder den Berg hoch laufen.

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Machts gut Leute und hoffentlich auf BALD…

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NIKON CLS PART VII – Tipps&Tricks (”Unbekannte” Features beim CLS)

4 August 2009

Ich bereite gerade einen anderen, etwas umfangreicheren Artikel vor, der mich noch etwas Zeit kostet, zumal ich sehnsüchtig auf ein Zubehör-Teil aus Fernost warte.  Um die Zeit bis dahin nicht allzu lang werden zu lassen, schiebe ich heute einen kurzen Beitrag dazwischen, der nicht nur für die notorischen Nicht-Handbuchleser von grösserem Interesse sein wird.

Viele mögen auch das ein oder andere gelesen haben, ohne zu wissen, was es für die Praxis bringen kann, einiges darf man durchaus als “hidden feature” bezeichnen. Versteckt in einer Art und Weise, dass es eigentlich sehr offenliegende Features sind und wenn wir Fotografen das Handbuch auch mal lesen würden anstatt es direkt wegzuwerfen, ja dann würden diese Sachen garnicht mehr so “hidden” sein.

Es geht bei diesem Beitrag um CLS-Features, die sich über das Kamera(!)-Menu einstellen lassen und die einem das Fotografenleben in der Praxis erheblich vereinfachen können …

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Blitzbelichtungs-Meßwertspeicher (oder die Eliminierung des Vorblitzes!)
Hier jetzt ein typischer Fall von “Zweckentfremdung”: Wofür diese Einstellung “eigentlich” gedacht ist, ergibt sich im Prinzip schon aus dem Namen: Blitzbelichtung messen, fixieren, Ausschnitt verändern und mit den gespeicherten Einstellungen blitzen. Zu diesem Zweck habe ich diese Einstellung offen gestanden noch nie genutzt, da ich den Meßwertspeicher bei meinem Workflow in der Praxis nicht benötige (weder für Dauerlicht, noch für Blitzlicht). Dieser Meßwertspeicher hat bei der Blitzbelichtung mit iTTL aber einen entscheidenden Nebeneffekt, der für mich zum Hauptgrund wird: Da die “richtige” Blitzbelichtung bei der Meßwertspeicherung nur einmal gemessen (und anschließend gespeichert) wird, wird auch der Vorblitz nur einmal (nämlich bei der Messung) ausgelöst. Bei jeder weiteren Aufnahme wird der Vorblitz unterdrückt, da er ja für die Messung nicht mehr benötigt wird!!! Portraitiert man Menschen (und Tiere) mit empfindlichen Augen, wird man diese Option zu schätzen wissen! Nie wieder Aufnahmen von Personen mit halb oder ganz geschlossenen Augen (als Reaktion auf den Vorblitz)! Weiterer Einsatzzweck: Arbeite ich mit einem Blitzset, in das Blitzgeräte integriert sind, die nicht iTTL/AWL-fähig sind und daher über eine Lichtzelle ausgelöst werden müssen, wäre der Vorblitz des Masters natürlich ziemlicher Käse, weil die Slaves nämlich zu früh kommen (ist nie gut … ;-)).

Den Blitzbelichtungs-Meßwertspeicher kann man sich (je nach Kameramodell) auf die FUNC- und/oder AE-L/AF-L-Taste der Kamera legen, wenn man das Ganze in den Individualfunktionen unter f4 (bei den Consumer-Cams findet man die Einstellung unter den Nummern 14,15,16 oder 18) entsprechend einstellt. Anschließend kann man durch einfachen Druck auf die FUNC- bzw. AE-L/AF-L-Taste den Vorgang auslösen (Meßblitz wird einmal ausgelöst und die Einstellungen werden gespeichert); der Meßwert wird jetzt so lange genutzt (und der Vorblitz ist parallel so lange deaktiviert), bis man erneut die FUNC- bzw. AE-L/AF-L-Taste betätigt. It’s so easy! :D (die D40 sowie die D60 unterstützen dieses Feature leider nicht!)

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Blitz aus!
Nehmen wir an, der Blitz befindet sich auf der Kamera, ist eingeschaltet und man möchte jetzt unvermittelt mal eine Aufnahme zwischendurch ohne Blitzbelichtung machen, da die Aufnahme mit available light einfach besser kommt (jeder, der schon mal auf Hochzeiten fotografiert hat, weiss, dass das häufiger vorkommt, als man gemeinhin annimmt!): Die besonders Aufgeweckten werden jetzt anmerken, dass das ja nun wirklich kein Problem ist, schließlich hat der Blitz nicht nur einen An-, sondern auch einen Ausschalter … :-))

Diesem Argument kann man sich natürlich schwer entziehen, aber es geht noch einfacher! Wenn man in den Individualfunktionen unter f4 die entsprechene Einstellung vornimmt (bei der D80 findet man die Einstellung unter der Nr. 16, bei der D90 unter f3), muss man für die “Blitz aus”-Funktion einfach nur die FUNC-Taste drücken. It’s so easy …! :D  (die D40, D60 und D70 unterstützen dieses Feature leider nicht!)

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Einstelllicht
Einige von Euch werden das Einstelllicht an den Nikon-Systemblitzen (SB-600, SB-800 und SB-900) schon gefunden haben; vielleicht hat’s der Ein oder Andere sogar schon mal genutzt … ;) Das Prinzip kennen wir aus der Studiofotografie, allerdings steht es uns dort bei entsprechender Aktivierung dauerhaft zur Verfügung. Bei unseren Aufsteckblitzen wird es nach Knopfdruck für etwa 2-3 Sekunden sichtbar, was ausreichen könnte, um die Lichtsetzung zu beurteilen (was in der Praxis nur bei Einsatz von mehreren Blitzgeräten Sinn macht). Wenn ich aber ein Blitzset bestehend aus z.B. drei Blitzgeräten habe, ist es nicht nur mühsam, sondern auch wenig zielführend, wenn ich zu jedem einzelnen Blitzgerät gehe, um das Einstelllicht zu aktivieren, da ich so nur die Wirkung von jeweils einam Blitz betrachten kann. Was viele nicht wissen: Ich kann das Einstelllicht von allen beteiligten Blitzgeräten gleichzeitig von der Kamera aus (!) aktivieren! Diese Funktion muss ich in den Individualfunktionen nur unter e4 (e3 bei der D90, 26 bei der D80) aktivieren. Anschließend löse ich das Einstelllicht durch Drücken der Abblendtaste an der Kamera aus! It’s so easy …! :D  (die D40, D50, D60 und D70 unterstützen dieses Feature leider nicht!)

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Blitz-Bracketing
Ich unterstelle mal, dass alle von Euch wissen, was die Bracketing-Funktion an der Cam ist (automatische Belichtungsreihe). Die Meisten werden evtl. nicht wissen, dass es diese Bracketing-Funktion auch für das isolierte Blitzlicht gibt. Wenn man sich vor Augen hält, dass oft geringe Abweichungen bei der Blitzdosierung zwischen Wohl und Wehe liegen, ein durchaus nützliches Feature! Standardmäßig ist die Belichtungsreihe in den Kameras auf Umgebungs- und Blitzlicht (”Belichtung und Blitz”) eingestellt. Unter e5 in den Individualfunktionen (e4 bei der D90, 12 bei der D50/70 und 13 bei der D80) kann ich das Ganze auf “Nur Blitz” umstellen. Anschließend kann ich mich bei der Dosierung des Blitzlichts (und nur des Blitzlichts) mit der Bracketing-Funktion herantasten. It’s so easy …! :D  (die D40 und D60 unterstützen dieses Feature leider nicht!)

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Automatische FP-Kurzzeit
Die FP-Highspeed-Synchronisation soll hier nicht mehr erklärt werden – aufmerksame Leser dieser Tutorial-Reihe wissen, dass ich hier in meinem letzten Beitrag drauf eingegangen bin. :)
Ich möchte hier nur darauf hinweisen, dass man getrost als Standardeinstellung unter e1 in den Individualfunktionen (e25 bei der D90, 25 bei der D80) die FP-Kurzzeit als Blitzsynchronzeit einstellen kann. Anders als einige andere Hersteller, haben die Nikon-Ingenieure uns nämlich eine Automatik spendiert, die bei allen Zeiten langsamer als 1/250s (1/320s bei der D300) die normale Sync-Zeit mit schneller Abbrenndauer benutzt. Erst wenn wir mit der Verschlusszeit jenseits dieser Grenze rutschen, wird auf FP-Sync umgestellt und man muss dann mit der schwächeren Blitzleistung leben- Man erhält also das Beste aus allen Welten in einer Einstellung – somit gibt es keinen vernünftigen Grund, auf diese Einstellung zu verzichten …! (die D40, D50, D60 und D70 unterstützen leider keine FP-Sync!)

So, das war’s für heute! In Kürze geht’s weiter … bis dahin allzeit gut Licht! :)

lg Andreas

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NIKON CLS PART VI – FP-HighspeedSync

29 Juni 2009


KURZE INFO: Sehr kurzfristig bieten wir (ANDREAS & MARTIN, HAUPTSÄCHLICH ANDREAS!!!) am 12.07.09 extra einen Workshop zum Thema Nikon CLS an. Wir werden mal alle Canonuser und Canonkameras zuhause lassen und uns nur mit dem Thema NIKON beschäftigen.

Also wer schon immer alle Anwendungsfragen zum Thema PEOPLEFOTOGRAFIE & CLS geklärt haben wollte, für den ist der Workshop perfekt.

INFOS & ANMELDUNG unter workshops.krolop-gerst.com


Heute wenden wir uns dem Thema Highspeed-Sync und AWL zu. Und weil wir das nicht so “normal” machen wollen, setzen wir ein sehr lichtstarkes Objektiv mit Anfangsblende 2.0 bei strahlendem Sonnenschein ein. Mit solch einem übertriebenen Beispiel kann man sehr gut die Systematik erklären und aufzeigen.

Zum Thema. Es war einmal im Sommer…strahlender Sonnenschein und Martin und ich wollen (wegen des angenehmen Unschärfeverlaufs) möglichst offenblendige Portraitshoots machen. Und schon haben wir ein Problem: Bei Blende 2,2 (minimales Abblenden verhilft bei jedem Objektiv zu einer verbesserten Abbildungsleistung) waren wir aufgrund der vorhandenen Lichtverhältnisse im Verschlusszeitenbereich von 1/800 bis 1/1.000 Sekunden. Denn mit den ISOs können wir ja auch nicht ewig in den Keller gehen. Da die schnellste Blitzsynchronisation bei der Nikon (wie bei den meisten anderen Cams mit Schlitzverschluss) bei 1/250 Sekunde liegt, ist’s eigentlich Essig mit Blitzen (es sei denn man steht darauf, dass der grösste Teil des Bildes aus einem schwarzen Balken besteht …). Jetzt könnte man sagen: Wozu blitzen? Ist doch hell genug! Machen wir Available Light und sparen uns den ganzen technischen Ballast …

aj_flash_webAlles eine Frage der Dosis … :D
(zu möglichen Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker)

Abgesehen von dem ein oder anderen coolen Effekt, den man nur so hinbekommt, gibt es natürlich ein paar praktische Gründe für die Nutzung des Blitzes. Bei Portraits sollte man darauf achten, dass zumindest das Gesicht einigermaßen korrekt ausgeleuchtet ist. Wenn man jetzt das Model in Richtung Sonne stellt, kann man mit ein wenig Glück 2-3 Fotos machen, bevor sich die Netzhaut des Models ablöst … – aber auch diese werden ein wenig unter den zugekniffenen Augen und unentspannten Gesichtsausdruck des Models leiden … ;-) Okay, dann stellen wir das Model halt mit dem Rücken zur Sonne … Das Model kann dann die Augen schön aufreißen, was uns nur recht wenig nutzt, da sich das Gesicht im Schatten befindet …! Entweder kann ich nun auf die Sonne korrekt belichten oder aber das Gesicht korrekt wiedergeben, dann aber sind die “Haarlichter” total ausgebrannt.

Zugegebenermaßen habe ich das Ganze ein wenig überspitzt formuliert, aber wie heißt es so schön: Übertreibungen machen deutlich … ;-)

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Wenn wir also mit Offenblende (mit entsprechend schneller Verschlusszeit) und Blitz arbeiten wollen, müssen wir einen kleinen Trick anwenden. Dieser “Trick” lautet Einstellung der FP-Kurzzeitsynchronisation (”FP” steht für focal-plane shutter = Schlitzverschluss). Die Einstellung dieses Highspeed-Blitzens (wie es auch genannt wird) sucht Ihr am Blitzgerät vergeblich; dafür müsst Ihr in’s Kameramenü (unter Systemeinstellungen):

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Jetzt können wir trotz Blitz jede Verschlusszeit auswählen, die uns die Kamera bietet. Aber leider haben wie so oft im Leben die schönen Dinge meist den ein oder anderen Nachteil … Bei der Highspeed-Synchronisation ist das die Tatsache, dass die Blitzleistung (und somit die Reichweite) erheblich (!) reduziert wird. Es ist nämlich so, dass der Blitz eine Art Dauerlicht nachempfindet. Da der Sensor niemals komplett frei liegt, muss der Blitz mehrere Male aufleuchten und so wird nacheinander der gesamte Sensor belichtet. Z.B. erst einmal blitzen für den ersten cm des Sensors, wenn dann der Schlitz über dem zweiten cm steht, dann nochmals, und dann so weiter…  Um dem Model den Blitz jetzt nicht direkt vor die Nase halten zu müssen (was selten zu schönen Ergebnissen führt – siehe oben), muss man sich zu helfen wissen. Entweder ihr lasst jegliche Lichtformer weg und schaut, dass ihr eben so nah wie möglich an euer Modell heran kommt, oder aber ihr rüstet auf :-) … Wir z.B. haben gleich drei Blitzgeräte an ein Stativ geschnallt. Somit hatten wir auch genügend Blitzpower (obwohl: 3 Blitzgeräte machen dann nur 1,5 Blenden mehr Leistung).

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Hier das Ganze mal von hinten noch ohne Schirm. Die Reflektoren haben wir bei allen drei Blitzen um 180° gedreht, damit die IR-Empfänger günstiger auf mich ausgerichtet sind (ich stand bei der Aufnahme links versetzt).

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Angesteuert habe ich die Blitze mit dem SU-800, der auf dem Foto durch das Objektiv verdeckt ist. Übrigens: Wir haben an dem Tag Entfernungen zwischen SU-800 und den angesteuerten Blitzen von bis zu 15 Metern getestet und hatten trotz Sonnenscheins (der tendenziell bei Infrarot-Steuerung gefährlich ist, wenn der Empfänger zu sehr im Licht ist) kaum Probleme. Somit zeigt sich das AWL von Nikon durchaus auch im Outdoor-Betrieb als praxisgerechte Lösung!

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Um zu zeigen, was bei einem solchen Aufbau rumkommen kann, habe ich exemplarisch die untenstehende Aufnahme rausgesucht, da sie ziemlich gut die vorherrschenden Lichtverhältnisse aufzeigt (siehe Schattenverlauf des Baumes). Ohne Blitzaufhellung wäre das Ergebnis nicht halb so interessant geworden. Übrigens: Bei dieser Aufnahme kam übrigens der Reflexschirm zum Einsatz, den Ihr oben im Aufbau seht – er sorgt für eine weichere Ausleuchtung, so dass so ein Ding eigentlich immer in Eurer Tasche sein sollte.

sabrina_fertig- click on image to enlarge -

Und hier noch eine zweite Variante… natürlicher in der Retusche!

sabrina_fertig- click on image to enlarge -

So das war’s für heute! Demnächst geht’s weiter …

lg Andreas

EDIT: Der Adapter um 3 Blitze an ein Stativ zu schnallen heißt TRIFLASH Adapter von LASTOLITE!

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NIKON CLS PART V – LADY IN LATEX

26 Juni 2009

Heute gibt es anstatt Andreas in Schriftform, ein Video mit Martin UND Andreas in bewegten Bildern und sogar mit Ton. Damit ihr den Meister auch mal live erleben dürft. :-) ENJOY!!! Viel Spaß damit!

LG
Martin

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