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BEGINNER-PEOPLEFOTOGRAFIE: DER KORREKTE SCHNITT TEIL II

Hallo zusammen… und hier weiter mit dem Post von gestern zum Thema Bildbeschnitt. In den Kommentaren von gestern gab es ja schon einige Bemerkungen in Richtung “was darf man und was nicht???”. Und genau dieses Thema wollten wir von Anfang an in diesem zweiten Teil aufgreifen. Es geht nämlich beim Thema Bildbeschnitt um eines der hauptsächlichen und bildbestimmenden Elemente. Und bei so einer wichtigen Frage kann man niemals mit “das muss man so oder so beschneiden” antworten.

Im Post gestern wollten wir einige Vorschläge bzgl. klassischer Schnitte in der Peoplefotografie geben. Und mit dem Post heute geht es um die Fehler. Wir haben gestern nämlich einige Fettnäpfchen eingebaut. Und die gilt es heute zu klären.

Was sind also die “klassischen Fehler” bei den “klassischen Schnitten?

Fangen wir an mit den 4 fehlerhaften Beispielen von gestern.

FEHLER: Leicht falscher Schnitt oben und zusätzlich grober Patzer unten.
Fotos korrekt anschneiden

Niemals sollte man durch den Schritt eines Modells schneiden. Damit wird der Eindruck einer Fülligkeit erweckt. Man zeigt nicht komplett die Silhouette und durch den Schnitt durch die Hüfte erscheint das Modell dicker und breiter.
Der Fehler an der Stirn ist einfach zu beschreiben. Niemals durch den Haaransatz schneiden!!! Die leichten Haaransätze erscheinen dadurch total störend im Portrait des Modells.

FEHLER: Bildbeschnitt direkt durch den Haaransatz (IM DETAIL!!!) und dazu kommt ne Hand irgendwo aus dem Bildrand
Fotos korrekt anschneiden

Über den Schnitt quer durch die Haare haben wir ja schon alles gesagt. Gehen wir also direkt zum zweiten Fehler mit dem Patschehändchen. Ich bin ja bekanntlich kein Feind von krassen Schnitten. Normalerweise kümmere ich mich bzgl. Schnitt um echt wenig. Aber einige wenige Dinge gibt es dann doch, die sogar mich schocken.
Und genau das ist ein solcher Fehler mit der Hand. Das Problem mit diesem Schnitt ist, dass die Hand direkt aus dem nichts am Bildrand kommt. Daher der Ratschlag: Bei Händen immer auch etwas vom Arm “dranlassen”.

FEHLER: Zu viel Stirn gelassen
Fotos korrekt anschneiden

Beim Beschneiden gilt der einfache Grundsatz. Je mehr ich wegschneide umso größer wird der Rest welcher im Bild bleibt. Und genau darum geht es auch bei diesem Fehler. Lasse ich zu viel Stirn, dann schrumpft mir das Gesicht und auch die wichtigen Augen.
Zudem gibt es aber noch ein weiteres Problem. Und zwar dass die Proportionen stimmig sein müssen. Und eine zu hohe Stirn lässt das Gesicht des Modells zu länglich erscheinen. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber dann auch, dass man ein rundlicheres Gesicht ein wenig durch einen hohen Stirnschnitt “zerren” kann.
Trotzdem gilt normalerweise: Besser durch die Stirnmitte als darüber schneiden.

FEHLER: Wichtige Bildinhalte zu nahe am Bildrand
Fotos korrekt anschneiden

Ich glaube da muss man wenig erklären. Kurzum: Augen sind wichtig und wichtige Sachen sollte man nicht an den Bildrand legen. Jedenfalls nicht zu eng an den Bildrand! Passiert oft, ist aber total blöde!

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  1. 19 Januar 2010, 13:00 | #1

    Ooooookay! Damit erklärt sich einiges von dem gestrigen Post ;-)
    Da hatte ich nämlich bei einigen Bildern den Eindruck, dass irgendwas nicht “passt” und hab mich gewundert, warum ihr die als Beispiel für People-Beschnitt anbringt *g*

  2. 19 Januar 2010, 13:53 | #2

    LOL ….beim ersten Post habe ich ja zunächst gedacht ” welcher Kreativteufel hat sie denn jetzt geritten “.
    Aber hier rückt ihr mein Bild von euch wieder gerade, im wahrsten Sinn des Wortes. ;-)
    Bin mal auf den Teil III gespannt … I’ll watch you. :D

  3. Michael S.
    19 Januar 2010, 15:05 | #3

    Hallo Martin,
    erstmal vielen Dank für die Arbeit die Ihr Euch
    immer wieder macht!!
    Als Neuling finde ich die neue Serie super informativ.
    Freue mich schon auf den nächsten Teil.

    Gruß
    Michael

  4. 19 Januar 2010, 18:36 | #4

    Ich find es wirklich klasse das ihr euch soviel Mühe macht. Weiter so! Ich kenne keine/n andere/n Fotograf/en – welche/r fest im Berufsleben steh(t)/en (Kwerfeldein-Martin ausgeschlossen) – welche/r sich so sehr für die Grundlagen und Techniken einsetzt, schon fast aufopfert. ;)

  5. 19 Januar 2010, 21:06 | #5

    Das sind echt mal wieder zwei tolle Beiträge gewesen. Meistens beschneide ich meine Fotos nach Gefühl und fand bisher hinterher, dass manche irgendwie besser und andere nicht so schön aussehen. Jetzt weiß ich endlich, woran das liegen könnte :-) Danke sehr und weiter so, Jungs!

  6. kl
    21 Januar 2010, 11:31 | #6

    Hallo Martin,
    interessant währe auch mal eine Aufklärung darüber, wie diese extremen Schnitte wie in Bild 3 entstehen. Bei der Aufnahme oder später am PC? Denn, wenn ich etwas mehr vom Arm rechts drauf lassen will, habe ich ja auch zu allen anderen Seiten mehr drauf und würde solch einen Schnitt wie hier gezeigt nicht mehr hinkriegen-oder nicht?

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