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PEOPLE-PHOTOGRAPHY AT NIGHT – HIGHLIGHTS

1 März 2010

Heute dreht es sich um ein sehr kleines aber umso wichtigeres MINI-THEMA in der Nachtfotografie. “Highlights” und damit meine ich sprichwörtlich die Highlights. Ich werde diesen Post bewusst ganz ganz kurz und knackig halten und lieber ein paar Fotos sprechen lassen. Die Kernaussage lautet:

AUSGEBRANNTE LICHTER MACHEN NACHTFOTOS INTERESSANT!!

Es geht darum, dass in der Nachtfotografie zwangsweise eher mit offeneren Blenden gearbeitet wird. Und genau diese offenen Blenden sorgen dafür, dass der Hintergrund oftmals eine einzige Matsche wird. Man erkennt nur noch an der Färbung und vor allem am dunklen Himmel, dass es sich um ein Nachtfoto handelt. Und genau dieser Brei im Hintergrund kann nur durch eine Sache durchbrochen werden. Helle Lichtquellen, direkt in die Kamera und das Objektiv gerichtet. Dominierende Effekte im Hintergrund sozusagen. Dabei geht es weniger um die Lichteffekte auf dem Modell als viel mehr das Strahlen der Lichtquelle.

Ein Lichtpunkt kommt nämlich trotz Unschärfe durch den Hintergrund hindurch. Probiert es und fotografiert eine starke Lichtquelle in der Unschärfe und in der Schärfe. Natürlich sieht die Quelle an sich etwas anders aus, aber der helle Lichtpunkt auf dem Foto bleibt bestehen. Kurzum: Durch direkte Lichtquellen im Foto vermittelt man Tiefe, Dynamik, Spannung und Räumlichkeit. Es macht das Foto erst zu einer wirkliche atmosphärischen Stimmungsfotografie.

Extrem wichtig ist dieses Hintergrundwissen. Achtet also absofort darauf! Lichtquellen müssen gezielt ins Foto eingebaut werden. Um zu zeigen wie wichtig und ausschlaggebend diese Lichtpunkte sind, gibt es hier mal so ein halbes Dutzend Beispiele. Stellt euch doch mal das Foto ohne die entsprechenden Lichtquellen im Hintergrund vor.

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Die nachfolgenden zwei Fotos sind mit künstlichen Flares aus PHOTOSHOP versehen. Aber es läuft auf die selbe Thematik heraus. Es geht um die Lichter, die das Bild mit Tiefe und Räumlichkeit versehen.

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Langsam wird es auch wieder wärmer und es ist Zeit, mal nachts rauszugehen und Fotos zu machen!!! Viel Spaß!

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LIGHTING-5: REFLEXIONEN

14 Februar 2010

Schöne Hintergründe haben immer einen Haken und meistens ist dieser Haken, dass sie mehr oder minder reflektierende Flächen beinhalten. Und als Fotografen wissen wir ja… VORSICHT bei spiegelnden Oberflächen. Dass etwas für die Kamera “spiegelt” muss aber nicht zwangweise mit sich bringen, dass es sich auch um einen “Spiegel” im klassischen Sinne handelt. Oftmals genügt, wenn die Oberfläche glänzend oder schimmernd ist.
Denn jede glänzende, lackierte oder sonst strahlende Oberfläche wirft dann am Ort des Geringsten Winkels das Licht mehr oder minder zurück in Richtung der Kamera. Wir bekommen oft einen hell glänzenden Fleck auf dem Hintergrund. Dazu aber gleich mehr und jetzt erstmal zurück zum Thema “Hintergründe”. Überlegen wir doch mal, wie viele Gegenstände um uns herum “glänzend” sind. Ob das nun eine lackierte Schrankwand ist, ein lackiertes Stück Holz, Tapeten oder neumodische Hyperglanz-Style-Wohndings-Bums-Teile.

Und genau darum geht es heute. Was machen wir mit spiegelnden, lackierten Oberflächen im Hintergrund. Und dazu haben wir uns ein Extrembeispiel genommen. Eine glitzernde, goldlackierte Wand als kompletten Hintergrund (siehe Foto!!!)

Setup HOW TO Tutorial Photo

Und wenn wir genau auf das Foto schauen, dann sehen wir schon den oben beschriebenen Glanzeffekt. Im Zentrum der kleinsten Reflexionswinkel strahlt unser Hintergrund. Im Falle des Fotos oben ist die Lichtquelle das Fenster und die Winkel zum Einfall in die Kamera sind oben in der linken Ecke des Hintergrundes am Geringsten. Daher ist dort der Hintergrund fast komplett ausgebrannt. Wir haben hier also schon das Beispiel einer seitlichen Lichtquelle.

Und da wären wir schon beim ersten Lernpunkt des heutigen Postes. Man kann schon durch die Beobachtung der Umgebung und des vorhandenen Lichts viele viele Schlüsse auf Licht ziehen.

Des Rätsels Lösung für viele “reflektierende” Probleme ist dabei, dass man nicht versucht die Reflektion zu beseitigen, sondern diese passend ins Bild einbaut. Und genau das haben wir hier in einer extremen Art und Weise gemacht. Schaut euch das Foto an und guckt direkt auf die Reflexionen im Hintergrund.

Diese wurden genau horizontal über das Bild gezogen, hinter der Schulter des Modells und nehmen nach oben und unten hin ab.

TECHNICAL Vergleich Fotos
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Was das für unser Licht bedeutet ist klar… wir haben mit einer länglichen Lichtquelle fotografiert und da sich die Reflexionen genau hinter dem Modell befinden, bedeutet das auch im Umkehrschluss, dass die Lichtquelle hinter der Kamera zu finden war. Und genau so war es auch.

Setup HOW TO Tutorial PhotoSetup HOW TO Tutorial Photo

Die Lichtquelle, eine längliche Softbox (Strip) quer gelegt, war genau hinter der Kamera. Auf der Skizze oben sieht man, dass je weiter man sich vom rechten Winkel des Auftreffens auf den Hintergrund entfernt, die Strahlen nach außen aus dem Foto reflektiert werden. Und genau daher kommt auch der Abfall an Leistung an den Rändern. Der Hintergrund wird dunkel und dunkel und dunkel nach außen hin!

N.B.: Reflexionen die nicht vermieden werden können, werden einfach direkt und gesteuert ins Bild integriert.

Nur ganz umständlich hätten wir bei diesem Foto die Reflexionen vermeiden können, dann aber mit einem exorbitanten Aufwand an Lichtsetzung, Abschatten etc…

Eine Lösung, und die wollen wir hier auch noch kurz ansprechen, wäre natürlich die Erhöhung des Winkels zur Lichtquelle. Damit hätten wir denn den Weg bestritten, die gesamten Reflexionen aus dem Bild zu befördern. Dafür hätten wir ein extrem hohes oder seitliches Führungslicht genutzt und hätten dann aber das Motiv niemals so sichtbar und so schattenlos ausleuchten können. Zudem wäre es in unserem Falle bei einer Deckenhöhe von knapp 2,15m gar nicht erst gegangen.

Ich denke das Beispiel einer golden gestrichenen Wand als extremes Beispiel für den Inhalt dieses Postes ist perfekt und die Message kommt rüber. Der Kampf gegen Windmühlen ist auch in der Fotografie ein großes Problem und oftmals macht man sich das Leben schwerer als es ist…

Setup HOW TO Tutorial Photo

Fotografiert haben wir dieses Foto übrigens mit einer 5D mit 50mm 1.8 I bei f8 und ISO100. Belichtungszeit bei der 5D natürlich bei 1/160s. Das 50er ist ein tolles Objektiv und das für den Preis um die 100€.

Absofort also keine Sorge vor solchen Hintergründen… alles easy!

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VIDEO-TECHNICAL-6: Flash2Softbox TEIL 2

6 Februar 2010

Endlich der langerwartete Beitrag in Videoform zum Flash2Softbox-Beitrag. Passend zum Winter auch die Location…

Der Originalbeitrag ist HIER zu finden!

Hier gibt es schon einmal die finalen Fotos, gemacht allein mit dem Flash2Softbox-System.

TECHNICAL Vergleich Fotos
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TECHNICAL Vergleich Fotos
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TECHNICAL Vergleich Fotos
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Jetzt aber direkt zum Video…

Teil1:

Teil2

Zum Thema lässt sich noch Folgendes zusammenfassen. Nein, Flash2Softbox ist keine Lösung um große Akkugeneratoren zu ersetzen. Dazu hängt die Lösung zu sehr an der beschränkten Leistung der Aufsteckblitze fest. Wir wollen aber trotzdem ganz direkt und ehrlich sagen, dass es ein prima System ist, die Vorteile der Studiolichtführung (Barndoors, Farbfolien, Waben und Softboxen) an den Aufsteckblitz zu bringen.

Für uns gibt es nur zwei Einsatzmöglichkeiten. 1) nehmen wir nur eine Box mit, sonst nix und steuern über die Automatik den Blitz an. Schnell, ohne Aufwand und verdammt flexibel. Oder wir nehmen das volle Lichtprogramm mit, dann aber immernoch in einer Tasche und mit wenig Gewicht. 3-4 Lichtqullen und alle Lichtformer. Schlechter als unsere Ranger oder Studioblitze aber auch nur 5% des Gewichts :-).

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LIGHTING-4: BEAUTY DISH

27 Januar 2010

Heute geht es rund mit einem kleinen Beitrag zum Thema Licht und “LIGHTING SCIENCE” hier im Blog. Lichtsetzung ist oftmals ein Einsatz von kleinsten Details. Und genau um ein solches Detail der Lichtführung geht es heute. Wir werden den Schatten lüften, warum “Beauty Dishes” eigentlich so beliebt sind. Natürlich, der sonstige Vorteil liegt auf der Hand.

-> Leicht, stabil, fast unkaputtbar und viel weniger anfällig gegenüber Wind wenn man damit ON LOCATION arbeitet.

Aber der eigentlich Verwendungsgrund für einen Fotografen wird damit nicht getroffen. Als Fotograf nutzt man das Licht, welches einen spezifischen Effekt für das zu machende Foto erzeugt. Es geht darum, dass man so arbeitet, als dass man nur ein spezifischen Licht einsetzt, um einen spezifischen Zweck zu erfüllen. Irgendeine Lichtquelle geht dabei eben gerade nicht. Das entspräche dann mehr einem “Herumfotografieren” oder einem “Geknipse”. Und da man niemals irgendetwas zu pauschal formulieren kann, muss man diese Aussage auch gleich wieder teilweise zurücknehmen. Denn es gibt in der Tat Fotos, bei denen die verwendete Lichtquelle sekundär ist.

Trotzdem, heute es geht es darum, was eine BeautyDish als Lichteffekt anzustellen vermag. Neben den oben genannten Vorteilen.

Schauen wir uns zuerst ein Foto an. Dieses Foto wurde mit einer BeautyDish von Hensel gemacht. Und auf diesem Foto sieht man deutlich die Charakteristik dieser Silberschüssel.

TECHNICAL Vergleich Fotos
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Hier der kurze Beweis mit welchem Lichtformer das Foto gemacht wurde.

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Denn wenn wir jetzt einmal auf den Schattenwurf am Arm des Modells schauen, dann sehen wir eine ganz besondere Charakteristik. Einen doppelten Schattenverlauf. Es gibt zwei Schatten.

1. Einen harten “KERNSCHATTEN” und außerhalb gibt es einen…

2. …weich verlaufenden Außenschatten.

TECHNICAL Vergleich Fotos
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Um zu erkennen woher dieses Resultat kommt, müssen wir einen Blick auf die BeautyDish an sich werfen. Wie ist diese konstruiert und wie gebaut? Auf dem Foto unten sehen wir deutlich, dass wir eine Schüssel haben, mit einer kleinen Schüssel in der Mitte. Die Schüssel in der Mitte leitet das Licht nach außen ab. Es gibt daher kein direktes Licht, keine direkte Sichtlinie zwischen Modell und Blitzröhre. Zudem nimmt die Ausleuchtungsstärke der Schüssel nach außen hin kontinuierlich ab.

SKIZZE HOW TO Tutorial Photo

Die oben gezeigte Charakteristik gibt es so nur bei einer guten Dish. Denn die beiden Verläufe kommen von der spezifischen Konstruktion der Schüssel. Wir haben ein inneres Kernlicht und den Verlauf innerhalb der äußeren Schüsselwanne. Das Licht wird um die innere Schüssel gebündelt und nach außen gibt es nur einen sanften Verlauf. Und genau dies spiegelt sich auch im Schattenwurf wieder. Der Schatten ist eine 1:1 Kopie des Verlaufs innerhalb der Dish.

SKIZZE HOW TO Tutorial Photo

Wenn wir an dieser Stelle nun die Entstehung des Lichtes besprochen haben, gilt es noch die Vorzüge und Gründe zu erörtern. Warum brauchen wir diesen Verlauf, warum diese Charakteristik? Die Antwort ist wiedermals simpel, wenn man sie kennt :-)… Trotzdem sind die Vorzüge wenig bekannt. Oftmals heißt es bloß, dass sie ein tolles Licht macht, oder aber man sieht den Einsatz bei anderen Fotografen “und muss es auch haben”. Es gibt sie aber, die unverkennbaren Vorzüge. Und die werden wir jetzt kurz in knapper Form auflisten. Und damit wären wir auch schon am Ende dieses hoffentlich prägnanten Posts.

  • Die Dish vereint hartes und weiches Licht.
  • Durch den harten Innenkern erzeugt die Lichtquelle zusätzliche Bildschärfe und fördert einen kontrastreichen Look.
  • Durch die doppelten Übergänge wird die Härte aber gleichzeitig wieder reduziert und mit Elementen eines weiches Lichtes vereint.
  • Die Schatten erscheinen Weich, obwohl die Gesamtcharakteristik eher hart erscheint.
  • Glanzlichter können durch den inneren Lichtkranz sehr gut entstehen.
  • Die Lichtquelle ist sehr effizient und lichtstark.
  • Das Licht ist erst auf den zweiten Blick als “hartes Licht” zu erkennen. Erst wenn man sich den Schatten im Detail anschaut.

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LIGHTING-3: HINTERGRUND EFFEKTE

25 Januar 2010

Wenn man im Studio fotografiert, dann folgt man als Fotograf immer einem schichtigen Aufbau. Und zwar geht es darum, dass man das Setup in kleine Scheibchen unterteilt. Wir können ein Foto in folgende grundlegenden Einzelteile zerlegen.

  1. Hintergrund
  2. Licht von Hinten oder von seitliche Hinten auf das Modell
  3. Das Modell an sich
  4. Licht auf das Modell von vorne (Führungslicht)
  5. Sonstige Effekte um das Modell herum oder vor dem Modell

Diese Schichten sollten wenn möglichst getrennt beleuchtet und gehandhabt werden. Dann jedenfalls können wir die Ausleuchtung eines jeden einzelnen Elementes wirklich steuern. Und in diesem Sinne werden wir uns ganz speziell die Nr.1 herauspicken und besprechen, welche Möglichkeit allein die Hintergrundausleuchtung bieten kann. Und mit diesem Post decken wir nichtmal 1% der möglichen Variationen ab. Es gibt viel viel mehr “minimalste Änderungensmöglichkeiten”.

Es geht in diesem Lighting-Post also sowohl darum, dass man mehr Blick für das Detail entwickeln sollte und wir wollen das daran zeigen, welche minimalen Unterscheidungen schon im Hintergrund möglich sind. Für viele wird dieser Post hoffentlich “banal” klingen, und wenn das so ist, dann ist das gut so. Aber trotzdem sind es keine Banalitäten. Auch wenn man es für banal hält, so kann es doch einen großen Unterschied machen, ob ich den Hintergrund rechtwinklig zum Bild oder schräg anordne. Damit ändere ich die Bildwirkung. Wenn auch nur unterschwellig, aber auf jeden Fall ändert sich etwas!

Für diesen Post haben wir ein starkes Dauerlicht genommen um gleich alle resultierende Effekte 1:1 fotografieren zu können. Für alle die es noch genauer wissen wollen was für ein “Lichtleuchtteil” auf den Fotos zu sehen ist: Wir nutzen ein Hedler HF65. Anhand des sehr starken Dauerlichts können wir jede noch so minimale Änderung sofort erkennen. Aber genug davon. Es geht in diesem Post schließlich um den Effekt und nicht in erster Linie um das Gerät.

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Anhand der Flügeltore (Klappen) und einer eingebauten Fokussierfähigkeit im Strahler können den Winkel des Ausleuchtungskegel und dessen Ränder bestimmen. Wir haben also insgesamt 2 Faktoren der Änderung des Effekts. Die Klappen steuern die Abgrenzung, der Reflektor steuert die Ausleuchtung “INNERHALB” der Grenzen der Klappen.

SETUP HOW TO Tutorial Photo
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Anhand der nachfolgenden Beispiele sehen wir die Ausleuchtung bei gleicher Klappenstellung. Wenn wir beide Fotos oben vergleichen, dann erkennen wir deutlich, dass die Ausleuchtung innerhalb des Streifens punktförmig (OBEN) bzw. eher mit einem einheitlichen rechts-links-Verlauf (UNTEN) gekennzeichnet ist. Auf dem ersten Bild erkennen wir zwar die punktförmige Spotausleuchtung, gleichzeitig aber auch die geradlinig Abschattung durch die oberen und unteren Flügeltore.

Auch wenn das obere Ergebnis nicht so bezaubernd ist, so lernen wir doch eine sehr wichtige Sache aus dem Ergebnis. Wollen wir Abschirmklappen sinnvoll einsetzen, so brauchen wir eine sehr hohe Streuung des Grundlichtes. Je einheitlicher und streuender das Licht ist, umso genauer können wir die Abgrenzung der Klappen setzen.

Hier nochmals ein direkter Vergleich der zwischen den maximal möglichen Reflektorstellungen. Jedes Foto wurde mit exakt gleicher Position der Klappen gemacht.

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Anhand dieses Thematik erkennen wir die Tatsache, dass es fast unmöglich ist, ein zu hartes Licht in zu kurzer Entfernung mit harten Schatten abzuschatten. Es erfolgt ein Spoteffekt oder aber die Abschirmung hat kaum Erfolg. Dagegen wird ein sehr streuendes Licht viel besser von Klappen und Abschirmklappen, Abschattern oder sonstigen “Barrieren” geformt.

Kommen wir also direkt zu einem weiteren Aspekt der Manipulation. Die Drehung der Abschirmklappen. Durch die Drehung der Klappen drehen wir natürlich auch unseren Effekt. BANAL!!!! Aber was nicht banal ist, das ist die Veränderung der Bildwirkung.

Schaut mal direkt auf die drei resultierende Fotos. Dort sieht man direkt, dass die Ausrichtung des Strahls euer Foto strecken oder zusammen”stauchen” würde. Der damit verbundene Effekt kann beschrieben werden mit einer optischen Streckung.

SETUP HOW TO Tutorial Photo
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Schon wieder ein Detail, was das Foto um 180° drehen kann. Stellt euch einfach vor, dass ihr ein sehr längliches Gesicht bei eurem Modell vorfindet und ein ihr dazu noch ein länglich ausgerichtetes Hintergrundlicht setzt. Dann addieren sich diese Wirkungen und das Gesicht erscheint noch länger. Gleichzeitig kann die Gesichtsform durch die Position aber auch entsprechend “kontrolliert” werden.

Und bei der Fotografie geht es genau darum, auf solche Details zu achten.

Und hier kommt letzten Endes das finale Foto. Gemacht mit den oben beschriebenen Effekt.

TECHNICAL Vergleich Fotos
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Tja, und an dieser Stelle kommt mal wieder ein noch viel wichtiger Lerneffekt innerhalb der Fotografie. WIE MAN ES MACHT, MAN MACHT ES FALSCH! Im Nachhinein finden wir, dass wir den Effekt nicht einsetzen hätten sollen. Er wirkt für das Foto oben zu künstlich und irgendwie gefällt es uns nicht so wirklich!!! :-)… Tja, Martin und Marc, Pech gehabt…Ideen können schief gehen

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SETUP-23: “ZWIE-LICHT”-SHOOT

15 Januar 2010

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KURZFRISTIG IST EIN PLATZ BEIM WORKSHOP IN WEINHEIM FREI GEWORDEN.
MODE & WÄSCHEFOTOGRAFIE, 23. oder 24.1.2010 in WEINHEIM

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Wenn es darum geht, mit nur wenige Lichtquellen viele unterschiedliche Effekte in einem Foto zu vereinen, dann geht es darum, möglichst exakt zu arbeiten. Exaktheit ist nötig, denn Effekte werden durch minimale Veränderungen erzeugt. Sich dies einzuprägen ist der erste, bedeutsame Schritt hin zum fertigen Foto.

Schauen wir uns das fertige Foto an. Dieses Foto wurde so ausgeleuchtet (Übrigens mit der tollen Rosa auf einem unserer Workshops in München).

Workshop Vergleich Fotos
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Workshop Vergleich Fotos
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Welche Elemente haben wir auf den Fotos, durch dieses Lichtsetup verbunden? Wir können sie einfach zusammen aufzählen.

  • Das Motiv ist schön ausgeleuchtet.
  • Ein Teil des Motivs verschwindet eher im Schatten. Das Gesicht ist “zwiegespalten” durch den Schatten.
  • Wir haben eine einheitliche Hintergrundausleuchtung OHNE Motivschatten durch das Modell.
  • Wir haben Streiflichter über den gesamten Körper verteilt.
  • Die Streiflichter sind nicht überbelichtet sondern belichten die Seiten korrekt.

Wie viele Lichtquellen wurden für dieses Foto denn eingesetzt. Normalerweise würde man mit der Zahl 3 rechnen. Führungslicht, Streiflicht und Hintergrund. Allerdings ist dies nicht wahr. Hier wurden nur zwei Lichtquellen genutzt. Das Besondere an diesem Setup ist unter anderem auch, dass der Hintergrund von einer Kombination aus Führungs- und Streiflicht belichtet wurde.

Setup HOW TO Tutorial Photo

Das Führungslicht wurde mit einem großen Galgen seitlich über das Modell gebracht. Die exakte Postion wurde so gewählt, dass der Hut die halbe Seite des Kopfes abschirmte. Durch die seitliche Position wird der Schatten als direkte Konsequenz auch seitlich nach hinten geworfen. Wohin der Schatten also genau fällt, hängt neben dem Winkel des Hauptlichtes im zweiten Punkt von der Entfernung der Wand zum Modell ab. Wir haben verschiedene Denkszenarien.

  • Ist die Wand weit entfernt, dann wird der Schatten von oben seitlich nach unten seitlich hinten geworfen. Ab einer Gewissen Distanz trifft kein Schatten mehr die Wand sondern wird direkt auf den Boden geworfen. Allerdings wird als direkte Konsequenz der hohen Entfernung von Wand und Blitz die Wand auch dunkler belichtet.
  • Soll die Wand heller bestrahlt werden, so muss sie näher an das Modell. Um den Schatten auf der Wand zu vermeiden muss die Lichtquelle noch seitlicher gefahren werden oder noch höher positioniert werden. Daraus resultiert dann aber auch gleich wieder eine andere Ausleuchtung des Motivs im Gesicht und auf dem Körper. Zudem wird das Führungslicht irgendwann zu hoch und zu seitlich für ein Modeshot stehen, weil dann das Motiv nicht mehr genügend frontales Licht abbekommt und zu viel im Schatten versinkt.
  • Je näher wir die Lichtquelle an das Motiv heranfahren, umso weicher wird das Licht und dadurch auch der Schatten, aber umso dunkler wird wieder der Hintergrund, aufgrund des erhöhten Unterschieds der Entfernung von Wand zu Blitz und Blitz zu Motiv.

Des Rätsels Lösung ist ein Mittelweg. Der Schatten, man kann es auf dem Foto unter diesem Text sehen, wird halbwegs aus dem Bild geworfen. Der Schatten fängt also ungefähr hinter der linken Schulter des Modells an. Warum ist der Schatten aber dann auf dem besagten Foto unten nicht wirklich sichtbar? Der Schatten ist auf dem Foto nicht sichtbar, weil auf diesem Foto noch die zweite Lichtquelle aktiviert war.

Und genau um solche Überlegungen geht es in der Studiofotografie. Diesen Gedankengang muss man fähig sein VORHER zu gehen. Vor dem Aufbau und bei der eigentlichen Ideenfindung. Was ändert sich wenn ich das mache, was dann, was mit dieser Änderungen und worin resultiert eine solche Veränderung. Es sind Grundlagengedanken die nach wenigen mathematischen Formeln gehen. Dem Lichtverlust über die Distanz und das Grundverhalten von harten, weichen oder konzentrierten Lichtquellen z.B.

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Zurück zum Text. Es ging gerade ja darum, weshalb der Schatten auf dem Foto doch nicht zu sehen ist, dort wo er eigentlich sein müsste. Grund dafür: Die zweite Lichtquelle, unser Streiflicht für die seitliche Aufhellung des Modells, sehen wir auf dem Foto oben. Es ist eine rechteckige Softbox, die über ein Frontdiffusortuch zu einem sehr engen Striplite geformt wurde. So ca. 15cm in der Breite und über 1m in der Länge. Dieses Streiflicht erzeugt mit der Hauptlicht gleichzeitig den Effekt der Hintergrundaufhellung und der Aufhellung des Motivs im Schattenbereich.

Der Grund für diesen Effekt ist, dass das Licht so nahe an der Wand steht und damit über das streuende Licht gerade in den Bereich des Schattenwurfes der Hauptlichtquelle einwirken kann. Weg vom Schatten, hin zum Licht des Führungslichtes wirkt das Streiflicht hingegen nicht mehr, denn dort lässt dessen Leistung über die Entfernung zu stark nach. Die geringe Breite der Softbox verhindert zudem, dass das Steiflicht zu nahe an den Hintergrund kommt und dass zu viel Licht vagabundieren kann.

Wenn man ganz genau auf dieses Foto schaut, dann sieht man auch den angedeuteten Schatten unseres Modells. Er beginnt links neben dem rechten Arm des Modells. Der Kopf unseres Modells wird ungefähr auf Höhe der Schulter geworfen. Wie bereits geklärt, wird der Schatten aber über die zweite Lichtquelle “versteckt” / aufgehellt.

Workshop Vergleich Fotos
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Die große Höhe stellt dabei sicher, dass das Streiflicht auf dem Körper von Rosa gleichmäßig über den gesamten Körper bis in den Beinbereich fällt.

Setup HOW TO Tutorial Photo

So, das war es für heute. Mit diesem Setup möchte ich auch mal dafür plädieren, mehr mit dem Führungslicht zu spielen und zu variieren. Hohe Positionen, Schattenwürfe, harte Linien und starke Kontraste müssen nicht immer störend sein, wenn sie genau und präzise gesetzt werden.

BY THE WAY 1: Wenn wir über präzise Lichtsetzung sprechen, dann bedeutet dass natürlich im Umkehrschluss, dass das Modell einen festen Platz hat. Sie kann nicht einfach 10cm nach hinten oder vorne gehen. KEINE 10CM!!!!! Das sollte klar sein.

BY THE WAY 2: Auch gute Modelle sind Koffein-RED BULL-süchtig :-)…

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Fotografiert wurde dieses Foto mit dem 24-70mm 2.8 L Objektiv von Canon (*shoplink zu achatzi). Das Objektiv hatten wir schon zig mal gekauft und irgendwie jedes Mal wieder verkauft. Das Objektiv ist keine Empfehlung von uns. Marc und ich sind beide Fans des 24-105 mit f4 und IS. Gerade am Vollformat überwiegt der Vorteil der Brennweite und im Studiobereich sind die Blendenwerte nicht so entscheidend. Genauso zählt aber auch der IS im Studio weniger. Schärfentechnisch geben sich beide Objektive nicht wirklich was. Das nur als kleiner Zusatz. Ich weiß ja, dass viele Leser das Objektiv am Foto oben anhand der Geli erkennen. Daher hier nochmals der Ratschlag. KEIN DOLLES OBJEKTIV UND NICHT WIRKLICH ZU KAUFEN!!!!

Ich wünsche dann noch viel Spaß am Wochenende. Wir sind unterwegs, diesmal in der Nähe von Mannheim und werden das gesamte Wochenende mal wieder Videos für euch drehen. Haben jetzt 4 Wochen kein einziges Video regulär unter der Woche machen können, also brauchen wir mal wieder ein Wochenende nur für euch Blogleser! BYE!

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TECHNICAL-8: Canon 100mm Makro IS

8 Januar 2010

Bevor wir die Woche mit wieder einem Video ausklingen lassen, gibt es wieder etwas über unsere Fotografie”eigenheiten” zu erfahren. Ihr wolltet ja immer mehr Infos über unsere Ausrüstung, warum wir was nutzen, warum wir was haben und warum nicht. Und genau das machen wir heute weiter hier. Nach den Honl Sachen gestern, noch etwas zum Thema Ausrüstung. Der Beitrag ist schon lange in der Schublade und danach geht es wieder mit vielen vielen Setups weiter. Es geht um unser liebstes People-Objektiv. Es war einmal das 70-200 2.8, dann kam lange das 85er 1.2 und seit Erscheinen ist es das neue Canon 100mm Macro (*shoplink zu achatzi). Kostenpunkt: Nicht so viel wie ein Einfamilienhaus aber ordentliche 900 Euro!!!

CANON 100mm Macro 2.8 IS

Warum haben aber Menschenknipser ein Insektenobjektiv. Die Antwort ist simpel. Macro-Objektive können nicht nur für kleine Dinge genutzt werden. Es sind ganz einfach Objektive wie jedes andere Objektiv. Nicht genau wie jedes andere Objektiv. Es geht bei Macro-Objektiven um den Abbildungsmaßstab. Der Abbildungsmaßstab ist das Verhältnis wie eine Größe in der Realität auf dem Sensor abgebildet werden. Wie im Modellbau. Kurz und knapp… mit einem Abbildungsmaßstab von 1 zu 1 (1:1) kann ich einen cm in der Realität auf genau einen cm auf den Sensor abbilden. Bei 1:7 wäre dies so, dass ich ein Objekt von 7cm Größe auf genau einen 1cm Sensor bringen könnte. Warum 1:7???? 1:5 oder 1:6 wird oft als die Trennlinie zwischen Macro-Objektiven und normalen Objektiven genutzt. Ein “echtes” Makroobjektiv kann damit einen Maßstab von 1:1 oder 1:2 gehen. Alles was danach kommt, wird als Objektiv mit “Macrofähigkeit” betitelt.

So, jetzt hätten wir mal das geklärt. Wir wissen also jetzt, dass der einzige Unterschied zwischen “normalen” und “macro” Objektiven im extremen Abbildungsmaßstab liegt. Aber das ist natürlich wieder mal FALSCH!!! Es gibt viele Unterschiede! Natürlich ist der Abbildungsmaßstab ein wichtiger Faktor in der Portraitfotografie vor allem im extremen CloseUp Bereich. Aber wenn ihr nicht gerade die Lippen oder nur die Wimpern fotografieren wollt, dann braucht ihr bei einem Menschen niemals einen Maßstab von 1:1… NIEMALS!!!

CANON 100mm Macro 2.8 IS
CANON 100mm Macro 2.8 ISO

Die wichtigen Unterschiede liegen in der Bauart der Objektive. Ich will es möglichst untechnisch fassen. Normale Objektive werden für einen unendlichen Schärfebereich gebaut. Dadurch wird bei der Konstruktion wert darauf gelegt, dass die Schärfe durch die Stellungen der verbauten Linsen im unendlichen Bereich möglichst hoch ist. Macro-Objektive werden für den endlichen, nahen Schärfebereich gebaut. Das bedeutet, dass Macroobjektive gerade nicht die üblichen Fehldarstellungen im Nahbereich normaler Objektive unterliegen. Randunschärfen z.B. gibt es bei Macroobjektiven kaum. Und da schließt sich der Kreis. Bei der Portraitfotografie werden sehr oft wichtige Bildinhalte (z.B. Augen) an die Randbereich gelegt. Die wichtigsten Dinge dürfen also nicht in den schwächsten Bereichen des Objektivs liegen.
Und da nutzen wir einfach den Konstruktionsvorteil. Im Studio oder auch überall sonst wenn wir Menschen fotografieren, da brauchen wir schärfste Abbildung in nahen Fokusdistanzen. Wenn heutige Objektiv-Ingenieure dies wissen, dann kann man ein Objektiv danach ausrichten. Und daher kommt der Schärfe”vorsprung” gegenüber anderen Objektiven.

Die mitunter wichtigste Eigenschaft beim Fotografieren ist bei nah abbildenden Objektiven auch der Fokus. Um verlässlich mit dem Objektiv arbeiten zu können muss der Fokus schnell und präzise sein. Makroobjektiv haben oftmals das Problem, dass der Fokus nach vorne und hinten “gesucht” wird und der richtige Punkt nicht getroffen wird. Beim neuen 100er ist dieses Problem fast nicht gänzlich verschwunden… GENIAL!!!

Und hier der letzte und wichtigste Grund für uns das Objektiv zu nutzen. Die Schärfe ist einfach fantastisch. Unglaublich genial! Und um das zu beweisen gibt es hier einige Rohdaten für euch zum Download. Wir haben extra für euch realistische Ergebnisse gesucht. Das Objektiv wurde nicht besonders justiert oder ausgewählt. REALISTISCHE ERGEBNISSE… wir haben nicht das schärfste Foto aus 1000 Fotos herausgesucht, sondern wir haben ein Foto genommen, was im Durchschnitt heraus kommt. Aus der Hand fotografiert unter realistischen Bedingungen. Nicht mehr als üblich auf den Fokus geachtet. Es gibt definitiv noch schärfere Ergebnisse aber auch nicht so scharfe. Daher: Wenn wir damit arbeiten, dann kommt zu 90 % so ein Ergebnis bei rüber. Daher diese Rohdaten auch als Beispiele hier für euch im Blog.

Es handelt sich hierbei noch um Aufnahmen einer 5D Mark II mit vollen 21 Megapixel Auflösung. Auch wenn man es vielleicht nicht sofort glauben mag, aber diese Auflösung stellt nochmals andere Anforderungen an eine Optik und das 100er ist mit unserem 70-200 2.8 ohne IS das einzige Objektiv was diese Auflösung auch bei offenen Blenden verlässlich gehen kann.

Eine Rawdatei bei Blende 14 von Raoul…

CANON 100mm Macro 2.8 IS

Ca. 25MB als Canon RAW von der 5D Mark II

sabrina_fertig

Und noch eine Rohdatei von Fini bei Blende 2.8…

CANON 100mm Macro 2.8 IS

Ca. 25MB als Canon RAW von der 5D Mark II
sabrina_fertig

Als kleiner Tipp gibt es noch das “alte” 100er Macro von Canon (*shoplink zu achatzi). Alt ist es nämlich garnicht, hat USM und ist eigentlich genauso scharf wie das neue Objektiv. Aber deutlich günstiger mit fast den gleichen Eigenschaften.

Zum IS gibt es auch noch ein kleines Wörtchen. Der IS ist für uns in der Studio- oder generell in der Blitzlichtfotografie nicht von Bedeutung. Wir nutzen den IS aber umso mehr bei Events. Das neu 100er Macro ist ein geniales “Hochzeitsobjektiv” auch bei schlechteren Lichtsituationen. Es erstaunt immer wieder welche Fotos bei Hochzeiten mit dem Objektiv heraus kommt. Trotz ewig langer Belichtungszeiten. Da können wir euch leider kein Bild zum Download präsentieren. Da haben wir noch kein Brautpaar gefunden, in dessen Wille diese Aktion wäre.

So, nun haben wir DAS Objektiv vorgestellt, mit dem wir in neuerer Zeit mindestens 60% unserer Shots machen. Ich hoffe der Einblick hat gefallen. Es gilt jedenfalls die Devise (acuh wenn es manche schon wissen) Festbrennweiten-Macros regieren die Portraitfotografie :-)…

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VIDEO-LOCATION-5: COLD AS ICE

19 Dezember 2009

Hallo zusammen, Martin hat letztes Jahr noch ein weiteres Video im Schnee für euch gedreht. Und da in fast ganz Deutschland heute eine weiße Puderschicht zu finden ist, gibt es dieses Video als Abschluss der Woche für euch.

Es geht um lockere Fotos mit Flash2Softbox. einem Aufsteckblitz in der Blitzbelichtungsautomatik und einer Kamera. Alles was man dabei macht ist, die Kamera auf eine Belichtung manuell einzustellen (Blende,ISO,Zeit), sodass das Foto ohne Blitz schon gut ausschaut und dann macht man den Blitz an. Das sollte in 90% der Fälle ausreichen für ein tolles Foto.

Und wie immer gibt es auch die fertigen Fotos zum angucken auf dem Bildschirm, außerhalb des Videos. Beim zweiten Fotos wurden die Blendenflecke übrigens nachträglich mit Photoshop ins Bild gebracht.

Workshop Vergleich Fotos
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SETUP-19: DER ETWAS ANDEREN ART

18 November 2009

Heute gibt es mal ein anderes Setup-Tutorial für euch. Irgendwie ist unser Blog schon ziemlich techniklastig. Viele Infos, viele Skizzen, viel Theorie… das ist gut so, so solls sein. Aber eine zweite Seite der Fotografie geht irgendwie ziemlich unter. Und die wäre???? Naja, die Seite eben, die nix mit Technik zu tun hat und da gibt es viele Seiten.

Wir haben euch vor einiger Zeit gezeigt wie dieses Foto entstanden ist: HIER ist der Link. Und hier ist nochmals das Foto…

Workshop Vergleich Fotos
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Ganz kurze Zusammenfassung wie das Foto gemacht wurde: Aufsteckblitz, Schirm, Reflektor von unten, weißer Hintergrund etwas weiter weg vom Modell, ISO 400, f1.4, 1/200s bei 85mm.

Setup HOW TO Tutorial Photo

Wenn wir aber das Setup schon besprochen hatten, was können wir dann in diesem Setup-Tutorial überhaupt noch sagen?

Es geht um den eigentlichen Sinn eines Foto-Setups. Im Studio ist Licht unsere Möglichkeit um das Modell in Szene zu setzen. Und als Fotografen können wir viel tun, bloß nicht zaubern. :-)

Wir haben viele Emails und Fragen bzgl. des Bildes bekommen. Tolles Foto, wie kann man so ein Foto machen, ich kriege das nicht so hin, wie geht das, habs probiert… etc. pp. Und wir konnten doch immer nur auf das Setup-Tutorial hinweisen. Denn was ist die noch eine gigantische fotografische Aussage hinter dem Foto oben.

Bei manchen “Bildinhalten” kann man als Fotograf machen was man möchte :-)… es endet immer perfekt :-)… und genau so ein Modell war die Rahel eben. Es ist blöde zu sagen, aber wir haben da nicht viel gemacht. Es geht nicht um das Zauberlicht, denn der Zauber geht von Rahel aus.

Und daher möchte ich alle Blogleser mal darauf hinweisen, dass SETUPS, Fotoausrüstung und Co. nicht wirklich die ausschlaggebende Faktoren sind. An erster Stelle muss der Inhalt (=das Modell) stehen.

So klein dieser Post ist, so wichtig ist dessen Aussage. Schaut nochmals auf das Bild, jetzt, nachdem ihr den Post gelesen habt. Überlegt wer die Glanzleistung vollbracht hat. WIR??? Oder das Modell??? Und ich würde sagen: Technisch absolut nix Besonderes… modelltechnisch großes Kino. Nachdem wir nun bereits 19 Setups gezeigt und erklärt haben war dieser Post extrem wichtig. Licht ist wichtig… aber wichtiger ist immer noch das Modell. DON’T FORGET THIS!!!

Workshop Vergleich Fotos
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PS: Im Umkehrschluss bedeutet dies natürlich auch, dass man als Fotograf die Finger von manchen “Inhalten” lassen sollte. So… viel neutraler konnten wir es nicht formulieren. :-)

SETUP TUTORIALS , , , , , , ,

LIGHTING-2: PORTRAITS & STREIFLICHTER

31 Oktober 2009

Heute geht es weiter mit einem Detail. Details sind in Fotos aber nicht immer nur “kleine Details” sondern können ziemlich große große Unterschiede ausmachen. Sprich: Mal wieder gilt… kleines Ding mit großem Bums!

Über was sprechen wir. Wie die Überschrift schon verlauten lässt. Es geht um Streiflichter. Um Effektlichter in der Peoplefotografie. Und jetzt kommt eine weitere wichtige Aussage des heutigen Posts. Es geht nicht um schön oder unschön. Es geht heute um das pure Wissen welchen Effekt durch welches Licht erzielt wird.

Oftmals hört man den Spruch: “Streiflichter in der Portraitfotografie nicht auf die Nase “. :-) Was damit gemeint ist??? Schauen wir uns einfach mal ein Foto an!

Canon ETTL SETUP PHOTO

Wir sehen ganz deutlich, dass die Sonne von seitlich links hinter dem Modell auf die Nase von Fini (unser Modell) trifft. Und genau das ist gemeint mit der Aussage. Übersetzt bedeutet dieser Satz: NIEMALS SO EIN FOTO WIE DAS OBERE MACHEN!!!!

Aber ehrlich gesagt… Mir gefällt das Foto oben? Muss ich das Foto jetzt schlecht finden, nur weil Licht auf der Nase ist??? NEIN!!! Mir ist das total WURSCHT! Uns allen hier ist das egal! Denn es geht in der Fotografie nicht darum, was man tun soll oder nicht. Was man darf oder nicht. Es geht um das Foto. Und ganz ehrlich: Mir gefällt das Foto oben ziemlich gut! Sehr gut sogar.

Und jetzt schauen wir uns doch mal an, wie man es hätte machen müssen. “HÄTTE MACHEN MÜSSEN”…

Canon ETTL SETUP PHOTO

Und was sehen wir??? Ganz einfach. Noch ein tolles Foto. Und was wollten wir jetzt eigentlich mit dem Beitrag erklären und zeigen. Es hieß doch: Keine Streiflichter.

Nein, um was es geht, dass ist die Tatsache, dass unterschiedliches Licht eben unterschiedliche Wirkungen erzielt.

Wenn wir uns beide Fotos mal im Vergleich anschauen, dann sehen wir, dass beide Fotos nicht schlecht sind. Aber beide haben vollkommen unterschiedliche Wirkungen.

Einmal sieht es eher natürlich, ruppich oder “rustikal” aus. Eben eine etwas ungehobelte, natürliche Lichtführung. Trotzdem wirkt das Foto. Nämlich über das Motiv.

Und beim zweiten Foto bekommt man dafür knallhart eine “künstliche und absolut perfekte” Ausleuchtung aufgetischt. Das Foto wirkt gestellter und kontrollierter gemacht. Verliert dadurch aber nicht an Reiz.

So, und was ihr absofort macht, dass bleibt euch überlassen. Es geht nämlich gerade um eure eigene Meinung und nicht um das, WAS MAN NICHT TUT… :-)

Dat war es schon. Kleiner Beitrag über eine Kleinigkeit und ein Detail der Lichtführung.

LG und wir sind mal auf nach Weinheim zum Workshop morgen bei der Model-Kartei…

Martin & Marc

PURE LIGHTING DELUXE , , , , ,