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PEOPLE-PHOTOGRAPHY AT NIGHT – HIGHLIGHTS

1 März 2010

Heute dreht es sich um ein sehr kleines aber umso wichtigeres MINI-THEMA in der Nachtfotografie. “Highlights” und damit meine ich sprichwörtlich die Highlights. Ich werde diesen Post bewusst ganz ganz kurz und knackig halten und lieber ein paar Fotos sprechen lassen. Die Kernaussage lautet:

AUSGEBRANNTE LICHTER MACHEN NACHTFOTOS INTERESSANT!!

Es geht darum, dass in der Nachtfotografie zwangsweise eher mit offeneren Blenden gearbeitet wird. Und genau diese offenen Blenden sorgen dafür, dass der Hintergrund oftmals eine einzige Matsche wird. Man erkennt nur noch an der Färbung und vor allem am dunklen Himmel, dass es sich um ein Nachtfoto handelt. Und genau dieser Brei im Hintergrund kann nur durch eine Sache durchbrochen werden. Helle Lichtquellen, direkt in die Kamera und das Objektiv gerichtet. Dominierende Effekte im Hintergrund sozusagen. Dabei geht es weniger um die Lichteffekte auf dem Modell als viel mehr das Strahlen der Lichtquelle.

Ein Lichtpunkt kommt nämlich trotz Unschärfe durch den Hintergrund hindurch. Probiert es und fotografiert eine starke Lichtquelle in der Unschärfe und in der Schärfe. Natürlich sieht die Quelle an sich etwas anders aus, aber der helle Lichtpunkt auf dem Foto bleibt bestehen. Kurzum: Durch direkte Lichtquellen im Foto vermittelt man Tiefe, Dynamik, Spannung und Räumlichkeit. Es macht das Foto erst zu einer wirkliche atmosphärischen Stimmungsfotografie.

Extrem wichtig ist dieses Hintergrundwissen. Achtet also absofort darauf! Lichtquellen müssen gezielt ins Foto eingebaut werden. Um zu zeigen wie wichtig und ausschlaggebend diese Lichtpunkte sind, gibt es hier mal so ein halbes Dutzend Beispiele. Stellt euch doch mal das Foto ohne die entsprechenden Lichtquellen im Hintergrund vor.

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Die nachfolgenden zwei Fotos sind mit künstlichen Flares aus PHOTOSHOP versehen. Aber es läuft auf die selbe Thematik heraus. Es geht um die Lichter, die das Bild mit Tiefe und Räumlichkeit versehen.

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Langsam wird es auch wieder wärmer und es ist Zeit, mal nachts rauszugehen und Fotos zu machen!!! Viel Spaß!

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VIDEO-TECHNICAL-6: Flash2Softbox TEIL 2

6 Februar 2010

Endlich der langerwartete Beitrag in Videoform zum Flash2Softbox-Beitrag. Passend zum Winter auch die Location…

Der Originalbeitrag ist HIER zu finden!

Hier gibt es schon einmal die finalen Fotos, gemacht allein mit dem Flash2Softbox-System.

TECHNICAL Vergleich Fotos
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TECHNICAL Vergleich Fotos
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TECHNICAL Vergleich Fotos
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Jetzt aber direkt zum Video…

Teil1:

Teil2

Zum Thema lässt sich noch Folgendes zusammenfassen. Nein, Flash2Softbox ist keine Lösung um große Akkugeneratoren zu ersetzen. Dazu hängt die Lösung zu sehr an der beschränkten Leistung der Aufsteckblitze fest. Wir wollen aber trotzdem ganz direkt und ehrlich sagen, dass es ein prima System ist, die Vorteile der Studiolichtführung (Barndoors, Farbfolien, Waben und Softboxen) an den Aufsteckblitz zu bringen.

Für uns gibt es nur zwei Einsatzmöglichkeiten. 1) nehmen wir nur eine Box mit, sonst nix und steuern über die Automatik den Blitz an. Schnell, ohne Aufwand und verdammt flexibel. Oder wir nehmen das volle Lichtprogramm mit, dann aber immernoch in einer Tasche und mit wenig Gewicht. 3-4 Lichtqullen und alle Lichtformer. Schlechter als unsere Ranger oder Studioblitze aber auch nur 5% des Gewichts :-).

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MISCHMASCH-NEWS-EINDRÜCKE-NIKONCLS-UND-MEHR-POSTING

21 Januar 2010

Heute gibt es einen großen Misch-Masch-Post. Viele Infos, viele Daten, viele Fotos und Impressionen und auch noch ein paar nicht so dolle Infos von Andreas Jorns.

Uns hat gerade diese Nachricht erreicht. Darauf wollte ich auch direkt mal aufmerksam machen. Sie ist von Calvin Hollywood. Es geht um den großen Event im Kölner E-Werk TION2010. Und genau darauf lohnt es, aufmerksam gemacht zu werden. Besonderheit an diesem Event ist die Tatsache, dass während der beiden Tage ein komplettes NON-STOP-Programm zum “Fotografieren mit Aufsteckblitzen” gemacht wird. Zusammen mit Matthias Landsgesell und uns Es gibt natürlich noch mehr Besonderheiten auf diesem Event. Aber nicht für unsere Blogleser… GELLE!!!. Aber jetzt hier erstmal zur besagten Email von Calvin…

Hallo Martin,

ich wollte dich nur kurz informieren, dass wir jetzt das Programm für dich fertig haben. Wie von dir vorgeschlagen hast du nun folgende Termin an den beiden Eventtagen.

SAMSTAG:

  • 11.15 Uhr – 12.00 Uhr (IM LIVE-SHOOTING BEREICH)
    Basics “Entfesseltes Blitzen” (Martin Krolop)
  • 15.00 Uhr – 15.45 Uhr (AUF DER HAUPTBÜHNE)
    Fotografie mit Aufsteckblitzen (Martin Krolop)

SONNTAG:

  • 11.00 Uhr – 11.45 Uhr (IM LIVE-SHOOTING BEREICH)
    Fehler und Tipps “Entfesseltes Blitzen” (Martin Krolop)
  • 15.00 Uhr – 15.45 Uhr (IM LIVE-SHOOTING BEREICH)
    Entfesselt Blitzen mit 2 bis 3 Blitzen (Martin Krolop)
  • 17.00 Uhr – 17.45 Uhr (IM LIVE-SHOOTING BEREICH)
    Ein Blitz Klassiker “Entfesselt Blitzen” (Martin Krolop)

Bitte sag mir noch kurz Bescheid, ob der Vortrag und die Workshops alle klar gehen. Damit hätten wir an jedem Tag einige Highlights von dir im Programm und du hast noch genügend Zeit um während der restlichen Zeit Rede und Antwort für die Teilnehmer zu stehen.
Ich freue mich auch schon auf die Party am Samstag-Abend und dann lass uns direkt mal ein Schlückchen auf Tion2010 anstoßen.

Marc und meine Wenigkeit würden uns tierisch freuen ein paar von unseren Bloglesern auf dem Event zu treffen. SEE YOU AT TION2010

Kommen wir jetzt direkt zum traurigen Nikon-CLS-Teil des Beitrages. Hier eine kleine Notfall-Nachricht an alle CLS-Fans von Andreas.

Grüsse aus dem Lazarett … :(

Tja, eigentlich sollte jetzt ein neuer CLS-Beitrag zu den Funkauslösern neuester Generation (mit iTTL-Unterstützung!) kommen, aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt … :(

Aufgrund einer heftigen Sehnenscheidenentzündung bin ich für mindestens 2 Wochen außer Gefecht und für diese spärlichen Zeilen benötige ich daher eine gute Stunde (nur gut, dass mein Doc hier nicht mitliest … :D).

Zudem sind die “Dinger” aus dem fernen Asien immer noch nicht angekommen (wer schon mal googlen will: sie laufen unter der Bezeichnung Pixel TR-331), so dass ich ruhigen Gewissens ein anderes Thema kurz anreissen kann, was mich erfreulicherweise nur den Verweis auf eine andere Website kostet, da dort beschrieben ist, wie so ein CLS-Workshop läuft. Interessant evtl. für jene, die sich bereits für den nächsten Workshop im März angemeldet haben, den ich gemeinsam mit Martin machen werde (in Wuppertal). Mehr Infos gibt’s auf Martins Workshop-Site.

So, hier geht’s zum Workshop-Bericht: Klick!

Viel Spaß beim Lesen und bis die Tage!

Euer Andreas

In diesem Sinne wünschen wir Andreas gute Besserung und seid versichert, ich bin auch heiß auf Infos über die neuen Funkauslöser für Nikon iTTL. Ich werde Andreas weiterhin triezen, dass Andreas den Beitrag ins Blog tippselt.

Auf zu ein paar Impressionen aus dem letzten Jahr. Da waren wir bei der Lichtschmiede in München und haben dort 3 Workshops in 2 Tagen gegeben. Hier kommen ein paar Impressionen. Ein Setup aus dem Workshop haben wir ja schon im hier im Blog vorgestellt.
By the way… wir sind im Juni wieder in München. Aber leider ist der Workshop schon wieder fast komplett ausgebucht. Genug geredet… auf gehts direkt zu den Fotos.

Fotoworkshop München
Fotoworkshop München
Fotoworkshop München
Fotoworkshop München
Fotoworkshop München
Fotoworkshop München
Fotoworkshop München
Fotoworkshop München
Fotoworkshop München
Fotoworkshop München
Fotoworkshop München
Fotoworkshop München
Fotoworkshop München
Fotoworkshop München
Fotoworkshop München
Fotoworkshop München
Fotoworkshop München
Fotoworkshop München
Fotoworkshop München
Fotoworkshop München
Fotoworkshop München
Fotoworkshop München
Fotoworkshop München

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TECHNICAL-8: Canon 100mm Makro IS

8 Januar 2010

Bevor wir die Woche mit wieder einem Video ausklingen lassen, gibt es wieder etwas über unsere Fotografie”eigenheiten” zu erfahren. Ihr wolltet ja immer mehr Infos über unsere Ausrüstung, warum wir was nutzen, warum wir was haben und warum nicht. Und genau das machen wir heute weiter hier. Nach den Honl Sachen gestern, noch etwas zum Thema Ausrüstung. Der Beitrag ist schon lange in der Schublade und danach geht es wieder mit vielen vielen Setups weiter. Es geht um unser liebstes People-Objektiv. Es war einmal das 70-200 2.8, dann kam lange das 85er 1.2 und seit Erscheinen ist es das neue Canon 100mm Macro (*shoplink zu achatzi). Kostenpunkt: Nicht so viel wie ein Einfamilienhaus aber ordentliche 900 Euro!!!

CANON 100mm Macro 2.8 IS

Warum haben aber Menschenknipser ein Insektenobjektiv. Die Antwort ist simpel. Macro-Objektive können nicht nur für kleine Dinge genutzt werden. Es sind ganz einfach Objektive wie jedes andere Objektiv. Nicht genau wie jedes andere Objektiv. Es geht bei Macro-Objektiven um den Abbildungsmaßstab. Der Abbildungsmaßstab ist das Verhältnis wie eine Größe in der Realität auf dem Sensor abgebildet werden. Wie im Modellbau. Kurz und knapp… mit einem Abbildungsmaßstab von 1 zu 1 (1:1) kann ich einen cm in der Realität auf genau einen cm auf den Sensor abbilden. Bei 1:7 wäre dies so, dass ich ein Objekt von 7cm Größe auf genau einen 1cm Sensor bringen könnte. Warum 1:7???? 1:5 oder 1:6 wird oft als die Trennlinie zwischen Macro-Objektiven und normalen Objektiven genutzt. Ein “echtes” Makroobjektiv kann damit einen Maßstab von 1:1 oder 1:2 gehen. Alles was danach kommt, wird als Objektiv mit “Macrofähigkeit” betitelt.

So, jetzt hätten wir mal das geklärt. Wir wissen also jetzt, dass der einzige Unterschied zwischen “normalen” und “macro” Objektiven im extremen Abbildungsmaßstab liegt. Aber das ist natürlich wieder mal FALSCH!!! Es gibt viele Unterschiede! Natürlich ist der Abbildungsmaßstab ein wichtiger Faktor in der Portraitfotografie vor allem im extremen CloseUp Bereich. Aber wenn ihr nicht gerade die Lippen oder nur die Wimpern fotografieren wollt, dann braucht ihr bei einem Menschen niemals einen Maßstab von 1:1… NIEMALS!!!

CANON 100mm Macro 2.8 IS
CANON 100mm Macro 2.8 ISO

Die wichtigen Unterschiede liegen in der Bauart der Objektive. Ich will es möglichst untechnisch fassen. Normale Objektive werden für einen unendlichen Schärfebereich gebaut. Dadurch wird bei der Konstruktion wert darauf gelegt, dass die Schärfe durch die Stellungen der verbauten Linsen im unendlichen Bereich möglichst hoch ist. Macro-Objektive werden für den endlichen, nahen Schärfebereich gebaut. Das bedeutet, dass Macroobjektive gerade nicht die üblichen Fehldarstellungen im Nahbereich normaler Objektive unterliegen. Randunschärfen z.B. gibt es bei Macroobjektiven kaum. Und da schließt sich der Kreis. Bei der Portraitfotografie werden sehr oft wichtige Bildinhalte (z.B. Augen) an die Randbereich gelegt. Die wichtigsten Dinge dürfen also nicht in den schwächsten Bereichen des Objektivs liegen.
Und da nutzen wir einfach den Konstruktionsvorteil. Im Studio oder auch überall sonst wenn wir Menschen fotografieren, da brauchen wir schärfste Abbildung in nahen Fokusdistanzen. Wenn heutige Objektiv-Ingenieure dies wissen, dann kann man ein Objektiv danach ausrichten. Und daher kommt der Schärfe”vorsprung” gegenüber anderen Objektiven.

Die mitunter wichtigste Eigenschaft beim Fotografieren ist bei nah abbildenden Objektiven auch der Fokus. Um verlässlich mit dem Objektiv arbeiten zu können muss der Fokus schnell und präzise sein. Makroobjektiv haben oftmals das Problem, dass der Fokus nach vorne und hinten “gesucht” wird und der richtige Punkt nicht getroffen wird. Beim neuen 100er ist dieses Problem fast nicht gänzlich verschwunden… GENIAL!!!

Und hier der letzte und wichtigste Grund für uns das Objektiv zu nutzen. Die Schärfe ist einfach fantastisch. Unglaublich genial! Und um das zu beweisen gibt es hier einige Rohdaten für euch zum Download. Wir haben extra für euch realistische Ergebnisse gesucht. Das Objektiv wurde nicht besonders justiert oder ausgewählt. REALISTISCHE ERGEBNISSE… wir haben nicht das schärfste Foto aus 1000 Fotos herausgesucht, sondern wir haben ein Foto genommen, was im Durchschnitt heraus kommt. Aus der Hand fotografiert unter realistischen Bedingungen. Nicht mehr als üblich auf den Fokus geachtet. Es gibt definitiv noch schärfere Ergebnisse aber auch nicht so scharfe. Daher: Wenn wir damit arbeiten, dann kommt zu 90 % so ein Ergebnis bei rüber. Daher diese Rohdaten auch als Beispiele hier für euch im Blog.

Es handelt sich hierbei noch um Aufnahmen einer 5D Mark II mit vollen 21 Megapixel Auflösung. Auch wenn man es vielleicht nicht sofort glauben mag, aber diese Auflösung stellt nochmals andere Anforderungen an eine Optik und das 100er ist mit unserem 70-200 2.8 ohne IS das einzige Objektiv was diese Auflösung auch bei offenen Blenden verlässlich gehen kann.

Eine Rawdatei bei Blende 14 von Raoul…

CANON 100mm Macro 2.8 IS

Ca. 25MB als Canon RAW von der 5D Mark II

sabrina_fertig

Und noch eine Rohdatei von Fini bei Blende 2.8…

CANON 100mm Macro 2.8 IS

Ca. 25MB als Canon RAW von der 5D Mark II
sabrina_fertig

Als kleiner Tipp gibt es noch das “alte” 100er Macro von Canon (*shoplink zu achatzi). Alt ist es nämlich garnicht, hat USM und ist eigentlich genauso scharf wie das neue Objektiv. Aber deutlich günstiger mit fast den gleichen Eigenschaften.

Zum IS gibt es auch noch ein kleines Wörtchen. Der IS ist für uns in der Studio- oder generell in der Blitzlichtfotografie nicht von Bedeutung. Wir nutzen den IS aber umso mehr bei Events. Das neu 100er Macro ist ein geniales “Hochzeitsobjektiv” auch bei schlechteren Lichtsituationen. Es erstaunt immer wieder welche Fotos bei Hochzeiten mit dem Objektiv heraus kommt. Trotz ewig langer Belichtungszeiten. Da können wir euch leider kein Bild zum Download präsentieren. Da haben wir noch kein Brautpaar gefunden, in dessen Wille diese Aktion wäre.

So, nun haben wir DAS Objektiv vorgestellt, mit dem wir in neuerer Zeit mindestens 60% unserer Shots machen. Ich hoffe der Einblick hat gefallen. Es gilt jedenfalls die Devise (acuh wenn es manche schon wissen) Festbrennweiten-Macros regieren die Portraitfotografie :-)…

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TECHNICAL-7: HONL FÜR AUFSTECKBLITZE

7 Januar 2010

Heute geht es um etwas Technik was ihr definitiv braucht, wenn ihr mit Aufsteckblitzen arbeitet, was ihr aber auch selbst euch bauen könntet. Es geht um Vorsätze für die Aufsteckblitze. Und zwar genau um die, von Honl, einem US-amerikanischen Profi-Fotografen. Er hat seine Bauten nach einem Vorsatz gebaut. Alles was zählt ist GRÖßE GRÖßE und nochmals GRÖßE. Nur darum geht es. Er hat keine Schirme, keine Softboxen oder sonstwas gebaut. Honl baut nur GELS, ABSCHATTER und WABEN. Fast könnte man sagen, dass es nur darum geht, das Licht ins seiner Kompaktheit zu kontrollieren als es “nur” weicher zu machen. Und damit hat er Recht. Weich machen ist oftmals nicht das Problem. Aber wenig Licht, gesteuert zu setzen, dass ist viel viel wichtiger und schwieriger.

SETUP HOW TO Tutorial Photo

Und wir haben uns ein kleines aber umso wichtigeres Set von Honl gekauft. Es besteht aus folgenden Gegenständen.

  • 1/8” WABE
  • 1/4” WABE
  • SCHNALL-HALTERUNG
  • FILTER (FOLIEN) KIT

SETUP HOW TO Tutorial Photo
SETUP HOW TO Tutorial Photo
SETUP HOW TO Tutorial Photo
SETUP HOW TO Tutorial Photo

Das schöne an dem Schnell-Verschluss in Form eines Bandes mit Klettverschluss und innerseitigen ANTI-RUTSCHBESCHICHTUNG (oh Gott, das klingt wie schlechtes Home-Shopping-TV) ist, dass man alle Lichtformer jederzeit an jeden beliebigen Blitz an- und abbauen kann. Man kann also auch Blitze wieder verkaufen oder neue kaufen, ohne Beschädigungen oder Rückstände.

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Aber an dieser Stelle werdet ihr euch sicherlich fragen, warum man etwas kaufen mag, was mal so viel viel günstiger machen kann. Was ist also der Grund, warum wir Geld dafür ausgeben, obwohl wir ja schon selbst diese Dinge gebaut haben. Filter kann man als riesigen Probepack fast umsonst bekommen. Und bei Honl zahlt man für 8 Filter 20 Euro… warum ist dieser Mehrpeis also sein Geld wert?

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Die Antwort ist einfach zu beantworten. Aufsteckblitze sind unser tägliches Arbeitsgerät. Sie müssen mit den großen Rangern oder sonstigen Profiequipement mithalten. Und wir brauchen sie immer wieder und müssen uns auch darauf verlassen. Das Problem mit den selbstgebauten Sachen ist einfach, dass sie nie so robust und verlässlich sind, wie die Honl Sachen. Das soll jetzt hier keine Werbung sein, aber es ist eben eine kleine blöde Tatsache, dass sich die selbstgebauten Sachen bei uns immer wieder verabschieden.
Nehmt mal als Beispiel die Filter von LEE (siehe oben). Die Filter sind winzig klein, sie reichen aus, aber kaum hat man den Filter aus dem Heft herausgeschnitten, schon haben wir die kleine Folie wieder verloren. Und dann verwechselt man immer wieder die “fast” gleichen Farben und kommt dann nach Hause mit “leicht” falschfarbigen Fotos. :-(. Klar, man kann sie benennen, in Boxen packen, beschriften oder sonst was. Aber es bleibt dabei. Sie gehen zu schnell kaputt oder verloren.

Die Honl Filter sind größer und schon beschriftet. Man kann sie nicht verwechseln und so leicht verlieren sie sich komischerweise auch nicht. Also ob ich nun 4 Pakete LEE-Probefilter kaufe oder ein Paket Honl, das kommt auf das Gleich heraus.

SETUP HOW TO Tutorial Photo
SETUP HOW TO Tutorial Photo

Das Gleiche gilt für die Waben. Entweder sie fallen beim 5 Shooting auseinander oder sie überleben den Transport garnicht erst. Wir haben zig selbstgebaute Waben zermatscht in der Fototasche. Und ich muss ehrlich sagen, lieber kauf ich für kleines Geld nen Filter für den Aufsteckblitz als dass ich stundenlang bastel und die Dinger dann doch wieder kaputt gehen. Die Honl Waben haben einen sehr stabilen Plastikrahmen der nach allen Seiten über die Wabe hinwegschaut. Hab davon leider gerade kein Foto zur Hand, aber man kann es auf den Packungen erkennen.

Und das wäre es auch schon wieder an dieser Stelle. Rundum: Es gibt kein kleineres und stabileres System für Aufsteckblitze als das Honl-System. Klar, damit sind keine Softboxen mit dabei, aber hier geht es eher um negative Lichtsetzung (KONTROLLE) und weniger um das Gesamtpaket inkl. weichem Licht.

Und an dieser Stelle wollen wir auch noch einen kleinen aber feinen Tipp zum Thema FARBFOLIEN ausgeben. Ihr kennt sicherlich das Problem, dass man sich seine Folien total verschmort, wenn man zu stark und zu oft blitzt. Die Folien schmerzen und wellen sich auf, teilweise bekommen sie sogar Löcher. So kann man natürlich nicht mit der Ausrüstung umgehen. Daher hier der Trick.

Das Problem ist, dass die Filter zu dicht an der Frontscheibe des Blitzes sind. Zu nah bedeutet zu viel Hitze. Und daher schmelzen die Folien.

Die Lösung ist also die Folien vom Blitz zu entfernen. So wie auf dem nachfolgenden Bild.

SETUP HOW TO Tutorial Photo

Und zusätzlich kann man dann noch den Schnell-Strap weiter über den Rand des Blitzes schieben. Dann bekommt man den Filter noch weiter weg von der Blitzröhre.

SETUP HOW TO Tutorial Photo

Hier sieht man deutlich den Unterschied. Oben wurde der Strap auf die gleiche Höhe des Blitzes gebracht. Und unten wurde der Strap nochmals 3-4mm über den Rand geschoben.

NIE WIEDER SCHMELZENDE FOLIEN :-)

SETUP HOW TO Tutorial Photo

Als Fazit bleibt vielleicht zu sagen. Sinn und Zweck von guter Ausrüstung für Aufsteckblitze ist es auch, dass man sich den Spaß an der Arbeit mit den Blitzen nicht verdirbt. Aufsteckblitze bedeuten nicht gleichzeitig, dass man sich alles selbst basteln muss. Warum, wenn es bessere Lösungen gibt, stabilere Dinge. Kaum etwas verdirbt einem den Spaß an der Fotografie so sehr, wie wenn die Wabe mal wieder zwerquetscht aus der Tasche kommt. Oder für uns eben den Auftrag. Sowas kann und darf nicht sein…

BYEBYE… Martin

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CANON ETTL-4: ETTL SUPERHERO (ENGLISCHES VIDEO)

2 Januar 2010

Frohes Neues an euch alle… für uns gehts wieder los und damit auch hier im Blog. Und den Start machen wir mit einem besonderen Video. Wir haben es lange auf der Festplatte gehalten. Vor einiger Zeit hatten wir ein Fotoshooting bei dem es darum ging, ein Action-Poster mit “beschränkten Mitteln” zu machen. Ihr kennt ja dieses Foto hier und genau um das Gegenteil ging es diesmal. Gleiche Location aber nur eine 450D, ein 580 EX und ein 430 EX… nichteinmal Funkauslöser waren erlaubt :-). Das Video ist diesmal in ENGLISCHER SPRACHE… hoffe das ist nicht zu schlimm für euch. Das Foto wurde übrigens mit ANDREAS, den ihr ja aus der Nikon CLS System-Serie kennt. Hier gibt es das finale Foto und danach kommen auch schon satte 25 Minuten Video über die Entstehung! In den nachfolgenden Minuten zeigen wir im Video…

  • Die Entstehung und den Weg
  • Besondere Kniffe bei der Umsetzung
  • Technische Aspekte der Lichtführung
  • Tricks bei der Arbeit mit Aufsteckblitzen
  • Einstellung der Canon Aufsteckblitze
  • usw…
Workshop Vergleich Fotos
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Teil 1:

Teil 2:

Teil 3:

Wir hoffen, dass wir euch den Start in 2010 etwas “versüßt” haben.

Workshop Vergleich Fotos
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SETUP-22: AVAILABLE LIGHT + EXTREME APERTURE

14 Dezember 2009

Nothing is easier than working with no artificial light at all. Ok, that’s not 100% correct. But it can be true. All I really want to say is that sometimes you don’t have to do a lot to get a beautiful light because it is already there. It is hard to see those spots at a certain time but this setup-tutorial will tell you something about a specifique photo shot with no extra lighting equipement.


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What can we see on the photo. What clues does the photo give us???

  • There is a nice lighting from the left side. You can clearly see some shadows on the black jacket.
  • The light is unbelievable soft but still there is a slight dominance from the top (shadow under his chin)
  • You do have a slight wide angle look but still a big blurred background.
  • The photo does have a very intense vignettation.

Let’s get this straight out. How do we get this lighting?

  • 50mm
  • ISO 200
  • Highlight Tone Priority
  • 1/4000
  • !!! IMPORTANT !!! f1.2 (YES 1.2)

And now, the blurred background makes sense. It is the natural result of the extreme open lense. When taking the picture, you should pay attention on the distances shown in it. Without the proper distances you can never show the effect of the open aperture. Take a look at the picture. We tried to use the car for the effect in the front and the wall/trees as the background. The distance between the car and the wall was about 30 feet (10m). Just perfect to keep it visible.

But how do you get that crazy lighting? Take a close look again. The car throws a slight shadow on the ground, you do have a dominance from the left and still, everything is visable.

The answer: It is all about the right moment. The shot was taken short before dusk, the sky was covered in thick clouds but just when we took the shot, the sun was coming out through some little slit between the clouds. It was the perfect moment to get a dominance from the left side but still keep the light very soft.

That’s about all it was. We got the fortune to have the location flooded by soft light with a slight dominance from the left. LUCK!!!

And now to the post-pro. It was done in about 3 minutes.

Here are the steps.

  1. Convert the photo from the RAW file with a slightly cooler WB. A couple of hundreds of Kelvins lower than it would be correct.
  2. Use a layer of “desaturation” on the background, to get rid of the colors and slide the colors to white. Not to grey!!! This way, it doesn’t look “desaturated”. It is going to look more natural.
  3. Open up a layer of desaturation and lower the yellows on the surroundings, but not on the skin.
  4. Now you have to change the color of the skin. Use the layer option and click on “selective color”.
  5. The last step is to get the blue tone on the image. You achieve this with a layer of solid color (CYAN/BLUE) and setting the layer mode to “SOFT LIGHT”…
  6. VOILA… it’s done!

Ok, that’s all.

BYE

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CANON ETTL-2: KEEP IT SIMPLE!!!

24 Oktober 2009

Heute gehts weiter mit der CANON ETTL REIHE. Und wie könnte man besser ein System erklären, als es in ACTION zu zeigen und daran zu erklären. Und wie immer gibt es subjektive und persönliche Messages hier bei uns im Blog. Was andere machen kümmert uns jetzt mal nicht, wir zeigen, wie wir das System nutzen.
Und wie sehen wir das ETTL-System für uns, wie ordnen wir das System in unseren Ausrüstungspool? Ganz einfach. Als “mobile Sondereinsatztruppe”. Shooting auf den Bergspitzen in Österreich??? Nur einen Rucksack um zur Location zu kommen, Actionshooting im Wald oder kaum die Möglichkeit auf die Ausrüstung aufzupassen??? Immer dann brauchen wir die kleinen, starken und günstigen Helfer.

Und genau das, hatten wir auch diesmal wieder als Aufgabe. Ein Shooting für ein paar Sedkartenfotos mit Davina. Und an dieser Stelle können wir direkt auf das fertige Fodo glotzen… DADAAAAAAAA…

Rahel Fertiges Fodooo
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ABER bevor wir jetzt dann auf das ETTL-System eingehen, lasst uns ersteinmal zusammen einen Blick auf das Setup werfen. Wenn wir wissen, welche Logik in Sachen Lichtführung hinter dem Foto steckt, können wir dann sogleich zur technischen Seite, also zur Umsetzung, kommen. Denn die spielt, WIE WIR NACHHER DANN SEHEN WERDEN, für das fertige Foto wieder eine große Rolle.

Canon ETTL SETUP PHOTO

Auf dem Making-Of Bild erkennen wir direkt: Sonnenuntergang… tolles Herbstlicht. Tolle Färbung… und ein ganz normaler Park mit vielen unschönen Baum-Schul-Halterungen… aber auch einem dicken großem Baum! Und das ist EVERYTHING YOU NEED… und das ist ganz logisch. Fragt euch doch mal was wir fotografieren wollen. Umgebung oder unser Modell? Und wenn es Antwort Nr. 2 ist, dann brauchen wir keine Umgebung sondern nur ein bisschen Hintergrund.

Auf dem Making-Of Foto können wir schon die Szenerie analysieren. Wir haben das EXTREM COOLE SONNENLICHT… und dann steht unser Modell die Sonne im Rücken zum Blitz gerichtet.

Canon ETTL SETUP PHOTO
Canon ETTL SETUP PHOTO

Überschrift dieses Post ist ja CANON ETTL und nicht SETUP-XY… also dreht es sich um die technische Seite der Fotografie mit dem Canon Automatik System. Und genau das werden wir jetzt besprechen. Warum wir einen Schirm genommen haben, warum einen Blitz überhaupt, das wurde ja bereits geklärt. Kommen wir zur Frage WIE HABEN WIR DAS EINGESTELLT UND WARUM???

Wir haben oben das Setup erklärt. Insgesamt ein sehr einfaches Setup. Logik ist ja, dass wir ein schönes und warmes Streiflicht von hinten bekommen und uns das Modell und das Portrait über den Blitz zurück ins Bild holen.

Ein Schirm ist schnell aufgeklappt, schnell hingestellt, der Aufsteckblitz ist schnall aufgeschnallt und schnell angeschalten… Und darum geht es für uns beim ETTL-System auch. Es ist sorgenfrei in vielen Situationen und so muss es auch genutzt werden. Manch ein Fotograf versucht mit 2 oder 3 Blitzen im Automatikmodus ein Foto gezielt auszuleuchten und endet dabei, dass er mehr “Blitzkorrekturen” vornehmen muss als ihm lieb ist. Oftmals wäre es einfach gewesen die Leistung einfach manuell einzustellen.

Und da wären wir auch schon bei einer wichtigen Unterscheidung.

Canon ETTL SETUP PHOTO

Das ETTL System beinhaltet mehrere verschiedene Funktionen. Da wäre z.B. die drahtlose Auslösung und Ansteuerung der einzelnen Blitze. Aber da wäre auch die automatische Lichtmessung und -einstellung bei jedem Foto. Die Blitzbelichtungsautomatik.

Und als Fotograf muss man beide Möglichkeiten genau abwägen. In unserem heutigen Beispiel haben wir mit der Vollautomatik gearbeitet und die Belichtung nur kurz korrigiert.

Canon ETTL SETUP PHOTO

Und darum geht es auch. SIMPLE ist toll und SIMPLE ist SIMPLE mit dem ETTL-System. Sobald es jedoch komplexer wird, mehr Blitze, mehr Kriterien, dann wird auch die Automatik schwächer. Je komplexer die Situation umso sinnloser das ETTL-System.

Also… in der Blitzbelichtungsvollautomatik kann man sehr einfach ein tolles Foto erstellen und zu 90% wird da auch ein geniales Foto aus der Kamera kommen. Man muss aber auch immer klar wissen, wann die Zeit für etwas mehr MANUELLE Einstellungen gekommen ist…

By the way.. Auf dem Foto mit dem Blitz sehen wir sehr deutlich, dass wir auch den Sensor so ausrichten, dass die Kamera und der Blitz auf der Kamera direkt in den Blitz zielt.
Und hier kommen wir noch zu ein paar Details der Blitze und der Einstellungen. Hier die Fotos vom Masterblitz und vom Slaveblitz.

Canon ETTL SETUP PHOTOCanon ETTL SETUP PHOTOCanon ETTL SETUP PHOTOCanon ETTL SETUP PHOTO

Mit diesen Einstellungen (einen Master-Steuer-Blitz) und einen zündenden Slaveblitz vor einem Schirm würde uns für tagelange Fotografie genügen… Und um das zu zeigen, hier noch ein weiteres Foto. Bei diesem Foto sind wir einfach aus der Sonne in den Schatten des Baumes gegangen, also gerade mal 40cm um den Baum herum, und haben die Blende auf ca. 10 geschlossen. Und schwubs… das war das Foto was raus kam. Ohne irgendwelche Änderungen an den Einstellungen des Blitzes.

DAS IST ETTL… das ist spontane Fotografie. Wer es anders möchte, der soll gefälligst auch nen Belichtungsmesser nehmen und die Blitze wirklich einmessen.

Rahel Fertiges Fodooo
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SETUP-16: BALANCE AVAILABLE LIGHT

12 Oktober 2009

Länger ist es her, als das letzte SETUP-Tutorial online kam. Dafür ist das heutige umso cooler und einfacher… Wir waren ja erst kürzlich im Studio von Michael Quack in Düsseldorf und gaben dort einen Workshop zum Thema Aufsteckblitze. Und da gab es ein Setup, was besonders cool war. Aufsteckblitze waren es garnicht sondern nur EIN Aufsteckblitz und ein günstiger Schirm. Mehr nicht! Guckt euch mal das Foto an, dann gehts gleich los.

Rahel Fertiges Fodooo- click on image to enlarge -

Wir haben ja schon aufgelöst mit welcher Ausrüstung wir das Foto gemacht haben. Aufsteckblitz ist das Stichwort! Und damit ihr mir auch Glauben schenkt, kommen hier erstmal die Making-Of Fotos!

Setup Making_OF Blick hinter die Kulissen

Auf den Fotos sieht man deutlich das Setup. Es geht um ein großes Fenster, hell und mit einem schönen Muster im Hintergrund. Davor unser tolles Modell Rahel und dann kommt der Schirm mit dem Blitz.

Und um das klar zu stellen. Wir blitzen im manuellen Modus an der Kamera und am Blitz. Auf dem nächsten Foto seht ihr den Funkempfänger unter dem Blitz am Blitzschuh (das kleine längliche Teil unter dem Blitz). Wir stellten also die nötige Leistung am Blitz manuell ein.

Setup Making_OF Blick hinter die KulissenSetup Making_OF Blick hinter die Kulissen

So, und damit wir das Ganze mal etwas losgelöst von den Fotos betrachten können, kommt hier das Setup als Skizze. Mal wieder krolop’sche Kritzeleien. Wir haben da also die Sonne, das Fenster, die Vorhänge und den Blitz…

Setup Making_OF Blick hinter die Kulissen

Wir sehen auf der Skizze deutlich, dass wir zwei Lichtquellen haben. Einmal das Umgebungslicht und einmal das Blitzlicht. Und wenn wir weiter darüber nachdenken, dass erkennen wir sofort, dass eine Lichtquelle nicht veränderbar ist. Die Leistung des Sonnenlichts steht fix und foxi fest… Wir haben also eine Lichtquelle nach der wir das komplette Foto ausrichten müssen, das Sonnenlicht.
Und darüber geht es heute auch. Um die Balance zwischen Umgebungslicht und Blitzlicht. Es ist oftmals nämlich garnicht so wichtig ob ich jetzt ne Softbox, nen Schirm oder sonst was vor den Blitz schnalle. Zu 60% kommt es auf die Gewichtung der Leistung viel mehr an! Die Gewichtung der Lichtquellen, das Hell und Dunkel, definiert den Look des Fotos.

Warum eigentlich die Vorhänge auf beiden Seiten??? Ganz einfach… wir müssen schauen, dass der Unterschied zwischen Fenster/Hintergrund und Innenraum relativ groß ist. Denn dadurch können wir überhaupt erst von innendrin ein unabhängiges Licht setzen. Wäre es innendrin zu hell, dann wäre das Foto ja schon vordefiniert und wir könnten es nicht nach unseren Vorstellungen erschaffen. Wir haben dadurch also einen hellen Hintergrund, ohne aber Licht vor das Modell zu bekommen.

Lasst uns doch mal gemeinsam durch die Entstehung des Fotos gehen und vergesst einfach mal an dieser Stelle die genauen Kameraeinstellungen von oben.

1. Wir belichten das Foto korrekt auf die hellen Glanzstellen auf der Brust. Die hellste Stelle auf dem Körper von Rahel ist jetzt korrekt belichtet. Dadurch säuft natürlich der Schattenbereich ohne Blitzlicht total ab. Wir sehen aber deutlich, dass der Look nicht wirklich entsteht.

Setup Making_OF Blick hinter die Kulissen

2. Also haben wir das Foto etwas heller belichtet. Damit mehr Glanzstellen entstehen. Wir sehen auf dem Foto deutlich, dass der Look der überbrennenden Stellen aus dem Hintergrund deutlich sichtbar wird. Das Foto wirkt über den Hintergrund schon richtig “lichtüberflutet”.

Setup Making_OF Blick hinter die Kulissen

3. Nachdem uns das Grundbild wirklich gefallen hat, es wirkt jetzt schon super anziehend, haben wir den Blitz hinzu geschaltet und korrekt mit dem Belichtungsmesser eingemessen. Als wir dann das Foto gemacht haben, sind wir etwas aus den Wolken gefallen… denn… es wirkt platt und nicht mehr natürlich. Der Blitz ist korrekt eingestellt, die Leistung stimmt dem Belichtungsmesser zufolge… trotzdem ist das Ergebnis mies!!! Warum???

Setup Making_OF Blick hinter die Kulissen

4. Der Grund ist die “korrekte Belichtung”, denn damit haben wir den Grundlook verändert. Die Szenerie ist nicht mehr wie anfangs gewollt, sondern das Foto wird über das Blitzlicht geformt, nicht mehr über das Hintergrundlicht. Deswegen haben wir das Blitzlicht in seiner Leistung zurückgenommen und dadurch das Umgebungslicht stärker ins Foto einbeziehen können.

Setup Making_OF Blick hinter die Kulissen

5. Wichtig an dieser Stelle ist auch noch, dass die Position stimmen muss. Wir mussten Rahel so positionieren, dass auf die Brust überhaupt Licht vom Fenster fallen kann. Durch die Vorhänge haben wir ja nur einen relativ schmalen Streifen an Fenster und Hintergrund. Ihr seht auf dem Foto davor, dass wir zusätzlich zum zu hellen Blitzlicht auch noch eine völlig falsche Position des Modells hatten.

Den Unterschied der Reflexe, der Lichtern und der ausgewogenen Ausleuchtung definiert das Foto.

Setup Making_OF Blick hinter die Kulissen

Zusammenfassend kann also gesagt werden: WICHTIG IST DIE BALANCE ZWISCHEN UMGEBUNGS- UND BLITZLICHT. Es kann auf jedem Foto nur eine charakterisierende Lichtstimmung geben. Entweder ein Blitz, ein anderer Blitz oder das Sonnenlicht.

Was ist noch wichtig zu wissen????

  • Oftmals ist eine Location nicht perfekt bzw. man muss noch weiterarbeiten um die Location perfekt nutzen zu können. Was bedeutet denn diese Schwafelei??? Ist ganz einfach wenn ihr nochmals oben auf die Fotos schaut. Guckt mal die Leiter an!!! Das Fenster war großartig aber eben viel zu weit oben. Deswegen haben wir die Leiter gebraucht um die Location überhaupt nutzen zu können.
    Merkt euch einfach, dass man sich die Location oft auch ERARBEITEN muss.
  • ISO400 und f2.0 ist nicht schlimm sondern heutzutage absolut ausreichend. Ich kenne viele Fotografen die sich nicht trauen an ihrer Kamera auf ISO800 zu gehen. Zu viel rauschen???? Blödsinn. Es geht doch um die Voraussetzungen vor Ort und wie man das Foto überhaupt machen kann… Wenn nicht mehr Licht da ist, dann ist da eben nicht mehr da, dann muss und darf ich das Foto eben mit diesen Einstellungen machen.
  • Kleine und große Unterschiede kann man gut auf dem Display erkennen. Guckt doch mal weniger auf die Microdetails des Bildes als vielmehr auf den Gesamtlook!!!!! Und zu viel Blitzlicht ist eben oftmals echt blöde!!!

Dat wars aber auch für heute… und hier kommen nochmals die fertigen Fotos für euch!!! Als Abschied!!!

Rahel Fertiges Fodooo- click on image to enlarge -
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CANON ETTL-1: FP-Sync VS. Graufilter

7 August 2009

Hallo an alle da draußen…

heute gibt es wieder ordentlich auf die grauen Zellen, heute wirds mal wieder so richtig knülle. Also anschnallen und Augen auf! Es gibt keine Fotos, keine Modelle und auch sonst fast nix zu gucken. Alles was es gibt, sind schnöde Beweisfotos. Denn ansonsten würdet ihr mir vielleicht garnicht glauben.

Wir kümmern uns heute um einen Vergleich zwischen FP-sync und dem Einsatz von Graufiltern. Da gibt es nämlich einen dollen Vergleich. Aber um den wirklich zeigen zu können, da müssen wir erst die Gegebenheiten drumherum etwas aufklären. Definitionen und Erklärungen um eine gute Grundlage zu bekommen. Jeder der richtig versiert ist, darf den Teil hier gerne überspringen.

++++++++++++++++ SCHNIPP ++++++++++++++++

Warum sollten wir überhaupt FP-Sync oder Graufilter nutzen. Die Antwort ist wirklich einfach.

Denkt mal an einen richtig hellen Tag. Sonne knallt, alles hell. Ihr wisst ja was bei so einem Tag für Einstellungen an der Kamera rauskommen. ISO100, f8 und mindestens 1/500s Verschlusszeit. Kein Problem eigentlich, wir können ja bis 1/8000s rauf wenn wir die Blende weiter öffnen wollen.

FALSCH… denn das ist nur die halbe Wahrheit. Das geht nämlich nur, wenn wir keinen Blitz einsetzen. Sobald der Blitz dazukommt weigerst sich plötzlich unsere Kamera schneller als 1/200 (ca.) zu belichten. Oder aber wir kriegen plötzlich so einen komischen schwarzen Balken über das Foto.

Das hängt zusammen mit unserem Schlitzverschluss bei dem ab einer bestimmten Geschwindigkeit niemals der ganze Sensor mit einem Blitz belichtet werden kann.

Also müssen wir, um bei hellem Umgebungslicht mit Blitz zu fotografieren, schummeln und den Blitz auf FP-Modus umstellen, oder aber wir können Graufilter nutzen um alles Licht was durch das Objektiv kommt zu dimmen. Was genau ist aber dieser ominöse FP (FOCAL PLANE) SYNC MODUS??? Eigentlich wird er ja auch Highspeedmodus genannt. Aber diese Beschreibung ist noch viel trügerischer und lügnerischer als der Ausdruck FP-SYNC. Warum das denn jetzt? Der Blitz überlistet den Schlitzverschluss nämlich dadurch, dass er nicht schneller oder kürzer SONDERN LÄNGER blitzt. Der Blitz leuchtet plötzlich, wird also zu einer Art Dauerflackerlampe. Und diese Lampe leuchtet dann also ab dem Zeitpunkt wenn der erste Verschlussvorhang sich hebt und der Schlitz über den Sensor wandert bis zu dem Zeitpunkt, da der Sensor wieder komplett verdeckt ist. Wenn man sich so ein Diagramm anguckt, dann sieht man direkt das FLACKERN des Blitzes.

Dadurch können wir dann schneller als die X-SYNC blitzen :-) um das mal blöde zu formulieren. Am Blitz seht ihr das Zeichen als kleines “H” neben dem ETTL.

++++++++++++++++ SCHNAPP ++++++++++++++++

Im Vergleich dazu nimmt der Graufilter die Holzhammermethode. Er nimmt einfach alles Licht bei einem bestimmten Grad weg, was durch das Objektiv kommt. Dadurch dass der Graufilter z.B. die Hälfte des Lichts schluckt, kann man einfach die Blende um eine volle Blendenzahl öffnen und gut ist! Was wir an Licht wegnehmen, das holen wir also durch die Blende wieder heraus. 1 zu 1!!! (DAS IST VERDAMMT WICHTIG. IM KOPF BEHALTEN)

SCHAUEN WIR UNS JETZT DIREKT MAL DAS FP-SYNC AN.
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Schaut mal auf das Display des 580 EX II. Den Blitz haben wir zu Testzwecken genutzt. Leitzahl ist beim 580 EX II 58 (ISO100/21°). Wir haben den Test bei realistischen 50mm gemacht. Realistisch für die Peoplefotografie! Und vielleicht ist euch schonmal die Leiste mit den lustigen Zahlen unten am Blitz aufgefallen. Das ist ja eine Reihe in Metern… also DISTANZANGABEN!

Distanzangaben am Blitz machen aber doch nur Sinn, wenn der Blitz weiß, was die Kamera eingestellt hat/ist. Also findet eine Kommunikation statt. Und aus den Werten aus der Kamera, da errechnet sich der Blitz die maximale Reichweite bei voller Leistung.

Alles was der Blitz macht ist ja, Leitzahl (bei ISO100) durch Blende = Entfernung in Meter! Das können wir auch direkt testen. Wir haben folgende Einstellungen an der Kamera gewählt und dann müssen wir nur noch den Auslöser halb durchdrücken. Dann rechnet der Blitz!!!

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Seht ihr, der Blitz zeigt an, dass er bei effektiver Blende 8.0 rechnet und auf einemaximale Reichweite von 6m kommt. Solange das Motiv also 6 Meter entfernt ist, kann der Blitz das Motiv ausleuchten. Oder anders herum. Der Blitz hat bei f8 eine Reichweite von 6 Metern. Ohne Lichtformer, ohne richtige Zoomstellung.

Wir hatten also f8 bei 1/200s. Das war gerade die maximale X-SYNC-ZEIT an der 5D Mark II. Jetzt ändern wir das Ganze einfach mal, schalten FP an und können nun auf 1/400s hinaus. Dafür öffnen wir die Blende auf 5.6.

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Und hier kommt der Hammer. PENG!!! Obwohl wir die Blende eigentlich weiter aufgemacht haben, kommt der Blitz nur noch 3 Meter weit. Das ist eine volle Halbierung der maximalen Distanz. Das entspricht einem Leistungseinbruch von 2 vollen Blenden.

WOW! UM EINE BLENDE AN UNSCHÄRFE ZU GEWINNEN, GEHEN ZWEI!!!! VOLLE BLENDEN AN LEISTUNG DRAUF!

Und was das bedeutet, das braucht man garnicht mehr zu sagen. Wir können den Umkehrtest machen. Selbst wenn wir eine Blende weiter schließen, bekommen wir ohne FP-SYNC eine maximale Reichweite von…

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VOILA!!!! …4m!!!!

Und da hätten wir unser Ergebnis! Highspeedsyncen kostet Leistung. Derbe… big way!!! Dafür dass der Blitz länger leuchtet und leuchtet und leuchtet kann er nichtmehr auf voller Stärke blitzen. Ist ja logisch, für die Dauer geht Leistung drauf.

Wir hatten vorher aber gesagt, der Graufilter kostet uns 1 zu 1 Leistung. Eine Blende öffnen, eine Blende Leistung. FP-SYNC kostet für jede Blende zwei Blenden Leistung… :-) (UNGEFÄHR)

ERGEBNIS:

  • Wenn man bloß die Offenblende braucht, dann sind Gruafilter durch nix zu ersetzen.
  • Wenn man die schnelle Verschlusszeit braucht, dann geht kein Weg um die FP-SYNC herum. Aber man muss im Hinterkopf behalten, dass es enorm Leistung kostet und dass der Blitz eigentlich nicht kurz leuchtet sondern EXTRA LANGE. Und auch das kann zu marginalenm Verschmieren führen.
  • Der Graufilter muss extra gekauft werden und extra noch vors Objektiv geschraubt werden. Das sollte man auch im Hinterkopf behalten. Denn manchmal geht es mehr um Schnelligkeit als um Qualität. Manchmal! Und da gibt es nix einfacheres als FP-SYNC.

Etwas komisches ist uns heute auch noch passiert. Etwas, was ich nicht erwartet hätte. Als wir die Fotos für den Post gemacht haben, haben wir den Highspeedmodus am Blitz anschalten müssen. Und wir haben das vor dem Umstellen der Kamerawerte gemacht. Und plötzlich hat sich die Reichweite verändert. Ohne Blenden oder Zeitänderung. Wir haben also die Zeit bei 1/200s gelassen und TROTZDEM… schaut her!

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… die Leistung ist eingebrochen. Anscheinend leuchtet der Blitz bei aktivierter Highspeedoption schon bei 1/200s los! Ihr solltet also nicht den Modus dauernd anhaben!

Abseits von FP und ND… was bringt euch dieser Post noch?  Ihr wisst jetzt, dass euer Blitz eine prima Rechenmaschine ist und sollte immer kontrollieren ob man den Blitz überhaupt einsetzen kann, ob die Reichweite ausreicht.

Beispiel: Nach diesem Post wisst ihr auch was euer 580 EX II kann und wenn man immer einen Blick auf das Display wirft, dann lernt man die Leistung sehr gut kennen. Man weiß was möglich ist und auch im manuellen Modus wird man sicherer. Wenn ich 3m Entfernung zum Modell habe, dann weiß ich, dass ich halbe maximale Distanz habe, also 2 Blenden weniger als 1/4 Leistung. BASTA! Ohne Probeaufnahmen oder rumfummeln. Man kann prima “VOR”kalkulieren… Aber das kommt in einem anderen Posting.

MAN SIEHT SICH!

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