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Archiv für die Kategorie ‘SETUP TUTORIALS’

SETUP-32: DIREKTES BLITZLICHT (KNALLHART)

20 Juli 2010

Wir sind gerade im Süden des Landes, ich sitze im Hotel, ab 7.15 Uhr gibt es Frühstück und um 8 Uhr geht die Arbeit los. Vorbesprechung, Make-Up und Styling bis 10 Uhr und dann ab die Post.

Also legen wir direkt los mit dem ältesten Setup aller Zeiten. ich denke das Foto ist bestimmt 2,5 Jahre her und eines der ersten Fotos die ich je gemacht habe… Es geht um dieses Foto…

TECHNICAL Vergleich Fotos
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Fangen wir an mit dem Überblick über das Setup. Man sieht auf dem Foto den Blitz, einen Ranger RX mit 1100Ws maximaler Leistung, das Modell und die Location. Ein Parkdeckdachin der Stadt.

Bitte beachtet dabei die Kleidung des Models. ALL WHITE :-)

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Und auf dem nächsten Foto sieht man den Effekt der heutigen Lichtsetups deutlich. Es ist aufgenommen mit den eigentlichen Kameraeinstellungen des finalen Fotos. Wir sehen, dass die Umgebung auf dem Foto schon korrekt belichtet ist. Selbst dort wo der Blitz nicht auftrifft oder wo der Hintergrund einfach zu weit vom Blitz entfernt ist.

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Auf dem nächsten Foto sehen wir dann einen zufälligen Vergleich. Sorry, aber damals haben wir noch nicht wirklich Vergleichsfotos gemacht :-). Auf dem Foto, auf dem ich übrigens ein CloseUp Portrait mache, werfe ich mit meinem Körper vor dem Blitz einen Schatten auf das Model. Und genau hier sieht man jetzt den Unterschied zwischen mit Blitzlicht und ohne Blitzlicht.

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Was haben wir also gemacht, was wollen wir mit dem Setup besprechen. Es ist eine Arbeitsweise die sehr spannend aber auch sehr schwierig ist. Eine Korrektbelichtung durch das Umgebungslicht und eine gezielte Mini-Überbelichtung durch den Blitz.

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Der erzielte Effekt ist sehr interessant. Eine sehr direkte Ausleuchtung die das Model komplett aus dem sonst so eintönigen Hintergrund herausholt. Die “Überbelichtung”, die eigentlich gar keine richtige Überbelichtung ist, sondern eben nur eine Hellerbeleuchtung, setzt das Motiv aus dem Hintergrund heraus.

Dabei sollte man wenigstens eine relative harte Lichtquelle wählen. Dadurch erreicht man ein Mindestmaß an Zeichnung und Kontrastwirkung. Eine zu weiche Lichtquelle würde die Überbelichtung nicht so knackig und die Reflexe nicht so deutlich hervorholen.

TECHNICAL Vergleich Fotos
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Probiert das Setup mal aus. Ihr könnt es auch sehr einfach mit einem Aufsteckblitz machen. Das sieht etwas anders aus aber es geht auch…  gerade an einem etwas diesigen, wolkigen Tag ist dieses Setup der Knaller. Natürlich, und da schließt sicht der Kreis mit den ersten Sätzen dieses Setups, geht es am Besten mit weißer Kleidung.

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SETUP-31: MINI-SETUP AUFSTECKBLITZ

5 Juli 2010

Wir sind gerade ziemlich busy bees… und daher reicht es heute nur für einen kurzen MINI-Beitrag. Trotzdem geht es um ein Setup. Guckt euch mal dieses Foto hier an.

TECHNICAL Vergleich Fotos
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Gemacht wurde das Foto mit einem Aufsteckblitz. Ja, richtig, mit einem Aufsteckblitz. Ihr könnt das auch. Aber VORSICHT… der Look ist eigentlich immer gleich und die ganze Sache ist nix für jeden Tag. Dann wird es sehr schnell langweilig. Ein sehr symmetrisch-perfektes Gesicht und ein entsprechender Körper lässt sich aber kaum einfacher und toller in Szene setzen. Es geht heute nicht darum mit Blitz um sich zu werfen sondern um eine besonders einfache Art zu fotografieren. Wichtig bei dem nachfolgenden Setup ist die Anwendung. Man darf nicht immer so fotografieren, eigentlich nur selten. Trotzdem muss man wissen wann genau dieses Licht perfekt wirkt.

Es ist total einfach!

Um was geht es genau? Es ist die mittige Ausleuchtung und die extreme Abdunklung der Ränder. Eine Art Spot- oder Bühneneffekt. Ich brauche also einen Bereich der vom Blitz getroffen wird und die Ränder des Bildes sollen dabei kein Licht abbekommen.

  1. Findet die Einstellungen an eurer Kamera wo ich kein Umgebungslicht mehr auf dem Foto habt. Meistens ist es eine Unterbelichtung von mindestens 2 Blenden. Beim Foto oben war es irgendwas mit ISO400, f5.6 und 1/200s weil wir im dunklen Fotostudio standen!
  2. Schaltet den Blitz ein, packt ihn ganz regulär auf die Kamera.
  3. Nehmt eine Weitwinkellinse. Ihr solltet so um die 24-35mm auf Kleinbild haben! Stellt den Zoom auf ungefähr diesen Bereich und rührt das Teil nicht mehr an!
  4. Schaltet den Blitz an. Stinknormale TTL Blitzbelichtungsautomatik. Schaltet den Zoomreflektor auf höchste Stufe am Blitz. So etwas um die 105mm. Die Kombination von 24mm zu 105mm am Blitz ist unserer Erfahrung nach perfekt…
  5. Jetzt macht einen Testshot und reguliert am Blitz mit der Blitzbelichtungsautomatik die Intensität des Blitzlichtes. In unserem Falle war es eine kleine Unterbelichtung…
  6. FERTIG… viel Spaß beim Fotografieren. Und nicht vergessen… es geht nur um Querformat so schön!!!

Genauso wurde auch dieses Foto hier mit einem Aufsteckblitz gemacht. Gleiches Setup, gleiche Einstellungen.

TECHNICAL Vergleich Fotos

Wie man am dem Foto deutlich sieht, so kommt das Bild aus der Kamera.

Wer nicht glaubt, dass das Foto so gemacht wurde, ganz ohne Studioblitzanlage oder ähnlichem, der kann sich ja hier mal das Video vom Workshop anschauen. Dort sieht man die entsprechenden Szenen… ÄTSCH!

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SETUP-30: AM RANDE DES LICHTS

7 Juni 2010

Hallo zusammen. Ich hoffe jeder hat das Wochenende gut überstanden. Das Wetter war ja grosartig und perfekt um raus zu gehen und richtig fette Fotos zu machen. Und um ein Foto geht es natürlich auch heute hier bei uns. Hatten das ja schon letzte Woche angekündigt. Im Beitrag über den eigenen Style.

Nachfolgend seht ihr nochmals das Foto und dann geht es direkt darum, wie das Foto in technischer Hinsicht entstanden ist.

TECHNICAL Vergleich Fotos
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Im Beitrag über den eigenen Style haben wir ja schon geschrieben, dass es einige Elemente gibt, die wir gezielt in unsere Fotos einbauen. Z.B. waren das:

  • Simmetrie und perfekte Ausrichtung gegenüber den Bildkanten.
  • Unschärfe und Freistellung des Modells
  • Clean”heit” des Hintergrundes

Wie also setzen wir genau diese Einstellung um? Das folgende Bild zeigt das Setup relativ deutlich. Wir haben einen einfachen Faltreflektor eingesetzt. Einen Sun-Mover (*SHOPLINK) von California Sunbounce und haben mit diesem das komplette Bild verfeinert bzw. zusätzlich belichtet.

Man braucht nicht immer einen riesigen Reflektor, selbst wenn man Ganzkörperaufnahmen macht. Es kommt immer auf das Ziel an und wir wollten die Natürlichkeit so weit wie möglich bewahren und nur ein ganz klein bisschen Licht hinzufügen.

Der obere Shot zeigt leider eine Situation, bei dem der SunMover vom Modell weggerichtet wurde. Das Bild darunter zeigt dann, wie das Licht sich ergibt, wenn der Reflektor auf das Modell trifft. Dann sieht man direkt, dass die Haare leichte Schatten im Gesicht werfen.

SETUP HOW TO Tutorial Photo
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Nachdem wir nun also geklärt hätten, mit was wir das Foto gemacht haben, geht es direkt zum wie. Das WIE ist bedeutend schwieriger zu beantworten, denn dabei müssen wir viel mehr auf die Gegebenheiten vor Ort eingehen.

Gemacht wurde das Bild auf der Insel Texel in Holland. Wie man auf nachfolgendem Foto sehen kann, hatten wir ein ziemlich komisches Wetter. Und das, obwohl wir eigentlich Frühsommer hatten. Trüber Himmel, keine weite Sicht, sehr flaue Farben aber trotzdem knallte die Sonne ständig aus einem kleinen Wolkenloch! Wir hatten also ständig direktes Sommersonnenlicht, dabei aber nie einen blauen Himmel, geschweige denn anständige Sommerwölkchen.

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Die Situation war deshalb ziemlich einmalig, weil wir ständig knallige Sonne hatten, der Himmel aber trotzdem immer eine einzige riesige Wolke war. Ich hab noch nie ein Wolkenloch stundenlang vor der Sonne liegen sehen… :-) Wir bekamen also ein ziemlich geniales Licht. Ein knackiges Führungslicht gepaart mit einer wunderbar natürlich Daueraufhellung. Das Problem war dabei bloß, dass es eben keinen blauen Himmel gab. Und bevor jetzt weitere Fragen kommen. Ja, der Himmel auf dem Foto ist zu fast 80% aus Photoshop so blau…

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Die Kamerawerte waren auch schnell gefunden. Offenblendig bei 1.4 bzw. 1.2, ISO runter, Shutterspeed rauf und kurz angemessen auf die korrekte Belichtung im Schatten. Wir gehen meistens relativ gleich vor. Bei solchen Schatten-Helligkeits-Shots, also Bilder bei denen das Motiv im Schatten liegt, der Hintergrund aber trotzdem noch hervorkommen soll nutzen wir folgende Vorgehensweise:

  1. Einmessen auf die direkte Belichtung im Schatten (Beli zeigt zur Kamera, befindet sich im vollen Schatten).
  2. Unterbelichtung um 1 bis 1 1/2 Blenden.
  3. Leichte Korrektur durch den Reflektor, max 1/2 bis 2/3 Blenden.

Und dann geht schon das Fotografieren los.

SETUP HOW TO Tutorial Photo
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Auf dem nachfolgenden Foto könnt ihr die Wirkung des kleinen aber feinen Rundreflektors sehen. Es ist zwar nur ein feines Detail aber gerade diese 2/3 Blenden unterschied erlauben dann nachträglich die kleinsten Blauanteile aus dem Himmel zu ziehen bzw. die direkt von der Sonne beschienenen Stellen digital zu “retten”.

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Die spezielle Funktion des SunMovers mit dem Weitwinkelreflektieren bzw. dem Engstrahl haben wir nicht genutzt. War damals einfach nicht nötig, da der Reflektor in seiner normalen Form einfach perfekt war. Man braucht ja nix ändern, wenn es schon direkt passt.

So und hier nun die finalen Fotos. Ihr könnt euch selbst entscheiden, ob die Vrsion mit dem blauen Himmel oder der überbrannte Himmel schöner ist. Mein Favorit ist die zweite Version mit dem starken Überbrennen.

Achtet nochmals darauf, dass wir das Foto locker mit jedem anderen Reflektor dieser Welt hätten machen können und achtet auch darauf, dass wir “nur” einen 80 oder 90cm großen Reflektor genutzt haben.

TECHNICAL Vergleich Fotos
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TECHNICAL Vergleich Fotos
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Ein wichtiger Tipp am Rande: Wenn bei solch extremen Situationen Farbinformationen verändert bzw. manipuliert werden sollen, dann ist es zwingend nötig diese schon in der RAW-Entwicklung vorzunehmen, oder aber direkt in 16 Bit zu konvertieren und dann die Farbverschiebungen und -verstärkungen einzusetzen. Ein großer Fehler wäre, zu probieren, aus dem 8 Bit JPG derlei Änderungen wie die Einfärbung letzter Kontrastreserven aus dem Himmel zu beschwören. Da hätte man mit der Umwandlung des RAWs auf 8 Bit schon die wichtigsten Informationen gekillt.

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SETUP-29: UNDER THE SUN

5 Mai 2010

Bei uns ist gerade herrliches Wetter und so schön die Sonne auch scheint, so wünscht man sich doch direkt an einen tollen Sandstrand mit genau dieser Sonne um dort wunderschöne Fotos zu machen… Tja, genug geträumt. Dafür gibt es aber heute einen kleinen Leckerbissen an Lichtsetzung in gerade dieser Situation.

Fangen wir mit dem Foto an um daran dann das Thema des heutigen Setups klar zu machen…

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Es geht um ein Drei-Licht-Setup unter Verwendung von nur zwei Blitzen. HE???? Wie geht das? Natürlich nur mit Hilfe der Sonne. Wenn wir das Foto nämlich genau anschauen, dann sehen wir deutlich dass das Modell von jeder Seite mit Licht bestrahlt wird. Von seitlich hinten rechts, von seitlich hinten links und von vorne seitlich links.

Ok, bevor wir in die Systematik gehen. Es gibt zwei Dinge auf die wir genauer eingehen wollen. Es gilt in Zukunft hier im Blog nicht nur Sachen zu zeigen und zu erklären sondern viel mehr die Verknüpfungen und den Sinn und Zweck aufzuzeigen. Technik ist nämlich nur dann sinnvoll anzuwenden, wenn man den Grund dafür vergegenwärtigt hat. Wir werden versuchen dies in den folgenden Posting wirklich verstärkt einzubauen.

1. Gilt es also heute zu klären wie man die genaue Ausbalancierung mit der Sonne vornimmt.

2. Wie setzt man mit zwei Blitzen die in einem festen Verhältnis zueinander stehen so ein delikates Licht mit drei unterschiedlichen Lichtquellen, die dazu noch in genauem Verhältnis zueinander stehen müssen.

Punkt Nr. 1 kommt gaaaaanz oft vor, immer dann wenn man draußen fotografiert und Punkt Nr. 2 passiert auch öfters als man denkt, denn Blitze lassen sich nicht immer so regulieren wie man es wünschen würde.

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Punkt Nr. 2 ergibt sich übrigens direkt aus der Logik, dass beide verwendeten Lichtquellen mit einem kleinen 400Ws Quadra (*SHOPLINK) betrieben wurden und der Quadra ein fest eingestelltes Verhältnis beider Ausgänge von 1:2 hat. Wenn ca. 300Ws eingestellt sind, dann gibt der Q 66% auf den A Port und 33% auf den B Port. Eine Lichtquelle ist also immer stärker als die andere bzw. auch umgekehrt.

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Bevor wir aber anfangen, die oben genannten Thematiken zu behandeln, müssen wir zuerst das Setting checken. Fotos haben wir ja schon genügend gezeigt auf denen das Setup klar und deutlich zu erkennen ist. Ein Ranger Quadra mit 400Ws (*SHOPLINK) Maximalleistung, 2 Blitzköpfe mit Weitwinkelreflektoren, 2 Stative, 1 Sonne, 1 Strand, einen Raoul und dat wars… achso, den Sand nicht vergessen.

Das Drei-Punkt-Setup ist denkbar einfach. Man teilt den 360° Kreis um das Modell in jeweils 3 Stücke à 120°. Jede Lichtquelle bekommt einmal 120°. Die beiden hinteren Lichtquellen müssen dabei garnicht viel stärker sein, durch den steilen Winkel zum Motiv kommt der Reflex auf dem Motiv von ganz alleine.

SETUP HOW TO Tutorial Photo
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Aufgrund der Stärke des Quadras mit 400Ws war die Blende 11 bei ISO 100 das maximal erreichbare Abblenden. Dunkler konnten wir den Hintergrund nicht machen, dafür fehlte uns sowohl die Stärke des Blitzes als auch noch die Stärke des Sonnenlichts.

Und da wären wir auch schon mitten beim Thema und bei der ersten Frage. Wie balanciere ich das Umgebungslicht der Sonne mit dem Blitzlicht für das erwünschte Foto? Und dafür gibt es eine sehr einfache und strukturierte Vorgehensweise.

Das Sonnenlicht kann von uns nicht reguliert werden. Es ist so hell wie es eben hell ist und wir können mit den Kameraeinstellungen nicht die Helligkeit der Sonne bestimmen sondern maximal das Verhältnis zum Blitzlicht. Das macht die Sache aber wieder noch einfacher. Wir beginnen mit dem Einstellen der Kamera um ein Grundfoto zu bekommen. Das Grundfoto ohne jeglichen Blitz muss so belichtet sein, dass die Sonne leichte Akzente auf das Motiv zeichnet. Es darf also nicht ausgebrannt sein sondern muss leicht hell glänzen.

Entweder man macht eine Belichtungsreihe oder man misst mit dem Belichtungsmesser das Licht auf ca. 2/3 Blenden unter der Arbeitsblende ein. Da die Sonne hinter dem Modell steht, taucht eine leichte Unterbelichtung der Stellen im direkten Sonnenlicht das Motiv in deutlichen Schatten.  Sobald das passiert ist, hat man die Kameraeinstellungen gefunden und wir wären beim zweiten Punkt auf der Agenda. Das Einstellen beider Blitze die aber leider ständig in einem festen Verhältnis zueinander stehen.

Wenn wir auch hier strukturiert vorgehen, dann ist auch dies kein großes Problem für uns. Erstainmal gilt es zu klären, welche Postion der stärkere bzw. der schwächere Blitz einnehmen soll. Und da entscheiden wir uns für die Kombination, dass der hintere Blitz stärker sein soll als das Führungslicht von vorne. Warum? Es ist wichtiger, das komplette Motiv vom Hintergrund zu trennen und das Streiflicht auf den gesamten Körper zu werfen als das komplette Motiv von vorne treffen. Übersetzt: Lieber wir haben einen Verlauf des Lichts zu den Beinen hin, sehen aber den Oberkörper, als dass das Streiflicht nur den Oberkörper und nicht den wichtigen unteren Bereich trifft.

Da die effektive Lichtstärke hauptsächlich durch die Entfernung bestimmt wird, brauchen wir das stärkere Licht als Streiflicht um mit einer größeren Distanz bei gleichem Reflektor gerade den kompletten Körper auszuleuchten. Simpel… nisschd wahrrr? Wenn wir nämlich diese Entscheidung getroffen haben, dann schieben wir beide Lichtquellen auf voller Leistung am Q nur noch so lange an das Motiv heran, bis wir das Foto korrekt belichtet haben und gleichzeitig auch die gewünschte Ausleuchtung. Das Führungslicht ist dabei viel näher am Motiv als das Streiflicht. Haben ja gerade besprochen warum…

Und damit hätten wir den Post auch schon fast beendet. Es geht also darum, dass wir strukturiert alle Aufgaben bewältigen und Schritt für Schritt unser Licht einrichten. Erst das Umgebungslicht; wobei wir uns nach der Helligkeit des benötigten Reflexes richten. Und erst dann kommt das Blitzlicht; wobei hier dann auch wieder der gewünschte Belichtungserfolg das Setup Schritt für Schritt vorgibt.

So, jetzt nochmals das Foto.

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Noch einige wichtige Punkte… am nachfolgenden Punkt sieht man mal, was so ein Q bei uns ständig aushalten muss und es auch problemlos tut. Sand, Wind, Feuchtigkeit… alles kein Problem. Und daher auch der Aufruf: Wenn man ständig nur nach der Ausrüstung schaut, kann man nicht frei fotografieren und daher braucht man zwangsweise auch Ausrüstung, die man wirklich vergessen und einfach benutzen kann, wenn man fotografiert.

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Schon wieder mal ein Loblieb auf den Manfrotto CombiBoom 420B. Hier haben wir aufgrund des kurzes Kabels und des schrägen Bodens das Foto nur mit dem Galgen machen können. Warum? Durch den Galgen kann man den Schwerpunkt weg vom Gewicht lagern und damit den Hang ausgleichen. Dazu können wir das Licht über die Kameraachse bringen und damit erreichen wir, dass das Licht aus den beiden Blitzen nicht nur von einer Seite kommt. Würden wir den Blitz weiter nach rechts bringen wollen, dann hätten wir mit dem Kabel direkt im Bild zu kämpfen. Mit dem Galgen wird das Kabel “über das Bild” gelegt.

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SETUP-28: SETUP-VARIATIONEN

8 April 2010

DIESES SETUP ist der Anlass für das heutige Posting. Es geht um die Möglichkeit ein Blitzsetup von verschiedenen Kombinationen ausleuchten zu lassen und aufzuzeigen, welche Optionen ein Setup bietet bzw. wie sich ein Setup aufbaut. Hier nochmals ein kurzer Shot des Setups und der Aufbau des Setups. Nachzulesen ist alles ja auch in AUSFÜHRLICH unter dem oben genannten Link.

Setup HOW TO Tutorial PhotoSetup HOW TO Tutorial Photo

Immer dann, wenn mit mehreren Blitzen gearbeitet wird, dann bietet sich auch die Möglichkeit einzelne Blitze abzuschalten. Und diese Möglichkeit sollte man innerhalb jedes Setups auch wirklich nutzen. Jedenfalls dann, wenn man die Freiheit hat, es zu tun.

Als Fotograf kann man innerhalb eines Auftrages natürlich nicht einfach irgendwelche Blitze abschalten. Das würde natürlich die Frage eröffnen, warum man die Blitze überhaupt aufgebaut hatte. Und das würde unweigerlich darauf hinauslaufen, dass man etwas “umsonst” gemacht hätte. Aber wir sprechen ja auch über die Möglichkeit innerhalb eines freien Shootings. Dort hat man alle Freiheiten der Welt und mehr kann man sich als Fotograf kaum wünschen. Und genau aufgrund dieser Freiheiten sollte man sich auch immer die Möglichkeit bewahren den Aus- und Anschalter einzelner Blitze zu drücken. Die Arbeit hat man sich ja schließlich sowieso gemacht.

Und daher wollen wir hier direkt mal zeigen, welche Fotos wir an dem Tag des Shootings innerhalb von ca. 5 Minuten gemacht haben. Einfach indem wir verschiedene Kombinationen der aufgestellten Blitze genutzt haben.

TECHNICAL Vergleich Fotos
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Gucken wir uns nochmals den Überblick der Blitze an und geben jedem Blitz eine Nummer. Dann können wir jedem Bild eine bestimmte Blitzkombination geben.

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In jedem Foto wurde das Hauptlicht genutzt. Es gäbe noch weitere tolle Möglichkeiten, wenn man das Führungslicht (3) abschalten würde und dann mit mehr Kontrast arbeiten und fotografieren würde.

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  1. Führungslicht (3) und Streiflicht (1) und dabei das Streiflicht direkt auf das Modell gedreht, also nicht mehr indirekt.
  2. (1)+(2)+(3)
  3. Nur das Führungslicht (3)

Und man sieht deutlich. Kaum Aufwand, aber total unterschiedliche Ausleuchtungen. Probiert es doch mal in Zukunft. Wenn ihr die Freiheit habt, dann probiert auch verschiedene Kombinationen der vorhandenen Blitze.

LG
Martin

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SETUP-27: INDIREKTES LICHT

17 März 2010

Heute gilt es in einem neuen Setup-Tutorial-Post zu klären, wie die unten sichtbaren Fotos gemacht wurden. Um das, vor der Betrachtung des Fotos noch etwas weiter zu konkretisieren; es geht darum, dass wir ein Bild nicht immer mit Licht direkt aus den Blitzen ausleuchten müssen. Was beim Aufsteckblitz, nämlich das Bouncen an die Decke oder die Wand, klappt, dass funktioniert auch bei Studioblitzen. Jetzt aber ersteinmal zum Foto…

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…und nach dem Foto direkt zu einem Foto was euch den Überblick über das gesamte Setup zeigt.

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Denn auf diesem Foto sieht man schon deutlich was mit “indirektes Licht” gemeint war. Die Logik dahinter ist noch einfacher. Lichtquellen sind immer in ihrer Größe beschränkt. Ich kann mir zwar eine 2m Softbox kaufen, aber je größer desto schwieriger ist das Licht zu handhaben und desto teurer wird der Spaß. Da muss es also doch andere Wege geben.
Und wenn wir uns das Foto anschauen, dann sehen wir, dass dort wo die Schuhe und die Zeitschriften liegen, die Position des Modells ist und 2 von 3 Lichtquellen indirekt leuchten.

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Hier sieht man einen Detailshot des Fülllichtes. Die kleine Softbox ist auf die Decke und den Vorhang gerichtet. Also 180° in die andere Richtung.

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Bei diesem hinteren Licht könnte man sich, aus gutem Grunde, fragen, was daran denn indirekt wäre. Der Hintergrund wird doch immer so ausgeleuchtet. Die Antwort ist auch denkbar einfach. Denn der Blitz zielt garnicht auf den Hintergrund sondern auf die weiße Hohlkehle daneben. Der Hintergrund fängt auf der linken Seite beim Stuhl an und umfasst eher die Türe und die Mauer als die weiße Hohlkehle. Also ist der Blitz AUCH indirekt auf den Hintergrund gerichtet.

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Einige Leser werden sich jetzt direkt fragen, warum denn dann das Hauptlicht nicht indirekt gerichtet wurde. Schon wieder gibt es eine klare und logische Antwort. Ich fasse mich mal in kurzen Stichworten. Das Modell kniet auf dem Boden über den Zeitschriften. Die Wand neben dem Blitz ist komplett aus Backstein… machts klick? Wir hätten hier nur über die Decke blitzen können und das ist bei einem nach unten blickenden Modell auf den Knien denkbar blöde… daher hier eine einfache Softbox direkt von der Seite. Um das Licht auch sehr tief zu bekommen.

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Ein großer Vorteil des indirkten Blitzens ist die Lastenverteilung. Selbst mit relativ starken Blitzen ohne die Möglichkeit extrem weit herunterzuregeln, können wir ohne Probleme sehr offene Blenden einstellen und fotografieren. Für dieses Foto wurde mit f2.2 fotografiert.

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Bevor wir jetzt aber schon wieder am Ende des Setups angekommen sind. Hier noch ein paar kurze Worte über Sinn und Zweck.

Indirektes Blitzen (KANN) natürlichen Lichteinfall in Gebäude immitieren.

Warum? Weil Licht oftmals über große Fensterfronten auf breiten Flächen in Räume fällt, Sonnenschein ergibt oftmals lokal ausbrennende, helle Stellen und diese Flecken im Bild gilt es nachzumachen. Der Überstrahlende und gleich indirekte Lichteinfall gewährleistet, dass die Lichtquelle nicht so gut nachvollziehbar für den Betrachter wird. Der Effekt ist auf den beiden letzten Ergebnisfotos gut zu erkennen. Je stärker der Überbrenneffekt umso natürlicher scheint die Lichtdominanz im Hintergrund. Die schiere Größe der leuchtenden Fläche macht das Licht natürlich und ungesteuert.
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Für alle Technikfans: Fotografiert haben wir am Vollformat mit dem 50mm 1.8 (*SHOPLINK). DOLLE LINSE!!! Wir nutzen sogar noch die Mark I Version von vor über 10 Jahren von einer analogen Canon…

Vorsicht noch bei ein paar Punkten.

  • WB – Den Weißabgleich solltet ihr aus dem RAW nachträglich bestimmen und festlegen und vorher über eine Graukarte einmessen. Sicher ist sicher denn auch wenn manche Wände für uns als WEIß gelten, die Farben können trotzdem noch Farbpigmente erhalten. Wem das egal ist, der kann auch ohne richtigen WB tolle Fotos machen :-)
  • Man darf nicht alles Licht indirekt gestalten, denn indirektes Licht wird meistens über Decken und Wände gestreut und füllt dann oftmals nicht den Boden und das Modell in Bodennähe. Je niedriger die Decke umso problematischer wird das indirekte Blitzen.
  • Man sollte doch die eine oder andere Testaufnahme mehr machen, denn die Effekte des indirekten Blitzens kann man fast garnicht über das Einstelllicht wahrnehmen und kleinste Verschiebungen der Kamera können große Änderungen hervorrufen.
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SETUP-26: SUNBOUNCING – I

17 Februar 2010

Heute waren wir mal wieder zwangsweise draußen unterwegs… 3 Stunden später und 4 Finger weniger an der Hand wieder zuhause angekommen war eine Sache klar… Wir brauchen ein paar sonnige Gedanken… PRONTO. Und was gibt es da Besseres als ein kleiner Post über SUN-BOUNCING. Vergessen wir für einen Moment also die Minusgrade und träumen uns in einen sonnigen Tag in Köln in einer alter Industrielocation hinein. Ein Modell, strahlend blauer Himmel mit ein paar wunderschönen Cumuluswölkchen am blauen Himmelsdach. Und unseren großen, zebrafarbenen Reflektor bei der Hand. Los gehts mit einem Foto vom Setup. Mehr gab es nicht. Kamera. Reflektor, Wand und Modell. Und deshalb eröffnen wir heute die Reflektoren-Saison mit dem ersten Beitrag über SUNBOUNCING.

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Aber halt… nicht so hektisch. Auf dem Foto oben gibt es mehr zu erkennen als man auf den ersten schnellen Blick vielleicht denken mag. Gehen wir doch einfach mal etwas in die Details. Was sehen wir denn auf dem Foto? Was können wir schon von einem einfachen Making-Of-Shot erkennen?

  1. Das Modell befindet sich im kompletten Sonnenschatten.
  2. Wir sehen einen gelblich/orangenen Schimmer auf der grünen Säule hinter dem Modell. Ergo, ein goldener oder zebrafarbener Reflektor. Und da Gold doch etwas arg krass ist, war es sicherlich zebrafarben!
  3. Abstand zwischen Wand und Modell von ca. 80-90cm.
  4. Wir sehen die komplette Silhouette des Modells auf dem Hintergrund. Ergo, der Reflektor wirkt echt stark und wirft viel Licht in den Schatten.
  5. Der Sunbouncer befindet sich teilweise sogar noch im Schatten (unteres Ende). Näher konnten wir also nicht an unser Modell heran.

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Und das alles erkennen wir aus dem einen Foto. Wenn wir nur hingucken. Und aus diesen Infos können wir weiter schlussfolgern. Es geht nämlich jetzt darum, zu erkennen, wie stark die Gewichtung zwischen Umgebungslicht und Reflektor auf dem finalen Foto sein wird.

Ja, es gibt einen Unterschied zwischen dem “normalen Umgebungslicht” und dem reflektierten Licht direkt aus dem Sunbouncer. Das können wir uns auch ganz einfach erklären, denn wenn wir ohne Reflektor fotografieren würden, müssten wir sicherlich die Blende weiter öffnen, könnten aber trotzdem locker noch ein Foto des Modells im Schatten machen. Das Licht wäre zwar schwächer aber nicht komplett weg. Und wenn wir wissen, dass wir mit dem Reflektor Licht zurück in den Schatten werfen, dann müssen wir uns um die Gewichtung genauso Gedanken machen, als wenn wir einen Blitz einsetzen würden.

Komischerweise denken viele Fotografen nur an Gewichtungsfragen wenn ein Blitzkopf mit einem kleinen Regler da steht. Nicht aber wenn mit der Sonne gearbeitet wird. Es bleibt aber die Konstellation, dass ich durch den Reflektor eine künstliche, zweite Lichtquelle ins Spiel bringe. Diese zweite Lichtquelle hat eine eigenen Charakteristik und diese Charakteristik muss ich als Fotograf mit dem restlichen Licht gewichten.

Und auf dem obigen Foto haben wir mindestens zwei Blenden mehr Licht vom Reflektor als vom Modell. Zwei Blenden, das können wir schon allein am Schattenwurf erkennen. Ein Unterschied von einer Blende macht nicht eine derartige Silhouette. Hier könnte der Unterschied sogar eher Richtung DREI Blenden tendieren.
Ob zwei oder drei ist aber völlig egal solange wir behalten, dass der Unterschied sehr stark ist und dass wir das Foto fast gänzlich über das Licht aus dem Reflektor formen und charakterisieren.

Und genau das sehen wir auch auf dem Foto… voila… ein Shot aus dem Setup. Mal wieder haben wir die Farben aus dem Foto genommen um hier nicht unnötig von der Charakteristik abzulenken. Es geht um Schattenwürfe und nicht um Farben im Foto.

TECHNICAL Vergleich Fotos
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Wir haben also zwei Zeichnungen die jetzt kommen. Einmal gibt es unsere übliche Zeichnung, welche Lichtquelle im Endeffekt welchen Bereich des Bildes belichtet (GELBES GEKRITZEL). Und daran können wir erkennen, dass eigentlich alles an dem Foto Reflektorenlicht ist!

TECHNICAL HOW TO Tutorial Photo

Und hier noch eine zweite Skizze über die Charakteristik des Fotos. Mit rot wurden die Stellen markiert, die Schattenwürfe durch den Sunbouncer darstellen. Erst wenn man ganz genau hinschaut, dann erkennt man, dass überall kleine aber sehr starke Schattenwürfe auftreten. Am Reisverschluss der Lederjacke z.B. oder seitlich am Kinn.

Da die Position des Bouncer sehr tief war, sind die Schattenwürfe sehr versteckt auf die Seite projiziert. Normalerweise erkennt man Schatten nach unten hin auch leichter.

TECHNICAL HOW TO Tutorial Photo

Dieses Dominieren einer Lichtquelle in einem Bild, das übertrumpfen einer Lichtquelle über die andere (in unserem Falle gewinnt der Reflektor gegen das umgebende Streulicht der Sonne) erreicht man mit Reflektoren bloß, wenn man das Licht einer Lichtquelle vom Modell nimmt. Und genau das haben wir in diesem Setup gemacht. Der wichtigste Lernfaktor in diesem Beitrag ist nämlich, dass erst das Positionieren des Modells im Schatten diese Ausleuchtung ermöglicht. Wäre das Modell in der Sonne gestanden, dann wäre der Reflektor niemals stärker als die Sonne (LOGISCH!!!). Wenn ich also mit Reflektoren arbeite, dann kann ich Verhältnisse der Lichtquellen untereinander nur dann kontrollieren, wenn ich subtraktiv agiere. Ich muss Licht von einer Lichtquelle wegnehmen um die verbleibende Lichtquelle in ihrer Leistung relativ zu erhöhen.

Und damit hätten wir auch dieses Setup geklärt. Es ging in diesem Post um mehrere kleine aber umso wichtigere Dinge.

  • Viele Details in Sachen Lichtführung erkennt man durch “AUGEN AUFMACHEN”.
  • Eine Lichtcharakteristik kann sehr versteckt sein, ist aber trotzdem vorhanden.
  • Draußen gibt es immer mehrere “LICHTQUELLEN” und Streulicht ist eine ganz fiese Lichtquelle.
  • Schatten ist der Freund eines jeden Sunbouncers!!!

Damit hätten wir das Thema heute abgehandelt. Mehr gibt es hier erstmal nicht zu sagen. Fazit: Schatten macht alle anderen Lichtquellen stärker!

Und kein Post ohne ein wirkliches SETUP-GEKRITZEL von Martin. Voila, das Setup aus der Vogelperspektive!

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BYE BYE

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SETUP-25: HALL OF FAME-SETUP

9 Februar 2010

Ist zwar schon etwas länger her, aber dieses Setup wurde auf einem Workshop in Bonn aufgenommen. Dort kam gerade zur Sprache das Thema “IN DER EINFACHHEIT LIEGT DIR KRAFT” :-). Deshalb kamen wir auch zu diesem absoluten Hall-of-Fame-Setup. Und das hat den Platz in dieser ehrwürdigen Halle der Besten aller besten Besten echt verdient. Warum das sehen wir jetzt.

Das Setup ist so simple wie genial. Die Lichtquelle, egal ob weich oder hart, wird ca. 30-40 cm über der Kamera positioniert. Genau über der Kamera. Hochfrontal um genau zu sein. Der Trick bei der Sache ist aber zudem, dass nicht nur die Ausrichtung Licht-Modell hochfrontal ist, sondern auch die Relation Modell zu Kamera. Also befinden sich alle 3 Dinge auf der selben Achse.

Genau wie die Härte des Lichts, ist auch der Abstand zum Modell variabel. Die Härte und Weichheit hängt ja unmittelbar vom Abstand ab. Deshalb können wir hier keine Maßgaben setzen. In dem Foto unten wurde ein 85cm Schirm auf eine Entfernung von knapp über einem Meter verwendet.

One-Light-LIGHTING-SETUP
One-Light-LIGHTING-SETUP

One-Light-LIGHTING-SETUP

Und was kommt raus???? Ein super natürliches Portrait mit schönen aber dezenten Schattenwürfen. Genau perfekt für unser Modell Nicole.

Zu beachten ist bei diesem Setup bloß, dass die Charakteristik über die genaue Ausrichtung lebt. Also man muss schon genau unter der Lichtquelle arbeiten. Und mit genau ist wirklich genau drunter gemacht. Nicht 10cm daneben… nichtmal 5!!! Für alle ohne Galgen hier ein Tipp wie man an der Achse fotografiert. Man macht “Stativ-Kuscheln”!!!!

One-Light-LIGHTING-SETUP

Und endlich kommen auch die fertigen Fotos. Sowas kommt dabei hinten raus…. mir persönlich gefällt das Lachen mit Abstand besser als das “böse” Bild. Aber das ist Geschmackssache. Man sieht deutlich, dass durch die Einfachheit der Lichtführung genug Raum und Luft für das Modell übrig bleibt. Es sind, ganz im Gegenteil zur heutigen zur Gewohnheit gewordenen Effekthascherei in der Fotografie, dezente Lichtführung in Verbindung mit einem ausdrucksstarken Motiv.

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SETUP-24: DAUERLICHT!!! DER GEGEN-GEGEN-SHOT

4 Februar 2010

Heute geht es weiter in der Setupreihe mit einem absoluten Klassiker der Portraitausleuchtung. Wir nennen diesen Klassiker den Con-Shot. Warum CONTRA? Ganz einfach, weil es darum geht, dass die Lichter gegensätzlich ausgerichtet sind. Und diesmal reden wir nicht über die Lichter sondern vielmehr über den Schattenverlauf.

Kernwissen für das Setup ist folgende Lichtlogik: JEDE LICHTQUELLE ERZEUGT AUF DER GEGENÜBERLIEGENDEN SEITE DES AUSZULEUCHTENDEN OBJEKTS EINEN SCHATTEN.

Bei einer leicht schrägen Annordnung des Hauptlichtes bedeutet dies, dass die Schattenwürfe unseres Modells nach Hinten und zur Seite gehen. Dies wiederrum bringt mit sich, dass die Schattenwürfe auf dem Modell sich meisten noch mit dem Hintergrundschatten verbinden und das Modell somit im Schatten “versinkt”. Das Modell und dessen Konturen sind also gegenüber dem dunkeln Hintergrund nicht wirklich deutlich zu sehen. Wir können dabei über die Hintergrundfarbe oder aber über die Distanzen zum Hintergrund etwas “schummeln”. Die Problematik bleibt aber bestehen.

Schauen wir uns aber direkt mal das Setup an, denn dann sehen wir gleich, worauf es hinauslaufen wird. 2 Leuchten haben wir verwendet. Dauerlichtleuchten Bauart Hedler. Einmal dazu einen einfachen silbernen Reflexschirm und dann dazu noch Klappen auf der zweiten Leuchte.

SETUP HOW TO Tutorial Photo
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Für das eigentliche Foto haben wir dann die Positionen der Leuchten von links nach rechts gespiegelt. Deshalb sieht die Skizze entgegen der Aufnahme oben genau so aus:

SKIZZE HOW TO Tutorial Photo

Und aus der Vogelperspektive sehen wir deutlich die Charakteristik um die es uns geht. Wir haben durch das Führungslicht auf der rechten Seite einen Verlauf des Schattens nach links hin. Und der Hintergrund wird durch das Licht von der linken Seite mit einem Verlauf nach rechts hin ausgeleuchtet.

Dadurch erzeugen wir ein Contra der Ausleuchtungen im Schattenverlauf und trennen diese Charakteristika noch zusätzlich über die Beleuchtungsebene. Einmal haben wir das Licht auf dem Hintergrund und dann auf dem Modell. Der tief schwarze Schatten auf der rechten Seite des Modells wird abgeschlossen mit einem harten Gegensatz. Denn hinter der dunkelsten Stelle auf dem Modell befindet sich die hellste Stelle auf dem Modell.

Hier sehen wir im Vergleich die Lichtwirkung im Resultat verdeutlicht.

SKIZZE HOW TO Tutorial Photo

Das Tolle an dieser Ausleuchtung ist die Surrealität der Bildwirkung. Das Hauptlicht ist absolut “normal” und realistisch aber in Kombination mit dem Hintergrund wird eine Freistellung und künstliche Herausarbeitung des Motivs gewonnen. Natürlich kann man diesen Effekt durch die Helligkeit des Hintergrundlichts fein”tunen”. Je heller und krasser der Verlauf im Hintergrund ist, umso stärker wird der Effekt der Kanten und Freistellung erzeugt. Je schwächer der Verlauf ist, umso realistischer sieht das Foto schlussendlich aus.

SETUP HOW TO Tutorial PhotoSETUP HOW TO Tutorial Photo

Dieses Setup ist besonders für charaktervolle Portraits sehr ans Herz zu legen. Im Beispiel oben haben wir den Effekt sehr sehr stark werden lassen, um dadurch die Freistellung im Extremen zu zeigen. Probiert das Setup und probiert den Effekt etwas schwächer und ihr werdet erstaunt sein, wie viele Variationen man damit erzeugen kann. Wir haben auch deshalb eine schwarzweiss Konvertierung gezeigt um gerade den Effekt der Licht zu zeigen… natürlich kann das Setup auch sehr sehr dolle in Farbe genutzt werden.

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Fotografiert haben wir übrigens mit dem 100er Macro von Canon. Gerade bei Dauerlicht kann der IS nochmals alle Stärken ausnutzen und wir bekommen gleichzeit eine schöne Portrait-Telebrennweite.

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SETUP-23: “ZWIE-LICHT”-SHOOT

15 Januar 2010

Wenn es darum geht, mit nur wenige Lichtquellen viele unterschiedliche Effekte in einem Foto zu vereinen, dann geht es darum, möglichst exakt zu arbeiten. Exaktheit ist nötig, denn Effekte werden durch minimale Veränderungen erzeugt. Sich dies einzuprägen ist der erste, bedeutsame Schritt hin zum fertigen Foto.

Schauen wir uns das fertige Foto an. Dieses Foto wurde so ausgeleuchtet (Übrigens mit der tollen Rosa auf einem unserer Workshops in München).

Workshop Vergleich Fotos
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Workshop Vergleich Fotos
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Welche Elemente haben wir auf den Fotos, durch dieses Lichtsetup verbunden? Wir können sie einfach zusammen aufzählen.

  • Das Motiv ist schön ausgeleuchtet.
  • Ein Teil des Motivs verschwindet eher im Schatten. Das Gesicht ist “zwiegespalten” durch den Schatten.
  • Wir haben eine einheitliche Hintergrundausleuchtung OHNE Motivschatten durch das Modell.
  • Wir haben Streiflichter über den gesamten Körper verteilt.
  • Die Streiflichter sind nicht überbelichtet sondern belichten die Seiten korrekt.

Wie viele Lichtquellen wurden für dieses Foto denn eingesetzt. Normalerweise würde man mit der Zahl 3 rechnen. Führungslicht, Streiflicht und Hintergrund. Allerdings ist dies nicht wahr. Hier wurden nur zwei Lichtquellen genutzt. Das Besondere an diesem Setup ist unter anderem auch, dass der Hintergrund von einer Kombination aus Führungs- und Streiflicht belichtet wurde.

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Das Führungslicht wurde mit einem großen Galgen seitlich über das Modell gebracht. Die exakte Postion wurde so gewählt, dass der Hut die halbe Seite des Kopfes abschirmte. Durch die seitliche Position wird der Schatten als direkte Konsequenz auch seitlich nach hinten geworfen. Wohin der Schatten also genau fällt, hängt neben dem Winkel des Hauptlichtes im zweiten Punkt von der Entfernung der Wand zum Modell ab. Wir haben verschiedene Denkszenarien.

  • Ist die Wand weit entfernt, dann wird der Schatten von oben seitlich nach unten seitlich hinten geworfen. Ab einer Gewissen Distanz trifft kein Schatten mehr die Wand sondern wird direkt auf den Boden geworfen. Allerdings wird als direkte Konsequenz der hohen Entfernung von Wand und Blitz die Wand auch dunkler belichtet.
  • Soll die Wand heller bestrahlt werden, so muss sie näher an das Modell. Um den Schatten auf der Wand zu vermeiden muss die Lichtquelle noch seitlicher gefahren werden oder noch höher positioniert werden. Daraus resultiert dann aber auch gleich wieder eine andere Ausleuchtung des Motivs im Gesicht und auf dem Körper. Zudem wird das Führungslicht irgendwann zu hoch und zu seitlich für ein Modeshot stehen, weil dann das Motiv nicht mehr genügend frontales Licht abbekommt und zu viel im Schatten versinkt.
  • Je näher wir die Lichtquelle an das Motiv heranfahren, umso weicher wird das Licht und dadurch auch der Schatten, aber umso dunkler wird wieder der Hintergrund, aufgrund des erhöhten Unterschieds der Entfernung von Wand zu Blitz und Blitz zu Motiv.

Des Rätsels Lösung ist ein Mittelweg. Der Schatten, man kann es auf dem Foto unter diesem Text sehen, wird halbwegs aus dem Bild geworfen. Der Schatten fängt also ungefähr hinter der linken Schulter des Modells an. Warum ist der Schatten aber dann auf dem besagten Foto unten nicht wirklich sichtbar? Der Schatten ist auf dem Foto nicht sichtbar, weil auf diesem Foto noch die zweite Lichtquelle aktiviert war.

Und genau um solche Überlegungen geht es in der Studiofotografie. Diesen Gedankengang muss man fähig sein VORHER zu gehen. Vor dem Aufbau und bei der eigentlichen Ideenfindung. Was ändert sich wenn ich das mache, was dann, was mit dieser Änderungen und worin resultiert eine solche Veränderung. Es sind Grundlagengedanken die nach wenigen mathematischen Formeln gehen. Dem Lichtverlust über die Distanz und das Grundverhalten von harten, weichen oder konzentrierten Lichtquellen z.B.

Setup HOW TO Tutorial PhotoSetup HOW TO Tutorial Photo

Zurück zum Text. Es ging gerade ja darum, weshalb der Schatten auf dem Foto doch nicht zu sehen ist, dort wo er eigentlich sein müsste. Grund dafür: Die zweite Lichtquelle, unser Streiflicht für die seitliche Aufhellung des Modells, sehen wir auf dem Foto oben. Es ist eine rechteckige Softbox, die über ein Frontdiffusortuch zu einem sehr engen Striplite geformt wurde. So ca. 15cm in der Breite und über 1m in der Länge. Dieses Streiflicht erzeugt mit der Hauptlicht gleichzeitig den Effekt der Hintergrundaufhellung und der Aufhellung des Motivs im Schattenbereich.

Der Grund für diesen Effekt ist, dass das Licht so nahe an der Wand steht und damit über das streuende Licht gerade in den Bereich des Schattenwurfes der Hauptlichtquelle einwirken kann. Weg vom Schatten, hin zum Licht des Führungslichtes wirkt das Streiflicht hingegen nicht mehr, denn dort lässt dessen Leistung über die Entfernung zu stark nach. Die geringe Breite der Softbox verhindert zudem, dass das Steiflicht zu nahe an den Hintergrund kommt und dass zu viel Licht vagabundieren kann.

Wenn man ganz genau auf dieses Foto schaut, dann sieht man auch den angedeuteten Schatten unseres Modells. Er beginnt links neben dem rechten Arm des Modells. Der Kopf unseres Modells wird ungefähr auf Höhe der Schulter geworfen. Wie bereits geklärt, wird der Schatten aber über die zweite Lichtquelle “versteckt” / aufgehellt.

Workshop Vergleich Fotos
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Die große Höhe stellt dabei sicher, dass das Streiflicht auf dem Körper von Rosa gleichmäßig über den gesamten Körper bis in den Beinbereich fällt.

Setup HOW TO Tutorial Photo

So, das war es für heute. Mit diesem Setup möchte ich auch mal dafür plädieren, mehr mit dem Führungslicht zu spielen und zu variieren. Hohe Positionen, Schattenwürfe, harte Linien und starke Kontraste müssen nicht immer störend sein, wenn sie genau und präzise gesetzt werden.

BY THE WAY 1: Wenn wir über präzise Lichtsetzung sprechen, dann bedeutet dass natürlich im Umkehrschluss, dass das Modell einen festen Platz hat. Sie kann nicht einfach 10cm nach hinten oder vorne gehen. KEINE 10CM!!!!! Das sollte klar sein.

BY THE WAY 2: Auch gute Modelle sind Koffein-RED BULL-süchtig :-)…

Setup HOW TO Tutorial Photo

Fotografiert wurde dieses Foto mit dem 24-70mm 2.8 L Objektiv von Canon (*shoplink zu achatzi). Das Objektiv hatten wir schon zig mal gekauft und irgendwie jedes Mal wieder verkauft. Das Objektiv ist keine Empfehlung von uns. Marc und ich sind beide Fans des 24-105 mit f4 und IS. Gerade am Vollformat überwiegt der Vorteil der Brennweite und im Studiobereich sind die Blendenwerte nicht so entscheidend. Genauso zählt aber auch der IS im Studio weniger. Schärfentechnisch geben sich beide Objektive nicht wirklich was. Das nur als kleiner Zusatz. Ich weiß ja, dass viele Leser das Objektiv am Foto oben anhand der Geli erkennen. Daher hier nochmals der Ratschlag. KEIN DOLLES OBJEKTIV UND NICHT WIRKLICH ZU KAUFEN!!!!

Ich wünsche dann noch viel Spaß am Wochenende. Wir sind unterwegs, diesmal in der Nähe von Mannheim und werden das gesamte Wochenende mal wieder Videos für euch drehen. Haben jetzt 4 Wochen kein einziges Video regulär unter der Woche machen können, also brauchen wir mal wieder ein Wochenende nur für euch Blogleser! BYE!

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Video DVD Trainings