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Archiv für die Kategorie ‘PURE LIGHTING DELUXE’

LIGHTING-8: DAS IST FOTOGRAFIE!!!

1 Juli 2010

Letzte Woche haben wir einen Beitrag geschrieben um eure Meinung zu erfragen. Hier findet ihr den Artikel und falls er mal gelöscht werden sollte, dann könnt ihr den Artikel auch hier im Artikel lesen.

Ich denke, dass gerade auf so einem technischen Blog wie diesem hier; ich würde schon fast techniklastig sagen, wenn das Wort nicht diesen negativen Beigeschmack hätte; müssen wir der ganzen Technikverliebtheit ja auch etwas entgegensteuern!

Heute gibt es mal ne kleine Fragerunde an euch. Im letzten freien Shoot für die Sedkarte von Katrin hab ich lange Zeit nur mit dem Aufsteckblitz auf der Kamera gespielt. Diesmal mit einem SB900 auf ner D700 an nem 24-70. Fast das komplette Shoot mit Aufsteckblitz gemacht. Und zwar UNENTFESSELT, an der Kamera!!!
Und irgendwie mag ich den Style. So ein Zeitung, Papparazzi-Style. Was haltet ihr von der Lichtcharakteristik.
EDIT: Ok, nicht zwingend Pressefotograf sondern halt eher so “geknipst” aber irgendwie besonders geknipst!!!”

Ich werde definitiv mehr mit dieser Art der Ausleuchtung spielen. Ich steh tierisch auf den Look. Ich muss gucken ob ich das vielleicht noch mit nem ordentlich starken Blitz verknüpft bekomme. Vielleicht nen kleinen Ranger genau auf der Kamera!!!

Alle Fotos wurden gemacht mit ISO 100, f2.8 bei 1/1000s.

STYLE FOTOS Vergleich Fotos
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Das einzige was mir nicht so gefällt ist die Ausleuchtung des SB900. Ich finde der hat irgendwie nen eckiges Ausleuchtungsfeld! Muss ich mal mti Wabe probieren!

PS: DIESER POST HAT EINE “GANZWERTZEIT” von ca. 10 Stunden und wird sich mit Erscheinen des neuen LETS BOUNCE-Beitrages morgen früh selbst zerstören! PIEP…PIEP…PIEP…

Darauf hin gab es einige Kommentare und unter anderem auch einen besonderen Kommentar von Tino. Und genau darüber möchte ich heute einen eigenen Lighting-Beitrag schreiben. Es geht beim Thema Lichtführung nämlich um eine Wichtigkeit. Bevor wir aber auf den Punkt kommen, lest erst einmal den Kommentar.

SETUP HOW TO Tutorial Photo

Mir hat es beinahe die Füße weggezogen als ich den Text gelesen habe. Aber nicht weil Tino so unverschämt war meine Fotos zu kritisieren, nein, weil er einen so wichtigen Punkt innerhalb der Fotografie trifft. Es geht um den eigenen Geschmack. Der Vergleich mit den allerersten Testfotos mit dem neuen Aufsteckblitz ist wunderbar. Denn seid versichert, wir hätten auch noch andere Ausrüstung einsetzen können.

Habt ihr euch mal gefragt, was uns dazu treibt, solche Fotos zu machen, wenn sich kaum 5m entfernt 4000Ws Blitzlicht befinden, wenn wir doch jeden Lichtformer nutzen könnten, den es überhaupt nur von Elinchrom gibt. Was treibt uns dazu Fotos von so einem Modell zu machen, mit einem Aufsteckblitz auf der Kamera obwohl es nichts gibt, mit dem wir das Foto nicht hätten machen können?

Ganz einfach, es ist die Frage des persönlichen Gefallens. Licht zu setzen wie jeder es tut, “wie man es eben macht” reicht irgendwann nicht mehr. Ich hätte gerne noch mehr probiert aber dann wäre es mit der Sedkartentauglichkeit der Fotos für das Modell hinüber gewesen ;-)…

Also kommen wir zum Fazit: Es geht beim Thema Lichtführung nicht darum es nach Lehrbuch zu machen sondern nach dem eigenen Geschmack. Und man muss auch nicht immer die beste und tollste Ausrüstung einsetzen. Es ist eine Kombination aus der Tatsache nur das einzusetzen, was man wirklich braucht und zugleich bei der Frage was man braucht und will eben über den Tellerrand hinaus zu gucken.

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LIGHTING-7: THE REFLECTOR DIFFERENCE

14 April 2010

TECHNICAL HOW TO Tutorial Photo

Heute gibt es einen Post über das Arbeiten mit dem Reflektor im Studio. Oftmals ist der Reflektor ja total unterschätzt. Gerade im Studio ist er aber an Kosten/Leistung, Handhabbarkeit und Einsatzmöglichkeiten absolut nicht zu übertreffen. Selbst ein teurer Reflektor ist günstiger als ein einfacher Blitzkopf samt Lichtformer. Und mit dem richtigen Reflektor (*HERSTELLER-LINK) ist die Positionierung ein Kinderspiel. Gerade im Studio ist dieser Fakt unglaublich wichtig, denn der Reflektor kann nur dann mit dem Blitzkopf überhaupt konkurrieren, wenn dieser genauso statisch und auf das kleinste Detail eingerichtet und genutzt werden kann.

Dafür haben wir ein Beispiel herausgesucht. Ein Foto von Laura mit einem klassischen Vertikalsetup. Eine Zange, oben Dish und unten Reflektor.

Und hier kommen direkt die Fotos für den Vergleich. In S/W gehalten, damit auch wirklich nur das Licht in eure Augen fällt und die Betrachtung anhand der Lichtcharakteristik erfolgen kann. Beide Shots wurden gleich aus dem RAW entwickelt, gleich fotografiert, gleiche Einstellungen, gleich alles… nur eben einmal mit Reflektor und einmal ohne.

TECHNICAL HOW TO Tutorial PhotoTECHNICAL HOW TO Tutorial Photo

Und wenn wir uns die beiden Fotos angucken, dann sehen wir schon einige Aspekte der Arbeit mir Reflektoren.

  • AM WICHTIGSTEN IST DIE ERKENNTNIS: Mehr Licht bedeutet nicht besseres Foto. Ganz im Gegenteil. In diesem Beispiel finde ich das Foto ohne Reflektor weitaus reizvoller.
  • Der Unterschied durch den Reflektor ist enorm. Und das, obwohl wir nur die schwächste, weiße Seite des Reflektors genutzt haben.
  • Der Schatten (unterhalb des Kinns) ist deutlich sichtbar. Auch auf dem aufgehellten Foto. Ein großer Unterschied ist vor allem in den Augenhöhlen zu sehen. Eine Aufhellung ohne die Dominanz der Hauptlichtquelle zu zerstören.
  • EDIT: Falls ihr jemals in die Verlegenheit kommt, zu viel Licht zu reflektieren, dann könnt ihr natürlich auch über den Winkel die Helligkeit steuern. Einfach den Reflektor etwas vom Modell weg richten. Dann kommt es aber wirklich auf Millimeter an!!! (DANKE AN FRED!!!)

TECHNICAL HOW TO Tutorial PhotoTECHNICAL HOW TO Tutorial Photo

Wenn man einen Reflektor nutzt, dann kann man dessen Intensität über das Material, die Distanz und die Größe des Reflektors kontrollieren. Die Logik ist einfach.

  • Je näher der Reflektor an das Motiv kommt, umso stärker wird die Aufhellung
  • Je “spiegel”-ähnlicher die Oberfläche des Reflektors wird, umso stärker wird die Aufhellung.
  • Je größer der Reflektor ist, umso mehr Licht kann reflektiert werden (VORSICHT, dafür braucht man genug Streulicht!!!)

Der finale Schluss ist daher: Fangt an mit Reflektoren zu arbeiten. Wie man oben deutlich gesehen hat, macht es einen gigantischen Unterschied, allein etwas Weißes unter das Modell zu halten. Mit Reflektoren im Studio zu arbeiten ist einfach. Er ist schnell eingesetzt und er braucht auch nicht wirklich eingemessen zu werden. Hinhalten reicht ja schon, Strom braucht er auch nicht… :-)

Behaltet bloß im Hinterkopf. Ein Reflektor kann niemals heller als die aktive Lichtquelle sein. Maximal bekommt ihr ein Gleichgewicht. Oft geht es aber auch bloß um ein Detail und eine “Kleinigkeit” an Licht. Und genau das ist für den Reflektor ein Leichtes.

Wenn ihr den Reflektor im Studio einsetzen wollt, dann achtet bei der Wahl des Reflektor auf eine einfache Handhabung. Es geht darum, dass der Reflektor schnell und einfach in eine bestimmte Position gebracht werden und auch dort verharren muss. Im Studio muss die Aufhellung oftmals so gesteuert sein, dass es nicht genügt, den Reflektor nur “hinzuhalten”. Man braucht mehr! Absolut fixierte Positionen.

So, damit wären wir auch schon am Ende dieses Postes.

Am Ende vielleicht noch ein kleines Detail. Guckt euch nochmals das erste Foto von oben an.

TECHNICAL HOW TO Tutorial Photo

Man sieht auf dem Foto, dass der Reflektor vom Modell weg gerichtet ist. Das ist völlig richtig. Der Winkel des Reflektors wird bestimmt über den Winkel des Einfallenden Lichts. Das ist eine Besonderheit die vielen Fotografen große Schwierigkeiten bereit. Man muss sich an die Eigenheiten gewöhnen und auch wenn diese logisch sind, so erscheinen diese oftmals unlogisch. Das gibt sich aber mit einiger Übung und den ersten Fotos…

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LIGHTING-6: DER “ABSCHALT”-EFFEKT

19 März 2010

Im letzten Post hatten wir das Setup eines Fotos im Studio besprochen, gemacht und lichttechnisch geformt mit hauptsächlich indirekten Lichtquellen. Heute geht es genau mit diesem einen Setup weiter und zwar kommen wir zum lichtspezifischen Teil. Es geht um eine unglaublich wichtige Sache, die sich jeder (WIEDERHOLUNG: JEDER) Fotograf in seinen Schädel trümmern sollte. Reinhämmern, hinter die Binde kippen oder sonst was… egal… Hauptsache ihr merkt es euch und macht es auch immer.

Auf dem Foto unten sehen wir nochmals das Setup. 3 Blitze für ein Foto.

Setup HOW TO Tutorial Photo

Das fertige Foto sah so aus…

TECHNICAL Vergleich Fotos
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… 10 Sekunden später ist dieses Foto enstanden.

TECHNICAL Vergleich Fotos
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Was hatten wir gemacht? Ganz einfach, wir haben einfach 2 Blitze komplett deaktiviert und haben nur mit dem direkten Licht von der Seite weiterfotografiert. Und da wären wir auch schon beim Thema.

EGAL WIE VIELE BLITZE IHR HABT… SCHAUT DOCH EINFACH MAL, WIE DAS FOTO AUSSIEHT MIT DEN JEWEILS EINZELNEN BLITZEN…

Solange ihr die Freiheit habt und selbst entscheiden könnt, wie ihr euer Setup ausleuchtet, dann tut es auch. Oftmals sind wir gezwungen so zu fotografieren, wie Andere es verlangen. Wir bauen ein Setup auf und müssen es fortführen, weil die jeweiligen Lichtquellen aktiviert sein müssen um den gewünschten Look zu erzeugen. Wenn wir aber frei sind in unserer Entscheidung, dann machen wir es zu 99% der Zeit so, dass wir auch mal die einzelnen Blitze einfach ausschalten. Und oftmals ist man überrascht was dann hinten raus kommt. Genauso wie hier… ich finde das zweite Bild mit nur einer Lichtquelle UM LÄNGEN BESSER und viel viel stylischer…

Also der Post heute klingt banal, ist es aber nicht. In Sachen Lichtführung (und darum ist der Post auch in der Kategorie LIGHTING) macht man oft zu viel und vergisst die Einfachheit der Dinge. Daher immer auch mal umdrehen und zurückschreiten auf dem langen Weg zu Mehrblitzsetup.

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LIGHTING-5: REFLEXIONEN

14 Februar 2010

Schöne Hintergründe haben immer einen Haken und meistens ist dieser Haken, dass sie mehr oder minder reflektierende Flächen beinhalten. Und als Fotografen wissen wir ja… VORSICHT bei spiegelnden Oberflächen. Dass etwas für die Kamera “spiegelt” muss aber nicht zwangweise mit sich bringen, dass es sich auch um einen “Spiegel” im klassischen Sinne handelt. Oftmals genügt, wenn die Oberfläche glänzend oder schimmernd ist.
Denn jede glänzende, lackierte oder sonst strahlende Oberfläche wirft dann am Ort des Geringsten Winkels das Licht mehr oder minder zurück in Richtung der Kamera. Wir bekommen oft einen hell glänzenden Fleck auf dem Hintergrund. Dazu aber gleich mehr und jetzt erstmal zurück zum Thema “Hintergründe”. Überlegen wir doch mal, wie viele Gegenstände um uns herum “glänzend” sind. Ob das nun eine lackierte Schrankwand ist, ein lackiertes Stück Holz, Tapeten oder neumodische Hyperglanz-Style-Wohndings-Bums-Teile.

Und genau darum geht es heute. Was machen wir mit spiegelnden, lackierten Oberflächen im Hintergrund. Und dazu haben wir uns ein Extrembeispiel genommen. Eine glitzernde, goldlackierte Wand als kompletten Hintergrund (siehe Foto!!!)

Setup HOW TO Tutorial Photo

Und wenn wir genau auf das Foto schauen, dann sehen wir schon den oben beschriebenen Glanzeffekt. Im Zentrum der kleinsten Reflexionswinkel strahlt unser Hintergrund. Im Falle des Fotos oben ist die Lichtquelle das Fenster und die Winkel zum Einfall in die Kamera sind oben in der linken Ecke des Hintergrundes am Geringsten. Daher ist dort der Hintergrund fast komplett ausgebrannt. Wir haben hier also schon das Beispiel einer seitlichen Lichtquelle.

Und da wären wir schon beim ersten Lernpunkt des heutigen Postes. Man kann schon durch die Beobachtung der Umgebung und des vorhandenen Lichts viele viele Schlüsse auf Licht ziehen.

Des Rätsels Lösung für viele “reflektierende” Probleme ist dabei, dass man nicht versucht die Reflektion zu beseitigen, sondern diese passend ins Bild einbaut. Und genau das haben wir hier in einer extremen Art und Weise gemacht. Schaut euch das Foto an und guckt direkt auf die Reflexionen im Hintergrund.

Diese wurden genau horizontal über das Bild gezogen, hinter der Schulter des Modells und nehmen nach oben und unten hin ab.

TECHNICAL Vergleich Fotos
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Was das für unser Licht bedeutet ist klar… wir haben mit einer länglichen Lichtquelle fotografiert und da sich die Reflexionen genau hinter dem Modell befinden, bedeutet das auch im Umkehrschluss, dass die Lichtquelle hinter der Kamera zu finden war. Und genau so war es auch.

Setup HOW TO Tutorial PhotoSetup HOW TO Tutorial Photo

Die Lichtquelle, eine längliche Softbox (Strip) quer gelegt, war genau hinter der Kamera. Auf der Skizze oben sieht man, dass je weiter man sich vom rechten Winkel des Auftreffens auf den Hintergrund entfernt, die Strahlen nach außen aus dem Foto reflektiert werden. Und genau daher kommt auch der Abfall an Leistung an den Rändern. Der Hintergrund wird dunkel und dunkel und dunkel nach außen hin!

N.B.: Reflexionen die nicht vermieden werden können, werden einfach direkt und gesteuert ins Bild integriert.

Nur ganz umständlich hätten wir bei diesem Foto die Reflexionen vermeiden können, dann aber mit einem exorbitanten Aufwand an Lichtsetzung, Abschatten etc…

Eine Lösung, und die wollen wir hier auch noch kurz ansprechen, wäre natürlich die Erhöhung des Winkels zur Lichtquelle. Damit hätten wir denn den Weg bestritten, die gesamten Reflexionen aus dem Bild zu befördern. Dafür hätten wir ein extrem hohes oder seitliches Führungslicht genutzt und hätten dann aber das Motiv niemals so sichtbar und so schattenlos ausleuchten können. Zudem wäre es in unserem Falle bei einer Deckenhöhe von knapp 2,15m gar nicht erst gegangen.

Ich denke das Beispiel einer golden gestrichenen Wand als extremes Beispiel für den Inhalt dieses Postes ist perfekt und die Message kommt rüber. Der Kampf gegen Windmühlen ist auch in der Fotografie ein großes Problem und oftmals macht man sich das Leben schwerer als es ist…

Setup HOW TO Tutorial Photo

Fotografiert haben wir dieses Foto übrigens mit einer 5D mit 50mm 1.8 I bei f8 und ISO100. Belichtungszeit bei der 5D natürlich bei 1/160s. Das 50er ist ein tolles Objektiv und das für den Preis um die 100€.

Absofort also keine Sorge vor solchen Hintergründen… alles easy!

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LIGHTING-4: BEAUTY DISH

27 Januar 2010

Heute geht es rund mit einem kleinen Beitrag zum Thema Licht und “LIGHTING SCIENCE” hier im Blog. Lichtsetzung ist oftmals ein Einsatz von kleinsten Details. Und genau um ein solches Detail der Lichtführung geht es heute. Wir werden den Schatten lüften, warum “Beauty Dishes” eigentlich so beliebt sind. Natürlich, der sonstige Vorteil liegt auf der Hand.

-> Leicht, stabil, fast unkaputtbar und viel weniger anfällig gegenüber Wind wenn man damit ON LOCATION arbeitet.

Aber der eigentlich Verwendungsgrund für einen Fotografen wird damit nicht getroffen. Als Fotograf nutzt man das Licht, welches einen spezifischen Effekt für das zu machende Foto erzeugt. Es geht darum, dass man so arbeitet, als dass man nur ein spezifischen Licht einsetzt, um einen spezifischen Zweck zu erfüllen. Irgendeine Lichtquelle geht dabei eben gerade nicht. Das entspräche dann mehr einem “Herumfotografieren” oder einem “Geknipse”. Und da man niemals irgendetwas zu pauschal formulieren kann, muss man diese Aussage auch gleich wieder teilweise zurücknehmen. Denn es gibt in der Tat Fotos, bei denen die verwendete Lichtquelle sekundär ist.

Trotzdem, heute es geht es darum, was eine BeautyDish als Lichteffekt anzustellen vermag. Neben den oben genannten Vorteilen.

Schauen wir uns zuerst ein Foto an. Dieses Foto wurde mit einer BeautyDish von Hensel gemacht. Und auf diesem Foto sieht man deutlich die Charakteristik dieser Silberschüssel.

TECHNICAL Vergleich Fotos
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Hier der kurze Beweis mit welchem Lichtformer das Foto gemacht wurde.

SKIZZE HOW TO Tutorial Photo

Denn wenn wir jetzt einmal auf den Schattenwurf am Arm des Modells schauen, dann sehen wir eine ganz besondere Charakteristik. Einen doppelten Schattenverlauf. Es gibt zwei Schatten.

1. Einen harten “KERNSCHATTEN” und außerhalb gibt es einen…

2. …weich verlaufenden Außenschatten.

TECHNICAL Vergleich Fotos
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Um zu erkennen woher dieses Resultat kommt, müssen wir einen Blick auf die BeautyDish an sich werfen. Wie ist diese konstruiert und wie gebaut? Auf dem Foto unten sehen wir deutlich, dass wir eine Schüssel haben, mit einer kleinen Schüssel in der Mitte. Die Schüssel in der Mitte leitet das Licht nach außen ab. Es gibt daher kein direktes Licht, keine direkte Sichtlinie zwischen Modell und Blitzröhre. Zudem nimmt die Ausleuchtungsstärke der Schüssel nach außen hin kontinuierlich ab.

SKIZZE HOW TO Tutorial Photo

Die oben gezeigte Charakteristik gibt es so nur bei einer guten Dish. Denn die beiden Verläufe kommen von der spezifischen Konstruktion der Schüssel. Wir haben ein inneres Kernlicht und den Verlauf innerhalb der äußeren Schüsselwanne. Das Licht wird um die innere Schüssel gebündelt und nach außen gibt es nur einen sanften Verlauf. Und genau dies spiegelt sich auch im Schattenwurf wieder. Der Schatten ist eine 1:1 Kopie des Verlaufs innerhalb der Dish.

SKIZZE HOW TO Tutorial Photo

Wenn wir an dieser Stelle nun die Entstehung des Lichtes besprochen haben, gilt es noch die Vorzüge und Gründe zu erörtern. Warum brauchen wir diesen Verlauf, warum diese Charakteristik? Die Antwort ist wiedermals simpel, wenn man sie kennt :-)… Trotzdem sind die Vorzüge wenig bekannt. Oftmals heißt es bloß, dass sie ein tolles Licht macht, oder aber man sieht den Einsatz bei anderen Fotografen “und muss es auch haben”. Es gibt sie aber, die unverkennbaren Vorzüge. Und die werden wir jetzt kurz in knapper Form auflisten. Und damit wären wir auch schon am Ende dieses hoffentlich prägnanten Posts.

  • Die Dish vereint hartes und weiches Licht.
  • Durch den harten Innenkern erzeugt die Lichtquelle zusätzliche Bildschärfe und fördert einen kontrastreichen Look.
  • Durch die doppelten Übergänge wird die Härte aber gleichzeitig wieder reduziert und mit Elementen eines weiches Lichtes vereint.
  • Die Schatten erscheinen Weich, obwohl die Gesamtcharakteristik eher hart erscheint.
  • Glanzlichter können durch den inneren Lichtkranz sehr gut entstehen.
  • Die Lichtquelle ist sehr effizient und lichtstark.
  • Das Licht ist erst auf den zweiten Blick als “hartes Licht” zu erkennen. Erst wenn man sich den Schatten im Detail anschaut.

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LIGHTING-3: HINTERGRUND EFFEKTE

25 Januar 2010

Wenn man im Studio fotografiert, dann folgt man als Fotograf immer einem schichtigen Aufbau. Und zwar geht es darum, dass man das Setup in kleine Scheibchen unterteilt. Wir können ein Foto in folgende grundlegenden Einzelteile zerlegen.

  1. Hintergrund
  2. Licht von Hinten oder von seitliche Hinten auf das Modell
  3. Das Modell an sich
  4. Licht auf das Modell von vorne (Führungslicht)
  5. Sonstige Effekte um das Modell herum oder vor dem Modell

Diese Schichten sollten wenn möglichst getrennt beleuchtet und gehandhabt werden. Dann jedenfalls können wir die Ausleuchtung eines jeden einzelnen Elementes wirklich steuern. Und in diesem Sinne werden wir uns ganz speziell die Nr.1 herauspicken und besprechen, welche Möglichkeit allein die Hintergrundausleuchtung bieten kann. Und mit diesem Post decken wir nichtmal 1% der möglichen Variationen ab. Es gibt viel viel mehr “minimalste Änderungensmöglichkeiten”.

Es geht in diesem Lighting-Post also sowohl darum, dass man mehr Blick für das Detail entwickeln sollte und wir wollen das daran zeigen, welche minimalen Unterscheidungen schon im Hintergrund möglich sind. Für viele wird dieser Post hoffentlich “banal” klingen, und wenn das so ist, dann ist das gut so. Aber trotzdem sind es keine Banalitäten. Auch wenn man es für banal hält, so kann es doch einen großen Unterschied machen, ob ich den Hintergrund rechtwinklig zum Bild oder schräg anordne. Damit ändere ich die Bildwirkung. Wenn auch nur unterschwellig, aber auf jeden Fall ändert sich etwas!

Für diesen Post haben wir ein starkes Dauerlicht genommen um gleich alle resultierende Effekte 1:1 fotografieren zu können. Für alle die es noch genauer wissen wollen was für ein “Lichtleuchtteil” auf den Fotos zu sehen ist: Wir nutzen ein Hedler HF65. Anhand des sehr starken Dauerlichts können wir jede noch so minimale Änderung sofort erkennen. Aber genug davon. Es geht in diesem Post schließlich um den Effekt und nicht in erster Linie um das Gerät.

SETUP HOW TO Tutorial Photo

Anhand der Flügeltore (Klappen) und einer eingebauten Fokussierfähigkeit im Strahler können den Winkel des Ausleuchtungskegel und dessen Ränder bestimmen. Wir haben also insgesamt 2 Faktoren der Änderung des Effekts. Die Klappen steuern die Abgrenzung, der Reflektor steuert die Ausleuchtung “INNERHALB” der Grenzen der Klappen.

SETUP HOW TO Tutorial Photo
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Anhand der nachfolgenden Beispiele sehen wir die Ausleuchtung bei gleicher Klappenstellung. Wenn wir beide Fotos oben vergleichen, dann erkennen wir deutlich, dass die Ausleuchtung innerhalb des Streifens punktförmig (OBEN) bzw. eher mit einem einheitlichen rechts-links-Verlauf (UNTEN) gekennzeichnet ist. Auf dem ersten Bild erkennen wir zwar die punktförmige Spotausleuchtung, gleichzeitig aber auch die geradlinig Abschattung durch die oberen und unteren Flügeltore.

Auch wenn das obere Ergebnis nicht so bezaubernd ist, so lernen wir doch eine sehr wichtige Sache aus dem Ergebnis. Wollen wir Abschirmklappen sinnvoll einsetzen, so brauchen wir eine sehr hohe Streuung des Grundlichtes. Je einheitlicher und streuender das Licht ist, umso genauer können wir die Abgrenzung der Klappen setzen.

Hier nochmals ein direkter Vergleich der zwischen den maximal möglichen Reflektorstellungen. Jedes Foto wurde mit exakt gleicher Position der Klappen gemacht.

SETUP HOW TO Tutorial PhotoSETUP HOW TO Tutorial Photo

Anhand dieses Thematik erkennen wir die Tatsache, dass es fast unmöglich ist, ein zu hartes Licht in zu kurzer Entfernung mit harten Schatten abzuschatten. Es erfolgt ein Spoteffekt oder aber die Abschirmung hat kaum Erfolg. Dagegen wird ein sehr streuendes Licht viel besser von Klappen und Abschirmklappen, Abschattern oder sonstigen “Barrieren” geformt.

Kommen wir also direkt zu einem weiteren Aspekt der Manipulation. Die Drehung der Abschirmklappen. Durch die Drehung der Klappen drehen wir natürlich auch unseren Effekt. BANAL!!!! Aber was nicht banal ist, das ist die Veränderung der Bildwirkung.

Schaut mal direkt auf die drei resultierende Fotos. Dort sieht man direkt, dass die Ausrichtung des Strahls euer Foto strecken oder zusammen”stauchen” würde. Der damit verbundene Effekt kann beschrieben werden mit einer optischen Streckung.

SETUP HOW TO Tutorial Photo
SETUP HOW TO Tutorial Photo
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Schon wieder ein Detail, was das Foto um 180° drehen kann. Stellt euch einfach vor, dass ihr ein sehr längliches Gesicht bei eurem Modell vorfindet und ein ihr dazu noch ein länglich ausgerichtetes Hintergrundlicht setzt. Dann addieren sich diese Wirkungen und das Gesicht erscheint noch länger. Gleichzeitig kann die Gesichtsform durch die Position aber auch entsprechend “kontrolliert” werden.

Und bei der Fotografie geht es genau darum, auf solche Details zu achten.

Und hier kommt letzten Endes das finale Foto. Gemacht mit den oben beschriebenen Effekt.

TECHNICAL Vergleich Fotos
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Tja, und an dieser Stelle kommt mal wieder ein noch viel wichtiger Lerneffekt innerhalb der Fotografie. WIE MAN ES MACHT, MAN MACHT ES FALSCH! Im Nachhinein finden wir, dass wir den Effekt nicht einsetzen hätten sollen. Er wirkt für das Foto oben zu künstlich und irgendwie gefällt es uns nicht so wirklich!!! :-)… Tja, Martin und Marc, Pech gehabt…Ideen können schief gehen

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LIGHTING-2: PORTRAITS & STREIFLICHTER

31 Oktober 2009

Heute geht es weiter mit einem Detail. Details sind in Fotos aber nicht immer nur “kleine Details” sondern können ziemlich große große Unterschiede ausmachen. Sprich: Mal wieder gilt… kleines Ding mit großem Bums!

Über was sprechen wir. Wie die Überschrift schon verlauten lässt. Es geht um Streiflichter. Um Effektlichter in der Peoplefotografie. Und jetzt kommt eine weitere wichtige Aussage des heutigen Posts. Es geht nicht um schön oder unschön. Es geht heute um das pure Wissen welchen Effekt durch welches Licht erzielt wird.

Oftmals hört man den Spruch: “Streiflichter in der Portraitfotografie nicht auf die Nase “. :-) Was damit gemeint ist??? Schauen wir uns einfach mal ein Foto an!

Canon ETTL SETUP PHOTO

Wir sehen ganz deutlich, dass die Sonne von seitlich links hinter dem Modell auf die Nase von Fini (unser Modell) trifft. Und genau das ist gemeint mit der Aussage. Übersetzt bedeutet dieser Satz: NIEMALS SO EIN FOTO WIE DAS OBERE MACHEN!!!!

Aber ehrlich gesagt… Mir gefällt das Foto oben? Muss ich das Foto jetzt schlecht finden, nur weil Licht auf der Nase ist??? NEIN!!! Mir ist das total WURSCHT! Uns allen hier ist das egal! Denn es geht in der Fotografie nicht darum, was man tun soll oder nicht. Was man darf oder nicht. Es geht um das Foto. Und ganz ehrlich: Mir gefällt das Foto oben ziemlich gut! Sehr gut sogar.

Und jetzt schauen wir uns doch mal an, wie man es hätte machen müssen. “HÄTTE MACHEN MÜSSEN”…

Canon ETTL SETUP PHOTO

Und was sehen wir??? Ganz einfach. Noch ein tolles Foto. Und was wollten wir jetzt eigentlich mit dem Beitrag erklären und zeigen. Es hieß doch: Keine Streiflichter.

Nein, um was es geht, dass ist die Tatsache, dass unterschiedliches Licht eben unterschiedliche Wirkungen erzielt.

Wenn wir uns beide Fotos mal im Vergleich anschauen, dann sehen wir, dass beide Fotos nicht schlecht sind. Aber beide haben vollkommen unterschiedliche Wirkungen.

Einmal sieht es eher natürlich, ruppich oder “rustikal” aus. Eben eine etwas ungehobelte, natürliche Lichtführung. Trotzdem wirkt das Foto. Nämlich über das Motiv.

Und beim zweiten Foto bekommt man dafür knallhart eine “künstliche und absolut perfekte” Ausleuchtung aufgetischt. Das Foto wirkt gestellter und kontrollierter gemacht. Verliert dadurch aber nicht an Reiz.

So, und was ihr absofort macht, dass bleibt euch überlassen. Es geht nämlich gerade um eure eigene Meinung und nicht um das, WAS MAN NICHT TUT… :-)

Dat war es schon. Kleiner Beitrag über eine Kleinigkeit und ein Detail der Lichtführung.

LG und wir sind mal auf nach Weinheim zum Workshop morgen bei der Model-Kartei…

Martin & Marc

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LIGHTING-1: MINIMALISMUS

15 Mai 2009

Heute gibt es den ersten LICHT-GURU-Beitrag. Ich hab ja vor langer Zeit schonmal erklärt um was es bei der Reihe gehen soll. Um pure und öde Lichtsetzung. Aber das machen wir im Hinblick auf anwendbare Fotografie. Also was müsst ihr ganz Spezielles über “LICHTFÜHRUNG” wissen. Vielleicht mal ohne konkretes Foto-Setup… nur mit einem Beispiel zur Verdeutlichung.

Der heutige Jungfernbeitrag heißt ja MINIMALISMUS… und er geht über SOFT LIGHT… und zwar so weiches Licht, dass es fast garnicht mehr wahrgenommen wird… und Licht im Allgemeinen. Also noch wisst ihr nicht wovon ich zum Teufel spreche… aber einfach weiter lesen und ihr werdet erleuchtet werden :-)…

Das menschliche Auge ist ja die erste Station der Bildentwicklung. Bevor ihr den Auslöser drückt, seht ihr ja was kommt… und so einfach das klingt, so blöde ist die ganze Sache auch. Unsere Augen sind einfach richtig spitze. Ziemlich gut was Kontrastumfang und Schärfe betrifft… aber wir sind dem garnicht gewachsen. Oder ich formuliere es anders. Die Kameras sind dem nicht gewachsen. Und was resultiert daraus? Naja, die Realität wie wir sie sehen und wie es die Kamera sieht, sind eben nicht identisch. Und das ist richtig kacke!!!

Und da bleibt dem Fotografen nix anders über, als seine Augen und sein Gehirn in eine künstliche Kamera zu verwandeln!!! :-) Schlechter zu machen! Aber jetzt wirds langsam zu dicke. Schaut euch mal das folgende Beispiel an und ihr werdet verstehen von was ich spreche.

Werner mit SunbounceMan braucht nicht Unmengen an Blitzen. Oft reicht ein einfacher Reflektor!

… und lasst uns nun mal die Situation betrachten.

Ich würde mal sagen, dass wir einen ziemlich “weichen” Tag haben. Keine direkte Sonne, keine Schatten, keine harten Kontraste… alles weich… und wir stehen da mit dem Sunbounce. Und die goldene Seite guckt weg… was bleibt da noch??? Die weiße Seite. Behaltet das mal im Hinterkopf! WEIßE REFELEXIONSSEITE…

Ok, und jetzt kommen wir zu dem KAMERA-DENK-ABSCHNITT. Wir sehen, dass unser Model schwarzes Jacket und weißes Hemd trägt. Igit… blöde Sache… aber bis jetzt ja noch kein Problem. Das kriegen wir locker hin bei einem so weichen Licht. Aber wo ist jetzt die Neuigkeit dieses Beitrages, wenn doch alles kein Problem ist? Das kommt jetzt.

Was gehört denn zum Fotografieren dazu? Die Bildbearbeitung. Früher gab es Filme und jeder Film hatte einen eigenen Look, eigene objektive Werte. Und heute ist es eben Lightroom oder Aperture. Das gehört zu den Rohdaten wie die Henne zum Ei. Und wenn wir über das Fotografieren nachdenken, dann müssen wir gleichzeitig auch über die Nachbearbeitung sinnieren. Ich meine jetzt keine Retuschierorgien aber die grundsätzlichen Anpassungen eben.

Und leider ist es so, dass unser menschliches Auge auf Fotos gerade nicht mehr die Realität schön findet. Wir wollen keinen geraden Dynamikumfang, wir wollen einen typische S-Kurve in der Gradation. Das bedeutet, dass unser menschliches “SCHÖN-FINDEN”… eben gerade harte Kontraste und Schärfe toll findet. Und plötzlich haben wir den Salat. Zusammenfassung:

  • Wir sehen unglaublich viel Dynamik
  • Wir können aber weniger Dynamikumfang aufnehmen
  • Und leider finden wir noch weniger Dynamik auf einem Foto toll… :-) Na PROST!

Aber ihr versteht jetzt sicherlich nicht genau was ich meine. Dann gibt es jetzt mal ein paar Fotos auf die Augen…

Werner mit SunbounceWerner mit Sunbounce
Denkt ihr, es sind identische Fotos? Naja, dann seid ihr falsch…  :-) Unterschiedliche Fotos, unterschiedliche Ausleuchtung…

Ihr denkt jetzt sicherlich, dass wir das selbe Foto unterschiedlich bearbeitet haben. Ist aber nicht so. Es sind unterschiedliche Fotos, einmal mit und einmal ohne Reflektor. Und was wir identisch gemacht haben, das ist die Nachbearbeitung. Wir haben absolut identische Einstellungen bei Lightroom gewählt. Für beide Fotos. Und jetzt merkt ihr plötzlich was ein weißer Reflektor im sowieso schon weichen Licht ausmachen kann. Nicht viel auf dem Foto in der Kamera, aber wenn es dann darum geht Kontrast zu bekommen, Dynamik zu reduzieren, Kurven zu verstärken… Schwarz zu beschneiden… dann wird aus “kaum Unterschied” plötzlich eine ganze Welt.

Ich wette ihr nutzt einen weißen Reflektor im sowieso schon weichen Licht sehr selten. Warum? Grund ist, weil ihr den Unterschied beim Fotografieren kaum wahrnehmen könnt. Eure Augen sind zu gut. In dem riesigen Kontrastumfang nehmen wir so eine kleine Änderumg kaum wahr. Das heißt aber nicht, dass sie nicht da ist. Nur weil wir etwas nicht sofort sehen, nur weil der Reflektor nicht wie ein Spiegel leuchtet, ist das Licht eben trotzdem noch da.

Schaut euch auch mal einen Ausschnitt aus dem Foto von oben an. Die Augen auf dem Bild sind super abgebildet. wir haben sehr harte Kontraste, hartes schwarz und trotzdem sehen wir alle wichtigen Details.

Werner mit Sunbounce
Das ist ein Ausschnitt aus dem Portraitshot weiter oben…

Ok, also um was ging es heute in dem Post? Ich versuchs mal in ein paar kurze Sätze zu fassen.

FAZIT: Beginnt einfach wie eine Kamera zu denken, die schon weiß was mit dem Foto danach noch passiert. Schaut nach kleinen Details. Details der Lichtführung die sich nicht sofort ins Auge brennen, die aber ein gutes Foto zu einem perfekten Foto machen. Und die Details sind eben meistens nicht so sichtbar. Da müsst ihr vordenken.

Wenn ihr auch auf einen Kontrastlook steht, wie wir es tun, dann könnt ihr all eure Lichtgegebenheiten “multiplizieren” und verstärken. Alles was ihr seht kommt extremer rüber. Und das muss man als Fotograf wissen und verstehen.

So, das wars für heute… schreibt doch mal wie euch solche Artikel gefallen. Bringen die euch was, gefallen sie oder versteht uns kein normaler Mensch mehr??? :-)

LG
Martin & MARC

PS: Zur Zeit ist bei uns die Hölle los. Neue Küchen haben wir eingebaut und 2 Tage gebraucht… Nikon Solutions… Mallorca, Wien und bald gehts wieder ins Ausland… aber wir tun unser Bestes fürs Blog… 

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