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Archiv für die Kategorie ‘NIKON CLS WORKSHOP’

Nikon CLS – Das Buch zur Blogreihe ab Herbst im Data Becker Verlag!

12 Juli 2010

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Andreas Jorns gibt übrigens in Nürnberg einen EVENT im VOLKSBAD!

Es gibt noch ein paar letzte Plätze und dort kann man dann direkt alle Fragen zum CLS stellen.

Infos & Anmeldung unter diesem Link hier.

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Nachdem es die Spatzen schon von den Dächern pfeifen, hier die offizielle Ankündigung: Ich bin gerade dabei, dass neue Buch zum Thema Nikon CLS für den Data Becker Verlag zu schreiben. 2/3 sind bereits weitgehend “im Kasten” – jetzt widme ich mich nur noch dem Praxisteil des Buches, der breiten Raum einnehmen wird (das Buch soll nämlich keine theoretische Abhandlung oder gar eine bessere Bedienungsanleitung werden … ;)).

Abgabe des Skriptes ist Mitte August – der vorgesehene Erscheinungstermin voraussichtlich Ende September (vielleicht klappt’s ja noch zur Photokina).

Die voraussichtliche Strukturierung des Buches:

1. Grundlagen der Blitzfotografie [ca. 35 Seiten]
2. Die Blitzsteuerungs-Modi beim CLS [ca. 20 Seiten]
3. Advanced Wireless Lighting [ca. 15 Seiten]
4. Die Features beim Nikon CLS [ca. 15 Seiten]
5. Das richtige Blitzgerät [ca. 25 Seiten]
6. Kameraeinstellungen beim Blitzen [ca. 35 Seiten]
7. Lichtformer [ca. 45 Seiten]
8. CLS in der Praxis (ca. 100 Seiten]
9. Glossar [ca. 30 Seiten]

Die Aufbauten im Praxisteile werde ich mit dem Tool “LightingDiagrams” von Nguyen Dinh Quoc-Huy illustrieren, für das ich mir eine entsprechende Lizenz besorgt habe. Der nachfolgende Screenshot veranschaulicht die geplante Darstellung im Praxisteil (dem aufmerksamen Blogleser sollte das Foto bekannt vorkommen … ;)).

CLS DATA BECKER BUCH ANDREAS JORNS

Für Ideen und  Anregungen habe ich durchaus noch ein offenes Ohr, auch wenn bereits ein Großteil geschrieben ist. Unter allen Teilnehmern, die mir diesbezüglich ein feed-back über die Kommentarfunktion geben, wird ein signiertes Exemplar des Buches (Auslieferung nach Veröffentlichung) verlost. Als Glücks-”Fee” habe ich Martin auserkoren, der den Gewinner am 1. August auslosen wird – bis dahin könnt Ihr Eure Kommentare hier im Blog hinterlassen.

Bis die Tage!

lg Andreas

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NIKON CLS PART XV – NIX GUT LICHTFORMER

1 Juni 2010

Vor einiger Zeit hat Andreas ja über ein Set möglicher Lichtformer für den Aufsteckblitz berichtet HIER IST DER LINK. Und wir haben hier mal wieder die Ehre euch vor Ausrüstung zu warnen. Damit meine ich jetzt nicht, dass der Beitrag und das vorgestellte Set sinnlos ist. Nein, ganz im Gegenteil. Es macht nach wie vor total viel Sinn. Jedoch gibt es eben einen kleinen Funken trauriger Nachrichten. Es geht ja um das Walimex Lichtformer-Set. Und wir wollen uns die “Dish” mal genauer angucken. Eine Dish ist eigentlich ein Lichtformer mit hartem Kernschatten, kontrastreich und weichem Außenverlauf HIER KÖNNT IHR LESEN WIE ES AUSSEHEN SOLLTE.

SETUP HOW TO Tutorial PhotoSETUP HOW TO Tutorial Photo

Letztens hatte ich die Möglichkeit den Lichtformer zu testen. Und plötzlich viel mir direkt die komische Lichtverteilung am Rande des Motivs auf. Ich hab leider kein Foto mehr, die wurden direkt gelöscht. Und dann habe ich angefangen nach den Ursachen zu suchen. Und die krasse Ursache war schnell gefunden. Guckt euch mal an, wie das Foto aussah, dass wir dann ohne Modell vor weißem Hintergrund gemacht hatten.

ERSCHRECKEND… :-)

SETUP HOW TO Tutorial Photo

Sowas nenne ich nicht Lichtformer sondern Lichtverfälscher… Das Licht was da raus kommt ist schlimmer als das, was rein geht. Bevor wir aber nur noch über das Licht ablästern, gehen wir doch mal kurz auf den technischen Aspekt dieser Lichtverstümmelung ein.

SETUP HOW TO Tutorial Photo

Wie man auf dem Foto oben sehen kann, ist der Lichtformer so gebaut, dass die Diffusionsscheibe in der Mitte nicht gewährleistet, dass kein direktes Licht aus dem Lichtformer gelangt. Der schmale Kranz um die Mitte herum wird dadurch erzeugt, dass der Blitz einfach zu groß ist und nach außen hin “durchblitzt”.

SETUP HOW TO Tutorial Photo
SETUP HOW TO Tutorial Photo

Damit hätten wir schon wieder einen Post zum Thema. DON’T WASTE YOUR MONEY… bzw. nicht ganz, weil das ganze Set ja nicht schlecht ist, sondern eben nur dieser eine Lichtformer. Also wenn er kommt, dann direkt in die Mülltonne damit.

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NIKON CLS PART XIV – BALANCE IST ALLES…

3 Mai 2010

Heute möchte ich Euch anhand von ein paar Beispielfotos auf ein ganz, ganz wichtiges Thema beim Blitzen im Allgemeinen und somit auch beim CLS im Besonderen einstimmen: Die stimmige Balance zwischen Blitzlicht und dem vorhandenen Licht („Available Light“)!

Nichts ist schlimmer als eine richtig geile Location mit viel Atmosphäre zu haben (die wesentlich von der vorhandenen Lichtstimmung beeinflusst wird), nur um diese dann „kaputt zu blitzen“. Nur leider passiert das schneller als man denkt, wenn man nicht ein paar wesentliche Aspekte bedenkt.

Zunächst einmal sollte man sich von jedweden Belichtungsautomatiken an der Kamera verabschieden! Auch wenn das jetzt die gefühlt 500. Wiederholung in diesem Blog ist: Blitzfotografie ist Fotografieren im manuellen Belichtungsmodus! Basta!

Nur im manuellen Modus macht die Kamera, was Ihr wollt (!) und das dann auch konstant, ohne dass die Belichtungsautomatik durch eine kurzfristige veränderte Abstimmung des Ambient Light (Umgebungslicht) irritiert wird. Und was Ihr wollt, ist relativ einfach: Ihr wollt das Umgebungslicht mit einfangen und dem Motiv (in diesem Beispiel: dem Model) nur soviel Blitzlicht zur Aufhellung mitgeben, dass es nicht in der Dunkelheit „absäuft“.

TECHNICAL Vergleich Fotos
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Wie macht man das? Nun, das ist relativ einfach: Man geht zunächst hin und misst (mit dem kamerainternen Belichtungsmesser oder mit einem Handbelichtungsmesser) das vorhandene Licht und tut somit erst mal so, als wenn Ihr ohne Blitz fotografieren wollt. In den Beispielen, die Ihr unten seht, war es wirklich ziemlich finster (nicht von den eigenen Augen täuschen lassen – diese stellen sich ziemlich schnell auf eine düstere Umgebung ein! Wie dunkel es wirklich ist, sagt Euch der Belichtungsmesser … *gg*).

Meine Messungen vor Ort haben ergeben, dass ich für die Fotos bei relativ offener Blende (~ f2,8) und verwacklungsunkritischer Verschlusszeit (~ 1/125s) auf ca. ISO 4.000 gehen musste (wie bereits gesagt: in so einer Diskothek ist es dunkler als man denkt …)! Und bevor jetzt das Blitzlicht hinzu geschaltet wird, kommen ein paar ganz entscheidende Überlegungen in’s Spiel:

Zunächst: Mit der Offenblende konnte ich gut leben, denn das ist genau das, was ich wollte, nämlich das Spiel mit der selektiven Schärfe – die Möglichkeit, mein Model dadurch besser vom Hintergrund zu lösen (was hier und da aufgrund des z.T. sehr unruhigen Hintergrundes auch erforderlich war). Je nach eingesetzter Brennweite (bei dem Shooting kamen sowohl ein  50er als auch ein 85er zum Einsatz) hatte ich hier sogar noch Reserven nach unten, ohne eine allzu geringe Schärfentiefe zu provozieren (ein Großteil der Fotos ist mit Blende 2 aufgenommen).

Bei der Verschlusszeit gibt es zwei relevante Aspekte, die mich veranlasst haben, von dem ursprünglich zur Messung herangezogenen Wert von 1/125s abzuweichen: Erstens besteht beim Blitzen kaum Gefahr des Verwackelns (und da das Motiv eher statisch war, musste auch keine potentielle Bewegungsunschärfe berücksichtigt werden) und zweitens hat die Verschlusszeit maßgeblichen Einfluss auf die Einbindung des Available Lights in die Aufnahme! Je langsamer die Verschlusszeit ist, desto größeren Anteil hat das Available Light! Das hat dazu geführt, dass ich als Verschlusszeit 1/30s gewählt habe (die ohne Blitz mit Sicherheit für eine Verwacklungsunschärfe gesorgt hätten). Diese beiden Maßnahmen (etwas offenere Blende und langsamere Verschlusszeit) haben es mir dann erlaubt, mit der ISO auf verträgliche 800 – 1.000 zu gehen, was wegen der High-ISO-Fähigkeiten der D3 absolut kein Problem bereitete (Mini-Exkurs: Das Problem „Bildrauschen“ wird in heutigen Tagen weitgehend überschätzt. Bei einer korrekten Belichtung, fällt das Bildrauschen auch bei 2-3 Jahre alten Kameras nicht störend in’s Gewicht. Erst wenn man tendenziell unterbelichtet, bekommt man später Probleme in der Nachbearbeitung, weil durch das Hochziehen der Schatten im Raw-Konverter das Bildrauschen allzu offensichtlich wird. Also lieber tendenziell überbelichten!).

TECHNICAL Vergleich Fotos
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Halten wir die Einstellungen fest: Blende 2, Verschlusszeit 1/30s und ISO 800. Den Blitz schalten wir jetzt im TTL-Modus dazu – das iTTL sorgt jetzt dafür, dass das Hauptmotiv „richtig“ belichtet ist. Unter einer Voraussetzung!!! Da komme ich gleich noch zu … ;)

Zunächst einmal habe ich nämlich nach den ersten Aufnahmen festgestellt, dass das Blitzlicht bzgl. der Farbtemperatur nicht so recht zum Umgebungslicht passte (es war zu kühl, was sich in einem Blaustich auf der Haut des Models auswirkte)! Dieses Dilemma habe ich mit Hilfe eine Korrekturfilters vor dem Blitzkopf umgangen (im Lieferumfang der Nikon-Systemblitze dabei) – und zwar habe ich den Amber-Filter (orange/ocker-farben) benutzt, der das Blitz „wärmer“ und somit passender machte.

Ich sprach im vorletzten Absatz von einer Voraussetzung für eine stimmige Belichtung des Hauptmotivs (= des Models) im Kontext des Umgebungslichtes. Diese Voraussetzung ist eine ganz wichtige und trifft auf alle vergleichbaren Fälle zu: Das Model darf nicht allzu sehr vom Umgebungslicht angestrahlt werden, sondern sollte sich möglichst davon abwenden und somit im Schatten stehen! Ist dem nicht so, addieren sich in vielen Fällen Umgebungslicht und Blitzlicht zu einer unschönen Überstrahlung! Als Beispielbild habe ich mal dieses Foto (siehe oben) rausgesucht, das ansonsten sehr gelungen ist, bei dem man aber partiell diesen Effekt sieht (schaut mal auf die Beine):

Wichtig war mir bei dem Shooting, dass ich nur mit einem einzigen Systemblitz unterwegs bin (als Blitz kam nur ein SB-800 zum Einsatz). Zum einen, da ich die vorhandene Lichtsituation weitgehend erhalten wollte, was beim Einsatz mehrerer Blitze schwieriger wird. Und zum anderen lassen sich die Vorteile des CLS-Systems von Nikon – nämlich die absolute Mobilität und spontane Änderungen des Settings – nur mit einem Blitz so richtig ausspielen. Die einzige Anforderung an das Model ist dann nur noch, dass sie im Regelfall den Kopf in Richtung Blitz drehen muss, um böse Schlagschatten („zweite Nase“) zu vermeiden. Ansonsten ist man relativ frei und kann mit dem Blitz mal einen Meter weiter weg und einen halben Meter mehr zur Seite gehen, etc. Sobald ein zweiter Blitz mit in’s Spiel kommt, ist das nicht mehr ganz so einfach …

Ich kann jeden nur ermutigen, sich einmal mit dem 1-Blitz-Setting auseinanderzusetzen. Insbesondere dann, wenn man so interessantes Ambient Light hat wie in diesem Fall!

Abschließend: Als Lichtformer kam ein silberner Reflexschirm (siehe unten)…

TECHNICAL Vergleich Fotos
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…oder eine Wabe zum Einsatz (siehe unten – hier brauchte ich stärker gerichtetes Licht um nicht auch die Bar zu stark anzublitzen).

TECHNICAL Vergleich Fotos
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Alles in allem lässt sich sagen, dass sich die Blitztechnik sehr gut geschlagen hat (ein Akkusatz Eneloops hat für 500 Aufnahmen ausgereicht!), allein der Autofokus kam zum Teil an seine Grenzen (Schwierigkeiten wegen  zu geringem Umgebungslicht) – hier habe ich echt ein Einstelllicht analog der Studioblitze vermisst.

Bis die Tage und allzeit „Gut Licht“!

Andreas

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NIKON CLS PART XIII – SETUP EXTREMEEEEEE… TEIL 2

23 April 2010

Heute gehts weiter mit dem Manuellen-Automatik-CLS-Setup-Post. Beschrieben hatten wir das Setup ja bereits teilweise im letzten Posting. Führungs und Effektlicht hatten wir ja schon. Weiter gehts mit dem dritten, versteckten Blitz.

nikon cls post

Na, wo isser denn? :-) Gut, die Auflösung ist relativ simpel. Um den Look einer Wohnung zu erzeugen, eignet sich nichts besser, als die sowieso schon absolut handlich kleinen Blitze in “traditionellen Lichtformern” zu verstecken. Man baut sich als Fotograf dadurch ein natürliches-künstliches Licht. Blitzpower in einer 50 Jahre alten Lampe. Da kann keine Glühbirne in Sachen Leistung mithalten.

nikon cls postnikon cls post

Eine Superclamp mit einem SB-800 genügt für solche Effekte vollkommen. Ein Kniff anhand der Lichtführung an dieser Stelle. Wir sehen einen weißen Plastikbouncer auf dem Aufsteckblitz. Warum? Um den Lampenschirm wirklich zu füllen, imitiert der Bouncer eine Art Glühbirne. Das Licht wird also rundherum gestreut. Achtet weiter unten mal auf den Look des Lichts im Lampenschirm. Würde der Bouncer nicht verwendet werden, dann würde der Aufsteckblitz das Licht nur an das obere Ende des Lampenschirms reflektieren. An diesem Beispiel kann man perfekt erkennen, was mit “LICHTFÜHRUNG” innerhalb der Fotografie gemeint ist. Man nimmt Lichtquellen und verändert deren Look um eine andere Lichtquelle so zu imitieren, dass der gewünschte Look erzeugt wird.
Was man anhand der Fotos zusätzlich nicht erkennen kann ist, dass eine Farbfolie im Bouncer des Blitzes versteckt wurde. ROT war die Farbe unserer Wahl. Natürlich haben wir zum bereits vorhandenen Führungslicht in Gruppe A, dem Effekt des Streiflichts auf Gruppe B, diesen dritten Blitz auf Gruppe C gesetzt.

Diese Aufteilung ist absolut notwendig für den gesteuerten Einsatz des CLS-Systems. Nur über die Trennung der einzelnen Blitze kann man überhaupt deren Leistung steuern und getrennt werten. Bevor wir aber darauf zu sprechen kommen, kurz wieder ein paar Vergleichshots mit dem dritten Blitz.

nikon cls post
Nur der Blitz in der Lampe

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Streiflicht von oben und Lampenlicht

nikon cls post
Alle Blitze aktiviert

Und so kommen alle Elemente schlussendlich zusammen… Sowas kommt dann hinten raus, nach der Bearbeitung.

TECHNICAL Vergleich Fotos
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TECHNICAL Vergleich Fotos
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Wenn wir uns das Foto also in der Skizze als Überblich anschauen, dann sieht die Sache wie folgt aus. Fotografiert wurde mit einer Blende von 4 um eine leichte Freistellung trotz des kurzen Raums im Hintergrund ist. Das Modell wird sowohl vom Streiflicht als auch vom Lampenschirm getroffen. Der Rest des Raumes wird komplett über das Licht aus dem Schirm getroffen.

Fotografiert wurde übrigens mit einer Nikon D3 samt dem dämlichen Zeiss-manuell-Martin-kann-als-Brillenträger-nicht-fokussieren-Objektiv :-)…

nikon cls postnikon cls post

Kommen wir also zur CLS-Gewichtung der einzelnen Gruppen. Anhand des SU-800 kann man sehr einfach die entsprechende Logik erkennen. Das Führungslicht, welches die komplette Szenerie überstrahlt wurde etwas in der Stärke angehoben. Das dient bloß um die Schatten unter dem Modell nicht komplett absaufen zu lassen. +0,3 ist eine Änderung welche fast nicht merkbar ist und teilweise sogar von der Automatik verschluckt wird. Je nach Bildinhalt.

Das Streiflicht auf Gruppe B wurde deutlich heruntergeregelt. Warum? Um die Stellen auf der Haut nicht ausbrennen zu lassen. Gerade auf dem Kinn und der Schulter sieht man diesen Effekt. Das Streiflicht ist kritischste Gruppe von allen. Ausgebrannte Stellen auf der Haut sind fast nicht zu reparieren.

Das Effektlicht von hinten wurde am Stärksten übergewertet. Um den Effekt des überbrennenden Lichts zu gestalten, brauchte es eine deutliche Leistungserhöhung.

Wenn ihr mit drei Blitzen in drei Gruppen arbeitet, dann wählt euren Auschnitt, macht ein Foto und schaut dann auf dem Display, welches Licht wie verändert werden sollte. Geht dabei sehr einfach vor. Erscheint euch ein Licht zu hell, macht es dunkler. Achtet nicht auf irgendwelche Messungen. Achtet nur auf den Look auf eurem Display. Ihr könnt die einzelnen Lichtquellen nicht konsekutiv einmessen. Bei jedem neuen Blitz ändert sich auch die eingestellte Blitzgewichtung der bereits aktivierten Blitze. Daher ist eine Gesamtbetrachtung aller Blitze das Wichtigste.

nikon cls post

Beim CLS-Blitzen in der TTL Automatik ist immer wichtig, dass die Gewichtungseinstellungen immer nur auf einen bestimmten Bildinhalt gelten. Ändert sich der Bildinhalt, dann ändert sich ja auch der Anteil des Inhaltes was von jedem einzelnen Blitz getroffen wird und dann ändert sich logischerweise auch die Gewichtung der einzelnen Blitze. Man kann sich das so vorstellen, dass z.B. das Streiflicht auf einen großen Teil des Bildes eingestellt wird, dann nach der Änderung des Ausschnittes nur noch einen ganz geringen Teil bestrahlt und plötzlich regelt die Automatik das Licht derart hoch, das die Änderungen größtmöglich ausgeglichen wird. Das Licht wird also deutlich heller um so den Wegfall der Fläche über die Intensität auszugleichen. Dem wirken dann wieder spez. Gewichtungen entgegen, die Problematik ist also nicht derart unkontrollierbar, aber es bleibt trotzdem vorhanden.

Schauen wir uns zudem nochmals das erste Foto des ersten Teils des Beitrages an. Dort sind zwei Stative zu sehen. Es sind Kombi-Booms von Manfrotto. Und hier sieht man mal deren volle Stärke. Für mich gibt es KEIN wichtigeres Stativ als den Combi-Galgen von Manfrotto. Man sieht, dass man einen Aufsteckblitz ohne Gegengewicht am Galgen über fast 2m ausfahren uns ausbalancieren kann. Einzige Hilfe war im gezeigten Foto eine Fototasche, welche um das Bein des Stativs geschlagen wurde. Vergleichbare Galgen für Studioblitze würden im vierstelligen Eurobereich liegen. Ich kann bei sowas nur über die Kollegen lachen, die sich mit sowas dann abquälen, obwohl oftmals ein kleiner Aufsteckblitz und ein viel viel kleineres Stativ genügen würden…

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Bedenkt nochmals… das komplette Foto wurde mit CLS-Automatik-Blitzen gemacht. Mit Aufsteckblitzen… Ich bin immer wieder überwältigt wie gezielt und gesteuert man damit Licht setzen kann und sogar extreme und ganz feine Effekte setzen kann.

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NIKON CLS PART XIII – SETUP EXTREMEEEEEE… TEIL 1

19 April 2010

Heute gibt es einen zieeeemlich langen Setup-Post hier im Forum. Normalerweise würdet ihr an dieser Stelle direkt den Ausführungen von Andreas Jorns folgen können. Er ist ja CHIEF OF THE CLS-FLASHES… Leider schreibt Andreas gerade an einem Buch über Fotografie und hat weniger Zeit fürs Blog. Daher macht heute mal “der Martin” seinen Job, bzw. versucht für Andreas einzuspringen.

Erst neulich haben wir (Andreas und ich) nämlich einen gemeinsamen Workshop zum Thema CLS in Wuppertal gegeben. Und genau dort, wollte ich mal zeigen, was alles in diesem CLS stecken kann. Man muss nicht immer nur mit einem Blitz arbeiten, Portraits fotografieren mit oder gegen die Sonne. Es geht viel mehr. Komplett inszenierte und frei aufgebaute Blitzsetups. Z.B. einen inszenierten Dessousshot.

Und dazu muss man auch sagen, dass hierbei alle Blitze automatisch von der Kamera eingemessen wurden. Gesteuert über einen SU-800 und im VOLL-iTTL-MODUS. Also kein manuelles Einstellen der Leistung!!! Auch wenn es kompliziert erscheint, man kann extrem gute Shots mit der Automatik machen.

In dem Studio gab es dazu ein Hintergrundset im Style der 50er Jahre. Tapeten und Accessoires, perfekt inszeniert. Guckt euch doch direkt mal das Setup an.

nikon cls post

Heute möchte ich nämlich direkt durch den korrekten Ablauf des Aufbauens und des Einrichtens gehen. Es geht nämlich nicht nur darum zu zeigen, was man gemacht hat, sondern darum, wie man dazu gekommen ist und wie ihr selbst es machen solltet. Guckt also einfach mal auf das Foto und versucht die Lichtformer etc. zu vergessen. Schaut euch Modell und Location an und versucht eine Idee zu entwickeln.

Das haben wir nämlich auch gemacht. NUMMER 1: IDEE ENTWICKELN

Unsere Idee an dieser Stelle war, eine Wohnungssituation nachzustellen. Einen Shot der den Look einer abendlichen Wohnung hat. Dazu ein leicht verzweifeltes Make-Up. Verschmiert, vielleicht verheult und etwas am Boden zerstört. Durch die nicht wirklich hohe Tapete an der Wand waren wir von vorne herein gezwungen, das sehr große Modell auf den Boden zu setzen. Solche Dinge müsst ihr schon von Beginn an in eure Betrachtungen einbauen.

In nächster Instanz müssen dann die Kameraeinstellungen fest und foxi definiert werden. NUMMER 2: KAMERAEINSTELLUNGEN UND BRENNWEITE FESTLEGEN

nikon cls post
nikon cls post
(GUCKT MAL, MARTIN MIT NEM 50mm ZEISS MIT MANUELLEN FOKUS, OB DAS GUT GEHT :-))

Kamera, Einstellungen und Brennweite werden deshalb zusammen festgelegt, weil diese alle drei Werte sich gegensätzlich beeinflussen. Sensorgröße und Brennweite definieren genauso die Unschärfe im Hintergrund wie die gewählte Blende. Dazu kommt, dass eigentlich auch der Bildausschnitt festgelegt werden muss. Denn Bildausschnitt und Brennweite ergeben die Distanz zum Fokuspunkt und das wiederum ergibt mit der gewählten Blende dann die tatsächliche Unschärfe.

Ich hoffe, dass ich damit deutlich machen kann, wie wichtig das Festlegen der konkreten Bildidee, Bildausschnitt, Blende, Einstellungen, Brennweite, Kamera etc. ist. Alles hängt zusammen und man kann das Foto nur vorab überhaupt im Kopf bestimmen, wenn man sich festlegt.

An dieser Stelle kommen dann die Ideen zum Lichtsetup. Die konkrete Bildidee muss umgesetzt werden in eine entsprechende Lichtführung.

Wir wollten ja einen “abendlichen Wohnung/Zimmerlook, anrüchig und etwas düster und ein traurig zerstörtes Modell” in ein Foto binden. Ich versuche jetzt die Überlegungen kurz zu fassen.

  • Wohnungen haben Licht “immer” an der Decke.
  • Wir brauchen auch gleichzeitig einen düsteren Look.
  • Viele künstliche Lichtquellen formen in einer Wohnung oftmals einen sehr glänzend, konturierenden Look auf den Gegenständen.
  • Wohnungslicht ist oft orange bzw. gelblich.

NUMMER 3: GEDANKEN ZUR UMSETZUNG DES LICHTS

Dieser Schritt ist unglaublich wichtig. Denn es kommt die Übertragung der Gedanken in das technische Lichtsetup. Wenn ich vorher definiert habe, dass das Licht wie in einer Wohnung aussehen soll, ich mir dann überlegt habe, dass Lampen in einer Wohnung immer in der Mitte des Raumes ganz weit oben hängen, dann ist es keine große Denkarbeit mehr, das Licht des Blitzes genau dort zu positionieren. Als großer “künstlicher Kronleuchter” genau über dem Modell in der Mitte des Raumes. So einen Dreisatz lernt man in der 3. Klasse…

nikon cls post

Und an dieser Stelle schauen wir uns nochmals das Foto von ganz ganz oben an. Das aufgebaute Lichtsetup macht jetzt plötzlich viel mehr Sinn. Wir haben also ein sehr sehr hohes Führungslicht von genau über dem Stuhl. Naja, fast genau über dem Stuhl, etwas von vorne kommt das Licht ja schon.

Natürlich mussten wir die ganzen Blitze und Stative vorher aufbauen. NUMMER 4: ALLES AUFBAUEN

Dazu hängt genau über der Szenerie ein weiteres Blitzlicht. Es zielt von hinten auf das Modell. Das hintere Licht erarbeitet demzufolge Konturen und gibt Tiefe. Schauen wir uns doch einfach mal die einzelnen Blitze im Vergleich an.

Beide Blitze wurden in jeweils eine Gruppe gelegt. Der Blitz im Schirm über dem Modell war “Group A”, Blitz hinter dem Modell demzufolge dann “Group B”.

Über den Vergleich der einzelnen Fotos können wir dann die Logik des Setups sofort erkennen. Ein Foto mit jeweils einem aktivierten Blitz und dann beide zusammen.

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Haupt-Führung-Licht von oben

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Nur das Streiflicht von hinten/oben

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Führungs- und Streiflicht ohne Lampenlicht

Auf dem Foto mit dem aktivierten Führungslicht von oben sehen wir deutlich wie natürlich und realistisch der Schatten verläuft. Dieser wird genau unter das Modell gezeichnet und fällt direkt auf den Boden. So wie wir es eben von “zuhause” kennen.
Das Foto mit dem Blitzlicht von hinten zeigt extreme Tiefe. Durch die Schatten und die Reflexionen bekommt der  Bildbetrachter den Eindruck der Tiefe und der Dreidimensionalität verliehen.
All das kommt zusammen, wenn beide Blitze zusammengeschalten werden und dabei beide Elemente verbunden werden. Wir bekommen ein Bild mit Schattenwürfen nach unten, einer Grundhelligkeit durch das Führungslicht aber gleichzeitig auch die Reflexe und Lichter um die Tiefe des Raumes zu zeigen.

Bevor wir uns jetzt um die Einstellungen am CLS kümmern, das fertige Foto. Darauf haben wir ja jetzt schon gewartet.

TECHNICAL Vergleich Fotos
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Bis zu diesem Punkt ist das komplette Setup noch absolut systemunabhängig. Es geht bis dato nur darum, dass der richtige Ablauf zu den richtigen Schlüssen führt. Bis an dieser Stelle ist es zu jederzeit und bei jedem Setup egal, welche Ausrüstung genutzt wird, welche Marke oder was sonst. Und das ist wirklich universell so. Das Setup ergibt sich aus der gewünschten Belichtung und nicht aus der Ausrüstung. Die Ausrüstung setzt um, was der Fotograf möchte.

Trotzdem, genau an dieser Stelle steht man dann an einem Punkt, da man genügend Ideen und Einfälle haben mag, aber dass sich das Foto eben nicht derart ergeben mag. Die Technik mag sich vielleicht streuben und verweigern. Daher gilt es hier, die Technik einzustellen. NUMMER 5: BLITZE EINSTELLEN

nikon cls post

Zwei Blitze haben wir im Einsatz. Beide im REMOTE-Modus, jeweils einer in Gruppe A und einer in Gruppe B. So sollen dann die Rückseiten der Blitze ausschauen. Den Zoom des Blitzes im Schirm haben wir etwas verengt, um nicht zu viel Energie zu verschwenden und um die Ausleuchtung etwas knackiger zu machen. Der silberne Schirm wird nur zu maximal 30% im Mittelpunkt ausgeleuchtet.

nikon cls post
nikon cls post

Der Blitz von hinten auf die Szenerie war dagegen mit 28mm sehr streuend. Das ist nötig weil der Blitz quer hängt.

An dieser Stelle vielleicht ein kleiner Einschub: Die Zoomstellung der Blitze formt dem 2:3 Format des Fotos eine querliegende Ausleuchtungsfläche. Das bedeutet, dass die 28mm Weitwinkel nur in der Breite gelten, nicht aber in der Höhe. Wenn der Blitz jetzt also quer liegt, dann brauchen wir sogar weniger mm Weitwinkel. Denn wir nutzen ja sowieso schon den weiteren Querwinkel.

nikon cls post

Damit wären wir am Ende des ersten Teils des Setups. Weiter geht es im nächsten Beitrag… womit weiter, mag man sich jetzt fragen. Aber die Antwort ist sehr einfach. Wir haben “erst” zwei Blitze im Einsatz. In Wirklichkeit haben wir aber das Foto mit 3 Blitzen gemacht. Einen Blitz müssen wir also noch einstellen und finden…
Natürlich gilt es auch noch zu klären, wie die Blitze eingestellt waren. Also die genaue Blitzbelichtungskorrektur der einzelnen Gruppen. Denn jeder Blitz wurde über die jeweilige Gruppe noch etwas in der Blitzleistung korrigiert.

Das Wichtigste innerhalb dieses ersten Postes ist jedoch der Ablauf bei der Erschaffung eines Blitzsetups. Man muss eine strikte Logik verfolgen und die Blitze aufgrund der Bildidee setzen. Es geht gerade darum, dass man sich Gedanken macht, was für ein Foto man haben möchte. Und ich kann versichern. Selbst ein “Nicht-Fotograf-Normalo-Bürger” auf der Straße würde, wenn er danach gefragt würde, das typische Licht einer Wohnung als “von der Decke herab” beschreiben. Es geht ja garnicht so um die Erfahrung beim Fotografieren als vielmehr um die gedankliche Arbeit vorher. Wenn ihr euch überlegt habt wie das Licht sein soll (und das jetzt nicht im fototechnischen Sinne), dann ist die Frage nach der Position und dem Lichtformer absolut sekundär.

Die Struktur ist ALLESSSS….

  • NUMMER 1: IDEE ENTWICKELN
  • NUMMER 2: KAMERAEINSTELLUNGEN UND BRENNWEITE FESTLEGEN
  • NUMMER 3: GEDANKEN ZUR UMSETZUNG DES LICHTS
  • NUMMER 4: ALLES AUFBAUEN
  • NUMMER 5: BLITZE EINSTELLEN

TEIL 2 NOCH DIESE WOCHE…

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VIDEO-EXTERN-4: Video2Brain (DVD: BLITZLICHT) – NikonCLS

22 März 2010

Eigentlich ist dieser Post eher aus dem Resort von Andreas. Der ist aber mal wieder drauf und dran in die USA zu jetten und daher gibt es heute mal eine Fremdgeherei von Martin. Anstatt mit Canon mit Nikon…

Dieses Video gibt es nur hier im Blog zu sehen. Es ist ein kurzer Clip aus der Video2BrainDVD Blitzlicht. Die gibt es ab 30.3. im Handel… wurde mir hoch und heilig vom Verlag versprochen :-)… also können wir gespannt sein.

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NIKON CLS PART XII – DON’T WASTE YOUR MONEY (TR-331)

1 Februar 2010

Anmerk. d. Red.: :-) Hallo zusammen! Heute gibt es einen echt super interessanten Beitrag. Nämlich darüber, wie man Geld spart bzw. wo man Geld aus dem Fenster wirft. Ein pefektes Beispiel dafür, dass unsere Blogbeiträge über bestimmte Ausrüstung helfen sollen. Wir machen die Fehler und die Fehlkäufe, berichten und aus den Erfahrungen heraus, kann man sein Geld schon viel besser einsetzen. So, jetzt übergebe ich mal an Andreas, der schließlich den Test gemacht hat. Es geht um die Flash-Trigger TR-331, die für Nikon ein TTL-Funksystem anbieten sollten. Tschüssi! Martin

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Wie versprochen gibt’s hier meinen Erfahrungsbericht zu den Flash-Triggern auf Funkbasis der neuesten Generation (mit iTTL-Unterstützung!) – allerdings mit einem etwas anderen Ergebnis als vorhergesehen … :(

tr-331

Beginnen wir mit der beiliegenden Dokumentation: Die ist ein schlechter Witz! Bis man erst mal kapiert hat, wie man die Einstellungen vorzunehmen hat, ist schon ‘ne ganze Weile vergangen. Logisch ist anders! Übrigens: Verschiedene Gruppen unterstützt der TR-331 nicht! Das Arbeiten mit dem AWL ist somit nur eingeschränkt möglich – die zentrale Steuerung von der Kamera aus gar nicht!

Der schwerwiegendste Aspekt aber: Die Kommunikation funktioniert scheinbar nicht so ganz wie sie soll. Im TTL – Modus variiert die Belichtung bei jeder Aufnahme dramatisch! Fast jedes zweite Bild ist ca. 2-3 Blenden zu hell!Offensichtlich haben die Dinger mit dem komplexen iTTL-Protokoll so ihre Probleme … Noch schlimmer wird es, wenn man beim Arbeiten mit mehreren Blitzen die Modelle mischt (bei mir kamen SB800 und SB900 gleichzeitig zum Einsatz). Dann wird es vollends zur Lotterie! Dies ist ein Aspekt, den der Hersteller mittlerweile auch eingeräumt hat (siehe E-Mail-Antwort des Verkäufers):

email

Da spielt es dann auch fast keine Rolle mehr, dass auch die FP-Kurzzeit Syncronisation nur eineschränkt – nämlich bis Zeiten von ~ 1/2500s – funktioniert. Bei schnelleren Zeiten sieht man den Verschluss am Bildrand. Das spricht dafuer das die TR-331 das Timing nicht exakt hinbekommen.

Fazit: Die Dinger sind für mich (leider) unbrauchbar und bieten keine Vorteile gegenüber den “dummen” Funkauslösern, mit denen man im manuellen Betrieb arbeitet. Warten wir also besser auf die nächste Generation der Trigger, die sicher nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen und dann hoffentlich auch das Arbeiten mit mehreren Gruppen unterstützen.

Bleibt mir abschließend noch, ein besonderes Lob an den Händler Foto-Tip aus Polen (www.foto-tip.pl) auszusprechen, bei dem ich regelmäßig Zubehör bestelle und der auch dieses Mal seine Service-Orientiertheit unter Beweis gestellt hat (hat nach meinem Mängelreport Kontakt zum Hersteller aufgenommen und die Dinge geklärt; unabhängig von der frewilligen Rücknahmeregelung innerhalb von 10 Tagen hat sich Foto-Tip bereit erklärt, die Trigger zurückzunehmen und den Kaufpreis in voller Höhe zu erstatten).

Euer Andreas

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NIKON CLS PART XI – Lichtformer am Aufsteckblitz

4 Dezember 2009

Noch rechtzeitig zu Weihnachten gibt’s von mir eine Geschenkempfehlung – verpackt als Mini-Beitrag für die CLS-Tutorialreihe … :D

Ein grosses Manko unserer ansonsten so praktischen Aufsteckblitze ist seine harte, stark gerichtete Lichtcharakteristik, die sich “von Natur aus” konstruktionsbedingt (leistungsfähige Miniblitzröhre auf kleinstem Raum) auch nicht ändern lässt. Der reine Blitz gibt sein Licht kräftig, gerichtet und in einem bestimmten Strahlungswinkel ab. Er erzeugt dabei kräftige Kontraste, starke Reflexe und tiefe Schatten. Genau wie bei professionellen Studioblitzen, gibt es auch für die Aufsteckblitze unterschiedlichste Lichtformer, die helfen, die charakteristische Wirkung des Aufsteckblitzes zu verändern. Das populärste System ist hierbei sicher das Flash2Softbox-System. Ein anderes System ist das Set von Walimex, das ich vor einigen Wochen erworben habe und das ich nach mehrmaligem Austesten durchaus empfehlen kann. Es beinhaltet eine ganze Reihe von unterschiedlichen Lichtformern, die sehr einfach an den Blitzkopf adaptiert werden können.

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Dieses Sammelsurium findet man nach dem Auspacken vor. Passt alles in einen handlichen Karton, den man “on location” stets dabei haben kann. Im Einzelnen sind dies folgende Lichtformer, deren Wirkung ich weiter unten veranschauliche:

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Von oben links: Softbox, Beautydish, Blitzball, Wabe, Snoot und Lichtklappe.

Herzstück des Systems ist der Adapter, den es für verschiedene Blitzgeräte gibt und einzeln nachgekauft werden kann, so dass sämtliche Lichtformer auf verschiedenen Aufsteckblitzen eingesetzt werden können. Gut zu wissen, da ja der SB-900 und der SB-800 in den Reflektormaßen deutlich voneinander abweichen (dagegen haben der SB-800 und der SB-600 das gleiche Maß!).

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Links die Rückeite des Adapters, die auf den Blitzkopf gesteckt wird. Das Ganze so stramm, das ein versehentliches Abrutschen nicht passieren kann. Rechts die Vorderseite des Adapters. In die vier Klemmen werden sämtliche Lichtformer einfach eingesteckt. Ersatzclips werden mitgeliefert, für den Fall, dass mal eine beim Verkanten bricht (ist mir noch nicht passiert).

Wie steht’s jetzt mit der Lichtcharakteristik der verschiedenen Lichtformer? Sind die Unterschiede überhaupt sichtbar? Vorab: Das sind sie sehr wohl, wenngleich man keine Vergleiche zu Studioblitzen anstellen sollte, die allein aufgrund ihrer Leistung ganz andere Möglichkeiten beinhalten. Denn: Man sollte sich immer vor Augen halten, dass selbst die leistungsstärksten Aufsteckblitze nicht annähernd an die schwächsten Studioblitze herankommen, was die Blitzpower anbelangt. Und die ist insofern relevant, als ja jeder Lichtformer zum Teil ganz erheblich an der Blitzpower “knabbert”. Ein Ganzkörperportrait aus 10 Meter Entfernung mit Softbox ist schlicht nicht drin mit Aufsteckblitzen, aber darum soll es heute nicht gehen. Wir betrachten hier vielmehr die Vorteile der Aufsteckblitze bzgl. Kompaktheit und Flexibilität vor Ort.

Zur Veranschaulichung habe ich eine komplette Serie mit einem Model geshootet, das schön ruhig hält (ca. 2,50m vor dem weißen Hintergrund), so dass wir einen prima Vergleich über die Blitzwirkung erhalten … :D

Ein SB-800 entfesselt im Slave-Modus von vorn links (ca. 35°) mit ca. 1 Meter Abstand zum “Model”; iTTL-gesteuert. Kamera mit SU-800 auf Stativ. f5,6, 1/160s, ISO800 (um die Blitzröhre zu schonen).

1 ohne-lichtformer

ohne Lichtformer

2 softbox

Softbox

3 beautydish

Beautydish

4 kugel

Blitzball

5 wabe

Wabe

6a snoot (breite wabe)

Snoot

7c klappe

Klappe (Beispiel)

Das weicheste Licht liefert der Blitzball und mit Wabe und Snoot erhalte ich wunderbar fokussiertes Licht ohne Streuung auf den Hintergrund, der bei diesen Beispielen in’s Schwarze “absäuft”. Softbox und Beautydish liefern einigermaßen weiches Licht, streuen aber wie der Blitzball erheblich, so dass man bei einer ausgeklügelten Lichtsetzung gezwungen ist, mit Abschattern zu arbeiten. Insgesamt zeigen die Beispiele aber, das mit ein wenig Probieren zu gelungenen und vor allem abwechslungsreichen Lichtsettings kommen kann.

Zum Abschluss hier noch eine Bezugsquelle für das o.g. Set (bitte an den jeweiligen Lebenspartner weitergeben … ;)).

Frohe Weihnachten! :D

lg Andreas

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NIKON CLS PART X – YAST – Yet another Setup Tutorial … :)

22 November 2009

Da sich die Outdoor-Saison nun langsam aber sicher dem Ende zuneigt, hat man wieder etwas Zeit, die Dinge aufzuarbeiten, die in den letzten Wochen liegen geblieben sind. Viel Arbeit, aber das schöne ist, dass dabei dann auch wieder der ein oder andere Beitrag für den CLS-Blog dabei herausspringt … :D

Heute mal ein Beispiel aus der CLS-Praxis; ein kleines Setup-Tutorial, entstanden während eines Workshops im Sommer, den ich gemeinsam mit Martin in Köln veranstaltet habe. Das Wetter war genau so bescheiden wie aktuell (nur der Regen war wärmer …), aber schlechtes Wetter gibt’s für Fotografen ja nicht, wie wir alle wissen. Um die Blitzelektronik zu schützen, haben wir uns dann allerdings doch weitgehend unter einer Fahrbahnbrücke auf einem menschenleeren Parkplatz zurückgezogen. Sexy Location ist eigentlich anders …

nikon-cls-sabnikon-cls-sab

Die Grundidee, die hinter der Aufnahme steckt (Ergebnis siehe unten): Wir wollten es etwas düsterer gestalten als es in Natura war (siehe zum Vergleich die Making-Of-Aufnahmen). Erreicht haben wir dies durch eine Unterbelichtung von etwas mehr als zwei Blenden.

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Um die Location in das Bild zu integrieren und gleichzeitig einen Spannungsbogen (im wahrsten Sinne des Wortes …) zu erzeugen, kam ein Weitwinkel zum Einsatz (hier 24 mm).

nikon-cls-sab

Wichtig dabei ist die Kameraposition in Bodennähe, die anschließend leicht nach oben gekippt wird. Da man als Fotograf selbst natürlich nicht unter die Asphaltdecke kriechen kann, muss man sich mit No-Look-Shots begnügen (ignore your viewfinder). Wenn der Setaufbau richtig geplant ist und das Model mitspielt, stellt das überhaupt kein Problem dar. Zusätzliche Dynamik kommt durch den künstlichen Wind von links (vielen Dank noch mal an die “Wedler”!). Das Model sollte sich wegen des Einsatzes des Weitwinkels nicht allzuweit von der Kameraposition stehen – schließlich soll es am Ende ja noch als People-Aufnahme durchgehen. Tipp: Um beim Einsatz eines Weitwinkels aus niedriger Position trotzdem einigermaßen “passende” Körperproportionen zu erhalten, sollte sich das Model während der Aufnahme in Richtung Kamera vorbeugen! Ansonsten gibt’s lange Beine und einen kleinen Kopf … ;)

Okay, wie haben wir es gemacht? Im Prinzip ganz simpel …

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Das Hauptlicht kommt von vorn, leicht zur Seite versetzt und mit Durchlichtschirm gesoftet. Durch die breitere Streuung des Lichtes erhalten wir trotz der allgemeinenUnterbelichtung auch noch ein wenig Zeichnung an der Brückendecke oberhalb des Models. Als Effektlichter haben wir zwei SB-800 mit Zoom-Reflektorstellung 105mm (Maximum beim 800er) eingesetzt (eingestellt auf Gruppe B); das Hauptlicht (Gruppe A), das weicher kommen und mehr streuen soll, erhält die Reflektorstellung 50mm.

nikon-cls-sabnikon-cls-sab

Insbesondere beim Einsatz von Effektlichtern wird man schnell feststellen, dass man mit Automatiken nicht sehr weit kommt, wenn es nicht langweilig werden soll – die kamerainterne Messung weiss ja auch nicht, welchen Effekt wir haben wollen (in diesem Fall volle Leistung)! Daher haben wir bzgl. der beiden Blitze in Gruppe B den manuellen Modus mit voller Blitzpower (1/1) gewählt. Das Hauptlicht in Gruppe A wurde iTTL-gesteuert. Ich empfinde es als großen Vorteil des CLS-Systems von Nikon, dass man nicht auf die TTL-Modi beschränkt ist, sondern die verschiedenen Systeme mischen kann). Master war ein SB-900.

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Und das Ergebnis? Hier sieht man, dass Regenwolken durchaus ihren Reiz haben können … ;)

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Um das Ganze zu optimieren, nimmt am Besten weniger auffällige Stative (die kleinen schwarzen), die man anschließend (sofern man denn will) mit Photoshop & Co. bequem wegretuschieren kann. Abschließende Tipps: Je kleiner die Blende, desto schöner der Strahlenkranz des Blitzes! Filter abschrauben und Objektiv putzen – somit vermeidet man unschönes lens flare (Festbrennweiten sind diesbezüglich unempfindlicher als Zooms).

Da war’s für heute – demnächst geht’s weiter mit dem Thema Lichtformer!
Einstweilen wünsche ich “Gut Licht”!

lg Andreas

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NIKON CLS PART IX – SUPER CLS RING-FLASH

4 November 2009


Ihr wisst ja, dass wir immer bereit für Schandtaten sind… Ausrüstung genug??? Geht doch garnicht. Zu viel Objektive… geht auch nicht… Reflektor zerschneiden… immer! Mit den Blitzen baden gehen??? Klaro! Mit der 1er und nem 85er in die Wellen am Badestrand??? Klaro!

Aber auch für uns gibt es Dinge, die uns erstaunen lassen. Daher auch der heutige Gastbeitrag von Dennis Kielhorn.


Manchmal gebraucht man einen kleinen Schubs, um eine gute Idee zu einer eigenen Lösung weiterzuentwickeln. So auch in diesem Fall. 2007 zeigte Nikon auf einer hauseigenen Veranstaltung, dass sich aus acht Markoblitzen des Typs SB-R200 ein Ringblitz abseits des Zwecks der Makrofotografie bauen lässt. Da der Hersteller allerdings selbst davon abrät, diese Anzahl der Blitze an das Filtergewinde zu hängen, war klar: eine andere Idee musste her. Im Laufe der Zeit entstanden viele Skizzen und Ideen, die mehrfach verworfen wurden – bis irgendwann der Ringblitz SX-1 dabei entstand.

Nikon CLS Ringblitz

Natürlich wurden nicht alle Teile von uns konstruiert und produziert. Einige Komponenten kamen von Nikon (die Blitze und die Halterung für die Blitze) oder von ReallyRightStuff (die Klemme auf der Schiene). Anhand der gefertigten CAD-Zeichnung wurden dann die fehlenden Teile in einer feinmechanischen Werkstatt produziert. Die Bilder zeigen noch den Prototypen, der auch noch die eine oder andere Veränderung erfahren wird.

Nikon CLS Ringblitz

Eine der häufigsten Fragen ist wohl die nach dem Preis; aber genau darauf kann noch keine Antwort gegeben werden. Der Prototyp ist noch nicht ganz fertig: kleinere Korrekturen und Ergänzungen (ein Handgriff) sind noch erforderlich; außerdem soll der fertige Ringblitz SX-1 eloxiert werden. Wenn der Prototyp allen Ansprüchen gerecht wird und der zweite Halter gebaut ist, wird man wissen, was das Projekt unter dem Strich gekostet hat.

Die Frage nach der Leistung ist die weitere typische Frage. Nikon selbst gibt die Leistung eines SB-R200 mit der Leitzahl 10 (bezogen auf einen Leuchtwinkel für ein 24mm Objektiv bei ISO 100) an. Die Abbrenndauer beträgt nach den technischen Daten gerade mal ca. 600 µs. Was heißt das in der Praxis? Ein Versuch: der Ringblitz wurde mit voller Leistung abgeblitzt und mit einem Blitzbelichtungsmesser aus einem Meter Entfernung gemessen. Ergebnis: f22 bei ISO 100.

Pool Setup How To
- click on image to enlarge -

Dem ursprünglichen Gedanken entsprechend wird das System für Portraits eingesetzt, wobei sich sicherlich das Einsatzgebiet noch erweitern lässt. Derzeit wird eben noch viel experimentiert. So haben wir zum Beispiel schon Bilder mit einem „Halbkreis“ im Auge gemacht… ;-)

Pool Setup How To
- click on image to enlarge -

So toll so ein Bastelprojekt auch sein mag: es hat auch Nachteile! Natürlich kann das System nicht mit der Leistungsfähigkeit eines
Ringblitzes für einen Generator mithalten. Es gibt auch (noch?) keine Lichtformer. Der Fairness halber muss man auch den Preis (acht Blitze zu je 160,- €) als Negativpunkt anführen.

Dafür lässt sich aber der gesamte Ringblitz oder jeder einzelne Blitz voll im “Creative Lighting System” (CLS) einsetzen, was eine
unglaubliche Flexibilität bedeutet, wenn man auf dieses System setzt.

Apropos CLS: die Blitze sind in der Ausstattung sehr sparsam ausgelegt. Im Prinzip gibt es nur vier Bedienelemente: ein Taster zum Ein- und Ausschalten des Blitzes, ein weiter zum Ein- und Ausschalten des Einstelllichtes (eher für den Makroeinsatz), ein Drehrad für den verwendeten CLS-Kanal sowie ein Drehrad für die verwendete Gruppe. Gruppen? Richtig: der Ringblitz kann genau wie jeder andere CLS-kompatible Blitz einer Gruppe zugewiesen werden. Bei den zwei Bildern von Ann war der Ringblitz die Gruppe A, Gruppe B (ein Nikon SB-600) war für die Hintergrund-Beleuchtung zuständig und die Gruppe C (rechts und links je ein SB-800) sorgte für das Seitenlicht, welches über die Schultern leuchtet. So waren die drei Lichtgruppen jeweils so einstellbar, um den gewünschte Effekt zu erzielen.

Leider ist für den Betrieb des Ringblitzes Nikons CLS zwingend erforderlich. Eine Auslösung mit Funkauslösern ist nicht möglich. Bei unseren Versuchen reagierte das System auch nicht auf Infrarotauslösern von Fremdherstellern.

Mal schauen, was sich mit diesem System so anstellen lässt! ;-) Perspektivisch gesehen gibt es auch schon erste Überlegungen den Durchmesser zu erweitern. Aber dies liegt noch in ferner Zukunft.

Von der Idee über die Konstruktion bishin zur Fertigung ist dies ein Projekt von Dennis Kielhorn [1], Peter Doskocil [2] und Stephan Diekmann [3].

Mehr Informationen zum Ringblitz gibt es hier:
http://www.kielhorn-photo.de/sx-1.html

[1] http://www.kielhorn-photo.de
[2] http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/592533
[3] http://www.diekmann-photo.de/

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