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LIGHTING-24: DER KROLOP & GERST AUFSTECK-PARABOL-SCHIRM

16 Dezember 2012

Angefangen hat dieser Beitrag mit einem anderen Beitrag. Nämlich unsere Strecke über den Para88. Der Para88 kostet ziemlich viel Geld und ziemlich viele Fotografen finden unsere Strecke darüber entweder sinnlos, angeberhaft oder sinnlos. Und daher wollen wir heute zeigen wie wenig sinnlos solche Beiträge sind, denn wir werden eine Wissensübertragung vornehmen. Wir werden ein tolles Licht aus der Art und Weise wie der Para88 funktioniert aus einem Aufsteckblitz zaubern… Schaut euch doch erstmal die Beiträge zum Para88 an. Nachfolgend alle drei bisherigen Beiträge aufgelistet.

So, unsere Aufgabe ist es also, dass wir aus dem Wissen über den Para88 ein neues tolles Licht bauen. Aber eben aus Aufsteckblitzen und ein paar weniger Euronen. Schauen wir uns erst einmal die finalen Fotos an. Guckt Sie euch genau an. Schaut euch die Lichtsetzung und vor allem die Charakteristik des Lichts an. Wie sehen Schatten aus, wie aggressiv sind die Lichter, wie dunkel sind die Schatten, wie ist der Verlauf von Hell zu Dunkel??

TECHNICAL Vergleich Fotos
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TECHNICAL Vergleich Fotos
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Ich bin immer wieder erstaunt wie tolle Fotos mit Aufsteckblitzen möglich sind. Mit einem einzigen Blitz um genau zu sein… So sieht das Fotosetup zu den Fotos oben aus. Wir haben einen silbernen Reflexschirm verwendet. Quenox Parabol-Reflektor 215 cm* den es bei www.enjoyyourcamera.com (*SHOPLINK) gibt. 69 € steht da erstmal auf unserer Liste.

Zu dem Parabol-Reflektor muss man ein ehrliches Wort sagen. Es ist kein Parabol-Reflektor. Parabol ist nämlich eine ganz andere Form und wenn man die Form des Schirms mit dem des echten Paras vergleicht, dann sieht man, dass der Schirm viel zu offen ist. Im Endeffekt sollte das Ding QUENOX GIGANTISCHER REFLEXSCHIRM heißen.

(ACHTUNG: Wir sprechen vom silbernen Schirm und nicht vom weißen Schirm. Bei der weißen, matten Beschichtung ist alles egal :-))

TECHNICAL Vergleich Fotos

Der Schirm ist gignatisch groß. 215cm ist echt riesig. Das große AHA kommt aber erst, wenn wir ins Innere des Schirms gucken. Da sehen wir nämlich ein besonderes Konstrukt.

Welche Kriterien wissen wir vom dem originalen Para88?

  • hochreflektierende Beschichtung
  • absolut mittige Zentrierung der Lichtquelle im Schirm
  • verschiebbare Position der Lichtquelle (Fokussierung)

TECHNICAL Vergleich Fotos

Wir wissen alle, dass wenn wir einen Aufsteckblitz auf einen Schirmneiger stecken, dann befindet sich der Blitz 19-15cm über der Achse des Schirms. Also mit einem normalen Schirmneiger, dicken Auslöser drauf und dann den Blitz erreichen wir unser Para-Ziel nicht!

Ein Ringblitz wäre die Lösung… und bei den großen Parabolschirmen von Broncolor ist das auch der Fall. Dort wird ein Ringblitz im Para genutzt.

Ein Ringblitzvorsatz befindet sich an einem Aufsteckblitz am Stativ und zwar so, dass der Schirm direkt durch den Ring geht. Der Aufsatz ist ein relativ teurer Vorsatz von Orbis*. Das Teil ist teuer, eigentlich viel zu teuer aber ich kennen kaum einen anderen Vorsatz der das Licht so gleichmäßig über den Ring verteilt. 200 € schlagen schon echt fett ins Budget!!!

TECHNICAL Vergleich Fotos

Aber warum haben wir das gemacht?  Der Schirm ist sehr hochreflektierend und wenn wir schräg in den Schirm blitzen, dann tritt das Licht eben schräg wieder aus. Der Schirm ist echt kritisch und fast wie ein Spiegel. Das Licht muss wirklich super sauber geführt werden und wenn wir einen Aufsteckblitz einfach oben drauf setzen, dann wird das meiste Licht in den Boden geworfen. Probiert es doch mal aus!

TECHNICAL Vergleich Fotos

Wir haben aber nicht nur das Problem, dass der Blitz oben abseits der Lichtachse des Schirms sitzen würde sondern zusätzlich auch noch, dass der Schirm so schwer ist, dass sich die Mittelstrebe biegt. Dadurch verschiebt sich alles weg vom Blitz. Im Diagramm oben sehen wir, wie schräg das Licht auf der Achse sitzen würde.

TECHNICAL Vergleich Fotos

Wenn wir uns jetzt mal den Ringblitz im Schirm bei einer aktiven Testauslösung ansehen, dann sehen wir die Perfektion dieser Ausleuchtung. Wir haben einen inneren Helligkeitsspot und dazu noch eine dezente Aufhellung durch die äußeren Streben. Für uns ist besonders wichtig, dass das Licht absolut symmetrisch ist und direkt in der Mitte hängt. Würde der Spot verschoben sein, leicht seitlich oder versetzt, dann würde das Licht auch nicht mehr sauber nach vorne aus dem Schirm heraus kommen sondern eben schräg.

TECHNICAL Vergleich Fotos

Zum Blitzen haben wir einen Yongnuo YN-568* verwendet. Aber da hätten wir genauso gut einen günstigeren Yongnuo YN-560II* nehmen können. Im Endeffekt haben wir nur auf 1/8 Leistung geblitzt. Macht also weitere 70 € auf der Liste (200 € im Bonzenfall!).

TECHNICAL Vergleich Fotos

Übrigens habe ich bei Facebook die Tage gelesen, dass da nicht mehr viel Bums rauskommen würde. Das ist FALSCH! Wir sind gerade bei f5.6 bei ISO200 und das bei 1/8 Leistung. Wir haben also noch 3 Blenden an Blitzpotential. Wir könnten also hoch bis auf f16 bei ISO200 und im Beispiel oben sind wir nicht einmal nahe dran. Der Abstand ist ca. 2-3 Meter und damit sogar tauglich für Ganzkörperaufnahmen. Also behaltet das im Hinterkopf. Mit dem Schirm würde man sogar gegen die Sonne ankommen und zwar völlig problemlos! f11 bei ISO100 :-) WOW!

Ausgelöst wurde der Blitz sehr OLD-SCHOOL mit dem Yongnuo RF-602*, wir brauchten ja nur das manuelle Auslösen des Blitzes auf einer voreingestellten Leistung. KAJING… 40 € auf unsere Ausgabenliste!

Ein wichtiges Detail ist aber auch das Galgenstativ Combi HD* (€€€€€€€€€€€… :-( mal wieder 170 €!) . Wir haben ein Stahlstativ genutzt. Die Belastung ist ziemlich asymmetrisch und ein kleines, leichtes Stativ würde da sofort umfallen. Vergesst nicht, dass sogar der Blitz seitlich am Stativ hängt und damit das Stativ eigentlich schräg weg zieht.

TECHNICAL Vergleich Fotos

Der Para88 ist deshalb auch so besonders, weil der Blitz auf der Achse im Schirm verschoben werden kann. Damit kann man das Licht fokussieren. Die Frage ist jetzt also wie unser Konstrukt funktioniert und ob das hier auch klappt??? Und ich denke da lassen wir einfach Bilder sprechen, denn wir haben den Test gemacht!

TECHNICAL Vergleich Fotos

Hier kommen zwei Vergleichsbilder direkt aus Lightroom. Schaut euch den extremen Unterschied an! Auf der linken Seite ist der Schirm sehr weit weg und wird damit fast komplett gefüllt. Auf der rechten Seite ist der Blitz sehr weit in den Blitz geschoben. Dadurch wird eigentlich nur der innere Bereich des Schirms beblitzt und das Licht fungiert komplett anders. Aggressiver!

TECHNICAL Vergleich Fotos
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Hättet ihr gedacht, dass der Unterschied so extrem ist? 40cm verschieben des Schirms??? Ehrlich!!! Ich bin selbst beim Schreiben des Beitrages noch total erstaunt. So extrem und da spricht das ungephotoshopte RAW… KRAAASS!

Nochmals zur Klarstellung. Wir selbst haben keinen Para88 und mit solchen Videostrecken über ziemlich teure und gleichfalls fett geniale Ausrüstung wollen wir euch die Möglichkeiten geben von Dingen zu lernen, die man sonst so nicht sieht, die man evtl. anders nicht erklärt wird.

So an alle Nörgler und Sparer da draußen. Wir machen solche Videos nicht zum Angeben oder um zu zeigen wie cool wir sind, weil wir uns so einen Parabolschirm ausleihen können. Wir machen es, weil wir aus dem Wissen aus solchen Videos unglaublich viel lernen können und dieses Gelernte dann auch mit weniger Ausrüstung perfekt einsetzen können. Es geht in der Fotografie nicht darum, wer den Längsten, Dicksten und Teuersten hat. Sondern im Endeffekt zählt das Wissen wie man was einsetzt.

Ich hoffe ihr bastelt euch den Schrim alle nach… das Licht ist nur noch geil… wenn auch alles etwas wackelig :-) SEEEHR WACKELIG! Aber das Bild und das Licht spricht eben für sich selbst… ABER ACHTUNG: Liebe Aufsteckblitzer… bedenkt bitte auch mal den Kostenfaktor. Wir haben für dieses eine Licht insgesamt ca. 900 € ausgegeben. Schirm, Lite-Tite Schirmneiger 026*, Superclamp 035*, Auslöser, Blitz, Ringblitzvorsatz, Stativ… klar, vieles kann man auch so verwenden oder hat man sowieso aber jetzt sehr ihr den Para vielleicht mit etwas anderen Augen… Das Licht oben ist nicht LOW BUDGET… ein Blitz und ein Schirm wäre definitiv günstiger aber eben niemals so perfekt schön. Und genau darum geht es auch beim Para88. Es geht günstiger aber es sieht eben auch nicht so aus.

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Lieben Gruß

Martin

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VIDEO-TECHNICAL-29: TAMRON 24-70MM 2.8 VC IM PRAXISTEST

18 November 2012

Heute geht es nach 2 Monaten in der Praxis um das 24-70mm Objektiv von Tamron. Endlich ein 24-70 mit Blende 2.8 UND Bildstabilisator. Die Frage aber, taugt das was? Einfach das Video angucken!

ACHTUNG: UNSER YOUTUBE-LEHRVIDEO-CHANNEL / ITUNES PODCAST / LR HD ITUNES PODCAST

 Und hier nochmals der direkte und aktuelle Preisvergleich bei Amazon. Vom 24-70 Mark II, über Nikon bis hin zum Tamron! Ich denke der Preis spricht mehr als nur für sich…

Canon EF 24-70mm f/2.8L II USM* //

Canon EF 24-70mm 1:2.8L USM* //

Nikon AF-S Zoom-Nikkor 24-70mm 1:2,8G ED* //

Tamron Weitwinkelobjektiv 24-70mm F/2,8 VC USD*

So, und damit man noch die Fotos begutachten kann, dann hier sind sie in JPGs. Bitte im Hinterkopf behalten. 1/15s aus der Hand mit einem sich bewegenden Modell. Egal wie die Kamera rauscht, das kann man sowieso nicht bei JPGs in Webansicht beurteilen, ob scharf oder unscharf, das kann man selbst in klein sehen. Denn normalerweise sehen 1/15s komplett anders aus! Matschig und verschmiert…

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TECHNICAL-23/3: YONGNUO YN622 TTL // SUPERSYNC // TEIL 2

1 November 2012

So, jetzt gibt es schon 3 Teile zum YN622* (SHOPLINK) und ja liebe Blogleser. Das Teil ist goilomat… :-) 65 € inkl. Märchensteuer für einen nahezu perfekten Auslöser der alles kan. Von Kamera auslösen, Blitz, ETTL, Supersync… :-) Eierlegende Wollmilchsau. Ich denke zu dem Preis gibt es zur Zeit keine Konkurrenz für alle Canon-Fotografen.

Zum YN622* (SHOPLINK) gibt es bereits:
TECHNICAL-23/1: YONGNUO YN622 TTL FUNKTRANSCIEVER
TECHNICAL-23/2: YONGNUO YN622 TTL // PRAXISBEISPIEL
TECHNICAL-23/3: YONGNUO YN622 TTL // SUPERSYNC // TEIL 1

Für diesen Beitrag heute ist der wichtigste Verständnisteil bereits gestern erklärt worden. Es handelt sich um die Grundfunktionsweisen hinter dem SuperSync aus dem Beitrag 23/3 Teil 1 (Link ist oben!). Nachdem wir nun also wissen warum diese Sache von so vielen Elementen bis aufs kleinste Detail abhängt, so können wir uns nun mit der Testreihe beschäftigen.

Angefangen hat die Sache mit dem SuperSync ja ursprünglich mit einem einfachen Nikon-Aufsteckblitz (unseres Wissens, bitte niemand soll sich auf den Schlipps getreten fühlen! Ist ja auch schnuppe wers erfunden hat, wir kennen das eben von Nikon her.). Dabei wurde mit dem Aufsteckblitz direkt auf die Fotozelle des Generators geblitzt und dabei dann entsprechend des ersten Beitrages zum SuperSync zu Auslösung begonnen.


Die Besonderheit mit den Yongnuo ist eben, dass die Auslöser über die PC-Buchse am Auslöser das Signal schon entsprechend des Vorblitzes ausgeben. Herkömmliche Funkauslöser bekommen von der Kamera das Signal über den Mittenkontakt erst, wenn die Kamera bereit ist. Dann ist es aber für den SuperSync schon viel zu spät.

Warum sollte man auch ein Signal zum Blitzen ausgeben, wenn die Kamera noch gar nicht fertig ist. Ich habe keine Ahnung wie, aber der YN622* (SHOPLINK) gibt das Signal aus, als ob ich mit dem Aufsteckblitz in die Fotozelle blitzen würde.


Was haben wir also gemacht für euch… wir haben einen Testlauf gemacht. So viele unterschiedliche Blitze und Kameras wie möglich gesucht und damit losfotografiert.

Von der EOS 60D* bis hin zur 1D Mark IV*, vom Studioblitz bis hin zum Mobilgenerator. Von günstig bis teuer…


Hier der Testaufbau. Es wurde immer ein Blitz mit einer Beautydish hochfrontal über der Kamera gezündet. Der Blitz befand sich in genau 2m Entfernung und hat möglichst frontal und rechtwinklig auf den grauen Hintergrund geblitzt.

  • Grau um den Helligkeitsverlust überprüfen zu können
  • eine Dish deshalb, weil die Dish ein relativ Licht fressender Former ist
  • 2m weil es die kürzeste Distanz ist, mit der man einen kompletten Menschen von Kopf bis Fuss einigermaßen gleichmäßig ausleuchten kann.
  • Hochfrontal damit der Blitz selbst durch einen schrägen Winkel keinen Verlauf erzeugt sondern plan und einheitlich die Belichtungsfläche füllt.

Genutzt haben wir immer ein Sigma 85 mm F1,4* welches im Idealfall bis 1.4 runter gefahren wurde.

Unser Testaufbau hatte zum Ziel mit verschiedenen Blitz/Kamera-Kombinationen herauszufinden:

  1. Wie gut funktioniert der Blitz zur Nutzung unter Super-Sync?
  2. Wie hoch ist der Leistungsabfall im Bild (Helligkeitsverlauf)
  3. Wie hoch ist der generelle Blitzleistungsverlust zur Belichtung

Daher haben wir erst mit dem Belichtungsmesser die Leistung ohne Super-Sync herausgefunden. Und dann langsam die Blende geöffnet und dabei die Zeit entsprechend verkürzt.

Haben wir z.B. angefangen bei f11 und 1/250s kam danach f8 bei 1/500s danach f5.6 bei 1/1000s.

Hat dann im Endeffekt die Leistung nicht ausgereicht haben wir die ISO als zweiten Schritt angepasst um zu schauen wieviel Leistung im Vergleich zum Einsatz eines Graufilters verschenkt wird.

Und dann haben wir ca. 500 Bilder gemacht. 3 Anläufe haben wir gebraucht um alles korrekt zu bekommen. Im Endeffekt mussten wir alles immer weiter runter reduzieren. Es gab Blitze und Kombinationen bei denen wir am Anfang sofort erkannt hatten, dass es eben nicht funktioniert. Hier nun ein Teil des Lightroom-Imports danach… :-)

Viele Kreuze und viele viele Bilder zum Vergleichen. Jetzt wisst ihr hoffentlich auch was das für eine Arbeit war… und erst die Auswertung danach :-) Aber wie gesagt, oft konnte man wenigstens auf dem Display der Kamera erkennen, dass ein Blitz eigentlich nicht wirklich zur Debatte stand und konnte dann direkt die Sache auch sein lassen. Das sah dann auf dem Display hinten so aus :-)

Hier sieht man auch mal einen Teil der Blitze die wir getestet haben… :-)

Von klein bis groß war alles dabei… aber dazu gleich noch später mehr.

Im Endeffekt haben wir also hunderte von Testfotos gemacht. Aufgebaut und abgebaut und wieder aufgebaut. Es ist also an der Zeit direkt zu den Ergebnissen zu kommen. Schauen wir uns mal ein Negativbeispiel an.

Bereits bei 1/800s hatte ein Blitz bei ISo200 einen starken Helligkeitsverlauf über das Bild. Um den Helligkeitsverlauf weiter zu messen haben wir die RAW-Datei in Lightroom geöffnet und dann einen Verlauf entgegen des Verlaufs im Bild gelegt und damit die Belichtung erhöht.

Anhand der Änderung im Verlaufsfilter konnten wir direkt ablesen wie viel Verlauf der jeweilige Blitz auf dem Bild erzeugt hat. Anbei mal ein Screenshot bei dem ganze 2,8 Blenden von oben nach unten notwendig waren um den Verlauf auszugleichen. SO GEHTS NICHT IN DER PRAXIS! Da bringt Super-Sync garnix!

Dann gab es aber auch positive Beispiele. Wie z.B. auf dem Screen der 60D zu erkennen ist. Hier betrug der Verlauf gerade mal 1,5 Blenden. Das ist “ok”. Nicht perfekt aber OK…

So, also was haben wir festgestellt. Wir können hier eigentlich kaum was schreiben was selbst gleiche Modelle unterschiedlicher Fabrikation unterschiedliche Ergebnisse erzeugen können. Wir haben vier Canon 60D Kameras und jede hatte ein etwas anderes Ergebnis. Also müssen wir die Ergebnisse für euch verwertbar erklären. Was haben wir also herausgefunden was euch was bringt… VIEL: :-)

  1. Vollformatkameras sind aufgrund des größeren Sensors weniger gut wie APS-C Kameras.
  2. Je billiger der Blitz umso besser klappt es!
  3. Beträgt der Verlauf mehr als 1,5 kann man die Sache knicken!
  4. Zeiten bis 1/500 oder 1/800 sind fast immer problemlos möglich, egal welches System und welche Kamera (STICHWORT: FAST!!!!)
So und jetzt mal konkreter… zu den Kameras
  • Die 60D hat besser abgeschnitten als die 5D Mark II oder 5D Mark III. Deutlich!
  • Die 1D Mark IV hat komischerweise sehr schlecht funktioniert. Weiß der liebe Herrgott warum…
  • Insgesamt funktioniert Canon schlechter als mit der Nikon über den Aufsteckblitz direkt die Fotozelle zu zünden.
Und zu den Blitzen…
  • Priolites haben abgekackt… beide, sowohl der Studio- als auch der Akkublitz.
  • Broncolor hat sich nur gerettet über die Power. Der Gesamtverlust war so stark, dass nur die schiere Kraft das Ergebnis gerettet hat. Die Blitze sind so schnell, dass die meiste Energie einfach vorher schon verpufft.
  • Beim Elinchrom Ranger hat es relativ gut funktioniert. Wer hier die A-Köpfe hat, der hat viel Geld für die schlechtere Variante ausgegeben. Die normalen S-Köpfe arbeiten besser im Super-Sync.
  • Der Ranger Quadra hat komischerweise schlechte Ergebnisse geliefert. Es wird wohl zum Aufhellen taugen… aber das wars auch schon… Vielleicht liegt es an unseren Kameras oder sonst was. Ich kenne nämlich auch andere Fotografen bei denen klappt es deutlich besser. Trotzdem unser Fazit: Ranger Q und Speed-Köpfe… NIX GUT!
  • Walimex-Studioblitze!!! :-) PERFEKT!!! Die Dinger sind so lahm, da freut sich jeder Kamera im Super-Sync! Klappt prima!
  • Schätzungsweise: Alle anderen Chinablitze sollten auch super klappen! :-)
  • Die normalen Blitze von Elinchrom haben leider extremen Lichtverlust gehabt. Der Lichtabfall im Bild war nicht so besonders. Schätzungsweise aufgrund der Geschwindigkeit wie beim Broncolor-Generator wurde die meiste Energie sicherlich ins Nichts gefeuert…
Aber eine Besonderheit gab es auch noch. Denn wir haben den FLII500 von Jinbeii (*SHOPLINK) auch noch am Super-Sync getestet und was sollen wir sagen.
FAZIT: Weder großer Energieverlust noch ein wirklich sichtbarer Verlauf… :-) Und das für einen mobilen 500Ws Blitz! Wow, das wird die neue Traumkombo für uns. FLII500 (*SHOPLINK) und YN622* (SHOPLINK) und damit 1/8000 syncen ohne Lichtverlust. Haltet euch fest wenn ihr hört, was genau da raus kommt…

So sieht die Datei direkt aus der Kamera aus… Bei ISO100, 1/8000 und f1.4! Ja, ihr lest richtig. Maximalwerte! Ihr werdet aber erst umfallen wenn ihr hört, dass wir auf den Blitz sogar in der Leistung runter drehen mussten.

Auch hier haben wir wieder die Dish in 2m Entfernung aufgebaut. Das Bild war absolut überbelichtet…

Wir mussten den Generator von 500Ws = 5.0 auf dem Display auf 3.0 = 125Ws runter fahren. Ja, ihr lest richtig! 125Ws haben ausgereicht für 2m ISO100 bei f1.4 und 1/8000s. :-)

Bei 4m Entfernung mit einer Dish hatten wir auf voller Leistung dann das identische Ergebnis. Und ich bin immer noch platt. Das bedeutet nämlich, dass man selbst mit extrem großen Softboxen aus 2-3m Entfernung das Bild komplett belichten kann. Und zwar problemlos!

Und immer im Hinterkopf behalten. Die Dish ist ein wahrer Lichtvergeuder über die indirekte Bauart mit der Innenscheibe in der Dish.

Hier nochmals zum Beweis das Bild auf dem Kameradisplay fotografiert…

Und wir haben den Test in LR4 gemacht und siehe da,  der Verlauf ist ca. 1 Blende über das komplette Bild!

Und für alle die es nicht glauben gibt es hier die RAW-Datei zum Download. Dann dürft ihr mal selbst gucken!

DOWNLOAD!
TECHNICAL Vergleich Fotos

 

FAZIT: Also wir können euch nix garantieren. Niemand kann das. Ihr müsst es im Endeffekt ausprobieren mit eurer Kamera-Blitz Kombination… nur so findet ihr heraus was geht und was nicht… :-( Sorry, jetzt wisst ihr aber hoffentlich wenigstens was dahinter steckt. War dann heute mal ein Beitrag zum Thema… PROBIEREN GEHT ÜBER STUDIEREN.

Im Endeffekt steckt ein unglaubliches Potential im Super-Sync und den YN622* (SHOPLINK). Bildgestaltung und Ausleuchtungen sich auf und was früher nur mit unglaublichem Aufwand möglich ist, das ist plötzlich mit einem Blitz für 420 € und einem Auslösepaar für 130 € möglich… WOW!

Übrigens ist uns beim Test eine PC-Buchse kaputt gegangen. Ich denke sooooo schlimm war der Zug auf dem Kabel nicht aber es ist trotzdem abgebrochen. Sicherlich ist die PC-Buchse eine Schwachstelle des YB622. Ich rate allen Nutzern am Empfänger die PC-Buchse mit samt dem Stecker/Kabel mit einem großen Klebestreifen zu sichern und irgendwie einen möglichen Zug vorab schon zu entlasten.

LG Martin & Marc

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